Sichtestrich

  • Ein Bauherr wünscht einen "Sichtestrich", ausdrücklich keinen Terrazzo, einen Sichtestrich, geglättet, mit leichten Schlieren ... . Mehrere Beispiele liegen vor, so dass sich das Ergebnis nach den physikalischen Kennwerten und halbwegs auch optisch beschreiben lässt, aber gibt es eine Norm, eine Richtlinie o.ä. auf die man sich dabei beziehen kann? Ich finde nichts!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Mir würde spontan das "Zement-Merkblatt B19 - ,Zementestrich" einfallen. Darin wird u.a. auf die DIN 18560-7 - Hochbeanspruchte Estriche (Industrieestriche) verwiesen. Vielleicht steht da ja was drin.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Mir würde spontan das "Zement-Merkblatt B19 - ,Zementestrich" einfallen. Darin wird u.a. auf die DIN 18560-7 - Hochbeanspruchte Estriche (Industrieestriche) verwiesen. Vielleicht steht da ja was drin.

    Danke, liegt vor. Da geht es aber nur um technische Kennwerte, nicht um Aussehen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke, liegt vor. Da geht es aber nur um technische Kennwerte, nicht um Aussehen.

    War ein Schuss ins Blaue, da sie mir eben nicht vorliegt. Hätte ja sein können...


    Aber müsstest es aus dem Bereich "Industrieböden" nicht was geben?


    Oder Ersatzweise das DBV-Merkblatt "Sichtbeton" heranziehen? Bzw. die Oberfläche analog zu einer Kappe im Brückembau mit einem Besenstrich versehen? Zumindest habe ich die Beschreinung si verstanden, dass etwas ähnliches geplant/gewünscht ist.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Das aussehen ergibt sich durch die Verarbeitungsrichtlinien und deren Ebenheit sowie Blasenbildung.

    Durch das anschleifen und einlassen wird nur noch die Struktur hervorgeholt die beim einbringen entstanden ist.. EInfluss nehmen kann man darauf ja kaum noch bis garnicht.

    Laienmeinung!

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Aber müsstest es aus dem Bereich "Industrieböden" nicht was geben?

    Das steht das meiste ja in dem Merkblatt.


    Aber der Auftraggeber möchte einen Sichtestrich für den Wohnbereich und hat nicht die für den Industriebereich bestehenden höhentechnischen Anforderungen.

    Oder Ersatzweise das DBV-Merkblatt "Sichtbeton" heranziehen?

    Nein, das passt überhaupt nicht.

    Bzw. die Oberfläche analog zu einer Kappe im Brückembau mit einem Besenstrich versehen? Zumindest habe ich die Beschreinung si verstanden, dass etwas ähnliches geplant/gewünscht ist.

    Nein, er soll ganz glatt sein, vielleicht muss sogar flügelgeglättet werden, was natürlich in kleinen Wohnräumen schwierig ist.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nein, er soll ganz glatt sein, vielleicht muss sogar flügelgeglättet werden, was natürlich in kleinen Wohnräumen schwierig ist.

    Ah, verstehe. Da hatte ich letztens im Rahmen der Erstellung eines Gutachtens was. Aus dem Kopf weiß ich aber nicht mehr was. Und da ich bis Ende Juni in Elternzeit bin, komme bis dahin auch nicht mehr an die entsprechenden Unterlagen.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Nein, er soll ganz glatt sein, vielleicht muss sogar flügelgeglättet werden, was natürlich in kleinen Wohnräumen schwierig ist.

    hier bei uns um die Ecke ist eine Firma, die geschliffene Estriche anbietet. Vergleichbar einem Terrazzo. ist halt nicht in Berlin...

    Die machen das vor allem aus Gußasphalt. zumindest kenne ich diese Art als Gußasphalte... Und zwar richtig professionell.

    Nach den Referenzen auch im Bayern-Stadion in München eingebaut und sonstwo auch...

  • hier bei uns um die Ecke ist eine Firma, die geschliffene Estriche anbietet. Vergleichbar einem Terrazzo. ist halt nicht in Berlin...

    Die machen das vor allem aus Gußasphalt. zumindest kenne ich diese Art als Gußasphalte... Und zwar richtig professionell.

    Nach den Referenzen auch im Bayern-Stadion in München eingebaut und sonstwo auch...

    Liest sich spannend, poste doch 'mal 'nen Link. Sowas will ich demnächst in einem anderen Projekt ausprobieren, es passt dort zum Bauherrn ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich hab so einen Fußboden im EG - ca 90qm.

    Hat eine Firma aus Kirchheim/Teck gemacht (auch weit weg)...

    Hab mir die Referenzen angeschaut - mit dem Chef auf 4 Baustellen und in seinem Haus gewesen.

    Dann war klar, dass wir keine Zuschläge (z.b. Weiß) wollten - und eine matte Oberfläche.

  • Startseite - Thannhauser & Ulbricht Gussasphalt und Estrich GmbH

    die sind in ganz Süddeutschland unterwegs...


    schau dort einfach unter "Designböden" nach...

    Ah, sehr interessant, danke!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es gibt vom BEB Merkblätter für dieses Thema und Artverwandt:

    Beschreibung der Oberflächenqualität (2020)

    nach meinem Wissen die einzigen die man heranziehen kann. Ist ein Thema, welches sich einer Normung entzieht. Sichtbeton ist NICHT vergleichbar, da dieser von der Zusammensetzung völlig anders ist und für direkt genutzte Oberflächen ungeeignet ist. Die Zusammensetzung wirkt jedoch direkt auf die Optik.

    Auch sehr empfehlenswert ist das Buch Gestaltete Zementestriche

    Planung, Ausschreibung und Ausführung

    Karsten Rendchen

    2016, 247 S., m. 120 Abb. 242 mm, Hardcover

    VBT Verlag Bau u. Technik

    ISBN 978-3-7640-0517-7

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o