Eingangstür sichern für Hausratversicherung

  • Unsere neue Wohnung hat als Wohnungseingangstür eine normale Zimmertür mit herausstehendem Zylinder und abschraubbarer Blende.

    Nun möchte ich diese Mängel möglichst einfach beheben.

    Hat jemand eine Idee wie das bei dem gezeigten schloss am einfachsten geht?

  • Also außen steht der Zylinder über und dort kann man auch die Blende abschrauben.

    Kann man den Zylinder einfach drehen, dass er innen anstatt außen übersteht und kann man die Blende einfach iwie tauschen, damit sie von außen nicht mehr abnehmbar ist?

    Kenne mich da leider gar nicht aus.

  • Nein, den Zylinder kann man nicht drehen. Helfen würden da nur ein neuer Zylinder und neue Blenden.

    Da aber die Außenseite normalerweise Gemeinschaftseigentum ist, darfst Du das nicht so einfach tauschen. Falls ihr Mieter seid, musst ihr sowieso euren Vermieter fragen.

    Ich bezweifle aber, dass die Sicherheit dadurch irgendwie signifkant besser wird. Vermutlich muss man sich nur "etwas" stärker gegen die Tür lehnen, dann kann man Wetten abschließen, wer zuerst aufgibt, das Türblatt oder die Zarge. Den Zylinder sehe ich hier nicht als Schwachstelle. Ist aber nur mein Bauchgefühl als Laie.

  • Hat jemand eine Idee wie das bei dem gezeigten schloss am einfachsten geht?

    1. Suche mal nach Ziehschutzbeschlag oder Ziehschutzrosette. Es könnte aber sein, dass man dafür den Schließzylinder austauschen muss, da dieser doch sehr weit heraus ragt. Damit wäre aber nur eine Schwachstelle beseitigt.


    2. Die nächste Schwachstelle ist wahrscheinlich das Schließblech. Sitzt das Türblatt in einer Standardzarge, dann muss man das Schließblech nur mal scharf anschauen, dann fällt es von alleine aus der Zarge. Mit einem Schraubendreher ist die Tür in 2-3 Sekunden offen. Abhilfe schafft hier ein verstärktes Schließblech, idealerweise im Mauerwerk verankert. Nachträglich lässt sich das aber nicht so einfach einbauen. Evtl. muss man die Zarge ausbauen und ersetzen, oder die jetzige Zarge so verunstalten, dass sich der Vermieter sicherich freuen wird.


    3. Dritte Schwachstelle, die Bänder. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, angefangen mit Scharnierseitensicherung die mit Türblatt und Zarge verschraubt wird, bis hin zu einer Bandsicherung wie sie beispielsweise von einem Hersteller unter der Bezeichnung TAS112 angeboten wird (VdS anerkannt).


    4. Theoretisch spielt auch die Befestigung der Zarge eine Rolle, vor allen Dingen wenn diese nur in Montageschaum gesetzt wurde. Bei dieser Methode fällt nach ein paar Sekunden die Tür mitsamt Zarge in den Raum. Abhilfe schafft hier eine entsprechende Blende.

    Aber um ehrlich zu sein, wer nach den Methoden gem. Pos. 1 -3 die Tür noch nicht offen hat, der ist wohl auch zu blöd für Methode 4.


    Wie oben schon erwähnt, bieten Zimmertüren keinen nennenswerten Einbruchschutz. Man kann versuchen diese aufzurüsten, aber am Ende bleibt immer noch die Schwachstelle "Material". So ein Türblatt ist ein Leichtgewicht, das erkennt man schnell, wenn man einmal mit einer Wohnungs(eingangs)tür oder Haustür vergleicht. Man braucht keinen schwarzen Gürtel um so eine Zimmertür mit einem Tritt zu öffnen, das Werkzeug kann also in der Tasche bleiben.


    Zusätzliche könnte man über eine elektronische Absicherung nachdenken, aber die liefet nur einen Alarm und setzt einem Einbruch keinen Widerstand entgegen.


    Eine weitere Möglichkeit der Absicherung wäre, wahlweise Rottweiler, Schäferhund oder Dobermann.

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  • Nein, den Zylinder kann man nicht drehen.

    Das stimmt so nicht. Es gibt Schlösser, denen egal ist, auf welcher Seite der Zylinderbart raussteht und es gibt mittlerweileSchlösser mit einstellbarer Bartposition.

    Hier dürfte eher das Problem sein, das die Grundlänge des Zylinders, die techn. nicht unterschritten werden kann, bereits zu Rausstehen ausreicht. Da bringt ein Drehen nix. Und ohne Aufbohr- und Kernziehschutzsowieso nicht.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Man muß zwei Dinge unterscheiden:


    1) Solch eine Tür insgesamt in geeigneter Weise nachzurüsten, damit ein ordentlicher ausreichender Widerstand erzielt wird.

    Da böte sich hier z.B. ein Querriegel an, in Verbindung mit einem innenseitigen Aufdoppeln des Türblattes.

    Darauf bezogen sich die meisten Eurer Antworten, aber das war gar nicht gefragt (auch wenn es sinnvoll und empfehlenswert wäre, dies zu tun).


    ODER


    2) Die Bedingungen der Hausratversicherung zu erfüllen.

    Und dort wird auch heute noch i.d.R. genau NUR das gefordert, was der Fragesteller schreibt:

    Nämlich Zylinder nicht überstehend und Schild/Rosette (hier: ein Langschild) nicht von außen abschraubbar.

    Technisch gesehen nicht besonders sinnvoll, ist aber so...

    (hilft nämlich nur gegen Abdrehen des Zylinders, aber weder gegen Auftasten, noch gegen Kernziehen, noch gegen Aufhebeln etc.)


    Tipp:

    Fordere den Vermieter auf, die Tür in einen diesen einschlägigen Forderungen der Versicherung entsprechenden Zustand zu bringen!