Fenster zumauern

  • Liebe Forummitglieder,


    Wir haben kürzlich ein Haus aus dem Baujahr 1932 gekauft und möchten nun ein paar Veränderungen vornehmen bzw. Maßnahmen des Vorbesitzers wieder zurückbauen.


    In diesem Beitrag geht es um das fachmännische Zumauern von Fenstern. Der Vorbesitzer hat das alte Fenster einfach im Mauerwerk gelassen und nur von innen und außen verschlossen. Der Wandaufbau ist hier aktuell von außen nach innen: Außenputz / 5 cm Wärmedämmplatte (vermutlich Polystyrol) / Ytonsteine / altes Fenster / 2×Gipskartonplatte/ Innenputz.

    Die Ytonsteine hat er vermutlich gesetzt bevor das WDVS aufgebracht wurde. Wie kann man dies Wand nun am besten verschließen. Das WDVS soll weiterhin vorhanden bleiben. Sind zum Zumauern die gleichen Steine wie im restlichen Mauerwerk zu verwenden (30 cm Vollziegel)?

    Viele Dank und schöne Ostern,
    Frank

  • Hallo Frank,


    wenn von außen wirklich ein WDVS drauf ist, bist Du innen ziemlich flexibel.

    Ich würde von innen rückbauen einschließlich Fenster und dann mit üblichem Hochlochziegel hohlraumfrei zumauern...

  • Der Vorbesitzer hat das alte Fenster einfach im Mauerwerk gelassen und nur von innen und außen verschlossen. Der Wandaufbau ist hier aktuell von außen nach innen: Außenputz / 5 cm Wärmedämmplatte (vermutlich Polystyrol) / Ytonsteine / altes Fenster / 2×Gipskartonplatte/ Innenputz.

    Pffft, das ist ja schon 'mal, na ja ... ziemlicher :pfusch:!


    Fangen wir außen an:

    • Der Außenputz sollte bei fachgerechter Ausführung aus Putz, Glasfasergewebe als Armierung und weiterem Putz bestehen, also dreischichtig aufgebaut sein. Nehmen wir einfach 'mal an, dass dieser Aufbau soweit korrekt erfolgte, den von sichtbaren Schäden schreibst Du nichts. Dann solltest Di von ihm die Finger lassen, denn punktuelle oder kleinteilige Überarbeitung sind nur sichtbar möglich.
    • Das EPS / Styropor muss plattenweise nach dem Punkt-Wulst-Verfahren auf dem Träger aufgeklebt worden sein. Das geht bei nachträglichen Vormauern nichts ganz einfach, aber es gibt Möglichkeiten dafür. Ich würde aber eher die Finger von der Schicht lassen.
    • Das alte Fenster sollte 'raus.
    • Gipskarton zu putzen ist möglich, aber meines Erachtens eher sinnlos. Beim Neubau würde ich den Hohlraum, wie auch den GK vermeiden, der hat im Wandaufbau nichts zu suchen. Es bietet sich also an, den Hohlraum nach Rückbau des Fensters aufzumauern. Dafür kann man den ursprünglichen Wandbildner einsetzen, oder auch seine jüngeren Verwandten , die Hochlochziegel. Der Dämmwert der Wand wird in diesem Bereich schon durch den Porenbeton immer besser sein, als daneben. Insofern tun es auch Vollziegel. Dä#nnziegel müssen es jedenfalls nicht sein. Für wichtig halte ich es beim klassischen Mauern mit Mörtelfuge für Rissfreiheit zu sorgen, also die neue Aufmauerung mit Ankern seitlich an den Bestand anzuschließen und mind. schwindarmen Mörtel zu verwenden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Vielen Dank für die informativen Antworten. Ich werde also das alte Fenster sowie die Fensterbank ausbauen, den losen Putz von der Laibung schlagen und dann mit normalen Hochlochziegel zumauern. Beim mauern jede zweite Reihe mit einem Anker mit der Außenmauer verbinden. Den Raum zwischen Hochlochziegel und Ytong werde ich dann noch zusätzlich mit Mörtel stopfen.