Mittelpfette durch F90 Wand

  • Hallo Zusammen!


    Folgendes Problem, der Ausbau des Daches bereitet Probleme, die Mittelpfette läuft durch die F90 Wand. Leider ist eine Trennung statisch nicht möglich (Dachstuhl besteht seit 70 Jahren, somit nicht rechenbar) auch ein Brandschutz-Ingenieur hat keine wirklich Lösung.


    Wie geht es weiter? Ohne Abnahme kein Einzug und eine Menge Geld weg. Gibt es Sondergenehmigungen etc?

    Wir sind um jede Hilfe dankbar!

  • Ich bin mir nicht sicher, das Problem wirklich verstanden zu haben.


    Die Pfette durch geeignete Verkleidung auf F90 zu ertüchtigen, wäre eine Möglichkeit, eine entsprechende unterseitige Verkleidung der gesamten Dachfläche eine andere.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke schonmal, die Idee mit der passenden Verkleidung ist nicht ohne weiteres umsetzbar, hier laufen zu viele Balken aufeinander ..

  • Was ist das für eine F-90-Wand? Aus dem Stegreif fällt mir nichts ein, wo eine Dachkonstruktion F-90 sein müsste.


    Wenn das eine Brandwand sein sollte, dürfen keine brennbaren Teile darüber hinweggeführt werden. Da bietet sich so etwas an.

    Dachstuhl besteht seit 70 Jahren, somit nicht rechenbar

    Rechenbar ist der schon, nur wird er evtl. nicht mit den aktuellen Bestimmungen nachweisbar sein. Mich wundert allerdings, dass bei einem nachträglichen Ausbau keine Statik gemacht wurde.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Was ist das für eine F-90-Wand? Aus dem Stegreif fällt mir nichts ein, wo eine Dachkonstruktion F-90 sein müsste.

    Trennwände von Nutzungseinheiten (z.B. in B bei Gebäudeklasse 5).


    Deren Dächer in GK 5 müssen dann auch F90 von unten sein - zusätzlich zur harten Bedachung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Thomas , das wäre eine Lösung über sie wir noch garnicht nachgedacht haben 👍🏻


    vielleicht habe ich es noch etwas falsch ausgedrückt... die Wand trennt eine Wohnung von der anderen beide teilen sich aber ein Dach

  • Leider ist eine Trennung statisch nicht möglich (Dachstuhl besteht seit 70 Jahren, somit nicht rechenbar)

    was denn jetzt?

    statisch nicht möglich oder nicht rechenbar?


    wenn die trennung "statisch nicht möglich" wäre (zB weil zwingend ein durchlaufträger erforderlich sein sollte), dann hilft das blechauflager mittels u-profil genau nix - dann muss man weiter denken.


    "nicht rechenbar" - glaub ich nicht.

    geht nich - gips nich.

  • Warum muss dann die Dachkonstruktion F90 sein?

    Ich habe undeutlich ausgedrückt: Eine mögliche Lösung für den Umgang mit durch F90-Bauteile hindurchlaufende brennbare Bauteile im Dachgeschoss kann eine vollflächige unterseitige F90-Verkleidung der brennbaren Bauteile sein.

    ... wäre eine Möglichkeit, ... eine entsprechende unterseitige Verkleidung der gesamten Dachfläche eine andere.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Leider ist eine Trennung statisch nicht möglich (Dachstuhl besteht seit 70 Jahren, somit nicht rechenbar) auch ein Brandschutz-Ingenieur hat keine wirklich Lösung.


    Ich würde vom einem Brandschutzsachverständigen ein Brandschutzkonzept erstellen lassen, passend zu den Örtlichkeiten unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten (weiter Wandöffnungen, Fluchtwege, Brandlast, usw. ) und der Nutzung der DG'e.


    Eine eventuell mögliche Lösung wäre, z.B. die Mittelpfette - sofern es ein Durchlaufträger ist - auf beiden Seiten der Wand auf x Meter Länge mit einer zugelassenen Brandschutzverkleidung in F90 zu verkleiden und auch die Wand auf einer Fläche um die Pfette herum, mit dem Ziel, dass eine Brandausbreitung über das Pfettenholz auf die andere Seite der Wand ausreichend lange verhindert wird.


    Wie lang die Pfettenverkleidung sein muss kann der Sachverständige nachweisen. Ggf. braucht es noch eine Fxx-beständige Unterstützung der Pfette (mit elastischer Lagerung), damit die Pfette bei einem brandbedingten Versagen nicht an der Wand abbricht und damit die F90-Verkleidung zerstört wird.


    Wenn der Brandschutzprüfer dem Konzept zustimmt, stünde einer Abnahme hiernach nichts mehr im Wege.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • ... wäre eine Möglichkeit, eine entsprechende unterseitige Verkleidung der gesamten Dachfläche eine andere.

    Eine eventuell mögliche Lösung wäre, z.B. die Mittelpfette ... mit einer zugelassenen Brandschutzverkleidung in F90 zu verkleiden ... mit dem Ziel, dass eine Brandausbreitung über das Pfettenholz auf die andere Seite der Wand ausreichend lange verhindert wird.

    :thumbsup:


    Zwei unterschiedliche Beschreibungen für den exakt gleichen Sachverhalt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich verstehe es immer noch nicht.


    Eine F90-Trennwand ist nur bei Gkl. 5 erforderlich (B und auch NRW, wenn ich mich nicht verlesen habe).


    Angenommen, es handelt sich hier um eine Trenn- und keine Brandwand, dürfen brennbare Teile darüber hinweggeführt werden. An die Dachkonstruktion selbst bestehen keine Anforderungen.


    Woraus ergibt sich dann die Anforderung, dass die Dachkonstruktion oder Teile davon F90 zu verkleiden sind?

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • § 29 (4) und (5) BauO Bln plus die Durchdringung mit einem brennbaren Bauteil haben in einem Fall den Brandschutzgutachter zusammen mit dem Prüfing. diese Lösung finden lassen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • die begründung kommt aus dem primären schutzziel: personenschutz.

    wenn eine wohnung abfackelt, soll die nachbarwohnung intakt bleiben und nicht überraschend zur falle werden.

    das hat auch auswirkungen auf die erforderliche rauchdichtigkeit und wie die sicherzustellen ist.