Betontreppe / Kellerabgang sanieren

  • Hallo zusammen,


    ich lese hier schon einige Zeit in aller Stille mit und möchte nun eine erste Frage stellen.


    Vorab ab zwei, drei Informationen zu mir: ich heiße Jürgen, bin verheirate, habe 2 kleine Kinder (4 und 6 Jahre) und bin 49 Jahre alt. Vor drei Jahren bin ich mit meiner Familie von Köln nach Münster gezogen, um dort mein Elternhaus zu "übernehmen". Wir haben vor dem Umzug zusammen mit einem Architekten das Haus aus dem Baujahr 1969/70 umfassend saniert und modernisiert. Dies hat auch alles gut geklappt.


    Was damals nicht gemacht wurde und jetzt meine Frage betrifft, ist ein Kellerabgang bzw. eine alte Betontreppe. Dort habe ich vor kurzem die Fugen erneuern lassen. Hier ein paar Bilder dazu.




    An der Innenwand angrenzend zur Treppe hat sich im Lauf der Zeit ein Wasserfleck gebildet. Ich möchte nun die Treppe irgendwie besser "abdichten".


    Welche Möglichkeiten gibt es dazu?

    Vielen Dank für Euere Feedback dazu.


    Beste Grüße,

    Jürgen

  • Hallo zusammen,


    da ich bisher noch keine Antworten bekommen habe, stelle ich mal meine Idee dazu vor:


    - Treppe bzw. Beton mit Hochdruckreiniger säubern

    - Grundierung auftragen

    - mit Flüssigkunststoff (PMMA) einstreichen (ggf. noch etwas Sand einstreuen, um die Rutschgefahr zu verkleinern)


    Ist das aus Eurer Sicht sinnvoll oder wären andere Methoden besser?


    Beste Grüße,

    Jürgen

  • wären andere Methoden besser?

    wahrscheinlich .

    wasser wird am übergang stufe/aufgehende wand eindringen , weil mit aller wahrscheilichkeit nach die stufen in der wand eingelassen sind .

    normalerweise müsste die treppenanlage abgerissen , die wand abgedichtet und eine entkoppelte treppe neu gebaut werden.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Wie sicher ist denn die Wahrscheinlihckeit das es von den Treppenstufen kommt?

    Für feuchtigkeit gibt es ja gerne mehrere Ursachen!

    Die Treppen

    Das Fenster

    Erdfeuchte

    zweischaliges Mauerwerk und dadurch verschleppung der Ursache.

    Seit wann tritt das Problem auf? und hat sich davor was im/am Haus verändert? (Fenstertausch,Bauarbeiten....)

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Danke für Eure Anmerkungen.


    Einen totalen Abriss der Treppenanlage würde ich ungern angehen, auch wenn dies der sinnvollste Weg wäre.

    Nach meiner Einschätzung ist das bei dem Feuchtigkeitsproblem, das wir haben, eine zu massive Maßnahme.


    Hier noch als Ergänzung Fotos von der Innenseite / Kellerraum. Dort sieht man auch recht schön die Feuchtigkeit in der Ecke. Der "Verlauf" des Fleckes spiegelt recht gut die Stufen auf der Außenseite wieder. Das Haus ist 1969/70 gebaut worden. Die Feuchtigkeit hat sich über die Jahre entwickelt. Bei den Modernisierungen vor 3 Jahren wurde an dem Kellerabgang und auch drumherum nicht gemacht. Wir haben nur die Kellerdecke gedämmt, dies sieht man auch auf den Innenfotos. Die Treppe und das Fenster stammen auch noch aus den Jahren 1969/70.



    Beim Kellerabgang haben wir außen vor kurzem die Fugen erneuern lassen und innen an der Feuchtigkeitsstelle eine Horizontalsperre Creme eingearbeitet. Dies sieht man an den Bohrlöchern auf den Innenfotos. Zudem haben wir den Absatz im Kellerraum mit einer Silikatfarbe neu gestrichen.


    Mit einem Abdichten der Kellertreppe hoffe ich nun, dass Feuchtigkeitsproblem in den Griff zu bekommen.

    An Euren bisherigen Antworten gemessen, liege ich damit aber wohl nicht richtig, oder?


    Viele Grüße,

    Jürgen



  • Ausgeschlossen ist also nichts konkretes?

    Man kann zwar die Treppe abdichten, samt Klinker, aber da sieht man dann den Klinker nicht mehr. Ob das gewünscht ist?

    Einfach irgendwas draufstreichen was einer wässrigen Lösung entspricht wird da keinerlei Wirkung besitzen. Und dabei ist es nicht 100%ig klar ob es Wasser von den Treppen ist oder ob es Erdfeuchte ist, die unter der Treppe anliegt.

    Daher ist die Aussage von wasweissich absolut korrekt. Wenn man es ganz korrekt und sicher machen will, dann hilft nur ein Abriss der Treppenstufen samt Neuaufbau.

    D.h. wenn deine Risikobereitschaft groß genug ist und dir der Klinker an der Hauswand nicht wichtig, lässt sich das irgendwie machen um den Wassereintrag zu reduzieren. Dafür werd ich jetzt zwar hier gelüncht, aber meine persönliche Erfahrung ist nunmal postiiv.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • lässt sich das irgendwie machen um den Wassereintrag zu reduzieren

    sicher kann man die übergänge mit dichtschlämme überpappen und das eindringen des wassers behindern .....


    sieht nicht nur schxxxxx aus , sondern hält nur von 12 bis mittag , vielleicht bis zum kaffee .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Besten Dank für die vielen Anmerkungen.


    Interessant finde ich das Stichwort "Überdachung" und die stark gegenseitige Meinungen.

    Ich gebe hier ein Feedback, für welche Maßnahme ich mich entschieden habe.


    Beste Grüße,

    Jürgen

  • Überdachung würde sicher was bringen -wenn das Problem Feuchte von außen/oben ist. Wenn die Feuchtigkeit von Erdreich her kommt, logischerweise nicht.


    Versuch macht kluch.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich kenne es auch, dass der Hohlraum mit Sand verfüllt wurde und dann der Treppenlauf betoniert. Also nicht immer.

    genau so wurde es letztendlich gemacht .und glaube mir , nach einigen jahrzehnten , wenn ich dann komme und das ding abreisse wegen feuchtem keller (geschätzt 40-50mal in meiner laufbahn) , ist da ein hohlraum. immer.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • genau so wurde es letztendlich gemacht .und glaube mir , nach einigen jahrzehnten , wenn ich dann komme und das ding abreisse wegen feuchtem keller (geschätzt 40-50mal in meiner laufbahn) , ist da ein hohlraum. immer.

    Von "ausgeprägtem Hohlraum" zu "einem Hohlraum" ist schon ein deutlicher Unterschied. letzteres könnte ja ein Hohlraum von 10cm sein, um die Treppenstufen einzulegen, oder die Schalung einzubauen. ect ect ect.

    Entschiedend ist doch, ob die Hauswand die möglichkeit hat, unter de ntreppenstufen Feuchtigkeit aufzunehmen oder nicht.

    In den 60er und 70er Jahren waren Baggerarbeiten eher Handbaggerbetrieb. Und je nach Motivation der Bauschaffenden sehr unterschiedlich in der Ausführung.

    Ich kenn beide Varianten!!

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  • bei verlorener schalung (die häufigere variante) sind die hohlräume besonders ausgeprägt.

    und egal wie ausgeprägt die hohlräume waren , praktisch alle zeigten sich nach abbruch knochentrocken .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Hallo zusammen,


    wie oben gesagt hier noch ein Feeback von mir, was ich letztendlich mit dem Treppenabgang gemacht habe:


    • Treppe gründlich gereinigt
    • Haftgrundierung in die Ecken aufgetragen
    • Reparaturmörtel in die Ecken aufgetragen
    • Flüssigkunststoff aufgetragen

    Ich hoffe nun, etwas Ruhe zu haben.


    Vielen Dank für Eure Beiträge .

    Beste Grüße,

    Jürgen Fülster

  • Die mir eher bekannten Abdichtungen aus Flüssigkunststoff sind an Ecken / Kanten mit einer Gewebeeinlage auszuführen. Diese sehe ich bei Dir nicht und das Material ist auch an den aufgehenden Bauteilen nicht ausreichend hochgezogen. Aber hier gibt es mehrere Foristen, die mit dem Material quasi täglich arbeiten, es also erheblich besser kennen (sollten) als ich.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Naja, optisch macht das ja was her, aber dass das dauerbeständig ist und nicht nach 2 Jahren wegbröselt steht in den Sternen. Ich glaub es weniger.

    Der Flüssigkunststoff ist ja nur sowas wie ein Lack, keine Ahnung, Sichtstärke im 1/10mm bereich?


    Problematisch ist doch die Bewegung zwischen Klinker und Treppenstufe durch Witterung und Temperaturausdehnung.

    Die erzeugten Kehlen (frostbeständiges Material?) sind positiv, solang diese selbt nicht abreisen und kapilare Risse bilden die den Flüssigkunststoff abreisen. Denn dann geht das gleiche wieder von vorne los.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Der Reparaturmörtel verfügt laut Hersteller über die folgenden Eigenschaften: Frostbeständig, Hochflexibel, Kautschukvergütet, Lösemittelfrei, Faserverstärkt.

    Der Flüssigkunststoff ist in der Tat einfach nur mit einem Pinsel aufgetragen. Bin auch gespannt, ob und wie es hält. Ich beobachte und berichte dann gern hier weiter.


  • Hast Du schon mal ´nen Eimer Wasser draufgekippt und bist dann drübergelaufen?

    Beschichtungen von Verkehrswegen sollten rutschhemmend sein, und daher kenne ich es i.d.R. als Ausführung mit Quarzsandabstreuung und Kopfversiegelung.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)