Direkt an Grundstücksgrenze bauen

  • Hallo,


    In einer Gemeinde, in einem reinen Wohngebiet, stimmt die Baugrenze mit der Grundstücksgrenze überein. Nun wollte Person X innerhalb der Baugrenze nun ein zweites EFH bauen. Gleichzeitig wäre das Haus dann aber auch direkt an der Grundstücksgrenze vom Nachbarn Y.


    Nachbar Y möchte dies verhindern und behauptet, Person X müsste einen Mindestabstand zur Grundstücksgrenze einhalten, stimmt das? Das Gebäude ist schließlich innerhalb der Baugrenze, diese Baugrenze stimmt aber mit der Grundstücksgrenze überein.


    Vielen Dank im Voraus.

  • Baugrenze = Max. zulässige Linie unter Berücksichtigung der übrigen baurechtlichen Vorgaben wie Grenzabstand/Abstandsfläche.

    Baulinie = zu bebauende Linie


    Nachbar hat also Recht!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Baugrenze = Max. zulässige Linie unter Berücksichtigung der übrigen baurechtlichen Vorgaben wie Grenzabstand/Abstandsfläche.

    Baulinie = zu bebauende Linie


    Nachbar hat also Recht!


    Ok, danke, also ich darf ein Haus bauen, mus aber den Grenzabstand einhalten, in der regel mindestens 2,5m bis 3m richtig?


    Wenn ich den Abstand einhalte, kann ich dann trotzdem bauen dann, solange ich innerhalb der Baugrenze bin (blaue Linie)?

  • Laienmeinung:

    Wird wohl davon abhängen, inwieweit die zulässige GFZ/GRZ schon vom vorhandenen Gebäude (samt evtl. Nebenanlagen) ausgereizt ist.

    Nein, erstmal sind die Mindestabstände zu den Grundstücksgrenzen einzuhalten, aber natürlich nur innerhalb des zulässigen Maßes der Bebauung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • N E I N!!! Laß es, hier so einen Blödsinn zu verbreiten!

    Wie?

    Du willst also behaupten, daß man auf einem Grundstück, wo das Bestandsgebäude die GFZ/GRZ bereits voll ausreizt, ein weiteres Haus bauen darf, wenn man nur Abstände und Baufenster schön einhält?

    Interessant...!


    Der Beißreflex einiger hier ist ja bekannt, aber man könnte schon vorher alle Beiträge lesen.

    Dann wäre aufgefallen, daß sich mein Beitrag #4 auf den direkt davorstehenden #3 des Fragestellers bezog (und nicht etwa auf den Eröffnungsbeitrag).


    In der Sache wurde ich ja inzwischen durch Beiträge fachkompetenter Dritter bestätigt.


  • ok, guter einwand, also:


    Es ist sehr seltsam dargstellt, Mittwich steht: GFZ 0.35.


    Gilt das dan für BEIDE Grundstücke? Oder ist das GFZ dann jeweils für das Grundstück zu sehen?


    Person X hat dort bereits ein Haus mit 7 Zimmern, könnte also eng werden, oder?

  • Die GFZ bezieht sich immer auf das individuelle Grundstück. Handelt es sich um:

    • ein Grundstück mit zukünftig zwei Häusern?
    • ein Grundstück, welches zukünftig rechtlich in zwei Flurstücke geteilt und dann auf dem Neune Grundstück bebaut werden soll?
    • zwei Grundstücke, von denen bisher erst eines bebaut ist?

    ... dort bereits ein Haus mit 7 Zimmern, könnte also eng werden, oder?

    Es geht - vereinfacht geschrieben - um den vom Haus (und anderen Bauwerken / Terrassen) bedeckten Teil der Grundstücksfläche in Relation zur gesamten Grundstücksfläche, nicht um die Zahl der Räume.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Dreh mir nicht die Worte im Mund um!


    Die GRZ hat nicht, aber auch gar nichts mit der Bebaubarkeit das Grenzabstandsbereichs zu tun.

    Das mit dem Verdrehen muß ich zurückgeben:

    Wo soll ich derartiges behauptet haben?


    Ich machs Dir etwas einfacher.

    NACH Deiner Antwort schrieb der Fragesteller (Hervorhebung durch mich):

    Zitat

    von varnian


    Ok, danke, also ich darf ein Haus bauen, mus aber den Grenzabstand einhalten, in der regel mindestens 2,5m bis 3m richtig?

    Wenn ich den Abstand einhalte, kann ich dann trotzdem bauen dann, solange ich innerhalb der Baugrenze bin (blaue Linie)?

    darauf ich:

    Zitat

    Laienmeinung:

    Wird wohl davon abhängen, inwieweit die zulässige GFZ/GRZ schon vom vorhandenen Gebäude (samt evtl. Nebenanlagen) ausgereizt ist.

    Wir sind hier also schon im nächsten Schritt (nachdem der TE die Erfordernis des Grenzabstands akzeptiert hatte).

    Und wie weitere Antwortgeber dann bestätigten, ist der von mir genannte Punkt sehr wohl eine von zahlreichen ebenfalls zu berücksichtigenden Bedingungen.

    In der Praxis sehr häufig ein KO-Kriterium bei der Ergänzung vorhandener Bebauung, insbesondere von EFH.

    Oder etwa nicht?

    Und hier soll gleich ein ganzes weiteres EFH hinzukommen.