Bodenaufbbau Holzgarage/ Ausbau

  • Hallo,


    zunächst stelle ich mich vor. Am Bauen bin ich interessiert und habe das eine oder andere ganz gut hinbekommen -wenn ich es vorher anständig vorbereitet habe. Ganz ungeschickt bin ich nicht. Aber vieles beaufrage ich, da ich selbst kein Handwerk gelernt habe. Und manche Projekte fasse ich gerne selbst an, weil es einfach schön ist, etwas fertig zu bekommen. Dieses hier ist so eines.


    auf den beiden Bildern ist unsere ca 16 Jahre alte holzgarage zu erkennen. Sie ist auf Punktfundamenten (80cm) gelagert, darauf ist ein Holzständerwerk aufgebaut. Der Boden ist gepflastert, eine kapillarbrechende Schicht ist unterhalb des Verbundpflasters eingebracht. Garage, Fundament und Pflaster sind damals Ingenieurmäßig geplant worden und von Fachbetrieben ausgeführt.


    Der Sohlbalken liegt auf dem Pflaster auf, sofern das auf dem Bild nicht gut zu erkennen ist.


    Ich möchte diese Garage dämmen. Sie soll nicht beheizt werden, aber möglichst frosfrei bleiben.

    Es gibt (es ist ja auch optimal durchlüftet) derzeit nirgendwo Feuchtigkeitsschäden.

    Ich würde nun auf dem Pflaster eine PE-Folie aufbringen und an den Seiten bis zur Oberkante der untersten Lattung.

    Darauf würde ich eine KVH Unterkonstruktion aufbringen und mit Isolierung verfüllen.

    Auf die Unterkonstruktion dann tragfähige OSB-Platten.


    Klingt das machbar?

    Welches Material würdet Ihr in die Zwischenräume der Unterkonstruktion als Dämmung einbauen? XPS?

    Oder würdet ihr auf die Pflaster eine Bitumenschicht aufbringen?


    Wände und Dach werden dann natürlich auch mit Sparrendämmung gedämmt sowie gegenüberliegende Zwangsentlüftung und im hinteren Bereich Fenster für Licht und Lüftung.


    Der Garagenboden soll ein Auto tragen können, faktisch ist aber keines darin - was den Feuchtigkeitseingrag massiv reduziert.


    Danke für Antworten und Einschätzungen!


    Wallbrecht

  • Hallo Wallbrecht,


    wenn ich deine Beschreibung so lese, empfehle ich dir einen

    Fachmann zu beauftragen. Es wäre schade wenn du hier viel

    Geld und Zeit in die Hand nimmst und es hinterher für niemanden

    befriedigend ist, was dabei herausgekommen ist.

    Nur der Fachmann vor Ort kann dir sagen ob und wie deine

    Vorstellungen an der vorhandenen Bausubstanz und Lageort

    umsetzbar sind.

    Schnell ist hier teure Dämmung nur noch Sondermüll!


    LG Oliver

  • Es gibt (es ist ja auch optimal durchlüftet) derzeit nirgendwo Feuchtigkeitsschäden.


    Wände und Dach werden dann natürlich auch mit Sparrendämmung gedämmt sowie gegenüberliegende Zwangsentlüftung und im hinteren Bereich Fenster für Licht und Lüftung.

    verstehe ich das richtig: einerseits hast du erkannt, dass die gute Be/Entlüftung essentiell gegen Feuchtigkeitsschäden hilft, andererseits willst du genau die nun abschaffen?

  • warum soll die Garage überhaupt frostfrei bleiben, wenn kein Auto drin steht? 😅

    Das habe ich mich auch schon gefragt. Wozu einen Unterstand für ein Auto frostfrei halten, wenn dort kein Auto steht? Selbst wenn dort ein Auto stehen würde wäre das Vorhaben fraglich. Das würde doch nur dann einen Sinn ergeben wenn eine Nutzungsänderung angedacht ist, die einen frostfreien Raum erfordert. Dann wiederum würden die Karten aber völlig neu gemischt.


    MIr fällt ansonsten kein Grund ein, warum man eine über viele Jahre gut funktionierende Konstruktion durch eine evtl. nicht mehr funktionierende Konstruktion ersetzen sollte. Langeweile schließe ich als Grund einmal aus.


    Also, Karten auf den Tisch. Unter welchen Rahmenbedingungen soll die Garage zukünftig genutzt werden? Dann kann man auch festlegen, welche Aufbauten auch in Zukunft schadenfrei funktionieren könnten.


    Geht es nur um die Optik, dann würde ich mir eher Gedanken über Pinsel und Farbe machen, anstatt in die Konstruktion einzugreifen.

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    .

  • Der Sohlbalken liegt auf dem Pflaster auf

    die anerkannten Regeln der Technik bezüglich konstruktiven Holzschutz sind damit schon nicht eingehalten.

    die vorgesehene Maßnahme verschlechtert die Situation zusätzlich...

    Damit müssen erstmal alle Alarmglocken läuten!


    Stehen die Stützen auch auf dem Pflaster auf? Oder gibt es da Stützenfüße aus Metall, die ihre Lasten in die Fundamente abtragen? Wenn ja: welchen Abstand haben die Unterkanten der Holzstützen vom Pflaster?

  • Hallo, danke für Eure Beiträge. Langeweile sollte man übrigens zu Zeiten von Corona NIE ausschliessen ;-)


    Worum geht es: Ein kleiner Lagerraum direkt am Haus soll im Standard des Hauses gedämmt werden und sowohl einen künftigen Batteriespeicher für Solar beheimaten als auch Lagerraum werden. Das mache ich nicht selbst.


    Aus diesem Raum müsste dann sowohl meine kleine Werkstatt in die Garage umziehen als auch ein Lager für Getränkekisten etc. und unser Vorratsregal für Ort und Gemüse.


    Deswegen würde ich die Garage (ca 7,50*3,50) wie beschrieben dämmen.


    Allerdings benötige ich keine geheizte Werkstatt, die Anforderung ist lediglich Frostfreiheit.

    Ein nennenswerter Temperaturunterschied innen/außen würde sich also nur im Winter ergeben, wenn die Temperaturen deutlich unter Null liegen. Ansonsten nicht, deswegen bin ich relativ entspannt was das Thema Kondenswasser angeht.


    Im Sommer heize ich natürlich sowieso nicht, aber durch die Dämmung sollte sich ein leichter sommerlicher Wärmeschutz ergeben. Das ist aber nur ein Nebeneffekt und betrifft nur die Frage von Lagerung.


    Der Ausbau soll außerdem die Garage gegen Mäuse, Wespen etc. abdichten - Mäuse ziehen immer wieder mal ein. Menge je nach Katzendichte in der Nachbarschaft variierend.


    Da es baurechtlich eine Garage ist und bleibt, bleibt auch nach wie vor der Stellplatz erhalten. Gelegentlich stelle ich jetzt und auch in Zukunft meinen Oldtimer dort hinein, in der Regel über die Wintermonate. Es geht also nicht um eine tägliche Einstellung von nassen oder verschneiten Autos. Ein Feuchtigkeitseintrag ist darüber nicht zu erwarten.


    Die Stützen sind über L-Anker auf den Punktfundamenten gelagert. Allerdings besteht zwischen Holzstütze und Pflaster nur ein schmaler Spalt von 3mm.

    Feucht wird es nicht, weil die Stützen wie auch der untere Balken durch die Holzfassade vor Nässe geschützt sind und das Pflaster so ausgebildet ist, dass es etwas breiter als die Garage ist und diese mit einem Ring aus Ökopflaster umgibt, der seinerseits auf dem kapilarbrechendem Untergrund aufgebaut ist.


    Vielen Dank übrigens für die guten Fragen, hilft, sich selbst klarer zu werden.

  • Ehrlich gesagt, würde ich es billig und günstig halten.


    Irgendwelche Miwo Aufbauten fliegen da schon raus, da du die Feuchtigkeit nicht in den Griff kriegst.


    Ich würde mir irgendwelche B-Ware Sandwich-Wandelemente von innen gegenschrauben, das sollte für den Einsatzzweck völlig ausreichen und ist auch von nem Hobbyhandwerker noch verlegbar. 🙂

  • Hm. Ich denke mal drüber nach. Danke für den Tip. Ist halt sehr dicht und mit Metall beplankt, da würde sich alles an Feuchte auf den Platten niederschlagen, was ich nicht durch Quer-Durchlüftung in den Griff bekäme.

    Jedenfalls hast Du recht, Mineralwolle ist eine unpassende Idee. Wenn nicht Sandwich, dann ein Plattendämmstoff auf PU Basis

    in den Platten ist auch nur ein PU Kern, da könnte ich sonst auch PU Platte mit ähnlicher Stärke im Gefach mit OSB davor kombinieren. OSB hat den Vorteil, dass man leicht etwas hineinschrauben kann. Damit hätte ich mehr Toleranz gegenüber den schon normal trotz Querlüftung auftretenden Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchte.