Kosten Satteldach vs. Walmdach/Zeltdach

  • Hallo Experten,


    wir planen in der Nähe von Ingolstadt ein EFH mit zwei Vollgeschossen zu bauen. Das Haus hat eine Grundfläche von 10m x 10m. Der Bauträger bietet uns zwei verschiedene Dachformen an, welche wir laut Bebauungsplan auch erstellen dürfen.


    Enweder ein Satteldach mit 28 Grad Dachneigung als Kaltdach ausgeführt. Oder ein Walmdach / Zeltdach mit 23 Grad Dachneigung als Kaltdach ausgeführt. Beide begehbar durch eine Auszugtreppe.


    Könnt ihr mir eine ungefähre Abschätzung geben, was die verschiedenen Dachformen kosten würden - insbesondere wenn man diese gegenüberstellen würde. Es kommt nicht so genau auf die tatsächlichen Kosten an - mehr auf einen Vergleich.


    Wir haben von verschiedenen Ansprechpartnern des GU verschiedene Aussagen bekommen ("Walmdach teurer, da mehr Ziegel und mehr Zimmermannsarbeiten", "Satteldach teurer, da mehr Mauer- und Putzanteil", "Die Kosten heben sich ungefähr gegeneinander auf").


    Welche Aussage ist denn jetzt tendentiell richtig? Und wie groß wäre ungefähr der Preisunterschied (wenn man beide Dachformen ab der Oberkante Obergeschoss betrachten würde)?



    Vielen Dank für Eure Hilfe.


    Thomas

    • Offizieller Beitrag

    des GU

    Am Einfachsten wäre es doch, wenn der GU Euch zwei Angebote erstellt. Einmal mit SD, einmal mit WD. Und schon wisst Ihr, welches Dach bei ihm teurer/ günstiger ist.


    Denn: was nützt es, wenn wir die sagen: SD ist günstiger und er bietet Dir das WD günstiger, also das SD teurer, an?


    Aus meiner Erfahrung ist ein WD teurer und statisch auch etwas schwieriger/ anspruchsvoller. Man kann die Mittelpfetten/ Firstpfetten nicht einfach schön aufs Mauerwerk der Giebelwand legen, sondern muss diese Lasten irgendwo innen mittels Stützen abfangen. Zudem kommen Gratsparren und Gratziegel hinzu, sowie eine Dachrinne entlang der (nicht vorhandenen) Giebelwand.


    Andererseits spart man etwas Mauerwerk (+ Verputz des selbigen). Insgesamt dürfte der Unterschied aber überschaubar sein.


    Letzten Endes aber entscheiden nicht wir, auch nicht Du, sondern der GU was es kostet und was günstiger ist.


    Ach ja: Stauraum im SD ist natürlich auch mehr vorhanden, weil die Giebelwände vertikal und nicht schräg sind.

  • Hallo zusammen,


    lt. B-Plan sind Satteldach oder Walmdach mit einer Dachneigung von 18 bis 30 Grad zulässig.


    Prinzipiell wären wir wir eher an einem Satteldach interessiert - aber wenn dies erhebliche Mehrkosten beinhalten würde, dann lieber nicht. Deswegen habe ich hier die Frage eingestellt, um besser einschätzen zu können, welchen Weg wir gehen wollen. So wichtig ist uns die Dachform nicht.


    Grüße


    Thomas

    • Offizieller Beitrag

    Prinzipiell wären wir wir eher an einem Satteldach interessiert - aber wenn dies erhebliche Mehrkosten beinhalten würde, dann lieber nicht.

    Es ist eher umgekehrt, Walmdach wird üblicherweise teurer.

    • Offizieller Beitrag

    Letzten Endes aber entscheiden nicht wir, auch nicht Du, sondern der GU was es kostet und was günstiger ist.

    in #1 war auch die Rede von:


    Der Bauträger bietet uns [...] an ....

    Wie siehts aus mit Photovoltaik- oder Solar-Paneelen - ggf. in xx Jahren nachgerüstet?

    Wie darf der Dachraum genutzt werden (nutzbare Fläche/Nutzhöhen) ?


    Was sagt denn der Bauträger zu den Kosten?

  • Am Einfachsten wäre es doch, wenn der GU Euch zwei Angebote erstellt. Einmal mit SD, einmal mit WD. Und schon wisst Ihr, welches Dach bei ihm teurer/ günstiger ist.


    Denn: was nützt es, wenn wir die sagen: SD ist günstiger und er bietet Dir das WD günstiger, also das SD teurer, an?

    Hallo Thomas,


    vielen Dank für Deine Antwort. In der Tat bevorzugen wir das Satteldach.


    Die Litanei mit unserem jetztigen, bevorzugten Bauträger wollte ich hier nur nicht breit treten. Nur so viel: Billiger ist es immer nicht geworden. Je nach Änderungswunsch ist es teurer geworden (insbesondere beim Thema Dach). Jeweils mit einer anderen Antwort. Um den Fehler nicht zweimal zu machen (und nach evt. Wechsel des Bauträgers/GU) wollten wir und vorher schlau machen, wie es denn nun ist, mit dem Dach und den Kosten und sind um eine neutrale Einschätzung sehr dankbar.


    Viele Grüße


    Thomas

    • Offizieller Beitrag

    Satteldach, Giebelwände in HRB mit Stehfalzfassade oder ähnlichem. Spart Putz und Maurer. Ist ziemlich schnell erledigt und kaum Pflegeintensiv. Lastabtragung einer möglichen Firstpfette entweder mit Holzbalken oder Stahlstütze.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Die Litanei mit unserem jetztigen, bevorzugten Bauträger

    und

    Nur so viel: Billiger ist es immer nicht geworden.

    und


    Jeweils mit einer anderen Antwort.

    ….lässt mich irgendwie die Bevorzugung des BT (GU?) nicht so ganz nachvollziehen.


    Aber wenn Ihr wählen könnt, das Grundstück also schon Euch gehört, dann ist es kein BT, sondern ein GU!


    Irgendwie scheint mir das alles ein denkbar unguter Start in das Projekt zu sein und man arbeitet GU-seitig anscheinend nicht daran Vertrauen aufzubauen. Wenn das im Vorfeld schon so ist, was darf man dann bei Änderungen/ Ergänzungen während der Bauphase erwarten? Da würde ich schon nochmals drüber nachdenken., ob es denn dieser GU sein soll....

    • Offizieller Beitrag

    Wie siehts aus mit Photovoltaik- oder Solar-Paneelen - ggf. in xx Jahren nachgerüstet?

    guter Punkt!

    Fakt, auf einem Walmdach ist die Installation aufwändiger, da ziemlich sicher Kreuzmontage nötg ist. Und mehr Gerüst bei gleicher PV-Fläche.

    Aber auch das Walmdach hat Vorteile, weil man z.B. eine Ost-Süd-West Belegung machen kann.


    Sorry, aber ein flaches Satteldach auf einer Kaffeemühle (10*10) =o:eek::rb:

    Optisch gruselig (finde Ich)

    finde ich auch.

    • Offizieller Beitrag

    Das Haus hat eine Grundfläche von 10m x 10m.

    Quadratische oder annährend quadratische Grundrisse versuche ich zu vermeiden. Es mag aber natürlich der Situation (Baufenster im B-Plan, Grundstücksgröße/ - Abmessung) geschuldet sein. Bei solche Grundrisse gibt es für meinen Geschmack einen zentralen, dunkleren Bereich, weit entfernt von der Fassade (nämlich 5m). Ich bevorzuge daher eher schlankere Grundrisse (z.B. 8m x 12,5m. Um hier auch auf 100m² BGF zu kommen. Oder 7m x 14m). Da ist dann eine Satteldachlösung gleich viel logischer, als bei einem quadratischen Grundriss.

  • quadratisch und Satteldach sieht schei.. aus,

    sorry - wenn 10x10 dann mach ein Zeltdach und Ende im Gelände. Typisch Stadtvilla.


    wenns machbar wäre das Haus bitte rechteckig gestalten und bitte nicht 10,25x9,75 sondern wirklich etwas deutlich rechteckiger...