Doppelhaus mit Keller zeitversetzt bauen (unterschiedliche Höhen)

  • Hallo zusammen,


    wir wollen ein Doppelhaus zusammen mit unseren künftigen Nachbarn bauen. Beide Haushälften werden unterkellert.


    Unsere Haushälfte liegt ca. 60 cm höher als die Haushälfte der Nachbarn.


    Können wir bereits mit dem Bau (Erdarbeiten, Bodenplatte, Keller) starten, und unsere Nachbarn dann zeitversetzt ein paar Monate später?

    Oder macht das Probleme, wegen unterschiedlichen Höhen, ggf. Kellerabdichtung oder sonstigem?


    Danke für Eure Rückmeldungen.


    Beste Grüße

    Patrick

  • Unsere Haushälfte liegt ca. 60 cm höher als die Haushälfte der Nachbarn.

    Insgesamt oder nur die Bodenplatte? Die Gründungen benachbarter Gebäude müssen (im Regelfall) entlang der Grenze gleich tief sein. Dafür gibt es ein einigen aber nicht allen Bundesländern in D besondere gesetzliche Regelungen, die sich bspw. in speziellen Gesetzen wie einem Nachbarrechtsgesetz o.ä. finden.

    Können wir bereits mit dem Bau (Erdarbeiten, Bodenplatte, Keller) starten, und unsere Nachbarn dann zeitversetzt ein paar Monate später? Oder macht das Probleme, wegen unterschiedlichen Höhen, ggf. Kellerabdichtung oder sonstigem?

    Gleichzeitiges Bauen hat im Rohbau einige Vorteile, aber auch Nachteile. Es kommt - wie meistens - auf die genauen Umstände an. Sich eng abzustimmen ist in jedem Fall ein Vorteil. Baut ihr mit eigenen Architekten in Einzelvergabe, mit dem selben oder unterschiedlichen GU / GÜ. Bei zeitlich versetzem Bauen dürfte es ja keinen Bauträger geben, richtig?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Unsere Haushälfte liegt insgesamt 60cm höher (vom Keller bis zum Dach).


    Wir haben einen gemeinsamen Architekt und auch dieselbe Baufirma. Bei den Nachbarn zieht sich allerdings die Baugenehmigung noch etwas länger hin. Deshalb würden wir gerne schon vorher mit unserem Bau starten.


    Der Architekt meint, dass das evtl. möglich wäre, hat aber Bedenken bezüglich der Kellerabdichtung bei den Nachbarn.

  • Unsere Haushälfte liegt insgesamt 60cm höher (vom Keller bis zum Dach).

    Hier wäre es sinnvoll, dass Ihr Eure Fundamente etwas tiefer ausführt, so dass diese letztendlich auf der selben Höhe gründen wie die Eurer Nachbarn. Betrifft ja nur den Bereich der grenzständigen Wand. Der Aufwand wäre also sehr überschaubar.


    Evtl. Bezahlung 50/50? Schließlich erspart Ihr dem Nachbarn eine nachträgliche (sehr aufwendige) Unterfangung Eures Fundamentes.

  • Hier wäre es sinnvoll, dass Ihr Eure Fundamente etwas tiefer ausführt, so dass diese letztendlich auf der selben Höhe gründen wie die Eurer

    Unter Umständen wäre das sowieso erforderlich, damit der Höherliegende keine, über den Erddruck hinausgehenden, Horizontallasten in die Nachbarwand einleitet.


    Betrifft ja nur den Bereich der grenzständigen Wand.

    und ggf. den Eckbereich, je nach Setzungsverhalten des Baugrundes.


    Auf jeden Fall sollten beide Nachbarn in ihren jeweiligen Planungen das Projekt des anderen Nachbarn berücksichtigen und als Variante auch den Baubeginn des Nachbarn berücksichtigen, der später anfangen will, falls es bei einem der beiden zu Verzögerungen kommt und dann der "falsche" Nachbar anfängt zu bauen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Hier wäre es sinnvoll, dass Ihr Eure Fundamente etwas tiefer ausführt, so dass diese letztendlich auf der selben Höhe gründen wie die Eurer Nachbarn.

    Ist das nicht geradezu zwingend?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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