Weiße Altbauwand mit OSB für French Cleat verkleiden

  • Hallo Leute,


    ich habe mir vor kurzem eine eigene Werkbank gebaut. Dazu möchte ich mir nun eine French Cleat Wand bauen, wo ich meine Werkzeuge etc. verstauen kann. Ich habe mir überlegt, dafür die weiße Altbauwand mit OSB 16mm zu verkleiden. Jetzt ist die Frage ob ich die OSB Platte direkt mit der Wand verschrauben soll oder ob ich zwischen der Wand und dem OSB noch Latten anbringen soll. Anscheinend soll das stabiler sein usw, was sagt ihr dazu? Wie gesagt, Altbau, da möchte ich so wenig wie möglich bohren weil ich oft genug wegen den kleinen Steinen im Putz abgerutscht bin und die Löcher stopfen konnte.



    Liebe Grüße

  • es geht doch um eine altbaukellerwand .

    die wird schon irgendwie klamm sein .wenn nicht , wäre es eine absolute ausnahme .

    und wenn du da jetzt grossflächig eine tafel ohne abstand drantackerst , hast du eine optimale schimmelzuchtanlage gebaut.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Es sollte eine senkrechte Hinterlüftung der Platte möglich sein, damit es nicht auf der kalten (außenseitig ungedämmten) Wandinnenfläche zu Kondensat und Wachstum von Schimmelpilzen kommen kann. Deshalb im Abstand von 50 - 60 cm senkrechte Latten an den Außenwänden verdübeln und die OSB-Platte darauf verschrauben. Wenn man die Unterkonstruktion (UK) aber schon einmal hat, kann man die OSB-Platte eigentlich auch weglassen, oder?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Alles klar, danke dafür!


    Skeptiker


    Ja, wenn ich die Latten direkt an die Wand schraube, brauche ich die OSB Platte eigentlich nicht mehr.


    Ich würde es aber ungerne so machen, einfach weil der Putz - wie bereits erwähnt - kleine Steine enthält und man deshalb immer abrutscht, sei es auch beim letzten zu bohrenden Loch. Weshalb die Abstände nicht mehr passen und das ist schon oft vorgekommen. Ich habe dazu leider noch keine Lösung gefunden.

  • Ich würde es aber ungerne so machen, einfach weil der Putz - wie bereits erwähnt - kleine Steine enthält und man deshalb immer abrutscht, sei es auch beim letzten zu bohrenden Loch. Weshalb die Abstände nicht mehr passen und das ist schon oft vorgekommen.

    Das ist doch aber bei der geschlossenen OSB-Platte eher noch schwieriger als mit den Latten!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Naja der Plan wäre gewesen die OSB Platte an den vier Ecken mit Schwerlastanker oder ähnlichen an die Wand zu montieren, da müssen die Abstände ja auch nicht Millimeter genau sein. Ob das gescheit gewesen wäre, weiß ich natürlich nicht. Der Plan wurde nur ganz kurz grob im Kopf überflogen, merkt man vielleicht auch :D

  • Ich würde es aber ungerne so machen, einfach weil der Putz - wie bereits erwähnt - kleine Steine enthält und man deshalb immer abrutscht, sei es auch beim letzten zu bohrenden Loch. Weshalb die Abstände nicht mehr passen und das ist schon oft vorgekommen. Ich habe dazu leider noch keine Lösung gefunden.

    Die Bohrungen für die Latten müssen ja nicht auf den Zehntel Millimeter exakt sein. Zuerst ohne Schlag vorbohren, dann mit Schlag weiter bohren. Dübel rein, Latte festschrauben. Du kannst auch durch die Latte bohren und den Düben durchstecken (Dübel ohne Kragen oder Langschaft).


    Wie groß ist eigentlich die Fläche die Du verkleiden möchtest?

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  • Von Ziegelmauerwerk war bisher nicht die Rede, oder ich habe das übersehen.


    Mir ist trotzdem nicht klar, wo das Problem ist mit den paar Löchern. Selbst wenn die UK um ein paar Millimeter versetzt wäre, das sieht doch kein Mensch sobald die Platte drauf ist. Du wirst doch nicht wegen ein paar "Steinchen" mehrere cm daneben bohren.

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  • Notfalls (wenn sie wirklich so grobe Zuschläge besitzt) kratzt man die Putzschicht vorab an der zu bohrenden Stelle händisch auf und bohrt dann erst direkt in den Ziegel.

  • Von Ziegelmauerwerk war bisher nicht die Rede, oder ich habe das übersehen.


    Mir ist trotzdem nicht klar, wo das Problem ist mit den paar Löchern. Selbst wenn die UK um ein paar Millimeter versetzt wäre, das sieht doch kein Mensch sobald die Platte drauf ist. Du wirst doch nicht wegen ein paar "Steinchen" mehrere cm daneben bohren.

    Ein Problem ist das natürlich nicht. Ich wollte aber so wenige Löcher wie möglich bohren. Der Plan wäre einfach Latten an die Wand zu montieren, ohne eine OSB Platte oder sonstiges. Jetzt würden mich aber die Abmessungen interessieren, welche Stärke und Breite? An die Wand sollen auch Werkzeuge die gerne mal mehrere Kilo wiegen können. Welches Holz sollte ich dafür verwenden?

  • Als fertige Latten wirst Du am einfachsten Fichte bzw. allgemein "Nadelholz" bekommen, ungehobelt. Gehobelt bekommst Du alles mögliche. Statisch sollten alle handelsüblichen Querschnitte ab etwa 4 cm x 6 cm reichen, vielleicht schon ab 3 cm x 5 cm.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Darum ging es mir nicht, sondern ob Eiche, Fichte, Tanne, Buche usw also ob ich aufgrund der Belastbarkeit ein bestimmtes Holz nehmen soll, aber damit ist das auch geklärt.


    Ich gehe mal davon aus, dass der erste Wert die Stärke wiedergibt. Sind 4cm nicht etwas (vielleicht unnötig) viel?

  • Wenn Du Bezugsmöglichkeit und Preis vergleichst, wirst Du schnell erkennen, warum niemand hier die Frage so verstanden hat!

    Warum nicht gleich Mahagoni, Seekiefer rouge oder kanadischen Ahorn...?


    Bevor man eine (in diesen Dimensionen) schwer zu bekommende Hartholzsorte einsetzt, nimmt man was man am billigsten bekommt und paßt ggf. den Querschnitt an.


    Halten wird es in jedem Fall (auch mit 3cm Dicke), nur die Durchbiegung wird sich unterscheiden. Aber da Du ja möglichst wenig Befestigungspunkte wolltest, macht man mit 4cm sicherlich nichts falsch.


    Ich nehm bei sowas einfach von dem, was ich auf Lager habe (gesammelte Kantholzreste), das, was für den jeweiligen Zweck paßt.

    Wenn Du es hingegen neu zukaufen mußt, schau einfach, was vor Ort angeboten wird!


    Da die Kanthölzer sichtbar bleiben, würde ich gehobelte nehmen (oder selbst hobeln).

  • Darum ging es mir nicht, sondern ob Eiche, Fichte, Tanne, Buche usw

    Statische Bemessungen sind in meinem Erfahrungsbereich nur mit "Nadelholz" und Buche üblich. Natürlich ist Buche leistungsfähiger, aber auch deutlich schwere und teurer. Schreib doch mal, welche Gewichte Du aufhängen willst. Frei von Latte zu Latte spannende Traglatten werden bei mittiger Belastung - abhängig von der Form der Anhänger - möglicherweise auf Torsion belastet. Bei vollflächigem Aufliegen der Traglatten auf einer (OSB-) Platte kann das nicht passieren, dafür braucht es aber zusätzlich die Platte. Und: Wie sehen die Aufhänger genau aus? Liegen sie nur auf einer Traglatte oder auf zwei auf?


    Vielleicht rechnet Dir bei Vorliegen der o.g. Daten einer der Tragwerksplaner hier im Forum 'mal die Verformung für beide Querschnitte aus?

    Ich gehe mal davon aus, dass der erste Wert die Stärke wiedergibt.

    ja

    Sind 4cm nicht etwas (vielleicht unnötig) viel?

    Siehe oben. Es kommt darauf an.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Julius


    Also mir ging es um die üblichen Hölzer im Baumarkt um die Ecke, deshalb hab ich auch Fichte usw erwähnt. Bin ein Laie und weiß deshalb nicht, ob man bei sowas vielleicht eine bestimmte Holzart wegen der Statik etc. braucht. Aber gut.


    Skeptiker


    Schwerere Dinge wie Elektrowerkzeuge würde ich auf zwei Traglatten aufhängen.

  • Ich finde eine Platte bei der Größe (ist ja türblattgroß) viel besser, da variabler. Natürlich mit Unterkonstruktion (UK). Wenn sich irgendwas ändert, kannst Du das an der OSB viel leichter machen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich finde eine Platte bei der Größe (ist ja türblattgroß) viel besser, da variabler. Natürlich mit Unterkonstruktion (UK). Wenn sich irgendwas ändert, kannst Du das an der OSB viel leichter machen.

    Die Aufhänger bei "french cleat" sind doch stufenlos verschieblich und austauschbar!?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Trotzdem dürfte eine Ausführung mit Platte nicht nur gefälliger sein, sondern auch variabler (es muß dann z.B. nicht jede dieser Leisten über die volle Breite laufen und man kann dann zusätzlich auch Teile mit direkter oder anderer Befestigung abbringen).

  • ... man kann dann zusätzlich auch Teile mit direkter oder anderer Befestigung abbringen).

    Dann kann man sich aber gleich das French-Cleat-Prinzip sparen. Das ermöglicht ja gerade eine sehr hohe Flexibilität.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Du mußt den rauhen Putz hinter dem plattenfreien Lattenkreuzungsverhau ja nicht sauberhalten... :(


    Und in der Praxis gibt es halt oft Teile, welche sich nicht sinnvoll an den FC befestigen lassen (z.B. Steckdosenkeisten oder Ladehalterungen)

  • Du mußt den rauhen Putz hinter dem plattenfreien Lattenkreuzungsverhau ja nicht sauberhalten... :(

    Nein, muss ich nicht, aber ich habe mich trotzdem bei mir für ein Lochplattensystem entschieden. Ein paar Staubflusen finde ich hygienisch weniger bedenklich als eine rückseitig schimmelnde / faulende OSB-Platte vor der Nase - bei aller Hochachtung für handwerklich selbst gebaute "French-Cleat-Wände": Dafür sind mir persönlich meine Zeit und mein Platz zu schade.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Warum sollte eine ausreichend hinterlüftete Platte (eben auf 2 bis 3 senkrechten Taglatten sitzend) faul herumschimmeln?


    Lochplatte ist hingegen eine weitere praktikable Alternative. Aber paß auf, daß sie nicht rostet... :D

  • Lochplatte ist hingegen eine weitere praktikable Alternative. Aber paß auf, daß sie nicht rostet... :D

    1. mein Keller ist eine weisse Wanne und trocken
    2. das Lochplattensystem ist pulverbeschichtet und damit korrosionsfest

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • zu 1) auch in einer WW ist Kondensatbildung möglich

    zu 2) an den mit belasteten Haltern belegten Löchern gibt die Beschichtung gerne mal partiell nach. Das kann dann zu netten Unterrostungen der Pulverbeschichtung auch in der umliegenden Fläche führen


    Wie wäre es zur Abwechslung aber wieder mal mit einem Beitrag des Fragestellers? :)

    Bevor das hier in eine rein dialogische Erbsenspalterei ausartet... :motz: