Coronavirus SARS-COV-2

  • Berlin ist gerüstet.


    Umbauarbeiten abgeschlossen: Corona-Krankenhaus auf Messegelände ist bezugsfertig | rbb24


    Nur was macht man jetzt mit den vielen leeren Betten?


    Grüne fordern, bis zu 1.000 italienische Covid-Patienten nach Berlin zu holen | rbb24


    Aktuell 604 Corona Patienten, davon 157 intensiv (laut DIVI 139). 488 Intensivbetten sind frei.


    Fallzahlen in Berlin und Brandenburg: Was sich seit gestern verändert hat | rbb24

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  • Hmmm, was kann man der Regierung und der Verwaltung jetzt vorwerfen? Fehlende Nutzung der


    :glaskugel:?


    Der der bisherigen Höchststand an Patienten in Berliner Kliniken wurde übrigens erst am 10.04.20 erreicht, die höchsten Zahl an intensivmedizinisch betreuten Personen am 20.04.20 und heute sind es nur 2 Personen weniger.


    Die Zahl der Infektionen ist in B niedriger als in der benachbarten Landeshauptstadt Potsdam. Und um bei Brandenburg zu bleiben: Auch dort ist Corona in den Landkreisen mit der geringsten Bevölkerungsdichte am niedrigsten und fast "ausgerottet", was dort wohl nicht an einer Zufahrtssperre lag. MV hätte also ohne Sperren möglicherweise die selben guten Werte wie mit.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Zum Thema der in D im Gegensatz zu anderen Ländern momentan kaum feststellbaren Übersterblichkeit durch COVID-19 gibt es einen sehr detaillierten Artikel auf Spiegel-Online. Er zeigt deutlich, wie groß der Unterschied von D insgesamt gegenüber besonders betroffenen Regionen Italiens, Spaniens oder der USA momentan ist. Und für mich zeigt er, dass entweder die in D ergriffenen Maßnahmen in der Summe zusammen mit einem anscheinend gut funktionierenden Gesundheitssystem ziemlich passend ergriffen wurden - oder wir einfach unheimliches Glück hatten.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • sagt mal, wenn jetzt die Aktiengesellschaften, die staatliche Hilfen annehmen (werden), keine Dividenden auszahlen, geht der Schuß nicht insofern nach hinten los, als dass dabei die Altersvorsorge über z. B. Lebensversicherungen schrumpft?
    Die staatliche Altersvorsorge ist doch ohnehin in den Knieen, wenn jetzt die Private noch mehr als ohnehin (weil wenig Zinsen etc.) belastet wird, wie soll es gehen?

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • geht der Schuß nicht insofern nach hinten los, als dass dabei die Altersvorsorge über z. B. Lebensversicherungen schrumpft?

    Richtig.



    Die staatliche Altersvorsorge ist doch ohnehin in den Knieen, wenn jetzt die Private noch mehr als ohnehin (weil wenig Zinsen etc.) belastet wird, wie soll es gehen?

    Ich kann mir das nur so erklären, dass man darauf spekuliert, dass es ein EInmaleffekt bleibt, und morgen geht es weiter wie gehabt (wie vor Corona). Dann würde sich der Effekt bei längerfristiger Betrachtung glätten.

    Leider bin ich nicht so optimistisch, schon gar nicht, nachdem ich die Berichte der Bundesagentur für Arbeit gelesen habe, aber vielleicht liege ich ja daneben, und die Konzerne fahren bereits im 3. Quartal wieder Spitzengewinne ein.


    Um die Versicherer oder die Banken mache ich mir jetzt weniger Sorgen. Die werden jammern, dann gibt´s ein paar Bonbons, aber verhungern müssen die mit Sicherheit nicht.

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  • (weil wenig Zinsen etc.)

    jetzt ist es ja so , dass der kapitalmarkt sich schon die hände reibt . jammernd , damit bei der verteilung auch noch was abgegriffen werden kann , und gleichzeitig weiss man doch , dass bei dem bedarf der öffentlichen hände die zinsen auf alle fälle steigen werden ....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Er zeigt deutlich, wie groß der Unterschied von D insgesamt gegenüber besonders betroffenen Regionen Italiens, Spaniens oder der USA momentan ist.

    Das wird noch drastischer sichtbar wenn man den Blick auf GB richtet...aber, die Schlussfolgerung kann ich nicht so recht nachvollziehen:

    Und für mich zeigt er, dass entweder die in D ergriffenen Maßnahmen in der Summe zusammen mit einem anscheinend gut funktionierenden Gesundheitssystem ziemlich passend ergriffen wurden - oder wir einfach unheimliches Glück hatten.


    Im Vergleich bspw. zu Frankreich, dessen Struktur in Sachen Bevölkerung, Gesundheitsschutz, med. Versorgung, Verwaltung...sehr sehr ähnlich zu D ist, wurden drastischere Massnahmen früher, zentraler und langandauernder ergriffen. Der Erfolg ist eher als "mässig" zu beschreiben. Dann bliebe ja nur die Erklärung, das manche Länder eben mehr Glück als andere hätten, das ist aber keine wirklich befriedigende Erklärung.

  • eben mehr Glück als andere hätten,

    nicht nur glück . in D lebt man im ganzen distanzierter.kein intensiver körperkontakt bei einfacher begrüssung ....

    und als beispiel ist das in D fast automatische händeschütteln in CZ nicht so verbreitet .... da reicht ein nicken auf 1,5m und ist eigentlich genauso herzlich ...

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Im Vergleich bspw. zu Frankreich, dessen Struktur in Sachen Bevölkerung, Gesundheitsschutz, med. Versorgung, Verwaltung...sehr sehr ähnlich zu D ist, wurden drastischere Massnahmen früher, zentraler und langandauernder ergriffen. Der Erfolg ist eher als "mässig" zu beschreiben. Dann bliebe ja nur die Erklärung, das manche Länder eben mehr Glück als andere hätten, das ist aber keine wirklich befriedigende Erklärung.

    Anscheinend waren die Maßnahmen dann besonders wirkungsvoll, wenn sie bei ungefähr R = 3,0 - 3,5 ergriffen wurden. Genau das war anscheinend in D der Fall, aber auch in Singapur und einigen anderen Ländern, in denen es zu auffällig wenig Todesfällen kam. Tückischerweise weiß man aber erst 10 - 14 Tage später, wann R einen bestimmten Wert erreicht hat. Insofern war es vielleicht auch nur ein glücklicher Zufall. Man wird es möglicherweise nie sicher belegen können. Wie schon mehrfach geschrieben: Wenn es am Ende schief genauen ist, war die Entscheidung schlecht, wenn es gut geht, war sie auch schlecht, weil vermeintlich überflüssig.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das wird noch drastischer sichtbar wenn man den Blick auf GB richtet...aber, die Schlussfolgerung kann ich nicht so recht nachvollziehen:


    Im Vergleich bspw. zu Frankreich, dessen Struktur in Sachen Bevölkerung, Gesundheitsschutz, med. Versorgung, Verwaltung...sehr sehr ähnlich zu D ist, wurden drastischere Massnahmen früher, zentraler und langandauernder ergriffen. Der Erfolg ist eher als "mässig" zu beschreiben. Dann bliebe ja nur die Erklärung, das manche Länder eben mehr Glück als andere hätten, das ist aber keine wirklich befriedigende Erklärung.

    Ein großer Faktor ist hier: viele Menschen auf engstem Raum und ihr soziales

    Verhalten.

    Wer Zahlen in diesen Fällen verstehen will, muss mal an den Brennpunkten

    über längere Zeit gewesen sein. Danach beantworten sich viele Fragen.

    Zur Theorie gehört hier unabdingbar auch die Praxis.


    LG Oliver

  • geht der Schuß nicht insofern nach hinten los, als dass dabei die Altersvorsorge über z. B. Lebensversicherungen schrumpft?

    der schuss ist schon lange nach hinten losgegangen, hört(e) aber kaum jemand.

    super: jetzt und künftig ist corona an allem schuld

    mein tipp, um gut schlafen zu können:

    nicht über "versicherungsfremde leistungen bei gkv und rv", über "rendite" von lebensversicherungen oder über "riester" nachdenken.


    viele Menschen auf engstem Raum und ihr soziales

    Verhalten

    und die sozioökonomischen randbedingungen - deshalb funktionieren auch nicht vergleiche oder gleichmachereien zwischen nrw und by

  • .... die russen rasen auf 10000erkrankte(bestätigt) am tag zu , in usa 2000 tote/d .....


    und wir dürfen zum rudelsaufen .....


    was jetzt besser ist ?

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ein großer Faktor ist hier: viele Menschen auf engstem Raum und ihr soziales

    Verhalten.

    Das soziale Verhalten und die Lebensumstaende unterscheiden sich aber nur minimalst zwischen Strassburg, Colmar, Karlsruhe und Mannheim...

    Die gemeldeten Zahlen zu Corona liegen da aber um Groessenordnungen auseinander, da passt keine der Erklaerungen so recht dazu.

  • Das soziale Verhalten und die Lebensumstaende unterscheiden sich aber nur minimalst zwischen Strassburg, Colmar, Karlsruhe und Mannheim...

    Die gemeldeten Zahlen zu Corona liegen da aber um Groessenordnungen auseinander, da passt keine der Erklaerungen so recht dazu.

    Hast du schon einmal mehrere Monate in Paris, in London, in New York, in Mannheim oder Karlsruhe gearbeitet?

    Wenn dir da keine Unterschiede aufgefallen sind am Lebensverhalten der dort lebenden Menschen und an der

    Bevölkerungsdichte?

    In meiner Liste fehlt hier lediglich New York. In allen anderen Städten habe ich lange Zeit gearbeitet. Und ich fand

    die schon alle sehr unterschiedlich.

    New York wird nicht umsonst die "nie schlafende Stadt genannt"

    Deswegen mein Hinweis: um diese Zahlen verstehen zu können, muss man bei bestimmten Sachen auch vor Ort gewesen sein.


    LG Oliver

  • Im Vergleich bspw. zu Frankreich, dessen Struktur in Sachen Bevölkerung, Gesundheitsschutz, med. Versorgung, Verwaltung...sehr sehr ähnlich zu D ist, wurden drastischere Massnahmen früher, zentraler und langandauernder ergriffen. Der Erfolg ist eher als "mässig" zu beschreiben. Dann bliebe ja nur die Erklärung, das manche Länder eben mehr Glück als andere hätten, das ist aber keine wirklich befriedigende Erklärung.

    Der besseren Nachvollziehbarkeit halber hier ein Link zu einer grafischen Darstellung der Übersterblichkeit in Europa. D ist darin nur über die Bundesländer B und Hessen vertreten. Interaktiv und seh interessant!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die gemeldeten Zahlen zu Corona liegen da aber um Groessenordnungen auseinander, da passt keine der Erklaerungen so recht dazu.

    Ein Ansatz verbirgt sich vermutlich dort, wo es gehäuft zu Todesfällen kam, sprich in Alten-/Pflegeheimen.

    Es ist noch gar nicht so lange her, da ging durch die Presse, dass min. 90% aller Pflegeheime in Belgien min. 1 CoVid Fall hatten (haben). Dann wurde jeder der in den Heimen verstorben ist, und Kontakt hatte, automatisch als CoVid-Toter gezählt, ohne Testung.

    In Frankreich lag die Anzahl der Todesopfer in solchen Einrichtungen vor einigen Tagen bereits bei knapp 9.000, zwischenzeitlich wohl darüber. Nicht enthalten sind die Senioren, die noch in Klinken gebracht wurden und dort verstorben sind. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man in F den Anteil mit fast 70% schätzt, das würde bedeuten, dass von den 20.000 Todesopfern fast 14.000 in solchen EInrichtungen verstorben sind. Ähnliche Horrormeldungen gab es auch aus Spanien und Italien.


    Im Vergleich dazu, in Deutschland stehen im RKI Tagesbericht für "Pflegeeinrichtungen, Obdachlosenunterkünfte, Einrichtungen zur

    gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylsuchenden,sonstige Massenunterkünfte, Justizvollzugsanstalten" gerade mal 2.300. Wieviele davon auf Pflegeheime entfallen ist der Tabelle nicht zu entnehmen, und es gibt hier in DE mit Sicherheit nicht weniger Pflegeheime oder Bewohner als in F.

    Welche Auswirkungen es haben kann wenn so ein Virus in Alten-/Pflegeheimen um sich greift, hat man auch in Schweden gesehen, wenn auch auf viel niedrigerem Niveau. Dort war es ein Drittel der Heime in Stockholm die plötzlich CoVid Fälle zu vermelden hatten, und schon ging die Anzahl der Todesopfer steil nach oben.


    Die Poltik kann so viele Maßnahmen beschließen wie sie möchte, entscheidend ist was daraus gemacht wird, und da sieht die Praxis nun mal völlig anders aus als die Theorie.


    Studie über Corona-Disziplin: Private Treffen nehmen seit Ostern wieder zu - n-tv.de

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  • D ist darin nur über die Bundesländer B und Hessen vertreten.

    Deswegen habe ich mir die aktuellen Zahlen aus dem link von Thomas genommen, der zwischenzeitlich aktualisiert wurde, und ein bisschen gerechnet. Leider nur über 4 Jahre, die Zahlen für 2015 fehlen mir, daher erscheint der Z-Score geringfügig überhöht. Bis einschließlich KW14 komme ich für ganz Deutschland dann auf einen Z-Score von max. 1,8. Bei Euromomo verwenden sie anscheinend einen leicht abgewandelten Algorithmus, aber die Größenordnung sollte passen.

    Besonders interessant wäre ja die KW16, aber dafür fehlen noch zu viele Daten. Versucht man anhand der vorhandenen Daten zu schätzen, dann könnte der Z-Score in KW-16 irgendwo um die 2,5 liegen. Das ist aber wirklich nur eine grobe Hausnummer.

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  • D ist darin nur über die Bundesländer B und Hessen vertreten. Interaktiv und seh interessant!

    Wobei die Beschränkung auf Hessen und B bei Grippe und ähnlichen Betrachtungen sinnvoll ist, aber ich mich frage ob beide Gebiete jetzt auch für den Durschschnitt stehen?

    Deutschland ist groß und lokale Ereignisse haben in dieser Pandemie viel mehr Effekt.

    Die Schweiz, die um einiges kleiner ist, hat in der Euromomo darstellung immer eine Exeßmortalität, aber auch dort sind überwiegend die Kanton Vaad und Tessin überproportinal betroffen.

    Zuwenig wird bei der Exeßmortilität der Startpunkt betrachtet. Dank einer sehr schwach ausgeprägten Grippessaison sind wir eher unterdurchschnittlich gestartet. Die Grippesaison 19/20 war auch, wie die Senitel-Berichte des RKI zeigen, weitgehend beendet, bis auf ein paar Erkältungsviren, welche aber nur bei Kindern zur einer Sterblichkeit führen.


    Ich beschäftige mich gerade mit einigen details von Schweden, ausgehend warum Göteborg scheinbar wenig positive Fälle hat.

    Dazu aber erst morgen vielleicht mehr, es deutet einiges daraufhin das die vielen Toten mit schwedens Gesundheitssystem zu tun haben könnte.


    Der Unterschied

    Nach meiner Erfahrung wird sich im Elsaß eher mit Küsschen begrüßt als auf der deutschen Seite.

  • Dort war es ein Drittel der Heime in Stockholm die plötzlich CoVid Fälle zu vermelden hatten,

    Du weist wo die Schweden testen und wo nicht. Ich nicht. Das gleiche gilt für die Testdetails in D. Die weiß nur das RKI.

    Die sind aber wichtig um irgendwas daraus abzuleiten.

  • Dann wurde jeder der in den Heimen verstorben ist, und Kontakt hatte, automatisch als CoVid-Toter gezählt, ohne Testung.

    getestet oder nicht , die belgische übersterblichkeit deutet schon darauf hin , dass die meisten damit zu tun hatten ....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • und ein bisschen gerechnet

    Du hast den Z-score selbst berechnet?

    Zitat

    In general, Z-score = (x-mean of the population)/Standard deviation of the population, which could be approximated in our context by S-score = (number of deaths - baseline) / Standard deviation of the residuals (variation of the number of deaths around the baseline) on the part of the series used to fit the model, used as the standard unit.

    Z-score are computed on the de-trended and de-seasonalized series, after a 2/3 powers transformation according to the method described in Farrington et al. 1996. This enables the computation of Z-scores for series that are originally Poisson distributed.