Coronavirus SARS-COV-2

  • Na da fallen den objektiveren und über den Tellerrand hinausschauenden Leuten sicherlich Beispiele ein, wo summiert jährlich zweistellige Milliarden Summen aus welchen Gründen auch immer ausgegeben werden, ohne sonderlichen Mehrwert für die Bürger oder die EU hier.

    Ich verstehe immer noch nicht, was Du meinst. Der Unterschied zwischen "Preis", "Gebühr" und "Steuer" ist aber schon klar?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die mMn teilweise recht einseitige, fast schon ängstlich geführten Zustimmungen ausschließlich in Richtung "bloß nichts lockern, bloß nichts ändern, die Alten werden alle an Corona sterben" (überspitzt dargestellt) führen nur zu weiterer Angst und Panik.

    (Nicht nur ich) habe schon einmal gefragt, aber keine Antwort bekommen:

    Wo hörst Du diese "ängstlich geführten Zustimmungen", und wo spürst Du "Angst und Panik"?

    Ich spüre nix davon. Ich spüre Rücksichtnahme, gegenseitiges Mutmachen, Solidarität mit dem Italiener um die Ecke in dem man jetzt öfter als es gesund ist Pizza holt, ernst gemeinten Dank für Verkäuferinnen, Arzthelferinnen, Müllmänner, den Security-Mann am Supermarkt der jetzt Einkaufswagen desinfiziert, usw.

    Nicht mal von der Wirtschaft, die ja nahezu unendlich viel Lobby hat, höre ich Angst oder Panik. Sondern vernünftige Argumente, wie man jetzt langsam wieder Richtung Normalbetrieb kommen kann und will.


    Wo also ist die Panik, von der Du dauernd redest?

  • Die Panik "von der ein nennenswerter Teil der Bevölkerung nur Haaresbreite entfernt sind" haben im März Du und Skeptiker noch prophezeit...

    Ja, am 14. März habe ich geschrieben:

    ... wenn ich mir die nur begrenzt nachvollziehbaren Hamsterkäufe bei bisher massenhaft verfügbaren Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs anschaue, ist ein nennenswerter Teil der Bevölkerung schon jetzt davon nur noch eine Haaresbreite entfernt. Und ich meine wirklich eine Haaresbreite. Das hier hie schon sichtbar werdende Maß an Irrationalität, mangelhafter Solidarität und hartem Egoismus erschreckt und und ängstigt mich.

    Das war damals genau der Eindruck, der sich am Vorabend (also am Freitag dem, 13. !) bei mir eingestellt hatte: In drei Supermärkten in der Berliner Innenstadt auf meinem Heimweg stand ich vor in weiten Bereichen leeren Regalen. Klopapier, Nudeln, Mehl, Zucker, Milch, Tiefkühlkost waren komplett weg und mir wurden zweimal von anderen Kunden mit gehetztem Blick Waren aus dem Einkaufswagen genommen. Männer liefen brabbelnd und laut fluchend von Regal zu Regal und einer erzählte seiner Begleiterin, das er gleich in den Keller ziehen werde, mit seinen Waffen und dann für einen Monat die Tür abschließen wolle. Ein anderer drohte mir Prügel an, als ich versehentlich seine Einkaufswagen einen Schritt weiterschob.


    Am Freitagmittag hatte ich noch ganz nüchtern meine Mitarbeiter mit ihren Arbeitsplatzrechnern und diversen Arbeitsmaterialien nach Hause geschickt, damit alle weiterarbeiten können - so gut es geht. Morgens hatte bereits ein Auftraggeber (Messestandgestalter) seinen unterschriftsreifen Auftrag für eine Firmenerweiterung storniert, die uns ungefähr anderthalb Jahre ausgelastet hatte.


    Ja, das hat mich an dem Tag alles sehr beeindruckt, erschreckt. Schon zwei Tage später ließ das allerdings wieder nach und eine Woche später hatte sich bei mir Normalität eingestellt.


    Ich hatte dort übrigens nichts prophezeien wollen, sondern lediglich den Status Quo beschrieben und meine Sorgen darüber. Diese Sorgen legten sich innerhalb weniger Tage aufgrund anderer, positiver Beobachtungen. Und ja, ich bin da vielleicht schon ein paar Wochen weiter als andere und freue mich jetzt auf den Sommer, in dem ich hoffentlich etwas mehr Zeit haben werde, als in den vergangenen Jahren. Nein, ich werde sicher nicht verhungern, höchstens meine Familie, da Künstlerinnen momentan nicht so gebucht sind. Trotzdem finde ich nicht alles was (angeblich) "der Wirtschaft" dient, nur deshalb gut und unabhängig davon halte ich Bürgerrechte für ein sehr hohes Gut. Und ich bin froh, momentan in B zu leben und weder in BY noch in MV.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wo hörst Du diese "ängstlich geführten Zustimmungen", und wo spürst Du "Angst und Panik"?

    Am deutlichsten doch wohl bei den Diskussionen um Krippen und Kita-Oeffnung. Und natuerlich die Schulgewerkschaft, die Lehrer ueber 60 per se gerne als Risikogruppe definiert haette.

  • Ja, das hat mich an dem Tag alles sehr beeindruckt, erschreckt. Schon zwei Tage später ließ das allerdings wieder nach und eine Woche später hatte sich bei mir Normalität eingestellt.

    Wenn es nur deine subjektive Wahrnehmung war, ist doch alles in Ordnung - die kann ja jeder schreiben, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

  • und was wäre z.B. in MV anders/schlechter?

    Die teilweise Einschränkung der Reisefreiheit auch von Fahrten zur Ausführung von Arbeiten. Ich kenne mehrere Betriebe aus MV, die zwar grundsätzlich arbeiten durften, aber nicht auf den Inseln. Eine komplizierte Geschichte, die nur wenige traf, dafür aber umso härter und die hier nicht hergehört, auch wenn sie mit dem Bauwesen zu tun hast. Und vor allem anderen missfiel mir die wieder sichtbar werdende offene Feindschaft gegen nicht am Ort geborene Menschen. Studierende wurde - teils aggressiv - aufgefordert, hinzugehen, "wo sie herkommen". Ein ganz klein wenig erinnerte mich das an Rostock-Lichtenhagen 1992. Aber das hat nicht mehr viel mit Covid-19 zu tun, sondern - vielleicht - mit MV und deshalb können wir das Thema hier beenden. Ich fahre trotzdem voraussichtlich im nächsten Urlaub wieder hin, aber mit einem ein klein wenig mulmigen Gefühl.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • die Anzahl der gefundenen Infizierten ist von KW16 auf 17 von 3.734 auf 4.141 gestiegen. Ich vermute dahinter eine Erhöhung der Testmenge, wie das ja angekündigt wurde. Letzte Woche lag die Positivrate bei gerade mal 20.000 Tests bei 18,4%.

    Wie ich vermutet hatte, man hat die Anzahl der Tests von 20.255 in KW16 auf 25.063 in KW17 erhöht. Dabei stieg die Anzahl der gefundenen Infizierten von 3.734 auf 4.141, wobei letzteres einer Positivrate von 16,5% entspricht (Vorwoche 18,43%).

    Angeblich wollte man ja auf 100.000 Testungen pro Woche kommen, aber ich befürchte, bis die soweit sind, ist die Epidemie vorbei.

    Die Positivrate in KW17 lag somit in einer Größenordnung wie KW13.


    In KW16 war die Positivrate nur leicht rückläufig, in KW17 ist das schon deutlicher zu sehen.

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  • Wo "sehe" ich die Panik oder Angst? Als EIN Beispiel fällt mir dazu die Klage einer 4. Klässlerin in Hessen auf/ein. Daneben gab es woh noch andere Bundeländer, bei denen die Eilanträge aber noch nicht entschieden wurden.
    Eine Umfrage im Bereich Hannover zeigt, dass immerhin noch 21,4% GEGEN eine Öffnung von Sielplätzen für Kinder sind. Nach wie vor betrachte ich es für richtig und gut, dass Kinder sich austoben und auch körperlich messen können. Von den erforderlichen sozialen Kontakten mal ganz abgesehen, die sie in den Kitas bekommen würden.

    Kurios empfinde ich, dass die Region Hannover den Zoo Hannover nach Möglichkeit wieder öffnen, die Stadt Wunstorf erneut Steinhude komplett sperren möchte. Man kann darüber frotzeln, wer hier wen durch das Gitter beobachtet, aber für den Bereich Wunstorf sehe ich nicht nur Vorsicht, ich sehe hier Angst bei dem Bürgermeister der Stadt Wunstorf.
    Ok, das ist sicher alles recht lokal, aber ich glaube, dass genau diese Einzelentscheidungen das Gesamtbild irgendwie spiegeln. Denn wie sonst ist es zu erklären, wenn ohne Not und nach Absprache mit der Bundesregierung und der Kanzlerin einzelne Bundesländer trotzdem eigene Wege gehen. Dieses auch dann, wenn erklärt wird, dass man die besondere Situation vor Ort berücksichtigen müsse. Ja, das stimmt, aber man muss dann diese Besonderheiten den Menschen auch mitteilen und für Transparenz sorgen, denn andernfalls ist die Akzeptanz der Maßnahmen nicht immer gegeben.


    Ich bin politisch nicht wirklich in den linken Bereich des Spektrums einzuordnen, muss aber sagen, dass die Auffassung von der SPD-Spitze in Sachen von Boni und Dividenden, diese eben nicht bei Unternehmen auszuzahlen, die sich staatlicher Hilfe bedienen wollen, in meinen Augen vernünftig ist. Auch das ist den Menschen, deren eigenen Mittel nicht oder nur knapp reichen, die in vielen Bereichen finanziell verzichten müssen, kaum zu vermitteln, wenn die Boni/Dividenden ausgezahlt würden, aber andererseits Gelder vom Steuerzahler angenommen werden.


    Wenn ich mir heute Morgen Herrn Hurrelmann angehört habe, in welcher Form er Probleme beim Schulbetrieb sieht und erwartet, dann komme ich nochmals auf den (hier ja offensichtlich bei einigen ungeliebten) Vorschlag von Wolfgang Schäuble zurück. Mehr Zeit kann hier entzerren, was letztlich den Schülern und Schülerinnen zu Gute kommt.


    In der HAZ ist ein Interview mit Herrn Prof. Welte (Vizepräsident der MHH (Hannover)) zu lesen, in dem er nochmals klar eine Risikogruppe, die besonders anfällig gegen das Virus ist, beschreibt.
    Er führt als Beantwortung zu der Frage, dass Covid-19 eine hohe Todesrate hätte und ob es schon Regelungen zum würdigen Sterben mit Corona in der Palliativmedizin gebe, dass die Kapazität des Gesundheitssystems in Deutschland bei Weitem noch nicht erschöpft sei und man allen Patienen eine optimle Therapie anbieten könne. Trotzdem würde es eine solche Debatte geben. Man müsse bei Menschen mit vielen chronischen Erkrankungen am Ende des Lebens immer Fragen, ob das noch Lebensqualität sei und ob das dem Wunsch des Patienten entspräche, für Wochen eine Intensivtherapie durchzuführen.


    Das, was Boris Palmer sehr krass ausgeführt, was W. Schäuble umschrieben hat, hinterfragt er als Mediziner offenbar ja auch. Und an dieser Stelle sage ich erneut, dass der Tod zum Leben dazugehört. Die Angst davor wurde in grauer Vorzeit, leider auch von den Kirchen, geschürt, in dem man den Tod als etwas Schreckliches dargestellt hat. Bei Kindern z. B. das Drama der Hölle inszinierte, wenn diese nicht brav waren.

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Die teilweise Einschränkung der Reisefreiheit auch von Fahrten zur Ausführung von Arbeiten. Ich kenne mehrere Betriebe aus MV, die zwar grundsätzlich arbeiten durften, aber nicht auf den Inseln.

    Mit diesen Beschränkungen haben sie es geschafft, das Virus nahezu auszurotten. Im Landkreis Vorpommern-Rügen, zu dem auch Stralsund als etwas größere Stadt gehört, gibt es aktuell 5 aktive Fälle, d.h. 2,2 je 100.000 EW. Evtl. ist dort Corona in absehbarer Zeit Geschichte - bis wieder Touristen kommen.


    Ich habe größtes Verständnis dafür, dass die das so drastisch eingeschränkt haben.


    In Berlin sieht es dagegen so aus. Kein Wunder, wenn keine Bußgelder verhängt werden. Wetten, dass die Infektionen dort nicht zum Stillstand kommen?

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Vorschlag von Wolfgang Schäuble

    Schäuble hat einen riesigen Fehler gemacht, er hat die Ferienzeit als Alternative für Unterrichtszeit in´s Spiel gebracht, aber der Urlaub ist den Deutschen noch heiliger als ihre Auto (und das will was heißen).

    Ich bin mir sicher, dass im Sommer wieder Flieger starten werden. Vielleicht verpasst man den Fluggästen irgendein Placebo, (MNS oder was weiß ich, ), aber das ist egal, Hauptsache Urlaub ist angesagt. Die Urlaubsländer brauchen die Einnahmen, die Tourismusbranche liegt am Boden und braucht Umsätze, und die Menschen wollen nach den "anstrengenden" Wochen nur noch weg. Wen interessiert da ein Virus?


    Ich könnte Dir Beispiele aus der Praxis nennen, wo Mitarbeiter sich haben krank schreiben lassen, nur weil sie nicht bereit waren, für die Tage zuhause ihre Urlaubstage zu opfern (Überstundenkonto war schon im Minus). Dann erzählen sie ihren Kollegen auch noch "ich bin doch nicht verrückt und opfere meine Urlaubstage, ich will doch im Sommer in Urlaub fliegen).


    Kein Mensch glaubt daran, dass nächsten Winter die Skigebiete leer sein werden.

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  • Wie ich vermutet hatte, man hat die Anzahl der Tests von 20.255 in KW16 auf 25.063 in KW17 erhöht. Dabei stieg die Anzahl der gefundenen Infizierten von 3.734 auf 4.141, wobei letzteres einer Positivrate von 16,5% entspricht (Vorwoche 18,43%).

    Angeblich wollte man ja auf 100.000 Testungen pro Woche kommen, aber ich befürchte, bis die soweit sind, ist die Epidemie vorbei.

    Die Positivrate in KW17 lag somit in einer Größenordnung wie KW13.


    In KW16 war die Positivrate nur leicht rückläufig, in KW17 ist das schon deutlicher zu sehen.

    Ich hatte dies mit den mit den Testungen pro Woche in Deutschland weiter oben ja auch schon einmal geschrieben(ich hatte die Zahlen

    aus dem Radio).

    Dann wurde hier geschrieben, das diese Zahlen nicht stimmen und sogar weit über 100000 Testungen pro Woche durchgeführt werden.

    Jetzt soll dies auch wieder nicht stimmen?

    Wo hast du deine Zahlen her?


    LG Oliver

  • Dies war eine Antwort z.B. von Rodop darauf von Anfangs 84000 auf fast 700000 Testungen pro Woche.


    LG Oliver

  • @R. B., das sehe ich genauso. Auch das sehe ich unter dem Motto "Rechte haben, Pflichten weiß man nicht wie es geschrieben steht". Sorry, @ all, das ist leider so in Deutschland.

    Ich hab es oben geschrieben, meinen Unmut in Sachen Boni und Dividenenauszahlung muss ich da der Fairnesshalber aber auch einbringen. Selbstverständlich müssen sich ALLE an den Gegebenheiten Beteiligen und nicht nur die AN. Ich muss allerdings auch zugeben, dass so mancher, der etwas mehr auf der hohen Kante hat, verhält, als wenn die Welt ihm gehören würde und alle zu springen hätten. Das nenne ich asozialen Reichtum oder Neureich ohne Verstand.
    Auf der anderen Seite halte ich diese Futterneiddebatten über den Reichtum (s. z. B. Kreuzfahrten) auch für vollkommen überflüssig. Das schürt Gehässigkeiten und Ablehnungen. Wer bereit ist viel Verantwortung und/oder Risiken zu übernehmen, der darf auch entsprechend entgeltet werden. Wer aber den Laden vor die Wand fährt, DB, BER, Air Berlin, mal so als Beispiele, der sollte auch zumindest mit Teilen seines Privatvermögens haften müssen und nicht noch überhöhte Gehälter und Boni kassieren. Das dann bei Teilen der AN der LmaA-Effekt einsetzt, kann ich nachvollziehen.

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Dann wurde hier geschrieben, das diese Zahlen nicht stimmen und sogar weit über 100000 Testungen pro Woche durchgeführt werden.

    Jetzt soll dies auch wieder nicht stimmen?

    Wo hast du deine Zahlen her?

    Vorsicht, nichts durcheinander bringen.


    Die von mir in diesem Beitrag zitierten Zahlen gelten für Schweden.


    Für Deutschland werden aktuell ca. 350.000 Testungen pro Woche durchgeführt (siehe mein link zum Tagesbericht des RKI). Die Testkapazität liegt bei etwa 850.000. Man könnte also die Anzahl der Tests noch weiter erhöhen.


    d.h. In Schweden wurden ca. 25.000 Testungen in dieser Woche durchgeführt, dazu gehören auch die Zahlen zu den gefundenen Infizierten (3.734 zu 4.141).

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  • Sorry, habe dies dann mit Schweden überlesen. Dachte es geht um Deutschland. Nichts für Ungut


    LG Oliver

  • Nichts für Ungut


    Ist doch kein Problem.


    In Deutschland liegt die Positivrate niedriger. Das hängt damit zusammen, dass die Testungen breiter gestreut sind als in Schweden.

    In Italien hingegen lag die Positivrate zu Beginn viel höher, was darauf zurückzuführen ist, dass man dort am Anfang sowieso nur in Kliniken getestet hat, und da wurden ja im großen Stil Infizierte angeliefert. Wenn ich mich richtig erinnere, dann lag die Positivrate in Italien Ende Februar/Anfang März irgendwo um die 90%, und geht seitdem zurück. Zwischenzeitlich dürfte sie unter 20% liegen, aber das weiß ich jetzt nicht genau, müsste ich nachschauen.


    Die Positivrate eliminiert also (in Grenzen) die Anzahl der Testungen aus den Ergebnissen, aber es bleibt natürlich die Abhänigig von der Gruppe aus der die Testungen entnommen werden. Aussagekräftig wird die Zahl also erst, wenn man unter Beibehaltung der Rahmenbedingungen den Verlauf beobachtet.

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  • Hier nochmal eine interessante Sammlung von Artikeln zum Thema Übersterblichkeit:


    Die NZZ zur Übersterblichkeit in Italien (deutsch)


    The Economist, sehr guter und detaillierter Artikel (Englisch) hier wird auch auf verschiedene Erhebungsverfahren eingegangen und auch ein paar Punkte außerhalb Europas betrachtet, wo deutlich weniger getestet wird - sehr interessant hier Jakarta, wo zwar wenig COVID19 erfasst wird, die Zahl der Beerdigungen aber deutlich über den erwarteten Werten liegt... besonders in muslimischen Ländern, wo zwischen Tod und Beerdigung in der Regel 24 bis max. 48 Stunden vergehen, sind die Beerdigungen eine recht gute Annäherung an die Todesrate.



    Deutschland verzeichnet keine signifikante Übersterblichkeit z.B. im Gegensatz zu Großbritannien und die Frage, warum das so ist, wird in diesem Artikel diskutiert (auf Englisch).

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes

  • na ja, es gibt aber auch schon seit Wochen ein "lock down" ... die Frage ist, wie wäre es ohne ...

    Richtig. Vieles spricht dafür, dass wir durch eine Mischung von Glück, richtigigen Maßnahmen, Organisation und institutioneller Struktur besser durch die Krise kommen als viele unserer europäischen Nachbarn. Gut möglich, dass ohne eines dieser Puzzleteile, inkl. Lockdown, die Situation deutlich schlechter wäre.

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes

  • Ich könnte Dir Beispiele aus der Praxis nennen, wo Mitarbeiter sich haben krank schreiben lassen, nur weil sie nicht bereit waren, für die Tage zuhause ihre Urlaubstage zu opfern (Überstundenkonto war schon im Minus). Dann erzählen sie ihren Kollegen auch noch "ich bin doch nicht verrückt und opfere meine Urlaubstage, ich will doch im Sommer in Urlaub fliegen).

    Einzelbeispiele oder Masse?

    Man müsse bei Menschen mit vielen chronischen Erkrankungen am Ende des Lebens immer Fragen, ob das noch Lebensqualität sei und ob das dem Wunsch des Patienten entspräche, für Wochen eine Intensivtherapie durchzuführen.

    Fragen und nicht über sie entscheiden.

    Macht ein Unterschied.

    Es gibt ja auch die Möglichkeit das mit einer Patientenverfügung zu regeln.

    Was Schäuble einbezieht ist eine Verhältnismässigkeitsabwägung und die Würde des Menschen, die gilt für alle

    und dann beantwortet er die Frage weiter auf sich bezogen.


    Er bemängelt aber auch die geringe darstellung der Entscheidungabwägung

    Zitat

    Und trotzdem: Wenn wir monatelang beraten und nichts tun, das wäre das Allerschlechteste. Wenn man das klar macht und diesen Prozess auch öffentlich deutlicher kommuniziert, dann haben wir eine Chance, dass die Bürger ihn selbst auf längere Zeit hin akzeptieren.


    Das Risko falsch liegen besteht nach beiden Seiten, wenn aber der Abwägungprozess so schlecht kommuniziert wird, muss man sich nicht wundern, dass die Menschen darauf kommen wir werden von einem Virologen regiert.

    Ein zweites großes Problem was er anspricht ist das uneinheitliche Handeln. Im speziellen an hand seines Heimatkreises.

    Es wirkt sich großen Hinderniss aus wenn in D die untere Entscheidungebene auf Landkreisebene liegt, aber das setzt sich fort auf die europ. Länderebene.

    Wenn Frankreich dicht macht kamen die Menschen über die Grenze. Wenn die Grenzen dicht bleiben läuft die europäisierte Wirtschaft nicht an.


    Schäuble macht aber auch eine Aussage Richtung wirtschafliche Zukunft.

    Zitat

    Woran denken Sie?

    Noch immer ist nicht nur die Pandemie das größte Problem, sondern der Klimawandel, der Verlust an Artenvielfalt, all die Schäden, die wir Menschen und vor allem wir Europäer durch Übermaß der Natur antun. Hoffentlich werden uns nicht wieder nur Abwrackprämien einfallen, die es der Industrie ermöglichen, weiter zu machen wie bisher.


    Krisenbewältigung dürfte in nächster Zeit noch sehr gefragt sein.

  • Einzelbeispiele oder Masse?

    Einzelbeispiele natürlich, ich mache doch keine Massenumfragen in ganz Deutschland.

    In diesem Fall ein Drittel der Belegschaft einer Station, die mangels CoVid Patienten "arbeitslos" sind. Das Angebot war, Dienst auf anderen Stationen, oder zuhause bleiben und Überstunden abfeiern. Beides kam für diese MItarbeiter(innen) nicht in Frage.


    Interessanterweise haben die Kolleginnen schon vorab Wetten abgeschlossen, wer von denen zuerst eine Krankmeldung schickt. Der Buschfunk funktioniert überall.

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  • Einzelbeispiele oder Masse?

    ich würde denken , massenhaft auftretende einzelbeispiele .

    in unserer ichichichichwelt ist es mittlerweile so .verantwortungsvoll müssen sich immer nur die anderen verhalten .

    wenn man als manager für milionen geholt wird , bedeutet es wertschätzung , man ist halt wer . und wenn man dann die karre durch überhebliche dämlichkeit an die wand fährt , steht einem trotzdem ein bonus zu : man ist ja schliesslich wer .

    und das setzt sich nach unten weiter fort ......

    "warum soll ich wenn der/die/nd ......"

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Man könnte also die Anzahl der Tests noch weiter erhöhen.

    Da könnte sie Frage der Finanzierung ein Hindernis sein.

    Die meisten sind ja in GKVs und die müssten zahlen oder eben ein anderer Kostenträger.

    Das die Verwaltung in der Krise im Entscheidungprozeß beschläunigt würde ich nicht anehmen.

    Dies manifestiert im Pendelverkehr Klinik Pflegeheim, hier testet da keiner, was zur Zimmerquarantäne führt.

    Richtig arbeit macht das erst wenn dann sogenannte "Läufer" betroffen sind, die bleiben nämlich nicht so einfach auf ihren Zimmern.

    Dies könnte man durch Tests vermeiden.


    Für größere Test im Klinik Pflegeheimbereich gibt es keine einheitliche Regelung.

    Die Kostenübernahme ist dann eher individuell, also zum Beispiel Landratsentscheidung.

  • in unserer ichichichichwelt

    Die ichichWelt versucht ihr Glück, in besatzungschwachen Zeiten das, Personal im Heim zu belatschern Oma mal eben raus zu schieben.

    Die Harmloseren beschweren sich nur das man nicht schnell genug am Telefon ist.

    Deswegen finde ich es ja wichtig Entscheidungprozeße ruhig auch breit und ausführlich zu kommunizieren, da gehört auch die begrenzenden Mängel aufgezeigt.

    Da relativieren sich Fallzahlen und Intensivstationen, wenn am Schutz fehlt.

    Wobei ich diese Intensivbettenrechnung schon immer krumm fand, weil sie nur die Spitze der Krankenhauspflichtigen sind.

    LKR Cham 10 zu 4 Intensiv. Benötigt auch extra Aufwand.

    Wer KH landet hat ja auch D einen nicht gerade unkomplizierten Verlauf.

    Keine Lösung ist kostenlos.


    So eine Umsetzung von Öffnung braucht auch Vorbereitungzeit, das unterschätzen ganz viele.


    Was so als Mehraufwand anfällt: Mal für den Behindertenbereich


    Interview mit einer Heilerziehungspflegerin

    Corona-Alltags-Heldin: Jessica Soyka-Kloeters, 34, Heilerziehungspflegerin, betreut Menschen mit Behinderung - DER SPIEGEL


    Das soll jetzt nicht als Plädoyer gegen ein Öffnung verstanden werden.

    Wir werden den Spagat, mit Umgang der Idioten, Öffnung und dem Rechtzeitigen erkennen von sich anbahnenden Clustern, machen müssen.

    Cluster:

    Birkenfeld: Mehr als 200 rumänische Arbeiter in Schlachthof mit Coronavirus infiziert - DER SPIEGEL