Innovation im Arbeitsalltag durch Lockdown?

  • Welche positiven Erkenntnisse über neue Arbeitsmethoden, Werkzeuge, Arbeitsorganisation, Kommunikationstechnik etc. habt ihr in an euren Arbeitsplätzen oder in eurer Umgebung festgestellt und werdet diese weiter ausprobieren, sie in Kürze einsetzen oder setzt diese bereits ein?


    Bei mir

    • ersetzen Videokonferenzen verlustlos eine ganze Reihe persönlicher Termine mit Bauherrn und Fachplanern.
    • wird die Fexibilität der Teilzeitarbeit weiter erhöht und das Arbeiten zuhause noch umfangreicher ermöglicht - sofern die Mitarbeitenden dies wünschen und sinnvoll arbeiten können.
    • werden wir uns fester als bisher zu einer bestimmten Zeit alle gemeinsam räumlich zu einem Gespräch im Büro treffen. Der regelmäßige und teilweise zwanglose persönliche Austausch ist für die Zusammengehörigkeit in einer Firma unverzichtbar

    Es werden sicher noch weitere Punkte dazukommen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich b8n zwar nicht in der Baubranche aber sowohl meine Frau als auch ich machen seit C. Home Office.

    In wahlloser Aufzählung:

    -Höhere Disziplin bzgl. zu erledigender Aufgaben. Das Homeschooling und Kigaersatz lenkt tlw. stark ab.

    - Regelmeeting an anderen Standorten die vorher persönlich sein mussten, gehen auf einmal problemlos (wenn Skype funzt)

    - Man wird trotz Firmenhandy nicht so oft gestört.

    - Deutliche Reduzierung von Besuchstouristik durch Kunden oder Standortfremde Mitarbeiter

    -Ich spare jeden Tag ges. 40 Min.Fahrzeit u. 46km, meine Frau ca. 90Min u. 110km.

    -1/2 Std. länger ausschlafen

    -Deckt Schwachstellen bei der Internetverbindung auf (Firma und auch privat)

    - Firmenpoolfahzeuge sind auf einmal wiede verfügbar und müssen nicht Wochen im Voraus gebucht werden.

    -Bessere Abstimmung innerhalb der Abt. Wer macht was und wie ist der aktuelle Stand?

    -usw usf


    Sicher, einige Pkt. wie Homeschooling o.a. sind halt der speziellen C-Situation geschuldet, aber alles in allem finde ich es angenehmer und weniger stressig als den ganzen Tag im Büro zu sitzen.Der grösste Vorteil m.M. ist die gewonnene Zeit.


    Bleibt gesund

    M.

  • Welche positiven Erkenntnisse über neue Arbeitsmethoden, Werkzeuge, Arbeitsorganisation, Kommunikationstechnik etc. habt ihr in an euren Arbeitsplätzen oder in eurer Umgebung festgestellt und werdet diese weiter ausprobieren, sie in Kürze einsetzen oder setzt diese bereits ein?

    Bei mir: Keine.


    (Es gibt schlicht keinerlei Einschränkungen im gewohnten Ablauf, kein Homeoffice, keine virtuellen BB usw.)

  • - Man wird trotz Firmenhandy nicht so oft gestört.

    - Deutliche Reduzierung von Besuchstouristik durch Kunden oder Standortfremde Mitarbeiter

    Das schiebe ich auf die aktuelle Situation: Faktisch ruht ein gewisser Teil der Wirtschaft und entsprechend legen einige Firmen und Kunden auch keine

    fixen Terminvorgaben, sondern eher, könnte, sollte, wenn möglich.


    Auf dem Bau wird sich da nicht viel ändern. Da es auch bisher keine großen Auswirkungen bzw Maßnahmenbedarf hat. Abgesehen von den Hygienemaßnahmen.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Bei mir eigentlich nur nachteilige Veränderungen. Ich kam jetzt sechs Wochen nicht in die von mir zu begutachtenden Anlagen, wegen Kontaktverboten in den Krankenhäusern. Jetzt ist allerdings der Druck so gestiegen, dass am Dienstag die Präsenztätigkeit wieder anlaufen muss. Mal sehen, ob genug Schutzausrüstung vorhanden ist.

    Im Homeoffice habe ich mein eigenes WLAN als Bremse ausgemacht. Seit mein Laptop am LAN hängt, gehts richtig flott mit großen Datenmengen. Lob an Telekom und Co.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • - bislang keine Videokonferenzen gemacht und hoffe, dass das so bleibt. Der direkte Blickkontakt, gerade bei umfangreichen Schadenfällen, bei denen über deren Ursachen "diskutiert" und wer es u. U. bezahlen soll oder muss, ist unersetzlich und unerlässlich, um die Mimik und Gestik des Gegenüber einschätzen zu können. Stellt man gerade auch bei einigen Gerichtsverfahren fest.


    - mache, da Alleinunterhalter, ohnehin eine Art homeoffice, was aber doch in Teilen zu einer erhöhten Ablenkung durch Unwichtiges führen kann. Dienst im Büro kann da zu einer höheren (Selbst-)Disziplin führen. Weiterer Nachteil sind die teilweise selbstverschuldeten längeren Arbeitszeiten, was die Trennung Beruf und Freizeit durchaus beeinträchtigt.

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • - bislang keine Videokonferenzen gemacht und hoffe, dass das so bleibt. Der direkte Blickkontakt, gerade bei umfangreichen Schadenfällen, bei denen über deren Ursachen "diskutiert" und wer es u. U. bezahlen soll oder muss, ist unersetzlich und unerlässlich, um die Mimik und Gestik des Gegenüber einschätzen zu können.

    Arbeitest Du als technischer Sachverständiger oder als Richter?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Je nach Auftrag. Bei Gericht übernehme ich selbstverständlich nicht die Aufgaben des/eines Richters.
    Bei so manchem privaten Auftrag kann auch die Rolle des Schiedsgutachtens relevant sein, je nachdem was die Parteien beauftragen.
    Oft werden vorinstanzliche Verhandlungen geführt. Auch hier gilt was die Parteien beauftragen.

    Aber ich denke ich weiß, worauf Du anspielst. Denk Dir halt Deinen Teil.

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Bei uns hat sich auch nichts geändert. Spürbar ist die deutlich schlechtere Erreichbarkeit der Lieferanten weil Home Office technisch doch nicht so gut funktioniert.


    Und was ich noch festgestellt habe ist das es kaum Förderungen für Handwerksbetriebe gibt hinsichtlich der Digitalisierung. Was wohl dazu führen wird das auch zukünftig das Arbeiten im Mittelalter bleiben wird.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Bei uns hat sich auch nichts geändert. Spürbar ist die deutlich schlechtere Erreichbarkeit der Lieferanten weil Home Office technisch doch nicht so gut funktioniert.

    Das habe ich so nicht beobachtet.

    Und was ich noch festgestellt habe ist das es kaum Förderungen für Handwerksbetriebe gibt hinsichtlich der Digitalisierung. Was wohl dazu führen wird das auch zukünftig das Arbeiten im Mittelalter bleiben wird.

    Weshalb das gefördert werden muss, verstehe ich nicht. In B gab es ungefähr ein Jahrzehnt lang entsprechende Fördermittel, sogar mit dafür in die Betriebe abgeordneten Beratern. Lt. Handwerkskammer wurden diese aber kaum abgefordert. Selbst aufsuchende Beratung in den Betrieben änderte daran nichts. Parallel zur Digitalisierung bemühte man sich um Energieeinsparung - ebenso vergeblich. "Die Meisterprüfung wird von vielen unserer Mitglieder als Abschlussprüfung jeglicher Weiterbildung empfunden." teilten die Kammerfunktionärre dazu hinter heuvorgehaltener Hand mit. Das ist in anderen Bereichen aber auch nicht viel besser, wie man aktuell an den Lehrern sehen kann, bei denen die Digitalisierung noch nicht einmal die Stufe "Ersatz der analogen Arbeit" erreicht hat, von Weiterentwicklung ganz abgesehen.


    Es lebe die Weiterbildungspflicht (wie bei den Architektenkammern inzwischen zwingend vorgeschrieben) !

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich finde Homeoffice gut.

    Zu mindestens wenn die anderen darin sind.


    Dann sind die Autobahnen so schon leer....

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Weshalb das gefördert werden muss, verstehe ich nicht. In B gab es ungefähr ein Jahrzehnt lang entsprechende Fördermittel, sogar mit dafür in die betriebe abgeordneten Beratern. Lt. Handwerkskammer wurden diese aber kaum abgefordert.

    Es wurde doch medial immer und immer wieder ausgeschlachtet. Förderprogramme der Bund und Länder, der KfW usw. Wenn man aber ernste Absichten hat wird man schnell ernüchtert. Warum sollte es dafür keine Förderungen geben? Weil das Handwerk so gut gestellt ist derzeit und da betrieblich einfach Beträge im 5 stelligen Betrag drin sein müssen? Das sehe ich anders.


    Es existiert ja nicht mal Software die sinnvoll programmiert und fehlerunanfällig ist. Lösungen kosten dennoch exorbitant und man ist quasi Abhängig. Datenstandard? Gibt es nicht.

    Zitat

    Es lebe die Weiterbildungspflicht (wie bei den Architektenkammern inzwischen zwingend vorgeschrieben) !

    Ich hab nicht aufgehört und auch nichts dagegen.

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  • Und was ich noch festgestellt habe ist das es kaum Förderungen für Handwerksbetriebe gibt hinsichtlich der Digitalisierung. Was wohl dazu führen wird das auch zukünftig das Arbeiten im Mittelalter bleiben wird.

    In welche Richtung zielt denn deine Feststellung, gewerkespezifische Planung, allgemeine (Daten-)Verwaltung, Arbeitsorganisation...?

    Es existiert ja nicht mal Software die sinnvoll programmiert und fehlerunanfällig ist. Lösungen kosten dennoch exorbitant und man ist quasi Abhängig. Datenstandard? Gibt es nicht.

    Auch hier wieder die Frage, Datenstandard wofuer, um Planungsdaten auszutauschen oder um organisatorische Daten, Termine, Adressen...zu verwalten und verteilen?

  • Ausbau und Erweiterung der Infrastruktur. Vernetzung der Gesellen, Ausbau der Kommunikationswege etc. Alles auf digitaler Ebene.


    Aber dass soll hier ja gar kein Thema sein.

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  • Ausbau und Erweiterung der Infrastruktur. Vernetzung der Gesellen, Ausbau der Kommunikationswege etc. Alles auf digitaler Ebene.

    Ja, ist sicher sinnvoll. Aber läuft das nicht schon längst? Meine Beobachtung dazu im Handwerk ist sehr unterschiedlich. Von handgeschriebenen Rechnungen über WhatsApp auf der Baustelle bis hin zur Parkplatzzahlung und zum Ausfüllen der Tageszettel per App.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ja, mehr Software, mehr Ausgaben, weil die Software kostet auch. Was früher auf billigem Handzettel gemacht wurde braucht man nun Software und die ist teilweise nicht gerade billig. Dann funktioniert die nur mit firmeneigener weiterer Software usw. Es macht zwar alles einfacher und schneller, aber es kostet auch. Gerade für Einzelkämpfer wird es teurer.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Home Office, VPN zum Büro, geschützten Zugriff auf den Büroserver, Plotten auf dem Büroplotter von zu hause, RemoteDesktop....


    Funktioniert.


    Schon seit über einem Jahr.


    Musste nur Bescheid sagen, wann ich "HomeOffice" mache.




    Videokonferenz?

    Gilt die Nutzung von NetMeeting mit Mikrofon und Kamera schon als Videokonferenz?

    Zugegeben, die Bildgröße war eher Mini und die Datenübertragung ging noch über ISDN, aber HEY, wir sprechen hier über die 90er!

    Später ging das mit Skype (als es noch nicht zu Microsoft gehörte) , also nix Neuland.


    Über mangelnde Bandbreite kann ich mich auch nicht beschweren. Seit 2017 haben wir einen Glasfaseranschluss zu hause und seit 2015 im Büro.


    Habe aber neulich wieder 6 Exemplare Bauantrag geplottet und gedruckt. Alles aus PDFs. Selbst den Statistikbogen.

    Was fehlt?

    Digitaler Bauantrag


    Ich sehe aber live, wie Schulen, Schulverwaltungen, Lehrer und Schulleiter mit der Digitalisierung kämpfen und sich von einer Testversion über unsichere Plattformen, mit verschiedensten Dateiformaten, bunt gemixten Layouts, diverse Kummunikationswege, ... damit es irgendwie läuft.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Nuja, für mich hat sich gar nichts geändert. D.h. wir waren schon vorher auf einem guten Stand, denke ich.


    Termine mache ich selbständig aus, Daten werden auf dem Mini Server abgelehnt und abgerufen.

    Wir haben schon lange einen Kalender, wo mein Chef meine Termine einsehen kann, tut er aber nicht. Ist leichter, die Mitarbeiterin anzurufen.


    Schule:

    1x very old school: Ich bekomme einen Wochenplan + Arbeitsblätter in Papierform ausgehändigt. Holen darf ich selbst.

    Papierform finde ich nicht schlimm, auch nicht, dass ich holen muss. Da trifft die LP wenigstens 1x/Woche das Kind und es kostet mich nicht so viel Toner.

    Viel schrecklicher finde ich die Aufgaben: Die sind identisch mit dem, was die Kinder sonst in der Schule machen. Wenigstens für den Feiertag war eine anders. ( sic! auch da gab es Aufgaben! „Die Kinder tun eh so wenig“ ) Da sollte mein Kind ein Milchshake machen und fotografieren. Das Bild ausdrucken und aufkleben ( nö, das schicke ich per Mail).

    Etwas mehr Innovation wäre nett an dieser Stelle. Es ist nämlich extrem kräfteraubend, täglich LP zu sein, parallel einem weitern Kind Stoff zu erklären, selbst zu arbeiten ( funktioniert nicht), etc.

    Ich bin ziemlich erschöpft.


    Innovation bei Kind 2: Microsoft Teams.

    Ab und zu chatten die LPs mit den Kids. Nicht alle (2 von 10 oder so). Den Rest sind sie auf sich gestellt. Beispielsweise aktuell sinus und cosinus- zum Glück mag und kann ich Oberstufen Mathe. Bzw ich zeige den Kind, wo man sich zuerst mal Informationen versuchen kann und überlasse es sich selbst, da man Kind 1 nicht alleine Aufgaben machen lassen kann. Da darf immer einer gegenüber sitzen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Interessant finde ich, dass es offensichtlich so ist, dass Teile des Handwerks sehr innovativ sind, andere noch mit TipEx Schreibfehler auf dem Bildschirm korrigieren wollen. Ich hatte das Glück, dass im elterlichen Betrieb mein Vater sich sehr früh mit der Welt der EDV auseinander gesetzt und sich dabei auch mit z. B. der DD-Fachschule in Mayen, die er mit den ersten Erfahrungen unterstützen konnte, in Verbindung gesetzt hat. Leider ist er dann irgendwann auf seinem Status geblieben und hat später mit der sich teilweie überschlagenen Entwicklung nicht mehr schritthalten können.
    "Mein" Vizepräsident in Sachen Dachdeckerhandwerk ist ein überaus intensiver Nutzer der ditialen Möglichkeiten und gibt seine Erfahrungen an die Kollegen weiter. Ich habe einiges versucht sinnvoll in meine Abläufe zu integrieren, muss aber feststellen, dass vermeintliche Helfer in der digitalen Welt letztlich doch eines großen Zeitbedarfs benötigen, was dann deren Hilfe wieder relativiert. Bei einigen Apps und/oder Programmen bedarf es schon eine großen Selbstdisziplin, um tatsächlich immer die notwendigen Eingaben zu machen und die damit versprochenen Vorteile/Ersparnisse zu erreichen.
    Wichtiger Helfer ist für mich, da ich in zwei Büros unterwegs bin, z. B. Anydesk, was extrem stabil läuft und gute Geschwindigkeiten in Sachen Datenübertragung ermöglicht. Cloudbasiertes Arbeiten ginge aus Datenschutzgründen wohl nur mittels eigenem Cloudserver in Deutschland. An diesem Problem arbeite ich noch.

    Aber ebenso "spannend" finde ich, dass offensichtlich - u. a. aus den Erzählungen der Familie entnehmend - ein Großteil des Lehrkörpers vollkommen überfordert zu sein scheint, wenn es um das einfache Verschicken von E-Mails geht, bzw. deren Anhänge. Auch bei Tests o. ä. gibt es offenbar erhebliche Probleme, die nicht nur auf die fehlende Infrastruktur zurückzuführen sind. Für die Ausbildung für Schiedsrichter und Wettfahrtleiter nutzen wir u. a. Socrative.Das ist eine Plattform, die letztlich ein digitales Klassenzimmer darstellt und bei der Abfragen (Tests) in nahezu jeglicher Form gestaltet werden können. Das geht mit un ohne sofortigem feedback, so dass die Schüler sofort wissen wo sie stehen.
    Jeder Selbständige muss sich irgendwie in Sachen EDV und deren Nutzung weiterbilden, bei einigen Berufen scheint das jedoch nicht erforderlich zu sein.

    Anda´s Milchshakestorie bestätigt das insofern, als dass es m. E. sinnvollere Aufgaben als die geschilderte gibt.

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Ja, ist sicher sinnvoll. Aber läuft das nicht schon längst? Meine Beobachtung dazu im Handwerk ist sehr unterschiedlich. Von handgeschriebenen Rechnungen über WhatsApp auf der Baustelle bis hin zur Parkplatzzahlung und zum Ausfüllen der Tageszettel per App.

    Nur weil es Lösungen - in der Regel Inselbasierend - gibt bedeutet es ja nicht das es läuft. Warum muss ich in einem digitalen Zeitalter um Prozesse zu digitalisieren etliche Apps benutzen? Warum zahlt man 500 Euro Softwarepflege und mehr im Monat um ungenügenden Support zu erhalten? Warum gibt es keine Handwerkersoftware die sich wirklich mit dem Handwerk auseinander gesetzt hat und sinnvoll programmiert ist.


    Da werden Funktionen bis 12 Uhr Mittags gedacht aber nicht weiter, hauptsache bunde Bildchen und es klingt toll. WA auf der Baustelle ist doch rein rechtlich aus Datenschutzgründen nicht. Da beginnt der Firlefanz doch schon. Es gibt die tolle Drohnentechnik aber auch hier muss man wieder zu einem externen Anbieter um eine Auswertung zu erhalten. Der wird aber nicht die Datei-Norm sprechen/ ausgeben die du benötigst.


    Dann der ewige Krieg zwischen iOs und Android. Das Auslesen und Beschreiben von NFC technologie ist mit iphone in unserer Software nicht möglich, eine Hintergrundaktualisierung klappt auch nicht. Was also tun? 36 Iphone in den Müll werfen und auf Android umsteigen damit man eine Funktion nutzen kann? Obwohl man ein heiden Geld ausgibt.


    Weißt du warum digitalisierung funktioniert? Weil der Standardanwender vielleicht 10% davon nutzt und die funktionieren zuverlässig. Willst du aber ganzheitlich das Betrachten wird es schon richtig schwer. Machen wir uns nichts vor, das Wechseln der Software bringt allenfalls eine andere Preisstruktur, macht aber auch nicht glücklich weil dann wieder irgendwas anderes nicht klappt.


    Was ist also der Weg? Richtig richtig viel Geld in die Hand nehmen und sich selber eine Software programmieren lassen. Welche Handwerksbetrieb kann sich das leisten? Die wenigsten. Aber hauptsache wir machen Kampagnen mit Handwerk 4.0 usw.


    Das Haus muss mit Drohne aufgemessen werden, die Daten in ein digitales Aufmaß, das wiederrum ist mit Leistungspositionen im Angebot, der Rechnung usw verknüpft. Kommunikation mit dem Kunden durch den Gesellen läuft über Ipad. Der Vorarbeiter hat direkten Zugriff auf ein Bestellwesen, raubt den Meister also nicht mehr die Nerven wenn etwas fehlt. Die anfallenden Medien wie Fotos, Notizen und Besprechungsinhalte werden direkt dem Projekt zugeordnet. Material und Zeit wird dem Projekt direkt belastet. Serveraufgaben im Hintergrund melden wenn Zielwerte überschritten werden usw. usf.


    Denn was soll digitalisierung bringen? Effektiveres Arbeiten und damit mehr Freizeit. Denn das ist ja der Nutzen den man erhalten will eben nicht 12-14 Std Arbeiten damit alles läuft. Klar du kannst für das alles auch eine Verwaltung aufbauen und Mitarbeiter beschäftigen irgendwelche Excell Tabellen zu erstellen, die dann irgendwo auf der Cloud liegen. Für ein Betrieb in der Größe in der ich arbeite kommen da schnell mal 30.000-50.000 Euro Invest auf einen zu und dann musst du mit halbfertigen Lösungen leben. Ein gesundes Unternehmen mit Rücklagen mag sich das leisten wollen aber das Ganze lebt ja auch davon das es viele benutzen. Was hilft mir ein Datenstandard den ein Architekt nicht verarbeiten kann? Eine Verwaltung oder die öffentliche Hand? Genau.


    Es wird aber stetig nur Insellösungen programmiert.

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  • stefan ibold : Die Lehrerin kann Mails! Sogar mit Anhängen! Ich weigere mich aber trotzdem, so ein Photo auszudrucken, weil ich eh schon der Schule haufenweise Toner „gestiftet“ habe.


    Aber Innovation sieht für mich anders aus als der normale Lehrplan.


    Beim Rezept hätte man ja Rechnen unterbringen können. Multiplikationen, Umrechnen ml in l etc.

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  • Kalle ,
    es gab vor Jahren einmal eine kleine Softwareschmiede, die hatte ein Programm, mit dem konntest Du Handskizzen problemlos digitalisieren und - und das war das Entscheidene - die Linien vermaßen. Die Linien wurden dann Deinen eingegebenen Maßen angepasst, was dazu führte, dass man über die Skizze kontrollieren konnte, ob das erstellte Aufmaß überhaupt passen konnte. Damals waren das erforderliche Tablett und der ebenso erforderliche Stift dafür unerschwinglich. Ich hatte später erneuten Kontakt mit der Schmiede und wollte nachfragen was aus dem Programm geworden sei. Die Schmiede war übernommen worden und die Software wurde nicht mehr weiter entwickelt.
    Danach kamen Aufmaßprogramme auch für Dachdecker auf den Markt. Das waren geänderte Abbundprogramme der Zimmerer. Passte alles prima bis zu dem Punkt, an dem Gaubendächer Dachüberstände hatten und bei Walmgauben die Walme größer waren als die ausfallende Fläche im Hauptdach. Überstände konnten nicht berücksichtigt werden, weil das (damals) beim Abbund wohl nicht in der Form erforderlich war.
    Später gab es Programme, bei denen du eine Materialliste aus den Angeboten/Kalkulationen ausdrucken konntest. Hab ich genutzt, passte aber immer nur so halbwegs. Der Streuverlust war einfach zu gewaltig.
    Inzwischen gibt es z. B. mit "Craftnote" eine App/ein Programm, bei dem man erforderliche Aufgaben definieren und für die Baustelle vorgeben kann. Die werden dann vor Ort über einen Klick als "erledigt" oder anderen noch erfoferlichen Maßnahmen eingestuft. Ich bin dort noch nicht so tief eingestiegen, weiß aber, dass unser Vize an der Stelle sehr viel weiter ist und hilfreiche Tipps geben kann.


    Ich selber habe oft das Problem, dass ich schlicht vergesse wie lange ich wo vor Ort gewesen bin und wann das war. Das kann man auch über Craftnote manuell eingeben, muss man aber eben machen. Ich nutze deshalb seit geraumer Zeit Geofency, welches automatisch Beginn und Ende eines Standortes aufzeichnet. Ist man häufiger an ein und demselben Ort, so werden die Zeiten einzeln in einer Liste angezeigt. Der Export funzt über csv und kann als Exceldatei ausgedruckt werden. Manchmal ist das Hausnummer genau, manchmal muss man es manuell zuordnen, aber aufgezeichnet wird alles Erforderliche. Hilft MIR durchaus sinnvoll weiter.

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Die Lehrerin kann Mails! Sogar mit Anhängen!

    So richtig Richtig?


    also:

    Anhänge als PDF (und nicht als *.doc oder *.pages, o.Ä.) ?

    Dateinamen ohne Leerzeichen, ohne Sonderzeichen, ohne Umlaute, usw?

    Keine doppelten Dateiendungen ( dateiname.doc.pdf ) und keine Punkte im Dateinamen?

    Dateinamen immer mit dem selben logischen Aufbau der gut sortierbar ist?

    Verwendung akzeptabler Dateigrößen ?

    "Scharfe" Grafiken oder abfotografierte Kopien von einer Kopie?

    Schwarz-Weiß-Unterlagen mit ccitt3 oder 4 - Komprimierung?

    Blattformate in DIN A4 (und nicht Letter oder Legal ) ?

    Keine halb- oder ganzseitigen Vollfarbfotos und keine farbigen Hintergründe?


    Und für eine Eins-Plus müssen auch verwendet werden:

    Kopf- und Fußzeilen mit Bauabschnitt, Ebene, Bauteil, ... ähm ich meine Nummer der Coronawoche, Fach, Klasse, Themengebiet, Seite X von Y, usw.


    Termine sind auch ganz wichtig. Nicht um Druck auszuüben, aber für die Motivation.


    Und JA, eine ordentliche Arbeitsweise bei den Aufgaben kann man von Lehrern verlangen.

    Lehrer: Was ich nicht lesen kann ist falsch.

    Schüler: Aufgaben, die im Spamfilter landen oder von der Schutzsoftware herausgefiltert werden, wurden nicht gestellt.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)