Grundriss Zweifamilienhaus

  • Guten Tag,


    Wir haben kürzlich ein Haus aus dem Baujahr 1932 gekauft und möchten nun ein paar Veränderungen im Grundriss vornehmen. Aktuell ist das komplette Haus für nur eine Wohneinheit vorgesehen. Das Dach ist aktuell noch ungedämmt, was wir zukünftig ändern wollen. Im Zuge desses haben wir uns vorgenommen das Dachgeschoss zum Wohnraum auszubauen. Mit einer Wohnfläche von insgeamt ca. 200 qm ist das Haus für uns (3 Personen) zu groß.


    Wir würden gerne das Erdgeschoss vom restlichen Bereich abtrennen um somit zwei separate Wohneinheiten zu bekommen. Wir selbst würden das 1. OG + DG bewohnen, sowie den Keller für uns nutzen wollen.


    Wir haben mit unserem Architekten folgenden Plan entworfen. Wie ist eure Meinung dazu?



  • Wir haben mit unserem Architekten folgenden Plan entworfen. Wie ist eure Meinung dazu?

    Es fällt mir schwer, an eine Kollegin oder einen Kollegen zu glauben, die dies gezeichnet haben sollen. Wenn man einen Schnitt durch die Treppe gezeichnet hat und die Möbel ergänzt, sollte klar werden, weshalb.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Warum? Wir kennen seine Vorgaben nicht.


    Genau...vielleicht lautete ja die Vorgabe explizit, man möge Abwässer aller Art aus obenliegenden Etagen durch darunterliegende Schlafräume ableiten. Regelmässiges leises Plätschern führt ja bekanntermassen zu besseren Träumen und schnelleren Einschlafen.

  • Was ist mit dem Brandschutz zwischen den zukünftigen Einheiten sowie dem Treppenhaus. (Wände ,Decken). Kann man auf den Plänen nicht klar erkennen.

    Die Decken sollen abgehängt werden und feuerfest verkleidet werden. Zur Brandsicherung gegenüber dem Treppenhaus wurde nichts gesagt...


    Es fällt mir schwer, an eine Kollegin oder einen Kollegen zu glauben, die dies gezeichnet haben sollen. Wenn man einen Schnitt durch die Treppe gezeichnet hat und die Möbel ergänzt, sollte klar werden, weshalb.


    Kannst du mir bitte erklären was du damit meinst?

    Was haltet IHR denn von dem Grundriss? GIbt es irgendwas, was euch daran nicht gefällt? Oder irgendwas, was euch besonders gefällt?

    Ich finde den Grundriss auch nicht optimal gelöst. Ich finde es problematisch, dass das Schlafzimmer im EG unter der Küche des OG liegt. Ich würde es bevorzugen, wenn das EG die gleiche Raumaufteilung wie das OG hätte. Das Problem ist dann nur, dass man durch das Schlafzimmer in das Bad müsste.

    Genau...vielleicht lautete ja die Vorgabe explizit, man möge Abwässer aller Art aus obenliegenden Etagen durch darunterliegende Schlafräume ableiten. Regelmässiges leises Plätschern führt ja bekanntermassen zu besseren Träumen und schnelleren Einschlafen.

    Gibt es denn ein Problem mit Geräuschen, wenn man das Abwasser an der linken Seite des Bades nach unten führt?

  • "Möglichst wenig verändern" ist natürlich auslegungsfähig. Flure für die Vermeidung von Durchgangszimmern schaffen zu viel Veränderung?

    Das Problem ist hauptsächlich die Raumaufteilung im Erdgeschoss. Die Schwierigkeit besteht hier darin das Kellergeschoss weiterhin dem Treppenhaus, und damit auch dem Obergeschoss, zugänglich zu machen. Wenn man den Flur bis zum Kellereingang verlängert hat man das Prblem mit den Durchgangszimmers erledigt.

  • Versteh' ich den Plan falsch, oder ist am Ende des Treppenlaufs vom EG in's OG eine Tür, ohne Podest davor?

    Das ist richtig erkannt, und das wäre bei einer Arbeitsstätte auch definitiv unzulässig, siehe S. 13 dieser Broschüre. Aber das Haus ist vermutlich keine Arbeitsstätte und die DIN 18065 hat meiner Erinnerung nach keine entsprechende Festlegung, auch wenn sie sinnvoll wäre. Und die DIN 18065 gilt in mehreren Bundesländern in D bei Gebäuden mit "nicht mehr als zwei WE" eh nicht. Aber die Treppenläufe sind sowieso geschossweise gegeneinander verschoben, so dass dies noch das geringste Problem wäre, eher "Beule an der Stirn".

    So etwas kann doch kein Architekt ernsthaft planen wollen?

    Planen nicht, aber vielleicht immerhin zeichnen, wenn es schnell gehen muss, damit es billig ist. Auch sonst sehen die Zeichnungen u.a. wegen ihrer Vermaßungen nicht nach einem (denkenden) Kollegen aus, sondern nach einem Laien an einem kostenlosen CAD.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Mich würde ja die Motivation zum Dachgeschoss-Ausbau und damit zur Nutzung als 2-FH interessieren. Ihr wollt sehr viel Geld in einen DG-Ausbau stecken, und müsst im Gegenzug dafür Mieter in euer Haus lassen, damit über die Miete wieder etwas Geld reinkommt? Oder soll da jemand aus der Familie einziehen?

  • Versteh' ich den Plan falsch, oder ist am Ende des Treppenlaufs vom EG in's OG eine Tür, ohne Podest davor? So etwas kann doch kein Architekt ernsthaft planen wollen?

    Ja, das hast du richtig gesehen und das würde uns so auch stören. An dieser Stelle kommt definitiv keine Tür. Das Treppenhaus soll vom Dach- bis Erdgeschoss offen bleiben.


    Mich würde ja die Motivation zum Dachgeschoss-Ausbau und damit zur Nutzung als 2-FH interessieren. Ihr wollt sehr viel Geld in einen DG-Ausbau stecken, und müsst im Gegenzug dafür Mieter in euer Haus lassen, damit über die Miete wieder etwas Geld reinkommt? Oder soll da jemand aus der Familie einziehen?


    Das Dachgeschoss wird hauptsächlich gemacht, da eine Dämmung in das Dach installiert werden soll und neu eingedeckt werden muss. Der aktuelle Zustand ist hauptsächlich noch aus der Entstehungszeit und damit über 80 Jahre alt. Als kostensteigender Faktor kommen natürlich die Gauben sowie der Innenausbau dazu.


    Auf die Miete sind wir primär nicht angewiesen. Vermutlich zieht in das Erdgeschoss mittelfristig ein Elternteil und langfristig wir selbst ein.

  • Das Dachgeschoss wird hauptsächlich gemacht, da eine Dämmung in das Dach installiert werden soll und neu eingedeckt werden muss. Der aktuelle Zustand ist hauptsächlich noch aus der Entstehungszeit und damit über 80 Jahre alt.

    Was hat denn der Architekt zur verbleibenden Raumhöhe im DG nach Herstellung der Dachdämmung gesagt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das kann schon kein Architekt gezeichnet haben, weil die Treppe vom OG zum Dachspitz der größte Schmarrn ist, den ich je gesehen habe. Der Antritt ist nur für schlanke Menschen mit Rücken flach an der Wand erreichbar...


    Ins Bad kommt man über die Wohnküche... so ein Schmarrn...


    Es gibt weit bessere Lösungen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das kann schon kein Architekt gezeichnet haben, weil die Treppe vom OG zum Dachspitz der größte Schmarrn ist, den ich je gesehen habe. Der Antritt ist nur für schlanke Menschen mit Rücken flach an der Wand erreichbar...

    Also die Treppe gibt es bereits und ist auch für jedermann begehbar. Das scheint eher ein Fehler in der Darstellung zu sein.


    Ins Bad kommt man über die Wohnküche... so ein Schmarrn...


    Es gibt weit bessere Lösungen.

    Das Problem sehe ich auch, bin aber nicht auf eine bessere Lösung gekommen. Ich würde es sehr hilfreich finden wenn ich deine Idee dazu hören könnte.

  • Kannst Du mal einstellen, wie das Haus aktuell aussieht?


    Den Wunsch nach der Möglichkeit, so ein Gebäude flexibel zu nutzen kann ich nachvollziehen. Das haben wir auch gemacht und teils bereut.


    Wie sicher ist denn der Einzug eines Elternteils?

    Bei uns war das:„ Könnte man möglich machen.“ Aber als es konkret wurde, merkten wir, dass weder wir derartiges leisten konnten noch dass es für die jeweilige Person gut gewesen wäre.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Das ist ein sehr guter Einwand Anda. Aktuell sind wir uns auch unschlüssig ob wir den ganzen Umbau mit DG Ausbau und Abtrennung des EGs überhaupt machen sollen oder eben nur eine Renovierung des bestehenden Wohnraums. Auch deswegen stelle ich das ganze hier zur Diskussion.


    Ein Bild von der Außenansicht?

  • Nein, ich hätte gerne mal den aktuellen Grundriss gesehen.


    Aus der Erfahrung heraus: Möglichst den aktuellen Ist-Zustand planen, also Renovierung des bestehenden Wohnraums. Zumindest wenn das so ist, wie es hier vorliegt. Es gibt ja Gebäude aus diesen Jahren, die ursprünglich mal ZFH waren. Bei denen wäre sowas einfach.


    Aber hier im vorliegenden Fall geht es nur mit viel K(r)ampf für eine eventuelle Situation - da würde ich mir das wirklich gut überlegen.

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  • Nachtrag: Mit aktuellem Ist- Zustand meinte ich den aktuellen Familienzustand ( außer es sind Kinder geplant, klar) Abee man kann nicht jede Eventualität planen und absichern.

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  • Das Problem sehe ich auch, bin aber nicht auf eine bessere Lösung gekommen. Ich würde es sehr hilfreich finden wenn ich deine Idee dazu hören könnte.

    Und dem Architekten ist dazu auch nichts eingefallen? Wofür bezahlt ihr den denn? (Anders als einem Tragwerksplaner soll Architektinnen und Architekten durchaus etwas einfallen! :lach:)


    Genau wie Annette kann ich nur davon abraten, für irgendwelche "vielleicht"-Eventualitäten zu planen und zu bauen: Baut jetzt das, worin ihr jetzt und in den nächsten 5 bis 10 Jahren wohnen wollt. Über das danach denkt ihr in 5 oder 10 Jahren nach. Über 90 % der Optionen, für die ich mit viel Aufwand Dinge geplant habe, wurden in den bisher knapp 25 Jahren meiner Planungspraxis noch nie genutzt und waren damit verschenkter Aufwand.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Was hat denn der Architekt zur verbleibenden Raumhöhe im DG nach Herstellung der Dachdämmung gesagt?

    Die Dachdämmung erfolgt größenteils auf den Sparren. Der Abstand vom Boden zur Mittelpfette beträgt ca. 2 m. Die Lage der Pfetten ist im Plan des DGs zu sehen. Als Wohnraum lassen sich insgesamt ca. 35 qm gewinnen.


    Nein, ich hätte gerne mal den aktuellen Grundriss gesehen.


    Aus der Erfahrung heraus: Möglichst den aktuellen Ist-Zustand planen, also Renovierung des bestehenden Wohnraums. Zumindest wenn das so ist, wie es hier vorliegt. Es gibt ja Gebäude aus diesen Jahren, die ursprünglich mal ZFH waren. Bei denen wäre sowas einfach.


    Aber hier im vorliegenden Fall geht es nur mit viel K(r)ampf für eine eventuelle Situation - da würde ich mir das wirklich gut überlegen.


    Anbei der aktuelle Grundriss. Daraus ist zu erkennen, dass nur überschaubare Änderungen vorgenommen werden sollen.

  • Die Dachdämmung erfolgt größenteils auf den Sparren.

    Ist das genehmigungsfähig?

    Als Wohnraum lassen sich insgesamt ca. 35 qm gewinnen.

    Ist das genehmigungsfähig? Ist die vorhandene Decke (Holzbalken?) tragfähig genug?

    Anbei der aktuelle Grundriss.

    Der ist deutlich besser als der neue!


    Im OG Bad und Kammer zusammenlegen, im EG nichts tun oder maximal die Wand zwischen den beiden Zimmern ganz entfernen - wenn statisch möglich.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vielen Dank für das berechtigte Aufwerfen der Fragen. Ich werde mit dem Bauamt Kontakt aufnehmen um die Genehigungsfähigkeit der Aufsparrendämmung zu klären...


    Für die Berechnung der Tragfähigkeit der Dachkontuktion bzw. der Holbalkendecke muss ich noch einen Statiker/Bauing. um Rat fragen.


    Laut Aussage des Bürgermeisters ist ein Umwidmung des Dachgeschosses zum Wohnraum unproblematisch, da dies in der Nachbarschaft in den letzten Jahren auch schon gemacht wurde.