Lagerhalle auf Grenze zu Wohnraum ausbauen möglich, angrenzende Scheune vom Nachbarn vorhanden

  • Hallo,


    ich wohne in Bayern. Ich besitze eine Lagerhalle (rechts auf dem Lageplanbild), die auf der Grenze (11m) zum Nachbarn steht. Die Halle hat eine 30cm dicke Brandwand. Der Nachbar hat dort direkt seine Scheune (links auf dem Lageplanbild) auf der Grenze angebaut. Der Fall ist ja so ähnlich wie bei einer Doppelhaushälfte, nur eben momentan unbewohnt. Nun meine Frage: Darf ich die Halle bis zur Grenze ausbauen oder muss ich 3m Abstand einhalten und Ich darf die Halle in diesem Bereich nicht ausbauen ?


    Danke.

  • Darf ich die Halle bis zur Grenze ausbauen

    Zu welchem Zweck "ausbauen"?


    Soll dort ein abgetrennter Lagerbereich entstehen? oder gar Wohnraum? Mit/ohne Wasser, Strom, Heizung? Private, landwirtschaftliche, gewerbliche Nutzung?


    Dein Beitrag liest sich als wenn Du dort einen oder mehrere Wohnräume unterbringen möchtest, aber wirklich eindeutig ist das nicht.

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  • Wie die Überschrift schon sagt, möchte die Halle komplett zu Wohnungen im EG und DG ausbauen, mit Wasser, Strom, Heizung, ...

  • Wahrscheinlich nicht zulässig. Ausnahmen könnten entsprechende Lagen sein, also z.B. Innenstadtlage oder ähnliche geschlossene Blockbebauung. Aber Lager und Scheune lassen das unwahrscheinlich erscheinen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Die Lagerhalle befindet sich mitten im Dorfgebiet und die vom Nachbarn angebaute Scheune wird nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Also ich bin mir schon sicher, dass die Halle wahrscheinlich zu Wohnungen umgebaut werden darf (auf das Gartengrundstück dahinter baue ich gerade ein Haus), nur wegen den 3m bin ich mir eben nicht sicher, wie da die Rechtslage aussieht, der Nachbar dürfte da nichts dagegen haben.

  • Wie die Überschrift schon sagt, möchte die Halle komplett zu Wohnungen im EG und DG ausbauen, mit Wasser, Strom, Heizung, ...

    Sorry, die Überschrift hatte ich wohl nicht richtig gelesen, war mein Fehler.


    Dann schließe ich mich meinem Vornamensvetter an. Ob das Grundstück überhaupt mit 2 bzw. 3? Wohngebäuden bebaut werden darf, und eines davon grenzständig, das kann ich mir nur schwer vorstellen. Ich kenne nur einen Fall, da wurde ein wirklich großes Grundstück so geteilt, dass auf diesem 2DHH und daneben ein EFH gebaut werden konnte, und es gab in der Straße schon eine vergleichbare Bebauung, aber in Deinem Fall wäre das Nachbargrundstück betroffen.

    Hier bei mir in der Straße wurde ein landwirtschaftliches Anwesen so geteilt, dass vorne 2 DHH entstanden, beide jeweils weit genug weg von den Nachbargrundstücken, und in zweiter Reihe wurde noch ein EFH gebaut. Problematisch war die Zufahrt für das Grundstück in zweiter Reihe. Das wurde durch einen Streifen mit gut 3m Breite gelöst. Dort verlaufen auch Strom, Wasser, Abwasser etc. für das Grundstück in der zweiten Reihe, die DHH wurden jeweils direkt angeschlossen.


    Was sagt eigentlich der Nachbar dazu? Wäre der kooperativ?

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  • Mein Nachbar hätte da nichts dagegen, die Lagerhalle steht doch schon, würde nur ausgebaut werden. Der Neubau dahinter ist ja schon genehmigt. Siehe Bild.


  • Gibt es bei Euch keine Auflagen zu Stellplätzen auf dem Grundstück?


    Ob die Lagerhalle schon steht ist egal, eine Lagerhalle ist kein Wohnhaus. Ob Dein Plan funktioniert, da muss ich passen.

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  • Stellplätze wären 2 Stück bei der Haustür und eine Garage im linken Teil der Halle, also genug. Mir ging es in meiner Frage eigentlich nur, ob ich die Halle bis zur Wand ausbauen darf oder dort z.b. die 3m Abstand zur Grenze einhalten muss, sprich den hinteren Teil an der Grenze nicht zum Wohnraum ausbauen darf

  • Ja, fast perfekt von innen und außen. Außen sind fast schon alle Fenster drin, innen dann mit Trockenbauständerwänden, im langen Garagenteil hinten dann mit getrennter Wand die Heizung. Dach liese sich auch gut ausbauen .....




  • Mir ging es in meiner Frage eigentlich nur, ob ich die Halle bis zur Wand ausbauen darf oder dort z.b. die 3m Abstand zur Grenze einhalten muss, sprich den hinteren Teil an der Grenze nicht zum Wohnraum ausbauen darf

    Und uns geht es in den Antworten darum, daß erst einmal geklärt werden muß, ob die Halle überhaupt zu Wohnraum umgenutzt werden darf!


    Der Fachmann (z.B. Architekt), welcher das für Dich mit den zuständigen Behörden klärt, kann dir auch die Frage nach evtl. Abstand beantworten.

  • Stimme Julius zu.


    Nur weil der Nachbar nichts dagegen hat, heißt das noch gar nichts.

    Was bei Dir gilt, ist das Baurecht.


    Korrigiert mich Kollegen, aber bei einer Umnutzung brauche ich doch auch einen entsprechenden Bauantrag, oder?

    Was im Endeffekt bedeutet, das Teil muss auch die EnEV einhalten.


    Ich fürchte, so einfach, wie Du Dir das vorstellst, ist es nicht.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich verstehe euch schon, ich selbst komme vom Bausektor und habe die Pläne/Entwürfe, um zum Bauamt zu gehen schon fast fertig und wollte nur das mit dem Abstand zur Grenze bzw. Grenzbebauung mal vorab klären. (kenne die Leute vom Bauamt dort auch von vorigen Projekten, nur würde ich gerne vorab schon die Rechtslage besser kennen, um Argumente zu haben).

    Mein Chef ist Maurermeister und hat schon einige Umnutzungen von Scheunen oder dergleichen in der Umgebung geplant, Das ist normal kein Problem, aber so etwas wie mit der Grenzbebauung von beiden Seiten und jetzige Umnutzung kam dabei noch nicht vor. Deshalb dachte ich, hier mal ein paar Expertenmeinungen vorab zu bekommen.

  • Wie gesagt, habe hier nur wegen den 3m Grenzabstand, ob dieser nötig ist oder evtl. umgangen werden kann, mein Anliegen mal hier rein geschrieben. Ich komme wie gesagt vom Bausektor und weiß, dass das hier bei uns auf dem Land kein allzu großes Problem darstellt, vor allem bei der vorhandenen Bausubstanz und dem Wohnungsmangel. Leider ist es in solchen Foren meistens so, dass hier gleich immer alles in Frage gestellt wird, anstatt mal eine halbwegs sachliche Antwort auf das von mir geschilderte Grenzproblem zu bekommen, was wirklich schade ist. Hätte mir die Mühe sparen können und gleich zum Landratsamt gehen sollen, obwohl ich vorher gerne mal gewusst hätte, wie das rechtlich gehandhabt wird und ob es Ausnahmen gibt.


    Und zu den angeblichen Experten hier noch ein Wort: Ich weiß ja nicht wie das in den Städten so gehandhabt wird, aber dort wird es kaum bis gar keine solchen Fälle geben und wenn, denn eine Antwort "zu 99% nicht genehmigungsfähig" ist schlichtweg bei den Haaren herbeigezogen, denn wie schon gesagt, gibt es allein hier in der Gegend mehrere Duzend solcher genehmigten Umnutzungen von leer stehenden alten Scheunen /Hallen, da Wohnraum sehr knapp ist, die nicht annähernd solche guten Voraussetzungen/Substanz hatten, wie das Gebäude von mir, wie man auf den Bilder sieht.


    Trotzdem danke und weiterhin viel Spaß hier.

  • Wie gesagt, das hier ist Zeitverschwendung, weil es mir gar nicht um die Machbarkeit selbst geht, welche aus meinen zahlreichen Kentnissen kein allzu großes Problem darstellt, sondern nur um die Grenzgeschichte. Hatten sie als Architekt überhaupt schon mal so einen Fall der Umnutzung? Wahrscheinlich nicht. Ich habe auch schon für einen Architekten gearbeitet, der gab sich mit so etwas gar nicht ab, da damit nicht viel zu verdienen ist.


    Meine Aussage sollte auch gar nicht beleidigend rüber kommen, habe auch höchsten Respekt vor z. B. Architekten, nur konnte ich leider aus keiner der vielen Antworten eine Kompetenz für das genannte Problem erhauslesen, sondern nur irgendwelche Mutmaßungen, die nichts mit meiner eigentlichen Frage zu tun hatten. Zudem interessierte keinen bisher, was ich überhaupt dazu geschrieben habe, als ob ich gar keine Ahnung vom Thema hätte. Nur eben mit der Grenzgeschichte nicht und hätte gerne etwas Vorwissen gehabt, bevor ich damit zum Bauamt gehe, was momentan dank Corona terminlich gesehen gar nicht so einfach ist.

  • nur konnte ich leider aus keiner der vielen Antworten eine Kompetenz für das genannte Problem erhauslesen

    ... weil die Frage so formuliert wurde, dass eine kompetente Antwort ohne Rückfragen nicht möglich ist.

    Du fragst, ob Du bei rot über die Ampel fahren darfst oder wegen des Stoppschildes drei Sekunden halten musst. Mit Sonderrechten ausgestattet darfst Du bei rot über die Ampel. Dann musst Du aber auch nicht wegen des Stoppschildes anhalten. Hast Du keine Sonderrechte, musst Du wegen der Ampel schon halten und die Frage nach dem Stoppschild stellt sich gar nicht.

    Wenn Du abweichend vom Art. 6 BayBO die Halle umnutzen darfst, dann darfst Du auch bis zur Grenze. Du willst ja das Gebäude insgesamt verändern. Daher muss die Veränderung heutigem Baurecht entsprechen.

  • Vorbescheidsantrag mit Antrag auf Abweichung stellen, dann weißt du evtl. mehr.

    Um hier eine sinnvolle Antwort geben zu können, ist die Datenlage zu knapp.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!