Wie erkennt man daß ein Dach "am Ende" ist?

  • Wie erkennt man daß ein Dach "am Ende" ist?


    Beton-Dachpfannen sollen eine Lebensdauer von 40 bis 60 Jahren haben wie man so liest.

    Hier ist aber die Frage:


    1. Wie kann man erkennen, daß eine neue Dach-Deckung fällig ist, vor allem wenn das Dachgeschoß voll ausgebaut ist und damit eine Prüfung von innen nicht möglich ist?
    2. Welche Art von Alterung begrenzt überhaupt die Lebensdauer der Beton-Dachdeckung?
      Brechen die Dachpfannen oder werden die zunehmend wasserdurchlässiger weil sich die Oberfläche auflöst und durchfeuchten in der Folge die Holz-Unterkonstruktion?
    3. Oder ist das Problem der Unterbau (Bretterverschalung + Bitumenbahn + Dachlatten) – aber wieso soll der Unterbau altern wenn die Dachpfannen in Ordnung sind?


    Grüße und Dank im Voraus

    Klaus

  • Also bei meinem Altbau-Dach (sind allerdings Ton-Biber, Kaltdach ohne jeden Unterspann-Schnickschnack) sind die hauptsächlich begrenzenden Faktoren weder die Ziegel noch die Latten (wenngleich es auch da vereinzelt Ausfälle gibt).

    Aber nach nur gut 400 (sic!) Jahren rosten inzwischen die Nägel reihenweise weg...

    Werde demnächst um ein Umdecken nicht herumkommen.


    Bei dem kurzlebigeren modernen Zeugs mag es anders aussehen.

    Eindeckungen aus Beton-Dachsteinen werden soweit ich weiß (Laie!) einfach mit der Zeit undichter.

    Aber warte noch etwas ab, wir haben hier sehr kompetente Dachfachleute im Forum.

    Die werden sich schon noch melden!

  • Das ist bei Vollausbau des DG ohnehin ein Problem, unabhängig vom Rohmaterial der Dachsteine/-ziegel

    Nö, ist kein Problem sondern einfach nur ein Dachaufbau. Damit kann man umgehen und auch ein passendes Konstrukt entwickeln. 4 cm Luftschicht und in jedem Feld eine Belüftung unten, eine Entlüftung oben und es ist sicher gelöst...
    Es ist bei so einem Dachaufbau nicht der Dachaufbau das Problem sondern eher die fehlende Fachkenntniss und Planung der Ausführenden.
    Kostet halt etwas Höhe, ich finde es gibt aber wenig besseres als Unterdeckung als Vollschalung und eine gute Bitumenbahn. Das hält weit länger als Folien. Die sind nach 30 Jahren am Ende. Die alte Röllchenpappe ist nach 50 Jahren immer noch voll tauglich und gut...

  • Vorsicht mit den Erfahrungswerten!

    Gleich kommen wieder die Foristen, welche der Meinung sind, daß Lösungen, welche den a.a.R.d.T. entsprechen, per se gar keine Schwachstellen sein KÖNNEN...

    Daß die Praxis ab und an das glatte Gegenteil beweist, ficht sie nicht an.

    Sie warten lieber, bis irgendwann die a.a.R.d.T geändert werden, damit sie formal doch Recht haben können.

  • Vorsicht mit den Erfahrungswerten!

    Gleich kommen wieder die Foristen, welche der Meinung sind, daß Lösungen, welche den a.a.R.d.T. entsprechen, per se gar keine Schwachstellen sein KÖNNEN...

    Daß die Praxis ab und an das glatte Gegenteil beweist, ficht sie nicht an.

    Sie warten lieber, bis irgendwann die a.a.R.d.T geändert werden, damit sie formal doch Recht haben können.

    Wo siehst Du ein Problem bei der Antwort von HPF ?

    Sie war durchaus begründet und hatte Ihre Einschränkungen.



    Ich erinnere mich noch an meine Zeit nach dem Studium.

    Scheune als Schweinestall genutzt (Amoniak);

    Mauerwerk, 1/2 Stein dick mit Stahlblecheinlage in der Fuge,

    das ganze als Fachwerkausmauerung (relativ große Gefache),

    Mauerwerk deutlich ausgebäult,

    Stahleinlage sichtbar und stark korridiert


    Ich in meinem jungendlichen Eifer: " Da besteht eine akute Einsturzgefahr."


    Das Mauerwerk steht auch heute, gute 30 Jahre später, noch. Allerdings in den letzten 25 Jahren ohne die Amoniakbelastung.



    Die Inteligenz des Materials ist ein Schutz für viele Planer/Ausführende. Die a.a.R.d.T. deshalb zu missachten, ist grob fahrlässig.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Wo siehst Du ein Problem bei der Antwort von HPF ?

    Sie war durchaus begründet und hatte Ihre Einschränkungen.

    Das hast Du völlig mißverstanden:

    Ich sehe eben KEINE Probleme dabei!

    Andere aber offenbar schon (siehe auch den laufenden Fred über Grandierstürze in Verblendmauerwerk).


    Merke:

    Regelgläubigkeit mag zwar vor Ersatzansprüchen schützen, sind aber kein Garant für haltbare Werke.