Dachaufbau Gartenhütte

  • Hallo Zusammen,


    wir haben letztes Jahr einen Kleingarten übernommen mit mehreren kleinen Hütten. Drei davon werden wir einfach abreißen, weil sie so durchgemodert sind, aber eine Hütte und ein kleines Toilettenhäuschen wollen wir erhalten. Beide sind haben etwa 20cm dicke gemauerte Wände und ein Bitumen(? vielleicht auch noch Teer?)-Dach. Beide Dächer sind komplett durch und ich werde sie erneuern. Die Hütte hat eine Grundfläche von ca. 3x2,5m mit 25° Dachneigung. Das Toilettenhäuschen hat ca 1x1,5m Grundfläche und ein Flachdach mit unter 3° Neigung.

    Als Dachhaut für beide haben wir uns für Aluminiumschindeln von Böhme Systems entschieden. Beide Dächer will ich als Kaltdach ausführen.

    Beim Toilettenhaus will ich die Dachneigung auf 18° erhöhen und auf eine Dämmung verzichten. Ich denke darüber nach, die Sparren einfach nur von oben mit Brettern zu beplanken und unterhalb der Bretter eine Belüftungsebene zu haben, also zwischen den Sparren nach Außen nur mit einem Insektengitter abzudichten. Spricht da etwas dagegen? Und falls ich das so mache, sollte ich dann trotzdem eine zweite Belüftungsebene direkt unter der Dachhaut haben?

    Was die Hütte angeht: Die Enev spielt zum Glück keine Rolle, trotzdem wünschen wir uns einen gewissen Hitzeschutz (beheizt wird das Häuschen 0 bis maximal 30 Tage im Jahr mit einer kleinen Elektroheizung und dann auch nicht ganztägig) und wollen das Dach dahingehend ein wenig dämmen. Was den Aufbau angeht bin ich im Moment ein bisschen ratlos und würde mich über ein wenig Beratung freuen. Wir würden gerne auf jegliche Plastikfolie (Dampfbremse/sperre) verzichten, halbwegs ökologisch verträgliche Baustoffe wären schön und was ich auch gut fände, wäre eine Konstruktion, die es ermöglicht, etwaige Feuchtigkeitsschäden halbwegs früh zu bemerken.

    Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und Hilfe
    Robert

  • entweder, statt plastiktütendampfbremse,

    • eine db+ (so ziemlich eine der ältesten bremspappen) oder
    • mineralische, fugendichte (!!) raumseitige verkleidung. sowas gibt´s auch von (................) "systemanbietern" - aber die nehmen auch nur "standard"bauprodukte a la gipskarton

    die anderen randbedingungen (hinterlüftung, dämmung etc) müssen natürlich passen, verzicht auf "bremse" (zB nur n+f-bretter) ist deutlich suboptimal.

  • verzicht auf "bremse" (zB nur n+f-bretter) ist deutlich suboptimal.

    Naja, ist wohl eine Frage wie intensiv das Häuschen zum "wohnen" genutzt wird.

    Wenn nicht oder wenig, braucht man sich nicht so 'nen Hals machen wg, Dampfbremse/-sperre.

    Gruß Werner :)

  • Naja, ist wohl eine Frage wie intensiv das Häuschen zum "wohnen" genutzt wird.

    Wenn nicht oder wenig, braucht man sich nicht so 'nen Hals machen wg, Dampfbremse/-sperre.

    In der Tat wird die Aufenthaltsdauer in dieser Hütte überschaubar bleiben und auch wenn wir sich mal ne Nacht im Sommer dort schlafen werden, wird das nicht allzu häufig vorkommen. Im Winter sowieso nicht. Im noch kühlen Frühjahr kann es natürlich mal passieren, dass man sich innen aufwärmen will, aber auch das wird eher die Ausnahme sein als die Regel. Es gibt keine Kochstelle in der Hütte und auch keinen Wasseranschluss. Von der Seite her wird also keine zusätzliche Feuchtigkeit in das Haus getragen. Weder Türen noch Fenster sind dicht. :)

    Also mal angenommen ich traue mich, auf die Dampfbremse zu verzichten: Welche Dämmmaterialien würdet ihr empfehlen und wie dick, wenn es vorrangig um einen moderaten Hitzeschutz im Sommer geht? Und wie von innen nach außen aufbauen?

    Vielen Dank!

  • Bei dieser geplanten Art der Nutzung wirst Dir um Kondensatbildung keine Gedanken machen müssen.


    Hitzeschutz wirst wahrscheinlich nicht viel schaffen weil die Masse fehlt..


    Ein "bisschen" besser (was Hitzeschutz betrifft) als diese Glas-oder Mineralwollekandidaten sind evtl. Holzwolleleichtbauplatten

    (auch aus gesundheitlicher Sicht --> wegen der KMF). Idealer wäre ein kleiner, hinterlüfteter Bereich am Dach.

    Und die Dicke der Dämmung ist ja eher davon abhängig, was technisch umsetzbar ist. Zwischen 60 und 100mm.

    Gruß Werner :)