DHH in Süd Ost Ausrichtung hell genug?

  • Liebe Bauexperten und Bauherren,



    Wir haben eine DHH gefunden.
    400 qm Grund, großer Garten, Garage, Südhanglage, 3 geschossig ohne Keller, 190 qm Wohnfläche mit Satteldach.

    Im 1OG befindet sich ein 55 qm großer wohn-ess-Koch Bereich mit direktem Zugang zum Garten und Südzerasse.
    Zusätzlich haben wir eine große überdachte Ostterasse.
    Wohnzimmer mit 4 Meter Fensterfront nach Süden, ein Fenster nach Osten.
    Essbereich mit einer Türe nach Osten.
    Küche mit einem großen Fenstern 1.4m und einem kleinen 70cm nach Norden.

    Da es sich um die Ost DHH handelt keine fenster nach Westen.

    Meine Bedenken sind, dass am Nachmittag bzw Abend alles sehr düster wirkt, da wir keine direkte Sonneneinstrahlung mehr haben.

    Aktuell befindet sich das ganze noch im Rohbau. Ich denke wenn erstmal alles weiß gestrichen ist und der Boden hell gewählt wird, wird es schon freundlicher wirken.

    Hat jemand von euch Erfahrung mit einer DHH nach SüdOst Ausrichtung und könnt ihr meine Bedenken bzgl. Helligkeit nehmen?

    Ich würde mich auf Rückmeldung freuen.

    Man muss auch dazusagen, dass es in der Region wo wir suchen sehr wenig Objekte gibt und wir bzgl Stadtnähe Lage wirklich eine sehr gute allgemeine Lage bzgl. Infrastruktur etc gefunden haben.

    Jedoch lassen mich die Bedenken bzgl Helligkeit nicht so leicht los.


    Vielen Dank im Vorraus für eure Rückmeldungen.

  • Meine Bedenken sind, dass am Nachmittag bzw Abend alles sehr düster wirkt, da wir keine direkte Sonneneinstrahlung mehr haben.

    Kann man ohne Kenntnis der Umgebung nicht beurteilen. In der Nähe eines Waldes/großer Bäume oder dichter Bebauung kommen ggf. weder Ost- noch Westsonne an. Sind es Nadelbäume, kann es sein, dass es im Winter nicht mal die Mittagssonne über die Bäume schafft.


    Grundsätzlich ist ein Rohbau immer dunkel und wirkt kleiner.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

    Der Osten und Süden ist frei von großen Bäumen und unverbaut. Daher ist zumindest auf den beiden Seiten der lichteinfall gesichert.

  • Aktuell befindet sich das ganze noch im Rohbau. Ich denke wenn erstmal alles weiß gestrichen ist und der Boden hell gewählt wird, wird es schon freundlicher wirken.

    So ist es. Die später glatteren Oberflächen und die helleren Wände und Decken machen generell einen gewaltigen Helligkeitsunterschied bei der Wohnung, so dass Rohbauten auch durch die sie umgebenden Gerüste generell immer dunkler aussehen.


    Ohne Pläne kann lässt sich nicht viel dazu sagen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ist jetzt nur meine Meinung, aber ohne deine Einleitung hätte ich jetzt etwas an der Logik des Plans gezweifelt, vll liegts aber an den 3 Bieren von vorhin.


    Wie sehen denn die anderen Geschosse aus, mir gefällts auf den ersten Blick erstmal nicht.


    1. Treppe direkt in den Essbereich, bei 190m² Wohnfläche hätte ich mir die Trennung von Verkehrsfläche zu Wohnfläche gewünscht, auch wenn

    offenes Wohnen so toll ist...


    2. das Bad ist vll ein großes WC, aber mehr auch nicht.

  • Es ist halb neun morgens, ich habe noch keine 3 Bier getrunken ;) und muss hier auch noch was zum Grundriss schreiben!


    Offen kann man mögen, kann toll sein!


    Hier aber stehen dem Offenen einige Punkte entgegen.


    1. Offener Essplatz (ca. 13,30 m²): Dieser ist zwar offen aber letztendlich eher mit einer strak befahrenen Kreuzung zu vergleichen! Da kommt man von unten und will in die Küche. Oder von der Küche in den Wohnbereich. Oder von der Küche auf die Terrasse. Oder vom Wohnbereich auf die Terrasse. Oder von der Terrasse aufs WC. Oder umgekehrt. Immer geht es quer durch den Essbereich. Trage mal gedanklich einen mind. 1m breiten Streifen (=Verkehrsfläche) vor dem Treppenhaus ein. Und einen (gerne auch schmaleren) "Weg" von den einzelnen Punkten, die ich oben angerissen hatte. Und nun noch den Esstisch plus Stühle...


    2. Das Bad. Tja....das Bad….wer mag dort wohl baden (duschen?) auf der Wohnzimmerebene. Ich stelle mir das gerade vor, wie man, knapp beschürzt zur Körperpflege schreitet. Oder, wenn besuch im Hause ist und sich der ein oder andere Gast auf den Weg zum Klo macht. Mit freiem Blick zum Essbereich. Das Bad (WC) gehört für mich abgeschottet, ein Flur davor, ein Sicht- u. Geruchsschutz. So einen raum darf man aus dem offenen Wohnkonzept gerne ausklammern.

  • Hallo Thomas.


    Danke für deine ausführliche Rückmeldung.


    Auf den Grundriss haben wir leider nicht allzugroßen Einfluss, da der Rohbau schon steht und das ganze von einem Bauträger realisiert wird.


    Ansonsten waren deine Punkte durchaus wünschenswert umzusetzen.


    In unserer Region herrscht leider ein sehr geringes Angebot an baugrund und Immobilien, gepaart mit einer riesigen Nachfrage.


    Aus das Gebäude sind innerhalb weniger Stunden 40 Interessenten gestoßen, die eine verbindliche Reservierung abschließen wollten.


    Wir haben lange überlegt, ob das Gebäude mit dem Grundriss für uns in Frage kommt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir für das Preis leistungsverhaltnis mittelfristig nichts besseres finden werden.


    Nichts desto trotz ist in der wohnebene nur ein kleines Gästewc geplant. Die Bäder sind im Untergeschoss (gastebereich), sowie im Obergeschoss (schlafbereich). Somit sind wir zumindest nicht gezwungen in unserer wohnebene zu duschen:)

  • Nichts desto trotz wirkt der wohn Essbereich sehr großzügig und sollte trotz der angesprochenen Verkehrswege mit einem 2m Tisch und Stühlen zu füllen sein. Das Wohnzimmer ist ja etwas nach hinten gesetzt und bietet etwas mehr Luft.

  • Wir haben unseren Essbereich auch an einer "offenen Schnittstelle" (Treppe, Terassenausgang, Übergang zu Wohnzimmer, Übergang zu Küche und Flur zu den Kinderzimmern). Tatsächlich empfinde ich das nicht als Nachteil, de facto ist der große Esstisch das Zentrum des Familienlebens - essen, basteln, Schulaufgaben, teilweise auch Homeoffice, Besprechungen etc. findet alles dort statt, von 3 Seiten hat man Licht.

    Dass es so funktioniert, ist aber m.E. kein Selbstläufer, bei uns ist natürlich die Anordnung auch anders. Es ist aber einer der Punkte, wo unser Architekt einen echt guten Job gemacht hat, den wir jetzt täglich schätzen. Allerdings haben wir in dem Bereich Wohnen/Essen in Summe gute 10m² mehr Platz.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Das offene Wohnkonzept kann ja durchaus gut und richtig sein. Auch, dass der Essbereich zentral gelegen ist. Im Kreuzungspunkt aller Aktivitäten.


    Das halte ich nicht für "falsch"! (Btw. Falsch gibt es in diesem Zusammenhang sowieso nicht; es könnte nur für die persönlichen Empfindungen falsch oder richtig sein)


    Kritisch finde ich den zur Verfügung stehenden Platz an dieser Stelle.


    Wir haben 13,30 m². Das ist für einen Essplatz sicherlich locker ausreichend.


    Vor der Treppe benötigen wir bis zum ersten Stuhl sicherlich 1,50m Abstand (1). Nicht nur wegen der benötigten Verkehrsfläche, sondern auch für den Essplatz selber.


    Dann gibt es da noch eine Tür zur Terrasse die mal mindestens aufgehen sollte (2).


    Und dann ein Weg von der Küche irgendwie Richtung TH (bzw. umgekehrt) (3).



    Natürlich geht das...irgendwie.


    Für mich wäre es an dieser Stelle aber deutlich zu eng.


    Weniger "dramatisch" wäre es, würde die Treppe im EG enden. So aber öffnet sich jäh ein Abgrund. Oder würde man auf die Terrassentür verzichten (nur ein Fenster?). Oder eine anders gestaltete Küche.


    Alles machbar...keine Frage.


    Aber in der jetzigen Form ist es für mich fragwürdig!