Coronavirus SARS-COV-2

  • Spätestens mit der verordneten bzw. angekündigten Schließung der Schulen ist das Thema nun auch im Bauwesen und den Planungsbüros angekommen.


    Die Bundesarchitektenkammer hat für ihre Mitgliedsverbände Hinweise veröffentlicht.

    Die für Planungsbüros wesentlichen rechtlichen Aspekte hat das "Architektenblatt" zusammengefasst.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Mein Büro wird vorerst vor allem durch den Schulausfall betroffen sein, da alle Mitarbeitenden Kinder im Kindergarten- oder Grundschulalter haben, die ab nächster Woche zumindest zeitweise zuhause betreut werden müssen. "Kind-krank"-Krankschreibungen wird es dafür vorerst nicht geben, die Arbeitskraft fällt trotzdem aus. Wir werden vermutlich in der kommenden Woche schlagartig bis zu 50 Prozent der Wochenarbeitslast nicht mehr bewältigen können. Dafür wird es natürlich Überbrückungsmaßnahmen geben, aber wir haben erstmal keinen "Business-as-usual" mehr.


    Wie geht es in Bayern, im Saarland, und Baden-Würtemberg, in NRW auf den Baustellen und in den Büros weiter?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wie geht es in Bayern, im Saarland, und Baden-Würtemberg, in NRW auf den Baustellen und in den Büros weiter?

    Solang es keine verordnete Quarantäne gibt, wird sich da nicht viel ändern. Es wird un-planmäßige Verzögerungen geben.

    Es ist ja nicht wirklich plötzlich so. es war zu erwarten wenn man Chinas und Italiens Verlauf verfolgt hat. Und davon sind wir nicht weit entfernt.

    Letzlich wird die Fallzahlen über das Wochenende entscheiden wie ab Montag- Dienstag weiter verfahren wird. (Fahren auf Sicht).

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Wir bereiten derzeit auf breiter Front den Homeoffice-Einsatz vor. Investition in Rechner, 2 * 27'' Monitore, NCP-Client und Installation ca. 800-900 EUR pro Mitarbeiter. Damit bleiben wir dann aber auch in allen wesentlichen Bereichen handlungsfähig und die Home-Office Offensive war ohnehin fällig. Sie kommt nur jetzt etwas schneller.

    Ansonsten mache ich zwar einen Notfallplan, aber im Wesentlichen wird es ein Fahren auf Sicht sein.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Normalerweise gibt es bei uns (Leiterplattenbestückung ca. 150 Mitarbeiter insgesamt) in der Fertigung 3-Schichtbetrieb. Die Mitarbeiten, die nicht in der Fertigung arbeiten, haben normalerweise Gleitzeit.

    Seit dieser Woche ist es so:

    -Der komplette Betrieb ist in 2 Schichten eingeteilt und zwischen den Schichten ist der Betrieb 0,5h komplett leer. Somit keine Schichtübergabe und kein direkter Kontakt zwischen den Schichten. Dies gilt auch für die Mitarbeiter aus den Büros.

    -Somit arbeiten auch die Mitarbeiter, die normal Gleitzeit haben, in Früh- und Spätschicht mit gewissen Anwesenheitszeiten, die Pflicht sind. Da man so aber nicht auf die Sollzeit kommt, muss der Rest als Home Office geleistet werden, sofern dies beim Mitarbeiter (Bürotätigkeit) möglich ist.

  • Ehrlich: Ich weiß es nicht.

    Ich habe noch keine Ahnung, wie reagieren.

    An Montag hab ich 2 Termine und grübele, ob ich die wahrnehme.


    Fahren auf Sicht- definitiv.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Auf einer meiner Baustellen haben Firmen Bauverzug angekündigt, weil Ihnen die Subunternehmer fristlos gekündigt haben. Die haben Angst dass die ausländischen Monteure nicht mehr in Ihr Heimatland zurück dürfen und sind bereits auf der Heimreise.

    Gruß Manni

  • Der Lehrerverband hat anscheinend gefordert, alle Schulen bis nach den Osterferien, das wäre dann der 18.04.2020, zu schließen. Gestern bzw. vorgestern hat sich die Kultusministerin in Stuttgart noch dagegen gestellt, aber wir wissen ja, bei Politikern kann sich die Meinung schnell ändern.


    Heute soll in den kommenden Stunden eine Entscheidung getroffen werden, wie es am Montag weitergeht.


    Ich frage mich, wenn angeblich der Zeitplan für Schulunterricht bereits so eng ist, dass man kaum noch sinnvoll unterrichten kann, wie möchte man dann die gut 5 Wochen Ausfallzeit kompensieren?

    GIbt es dieses Jahr ein Corona-Abi, quasi Abi light?

    Muss man die Schüler nun zuhause einsperren? Wenn nein, wo liegt dann der Unterschied, ob sie in der Schule sitzen oder sich sonst irgendwo treffen?


    Irgendwie hat man das Gefühl, dass es nur noch Corona Verdachtsfälle gibt. Bereits räuspern in der Öffentlichkeit macht einem verdächtig, und wenn man vielleicht einmal husten sollte, landet man in kürzester Zeit in der Notaufnahme eines Krankenhauses.

    Gleichzeitig drängeln sich die Leute vor den Supermarktregalen, um noch das letzte Paket Toilettenpapier oder Nudeln zu kaufen.

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    .

  • U.a. diese Links hier habe ich gerade von der Ing.-Kammer bekommen:

    Rechtliche Auswirkungen der COVID-19-Epidemie auf Bauprojekte

    Coronavirus: Arbeitsrechtliche Auswirkungen

    Ich bin bis jetzt nicht betroffen, sitze im Büro alleine. Das ist bis auf die 3 km Weg von zu Hause quasi schon Home Office. Einen Bauleitungsjob habe ich gerade nicht, so dass meine Baustellenbesuche rar sind.


    Ich befürchte, dass die geplanten massiven Einschränkungen des ÖPNV automatisch zu mehr Heimarbeit führen. Natürlich nur für die, die am Rechner sitzen können. Für alle anderen Bleibt nur Fahrrad oder Auto. Die Pendler in beiden Richtungen werden die Angeschmierten sein.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Bei uns im Gschäft ist es sehr heterogen. Während es schon vor 2 Wochen Empfehlungen aus den Stabsstellen für Gesundheitsschutz gab, dass alle Mitarbeiter, die ihren Job auch aus dem HomeOffice machen können das auch tun sollen war die Umsetzung am Standort und sogar innerhalb der Entwicklung gar nicht einheitlich.


    Ich persönlich habe also noch keine "HomeOffice Freigabe". Mal sehen ob sich das mit der Schulschließung ändert. Ich hoffe es. Nicht für mich, aber für die Sache.

  • und wenn man vielleicht einmal husten sollte, landet man in kürzester Zeit in der Notaufnahme eines Krankenhauses.

    Das stimmt nicht mal ansatzweise und wäre auch entgegen aller Logik. Ich war letzte Woche in Ischgl beim Skifahren, dort gab es seither zig Corona-Fälle. Da ich nun auch leichte Erkältungssymptome habe, wollte ich mich testen lassen. Geht nicht, weil Ischgl kein Risikogebiet ist. Also zu Hause bleiben (was ich vorsorglich sofort nach Heimkehr gemacht habe) und jetzt halt so gut es geht im HomeOffice arbeiten. Falls ich das Virus habe, habe ich es vermutlich längst an meine Kinder weitergegeben. Und die evtl. in der Schule gestern an weitere. Wenn man eine weitere Verbreitung verlangsamen will, kommt man an Schulschließungen nicht vorbei.

  • Das geht ja jetzt erst richtig los, weshalb aktuelle Anordnungen und Einschätzungen eine sehr kurze Halbwertszeit haben.


    Nach dieser Quelle gab es zuletzt eine Verdoppelung der bekannten Fälle alle 3 Tage (siehe Grafik "Verlauf ..."). Nach dieser Karte sind es heute 12.00 bereits über 3000 Fälle. Wenn dem nicht Einhalt geboten wird, sind es am 16.03. 6000 Fälle, 19.03. 12.000, 22.03. 24.000, 25.03. 48.000, 28.03 96.000, 31.03. ca. 200.000, 03.04. 400.000, 06.04. 800.000, 09.04. 1,6 Mio, 12.04. 3,2 Mio.


    Derzeit entwickeln 1,6 % eine Lungenentzündung. Das wären in 1 Monat ca. 50.000 Menschen. Insgesamt gibt es in D 28.000 Intensivbetten, die höchstens zum Teil für Covid genutzt werden können.


    Selbst in China, das ca. 6 Wochen zeitl. Vorlauf hat, steigt immer noch die Zahl der Erkrankungen, auch wenn sie nach ca. 1 Monate nicht mehr exponentiell steigt.


    Das folgende kann sich kein Satiriker besser ausdenken, wieder mal Berlin, heute (13.03.), Zitat:


    "Vor diesem Hintergrund seien alle Senatsmitglieder beauftragt worden, Konzepte und Zeitpläne zu entwickeln, wie diese gemeinsame Strategie in Berlin in den verschiedenen Lebensbereichen zügig umgesetzt werden könne."


    Die Pläne werden spätestens bei Eröffnung des BER der Öffentlichkeit vorgestellt.:sarkasmus:

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Wenn nein, wo liegt dann der Unterschied, ob sie in der Schule sitzen oder sich sonst irgendwo treffen?

    Die treffen sich dann, deiner Meinung nach, von morgens bis nachmittags in voller Klassenstärke?


    Es geht ums einbremsen und verlangsamen des Anstiegs weil die Ausmasse keine Kettenverfolgung mehr zulassen

    Und es geht um den Schutz risiko Gruppe

    Beispiel hier Nachbar Landkreis Skigruppe infektion in Italien gemeinsame Busreise 8 Infizierte, Schulen mit betroffen macht derzeit 17

    Die Symtomatik macht es schwierig undder Anstieg der Erkrankten ist expotenial.

    Coronavirus: Echtzeit-Karte zeigt Zahl der Infektionen in Deutschland, Europa und weltweit


    Meine Landwirtschaft ist weniger beinträchtig ich habe aber COPD und bin damit Risikiopatient.

    Anders schaut es bei meiner Frau aus die Seniorenheim arbeitet.

    größere Teile des Personal kommt aus der Tschechei.

    Schutzbekleidung ist auch knapp betrifft aber den Umgang mit MRSA .

    Dort sind die Notfallpläne noch in der Mache bzw in stetigen Veränderung

    Ein Sceniario sieht vor das das Personal vor Ort bleibt.


    Der Bundesrat hat gerade vereifachtes Kurzarbeitergeld beschlossen.

    Gesetz im Eilverfahren: Kurzarbeitergeld-Reform beschlossen - n-tv.de

  • Irgendwie hat man das Gefühl, dass es nur noch Corona Verdachtsfälle gibt. Bereits räuspern in der Öffentlichkeit macht einem verdächtig, und wenn man vielleicht einmal husten sollte, landet man in kürzester Zeit in der Notaufnahme eines Krankenhauses.

    Gleichzeitig drängeln sich die Leute vor den Supermarktregalen, um noch das letzte Paket Toilettenpapier oder Nudeln zu kaufen.

    Das ist doch Käse Herr R.B.

    Alle fahren auf Sicht, woher soll man wissen wie lang das geht.

    Für Bayern wäre da eh die Osterferien eh gekommen, und somit deutlich weniger Schulausfall als es den anschein macht.

    UNd ich kann mich daran erinnern, das man auch Zuhause lernen kann. Und wenn die Lehrer das vorher wussten, haben Sie den Kids einen Kange Liste an Stoff mit nachhause gegeben oder zumindest die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zum Lehrer bei Stofffragen.

    Ich aknn mich auch vorstellen, das die Sommerferien im zweifel gekürzt werden können um den Zeitverlust wett zu machen.

    An den Herbstferien würde ich noch nicht denken. Da hier die zweite Welle auftreten könnte.


    Mit einer "MIr voll Egal" Einstellung kann ich nicht nachvollziehen.

    Hauptsächlich gilt es die Personenkreise 60+ zu schützen bzw deren evt nötige Behandlung sicherzustellen . Sonst haben wir auch die 3%ige Sterblichkeit zu erwarten. Und ich will von mir auch nicht sagen müssen,"Hey ich hab Meine Familie angesteckt weil mir alles wurscht war, und nun ist das Gesundheitssystem Schuld weil kein Intensivplatz frei ist für meine älteren Familienmitglieder."

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Das ist doch Käse Herr R.B.

    Alle fahren auf Sicht, woher soll man wissen wie lang das geht.

    Da bräuchte man nur in die Vergangenheit schauen. Jedes Jahr gibt es solche Wellen, Influenza, Mers, SARS, usw, aber komischerweise interessiert das kaum jemanden. Jetzt wird wegen einem Coronavirus, das es auch schon Ewigkeiten gibt, und das genau so mutiert wie Grippeviren auch, plötzlich ein Aufstand gemacht als stünde der Weltuntergang bevor. Das ist inkonsequent, zumal es sich bei dem aktuellen Coronavirus um einen eher harmlosen Vertreter handelt.


    Es ist schlichtweg peinlich, dass es ein Virus braucht, um den Menschen in einem wohlhabenden Industrieland zu erklären, was Hygiene bedeutet. Man könnte meinen wir hätten sonst keine Probleme mehr.

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    .

  • Was sind ein paar Wochen Schulausfall gesehen auf ein ganzes Leben...

    Es ist viel mehr schade, dass wir an meiner Schule (und das ist keine Ausnahme) noch keine online Lernplattformen etabliert haben. Screenshots und Aufgabenblätter können aber auch per Mail und WhatsApp bei den Schülern landen. Da hab ich echt wenig Sorge.

    Wenn ich dagegen an unsere Schulgebäude und die Sanitären Anlagen denke, hätte man da eh keine sinnvolle Hygiene betreiben können, selbst wenn man gewollt hätte.

  • Unterschiede:

    Influzenza hat glaubs eine höhere Todesrate:

    Es sind bereits viele in der Bevölkerung von diesem Virus betroffen und somit immun -> die absolute Zahl der Erkrankten bleibt somit gering -> die absolute Zahl der Todesfälle dementsprechend auch.


    Mers und Sars:

    Hatten geringere Ansteckung bzw. man hatte Symptome und war danach ansteckend.


    Ich hab mal aus Spaß mit Zahlen gespielt, Annahme: 1 Person steckt 2 an, Problemrate 2% Dauer 3 Wochen


    Tage Ansteckung Summe Problemfälle
    1 1 1 0,02
    2 2 3 0,06
    3 4 7 0,14
    4 8 15 0,30
    5 16 31 0,62
    6 32 63 1,26
    7 64 127 2,54
    8 128 255 5,10
    9 256 511 10,22
    10 512 1.023 20,46
    11 1.024 2.047 40,94
    12 2.048 4.095 81,90
    13 4.096 8.191 163,82
    14 8.192 16.383 327,66
    15 16.384 32.767 655,34
    16 32.768 65.535 1.310,70
    17 65.536 131.071 2.621,42
    18 131.072 262.143 5.242,86
    19 262.144 524.287 10.485,74
    20 524.288 1.048.575 20.971,50
    21 1.048.576 2.097.151 41.943,02

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  • UNd ich kann mich daran erinnern, das man auch Zuhause lernen kann. Und wenn die Lehrer das vorher wussten, haben Sie den Kids einen Kange Liste an Stoff mit nachhause gegeben oder zumindest die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zum Lehrer bei Stofffragen.

    Da kennst Du das deutsche föderale Bildungsystem aber schlecht. Jeder Landesfürst bewacht seine Bildungshoheit schärfer als ein Kettenhund; bloß Geld für digitale Infrastruktur und alternative Bildungsysteme gibt keiner her. Frag mal nach "reverse learning", da kriegen Lehrer Tobsuchtsanfälle. Anderswo funzt es super.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Es sind bereits viele in der Bevölkerung von diesem Virus betroffen und somit immun -> die absolute Zahl der Erkrankten bleibt somit gering -> die absolute Zahl der Todesfälle dementsprechend auch.

    das würde ich nicht unterschreiben. Wie gesagt, auch Grippeviren mutieren ständig, und deswegen müssen auch jedes Jahr die Impfmitel angepasst werden (Breitbandmittel etc. mal außen vor). Die Anzahl der Erkrankten und die Anzahl der Todesfälle ist sogar relativ hoch, und das obwohl zumindest ein Teil der Bevölkerung sich impfen lässt.


    Es ist viel mehr schade, dass wir an meiner Schule (und das ist keine Ausnahme) noch keine online Lernplattformen etabliert haben. Screenshots und Aufgabenblätter können aber auch per Mail und WhatsApp bei den Schülern landen.

    Gerade von einer Bekannten erfahren, der Lehrer ihres Sohnes lädt nun die Schüler zu sich nach Hause ein (zumindest 12./13. Klasse).

    Finde ich irgendwie gut, gerade für die Schüler die ja Abi machen sollen, aber ich frage mich, was passiert, wenn es dort zu einem "Verdachtsfall" kommen sollte. Es würde mich nicht wundern, wenn es dann Eltern gibt die auf die Barrikaden gehen, und dann hat der Lehrer, der es an sich nur gut meinte, vermutlich ein Problem. Privatveranstaltung? Heißes Eisen.

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  • Da bräuchte man nur in die Vergangenheit schauen. Jedes Jahr gibt es solche Wellen, Influenza, Mers, SARS, usw, aber komischerweise interessiert das kaum jemanden. Jetzt wird wegen einem Coronavirus, das es auch schon Ewigkeiten gibt, und das genau so mutiert wie Grippeviren auch, plötzlich ein Aufstand gemacht als stünde der Weltuntergang bevor. Das ist inkonsequent, zumal es sich bei dem aktuellen Coronavirus um einen eher harmlosen Vertreter handelt.

    Es gibt Coronaviren, aber COVID-19 gibt es eben nicht seit Ewigkeiten, das völliger Unsinn, es ist eine mutierte Variante, mit langer Inkubationszeit, leichter Übertragung und hoher Sterblichkeit. Das ist weder harmlos noch sonst irgendwas. In Italien hat man diese verharmlosende Einstellung zu lange gehabt: jetzt werden die Beatmungsgeräte so knapp, dass Ärzte schon entscheiden müssen, bei wem sich ein Einsatz am ehesten lohnt und wer de facto ein Todesurteil bekommt, weil er/sie nicht mehr beatmet werden kann. Es gibt auch nicht jedes Jahr solche Wellen, die große SARS Welle war 2003. Und Influenza ist ein völlig anderer Virenstamm und bei weitem nicht so tödlich. Es geht ganz einfach darum, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

    Wer etwas Englisch kann, sollte sich diesen Artikel mal zu Gemüte führen und überlegen, was genau exponentielles Wachstum eigentlich bedeutet.

    Und hier noch die Geschichte von Patient 31 in Südkorea die nach einigen Schätzungen durch extrem unüberlegtes Handeln fast im Alleingang (mittelbar und unmittelbar) für 80% aller dortigen Fälle verantwortlich ist und damit die bis dahin sehr wirksame Reaktion der südkoreanischen Behörden ausgehebelt hat.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Das ist inkonsequent, zumal es sich bei dem aktuellen Coronavirus um einen eher harmlosen Vertreter handelt.


    ja? warum beklagen sich dann die Ärzte in Italien, dass sie ja so viele Patienten künstlich beatmen müssen, dass die Kapazitäten dafür nicht reichen usw.?

    Ich dachte bei "harmlos" müssen die Leute gar nicht an die Beatmungsmaschinen ...

  • Naja, Influenza ist ein Virus das der Körper kennt. Corona ist ein Virus den der Körper nicht kennt. Deswegen steigen die schweren Fälle extrem steil an, was unser Gesundheitssystem überfordert. Die Influanzafälle verteilen sich über den ganzen Winter, bei Corona hingegen gibt derzeit rein rechnerisch eine Verdoppelung alle vier Tage. Natürlich ist es sinnvoll die Verbreitung zu verzögern, um ein Zusammenbrechen des Gesundheitssystems zu verhindern. Wenn die erste Welle durch ist, wird es besser. Wobei Corona gar nicht so gefährlich ist, aber es ist eben der extreme Anstieg der Fälle mit denen auch die extrem schweren Fälle mit ansteigen, was das wirkliche Problem ist. Die meisten dürften eine Ansteckung gar nicht mitbekommen, bzw nur eine leichte Erkältung haben. Sobald der Körper den Virus kennt, wird alles seinen normalen Weg gehen und Corona wird von der jährlichen Erkältungswelle nicht mehr zu unterscheiden sein und die Sterbefälle werden in den Influenzasterbefällen unter gehen, also Alltag.


    Dieses Jahr ist eben dramatisch und spannend, weil sich eine neue Krankheit verbreitet. Aufhalten kann man sie eh nicht. Aber wenn das Jahr rum ist, läuft alles wieder normal weiter. Irgend wann nächstes Jahr wird es dann eine Impfung geben, die man älteren Menschen empfehlen wird, wie es auch mit der Influenzaimpfung getan wird.


    Einige hier im Forum gehören auf alle Fälle zur Risikogruppe, wegen ihres Alters. Aber die meisten, vor allem wenn man gesund ist, dürften es locker sehen.


    Ich für meinen Teil arbeite eh im eigenen Büro. Ich habe zwar einige Baustellen, aber ich muss nichts anfassen, vermeide Händeschütteln usw. Vor allem vermeide ich enge Räume, wo sich das Virus leicht verbreiten kann. Baustellen sind da eher unkritisch, weil offen, gut durchlüftet. Das Baustellenbüro sollte man meiden. Ich meide derzeit auch den direkten Kontakt zu meiner Mutter, weil sie zu den Risikopersonen gehört und meide ansonsten den Kontakt zu älteren Personen. Ich weiß ja nicht ob ich es auch habe, also lieber vorsichtig sein. Ansonsten haben meine Baustellen bisher noch kein Problem. Drei werden die nächsten Wochen anlaufen, eine davon ein Park, wo eh alles offen ist. Auch die anderen haben vorerst genug Frischluft, bevor die dicht werden.


    Ich bin auch bei einem Konzertveranstalter involviert und da ist gerade der Kittel am brennen, wie es hier im Süden heißt. Fast täglich wurden die Besucherzahlen reduziert, Bands brechen ihre Touren ab usw. Und die laufenden Kosten müssen trotzdem bezahlt werden.


    Ernährt euch gesund, haltet euch warm, solange es draußen noch kühl ist und haltet euch fit, haltet die Hygiene ein und alles wird gut.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Wie gesagt, auch Grippeviren mutieren ständig

    Hör doch mal mit dem blödsinnigen Vergleich auf

    Bei Grippe gibts hier eine Grundimmunität die Varianz ist gering.

    Wo diese Grundimmunität nicht vorhanden war, wurden z.B. Indianer im Amazonasbecken ganze Stämme dahin gerafft im gegensatz zu USA oder Europa.

    Das einzigste was mit der Grippe gleich ist: Es handelt sich um einen Virus und die auftreteten Symptome gleichen denen vom GrippallenInfekt sowie der Influenza.

    Das Coaronnavirus ist für die Immunabwehr neu.

    Der Verlauf ist unterschiedlich wobei die Gefahr mit dem Alter steigt.

    zu den Fakten (Stand 10.3.2020)

    RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)


    unter 2. Kranheitsverlauf

    "Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen."

    jetzt vergleich mal mit Influenza


    "Das mittlere (mediane) Alter unter den chinesischen Erkrankten liegt bei 51 Jahren und rund 78 % der Fälle sind zwischen 30 und 69 Jahren alt. Die unter-20-jährigen sind mit 2,4 % kaum betroffen. Das Infektionsrisiko ist in China für Männer und Frauen etwa gleich groß (8)."


    bei Grippe sind Kinder gleich betroffen


    der Grund zu den verordneten Kontaktbeschränkungen findet sich unter

    3. Basisreproduktionzahl (R0)

    "....dass bei einem R0 von etwa 3 ungefähr zwei Drittel aller Übertragungen verhindert werden müssen, um die Epidemie unter Kontrolle zu bringen (11).


    Hier die aktuelle Risikobewertung der RKI

    RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Risikobewertung zu COVID-19

    wie sie zu dieser kommen

    RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - COVID-19: Grundlagen für die Risikoeinschätzung des RKI


    Schulbetrieb in Bayern

    Die Passauer Neu Presse hat im Kultusministerium nachgefragt.

    Das bedeutet der Unterrichtsausfall für Schüler, Lehrer und Eltern - Corona-Krise


    Dort findet sich folgende Angabe bezüglich Tätigkeiten für Lehrer

    "- Erstellen und Verteilen von Unterrichtsmaterialien an die Schülerinnen und Schüler, z.B. per E-Mail, Schulportal, mebis, etc."

  • Was sind ein paar Wochen Schulausfall gesehen auf ein ganzes Leben...

    :thumbsup:

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    Manchmal scheint es mir, als lebten wir hier in der Mitte der Hauptstadt ein wenig auf einer Insel der Seeligen, denn an der Schule meines Kindes gibt es seit 3 Jahren eine Lernplattform und eine davon unabhängige Kommunikationsplattform für die Unterrichtsorganisation, ohne die der Schulunterricht aus Elternsicht heute schon nicht mehr denkbar wäre. Aber diese Schule ist damit anscheinend auch bundesweit in D ziemlich weit vorne und mit diversen Innovationspreisen ausgezeichnet worden. Dennoch ist die technische Infrastruktur dahinter traurig und funktioniert eigentlich nur dank der privat vorhandenen Endgeräte der Schüler. Der Hinweis darauf, dass der Unterricht im Falle einer Schulschließung dann damit ansatzlos und ausschließlich weitergeführt werde, kam schon vor ungefähr 10 Tagen und alle Kinder wurden aufgefordert, ihre Zugänge noch einmal zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren. Außerdem sollten sie da bereits ihre Bücher, die sonst in der Schule eingeschlossen sind, mit nach Hause nehmen, da sie sonst Lerninhalte versäumen würden.


    Es geht also - wenn alle fit sind und ihre Aufgaben vorausschauend wahrnehmen.


    An der Schule der Tochter eines Mitarbeiters hingegen wurde heute (!) überlegt, eine Schul-Cloud einzurichten, damit keine Unterrichtsinhalte für den mittleren Schulabschluss ausfallen. Das dürfte so schnell kaum etwas werden ...


    [/offtopic]

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Och, Inhalte ins Netz sind schnell gestellt und einen Browser öffnen können auch alle Schüler. Die Bücher hat man eh zuhause, also ist es so was wie Hausaufgaben aufgeben.

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    Sodele, der Tag im Büro neigt sich dem Wochenende zu. Die Mitarbeitenden, für die noch kein Homeofficearbeitsplatz eingerichtet war, sind mit ihren Arbeitsplatzrechnern auf dem Weg nach Hause. Am Wochenende machen wir eine Probelauf, aber wie es jetzt aussieht, kann am Montagmorgen der Büroalltag dezentral starten, da wir sowieso dezentral über eine eigene Cloud arbeiten und alle Rechner entsprechend konfiguriert sind, so dass prinzipiell von überall per Internetzugang gearbeitet werden kann.


    Als letzte spannende Frage bleibt nur noch abzuwarten, ob es alle wie geplant schaffen, die Augen lange genug von den spielenden Kindern dem Bildschirm und der Projektarbeit zuzuwenden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Hüstel, nein, ganz so banal ist das bei weitem nicht - vor allem, wenn die Lehrer das noch nie gemacht haben! In der Schule der Tochter des Mitarbeiters (s.o.) sind nach rd. 3 Stunden mittlerweile über 250 Emails und noch mehr WhatsApp-Nachrichten von Schülern aufgelaufen, dass der Cloud-Zugang nicht so funktioniert, wie angekündigt. Und da sind die von den Lehrern noch nicht dabei!


    :wall:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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