Estrich auf nicht durchgehender Dämmung

  • Liebes Forum,


    ich bitte um Rat zu folgender Problemstellung:

    im Rahmen unserer Kernsanierung werden wir eine FBH sowie eine Lüftungsanlage nachträglich einbauen.

    Dazu soll auf die Betondecke eine Dämmung in Höhe von 60 mm gelegt werden, um darin den Flachkanal der Lüftung aufzunehmen (51 mm Rohr + 1 mm Lochband). Die Auslassventile haben exakt 60 mm Aufbauhöhe.

    Nun frage ich mich, ob der Estrich direkt auf diese (nicht durchgehende) Dämmung mit den Aussparungen für die Lüftungsrohre und Ventile gelegt werden kann (Variante A) oder ob zwingend eine durchgehende, homogene Schicht als Untergrund vorhanden sein muss (Variante B). Falls Variante B notwendig ist, genügt dann eine durchgehende Trittschalldämmung für schwimmende Estriche in minimaler Höhe (15 mm)?


    Der Estrichleger hat einen Spezialzementestrich mit Aufbauhöhen von 50-55 mm empfohlen, nachdem ich dort um eine reduzierte Aufbauhöhe gebeten habe.


    Danke für eure Hile und viele Grüße

    Mirocco


  • A geht nicht.


    B geht so nicht, der Hohlraum auf dem Kanal muss gefüllt werden, am besten mit PE-Schaum Streifen die flach darauf gelegt werden in 8 mm Stärke. Gebundene Schüttung ginge auch, halte ich aber für unpraktikabel.


    Die 15 mm Trittschalldämmung sollten genügen, wenn der Hohlraum gefüllt ist.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • A geht nicht.


    B geht so nicht, der Hohlraum auf dem Kanal muss gefüllt werden, am besten mit PE-Schaum Streifen die flach darauf gelegt werden in 8 mm Stärke. Gebundene Schüttung ginge auch, halte ich aber für unpraktikabel.


    Die 15 mm Trittschalldämmung sollten genügen, wenn der Hohlraum gefüllt ist.

    Danke für die Antwort! Könnten Sie mir erklären, warum Variante A nicht geht? Beruht das auf fehlendem Schallschutz oder besteht Gefahr, dass der Estrich bricht? Beides in der Annahme, dass der erwähnte PE-Schaum Streifen flach auf den Kanälen ausgelegt wurde.

  • Der Estrichleger hat einen Spezialzementestrich mit Aufbauhöhen von 50-55 mm empfohlen

    Bei Zementestrich ist idR eine Mindestüberdeckung von 45mm über den Heizleitungen anzunehmen. Bei 20mm starken Leitungen also ca. 65mm. Hinzu kommt noch etwas "Luft" (in Form von Zementestrich) für evtl. kleinere Ausgleichsmöglichkeiten. Hier nehme ich idR 5mm an, so dass man letztendlich auf ca. 70mm Zementestrich kommt. 15 - 20mm weniger ist schon irgendwie wenig. Hat diese Bauteilstärke der Hersteller des Estrichs abgenickt?


    Ansonsten erscheint mir Variante B machbar. Die Trittschalldämmung ist dann gleichzeitig die Trägerplatte / Befestigungsuntergrund für die Heizschlangen. Der Luftraum zw. Kanal und TSD sollte aber weniger luftig sein, sondern sollte verfüllt werden. Frage: wenn Kanal ca. 50mm hoch, warum dann nicht eine entsprechend starke Dämmung?

  • rage: wenn Kanal ca. 50mm hoch, warum dann nicht eine entsprechend starke Dämmung?

    weil das Kanalrohr meist alleine 50mm hat, zzgl Bauteilen (Muffe und Befestigungen.)

    Kann man sich raussuchen, einfach ist es für den E-Stricher, er leer da Schüttung rein. (natürlich gebundene)

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • A geht nicht, da es zu unterschiedlichen Auflagerbedinungen führt, was die Gefahr von Rissen extrem erhöht.


    Bei B ist die Unterlage überall gleichwertig, das sollte gehen.


    Heizestriche die mit 55 mm funktionieren, gibt es sicherlich. Muss halt der Hersteller bestätigen. Ist aber nichts ungewöhnliches.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • weil das Kanalrohr meist alleine 50mm hat, zzgl Bauteilen (Muffe und Befestigungen.)

    Kann man sich raussuchen, einfach ist es für den E-Stricher, er leer da Schüttung rein. (natürlich gebundene)

    Ganz genau. In meinem Fall ist das Kanalrohr 51 mm hoch und wird mit Lochband befestigt. (zusätzliche 1-2 mm Aufbauhöhe). Die Deckenauslässe (für die Ventile) und Bogenelemente bauen sogar 60 mm auf, da sie die Rohre von außen umschließen.


    A geht nicht, da es zu unterschiedlichen Auflagerbedinungen führt, was die Gefahr von Rissen extrem erhöht.


    Bei B ist die Unterlage überall gleichwertig, das sollte gehen.


    Heizestriche die mit 55 mm funktionieren, gibt es sicherlich. Muss halt der Hersteller bestätigen. Ist aber nichts ungewöhnliches.

    Danke für die Erklärung zu den Auflagerbedingungen/Unterlagen.


    Ich werde den Estrichleger bitten, mir die Informationen zu "seinem" Spezialzementestrich mitzuteilen. Ich hätte gerne die angesprochene Herstellerbestätigung, dass der Estrich in 55 mm funktioniert.