Mängel am Mauerwerk?

  • Guten Abend zusammen,


    unsere Mauerwerksarbeiten (mit Poroton-MW) für das EG sind im vollen Gange. Hierbei sind mir zwei Details aufgefallen, die ich laienhaft als Mängel einstufen würde:


    - sparsame Mörtelausgleichsschicht beim Setzen der ersten Ziegellage (zT meterlange Hohlräume)


    Kann mir jemand erklären ob es eine Berechtigung gibt, den Mörtel nicht vollständig auf die Auflagefläche zu verteilen? Könnte es hier Probleme mit der Statik geben?


    - Fensterlaibungen


    Gibt es einen Nachteil wenn geschnittene Enden der Planziegel an Fensteröffnungen gesetzt worden sind?


    Danke

  • Größere Firma wo einer drüber guckt, ober Batsc...

    Würde sagen die sind einfach zu blöd, denken nicht nach, sind neu dabei. Wieso nicht einfach umdrehen und Miwo nach innen, Reststücke am sparen?

    Musst nun Glattputzen. Und die Fensterschraube unten, na gut, die ist lang.


    Das Bild aufm Kopf. Eine Seite ist die Dämmung, da findet wohl wenig Lastabtrag statt. So 2/3 vom Stein liegen aufm Beton, da geht der Druck überwiegend hin. Habe mir zwar auch manche Gedanken bei mir gemacht, auch dieses und jenes etwas schief, und Auflagefläche teils nicht voll. Aber Statiker rechnet ja hoffentlich mit seinen 50%. Wenn es nur 1 Stein ist, da es sowieso die ganz stabilen Steine sind, wohl relativ egal. Aber sollte nicht wackeln können. Wobei die Fläche direkt am XPS wohl wenig Last aufnimmt, da die Bitumbahn dort unten Luft hat. Gefällt mir nicht, wenn es mehr als 1 Stein ist.

    Aber sind eher faule Schwe... oder haben kein Plan oder sehr sparsame Arbeiter.

    Gleich dagegen vorgehen, würde ich sagen.

    Bei der Fensterlaibung, ists erstmal nicht dein Problem, wenn die Firma auch die Fenster einbauen lässt. Aber sieht eher nach Blödheit aus. Und mit was haben die die Laibung wo das Fenster draufkommt abgedeckt, dick und schief Mörtel, nicht mal was Gewebe rein. Ne dicke Folie oder meinetwegen Bitumbahn wohl besser.

    Frag einen Archi oder Ing. in der Nähe, soll mal stundenweise vorbeikommen und Mängel notieren.

    Zementmörtel M3 oder so sollte es sein, sehr stabil, dass passt wohl mit den Säcken.

    Aber Steinreihe sollte schon voller aufliegen, zumindest an beiden Rändern wo Beton ist. Die im untersten Geschoss unter der Decke und wenn der so übersteht auf der BoPl ohne Keller haben glaube dann höchsten Druck.

  • Aber Statiker rechnet ja hoffentlich mit seinen 50%.

    Ich möchte wissen, weshalb sich dieser Unsinn immer noch hält - nein, es gibt keine planmäßigen Reserven! Trotzdem fällt nicht alles gleich um, wenn der Maurer um 10 % daneben liegt. Falsch ist es trotzdem!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das Mauerwerk ist vollflächig in Mörtel aufzulegen. Punkt.

    Gründe es so zu errichten wie hier im Bild gibt es tatsächlich. Aber keine fachlich richtigen.

    Wenn der Maurer keine Gerätschaften hat, die Mörtelfuge vor dem Setzen der Steine so Plan abzugleichen, das die Steine mit Vorsicht aufgesetzt werden können, d.h. wenn er gezwungen wird die Steine in den Mörtel zu klopfen, ist das bei diesem Stein problematisch. Die Dämmung drückt nach oben raus. Die Auflagefläche ist so groß, das der Stein beim einrücken hin und her geht, bis er endlich schief steht. Daher weichen viele aus und machen nur eine Raupenvermörtelung. Diese ist aber unzulässig.

    Der äußere Überstand über die Dämmung wird dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit fachgerecht sein.

    Steine dürfen überstehen.

    Ist halt eine Frage wie weit das Mw ausgelastet ist.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • PS:

    wie stellt sich nachher die Geländehöhe da?

    Die Frage deshalb, da "auf" die Perimeterdämmung keine Fachgerechte Abdichtung aufgebracht werden kann.

    Die sollte dahinter, auf das Mauerwerk mit Anschluss an die Sohle und an die Horizontalsperre.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk