"Abschleppenlassen von Falschparkern" Grundleistung nach HOAI?

  • Sicherlich ist es ein Problem, das nur an wenigen (innerstädtischen) Baustellen auftritt, aber mir aber leider öfter und es ist dann auch mit deutlichem Zeitaufwand verbunden:


    Vor Anlieferung mit Sattelzügen, Stellung von großen Autokränen, Container o.ä. müssen innerstädtisch fast immer trotz verkehrsrechtlicher Anordnung von Parkverboten, Schilderstellung und diversen Tricks erstmal im öffentlichen Straßenraum Falschparker abgeschleppt werden. Dafür gibt es ein geregeltes Prozedere (Anruf, Halteranfrage, Konatkataufnahmeversuch mit Halter, Streifenwagen / Ordnungsamt kommt, Zeigen der verkehrsrechtlichen Anordnung in Papierform, Abschleppwagen kommt, stützt sich ab, Aufladen, Sicherung des freien Platzes vor erneutem Parken) dessen Abwicklung Zeit kostet und die Anwesenheit einer Person vor Ort voraussetzt. Der Zeitraum zwischen Anruf bei 110 (ja, das ist hier in B wirklich genau so vorgesehen!) und dem tatsächlichen Abschleppen dauert zwischen 2 und 4 Stunden.


    Üblich waren bei mir bisher in Rahmen einer Baumaßnahme 2 - 4 Einsätze, die ich bei örtlichen Einweisungen etc. einfach so mit abgewickelt habe. Momentan habe ich an einem Objekt aber täglich 1 - 2 solche Einsätze, weil sich die ausführenden Firmen weigern , das selbst zu machen. Mein Mitarbeiter und ich waren heute deswegen insgesamt zusammen 5 Stunden am Objekt, davon klar 3 - 4 Stunden zusätzlich zu anderen Tätigkeiten Aber weshalb soll ich das im Rahmen des pauschalen Honorars für "Objektüberwachung" mit erledigen? Eine Grundleistung ist das für mich nicht!


    :(


    Begründete Meinungen bitte?!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich finde die Idee interessant als Ausführender, der vermutlich z.B. den Krán bestellt hat das selber zu regeln.

    Werde ich in der nächsten Bauleiterrunde mal anmerken......

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Ich finde die Idee interessant als Ausführender, der vermutlich z.B. den Krán bestellt hat das selber zu regeln.

    Bei kompletter Organisation der BE und Anlieferung regeln die AN das natürlich auch mit - gegen Bezahlung. Hier stellen die AG / Bauherren die genehmigte und gemietete BE-Fläche mit Umzäunung. Aus der Nachbarschaft wird der Bauzaun allabendlich geöffnet, um dort auf den leeren Teilflächen zu parken. Natürlich sind am nächsten Morgen nicht alle davon wieder weg. Tja, wer ist dafür zuständig? Der Bauherr hat die zur Verfügung gestellte BE-Fläche mit in die Bauverträge aufgenommen. Die AN setzen also voraus, dass sie immer zur Verfügung steht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ob es im konkreten Fall zutrifft bin ich nicht ganz sicher, zumal die Bauüberwachung bei Ingenieurbauwerken ohnehin anders geregelt ist. Aber, ich habe mal gelernt, dass alles, was nicht explizit in den Grundleistungstabellen aufgeführt ist, auch keine Grundleistung ist.

  • Aus der Nachbarschaft wird der Bauzaun allabendlich geöffnet, um dort auf den leeren Teilflächen zu parken.

    Vielleicht sollte man mal den Tatbestand des Hausfriedensbruchs durchziehen. Könnte das Problem lösen. Wenn die Rennleitung mitspielt und sich nicht zum (milden) Richter aufspielt.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Vielleicht sollte man mal den Tatbestand des Hausfriedensbruchs durchziehen.

    Da es sich um eine genehmigte Sondernutzung des öffentlichen Straßenlandes handelt, erscheint mir das abwegig. Ich habe auch nicht den Ehrgeiz, die Bewohnerschaft eines ganzen Kiezes zu besserem Benehmen zu erziehen, was auch nicht die Aufgabe der Polizei ist. Diese soll nur tatsächliche Behinderungen des Straßenverkehrs (Anlieferung der Ausführenden) beseitigt werden. Und das ist hier ein fast täglicher Kampf gegen Windmühlenflügel.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nochmal zu meinem vorherigen Post.


    Habe mir gerade die Grundleistung der LPH 8 gem. Anlage 10 zur HOAI nochmal durchgelesen.


    Ich könnte spontan die beschriebene Tätigkeit des "Abschleppens" von Falschparkern keiner der dort beschriebenen Grundleistungen zuordnen. IMHO gehört es mit Sicherheit nicht unter

    Zitat

    a) Überwachen der Ausführung des Objektes auf Übereinstimmung mit der öffentlich-rechtlichen Genehmigung oder Zustimmung, den Verträgen mit ausführenden Unternehmen, den Ausführungsunterlagen, den einschlägigen Vorschriften sowie mit den allgemein anerkanten Regeln der Technik.

    Die Tatsache, dass Anwohner auf der BE-Fläche parken, hat ja nichts mit der Ausführung des Objektes zu tun. Die kann ja trotzdem gem. den Verträgen erfolgen. Außer man würde von Seiten des AN argumentieren, dass er durch die Falschparker in der Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten behindert ist.


    Unter

    Zitat

    b) Überwachen der Ausführung von Tragwerken mit sehr geringen oder geringen Planungsanforderungen auf Übereinstimmung mit dem Standsicherheitsnachweis

    fällte es ohne weitere Diskussion auch nicht.


    Die Punkte

    Zitat

    c) Koordinieren der an dre Objektüberwachung fachlich Beteiligten

    d) Aufstellen, Fortschreiben und Überwachen eines Terminplans (Balkendiagramm)

    passen auch nicht.


    Bei Punkt

    Zitat

    e) dokumentation des Bauablaufs (zum Beispiel Bautagebuch)

    könnte man jetzt noch den Vorgang an sich dokumentieren.


    Die Punkte

    sprechen IMHO auch für sich und treffen auf die beschriebene Tätigkeit nicht vor.


    Zusammenfassend würde ich also weiterhin argumentieren, dass das Veranlassen des Abschleppens von Falschparken auf der (eingezäunten) BE-Fläche keine Grundleistung der HOAI ist, da dort nicht explizit erwähnt. Wie gesagt, in einer internen Schulung wurde uns mit Hinblick auf mögliche Nachträge zu HOAI-Verträgen mitgeteilt, dass alles, was nicht unter den Grundleistungen der Anlagen zur HOAI aufgelistet ist, auch keine Grundleistung sondern immer eine besondere Leistung ist.


    Hinsichtlich möglicher Behinderungsanzeigen durch den AN und deren Bearbeitung würde ich gegenüber dem AG dann argumentieren, dass durch die Planung, Ausschreibung und Ausführung eines Bauzaunes um die BE-Fläche alles im Rahmen der HOAI erforderliche getan wurde, um einen reibungslosen Ablauf der Baustelle zu ermöglichen. Dass sich Anwohner nicht an Regeln halten, kann wohl nicht in den Verantwortungsbereich des Planer/Objektüberwachers fallen. Wäre allenfalls noch zu klären, ob das öffnen des Zaunes durch entsprechende Sicherungen (Schlösser am Tor, Verbindungsschellen zw. den Elementen) das Problem beseitigen könnte.


    Ansonsten spricht in meinen Augen alles dafür, dass es sich bei der beschriebenen Tätigkeit um eine besondere Leistung handelt.

  • auch ein bauzaun kann "abschliessbar" aufgestellt werden . ist etwas aufwändiger , kann aber unbefugtes öffnen deutlich erschweren.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Vielleicht einfach mal mit dem Bauherrn/Antragsteller der VRAO reden. MMn sollte er die Kosten desjenigen übernehmen, der sich um die Entfernung der "Falschparker" kümmert. Die Alternative ist, dass ausführende Firmen eine Behinderungsanzeige schreiben und die Arbeit einstellen. Damit ist dann aber auch keinem geholfen.

    auch ein bauzaun kann "abschliessbar" aufgestellt werden . ist etwas aufwändiger , kann aber unbefugtes öffnen deutlich erschweren.

    gibts auch in Berlin zu kaufen: Verbindungsschellen

  • Wenn das Gelände unzäunt ist, und trotzdme geparkt wird, dann ist die Baustellenabsicherung mangelhaft erstellt oder geplant.

    Aber es gilt auch hier da Verursacherprinzip? Den Abschlepper muss ja auch jemand zahlen... und da wäre die Abrechnung diversere Leistungen gegenüber dem Fahrzeughalter auch rechtens. Nur da höre ich jetzt schon.... "Ah viel zu aufwendig, das Geld bekommst eh nicht..."....

    Aber Warum soll das der Bauherr nun zahlen? Als regionaler Architekt sollte dir das als "Firma" auch bekannt sein, in welchen Gebieten es zu solchen probleme kommt.. und das Unternehmerische Risiko ist doch auch noch irgendwo am leben?

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Nicht unbedingt.

    Der Falschparker :rulez:

    Also wenn täglich der Bauzaun auseinandergezogen wird, dann sollte man doch die paar Euro für die Fizierschellen beuaftragen, damit der Zaun nicht händisch geöffnet werden kann.


    Das ist auch mir klar, das nach einer polizeilichen Meldung der Falschparker das bezahlen muss.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Üblich waren bei mir bisher in Rahmen einer Baumaßnahme

    GU-Vergabe oder Einzelgewerke?


    GU:

    - GU ist verantwortlich für Aufstellung des Bauzaune, die Kontrollen und "Instandsetzung" der Baustellenabsicherung

    - GU ist verantwortlich für die Anlieferung seines Materials (Termin, Mengen, Teillieferungen, LKW-Größe, Taktung, ...)

    - GU ist verantwortlich für Sauberkeit udn Sicherheit seiner BE-Fläche.


    Einzelgewerkvergabe

    - BE-Fläche und die BE ist.i.d.R. im Umfang des Rohbauers enthalten, da dieser mit großen Maschinen hantiert, i.d.R. einen Kran aufstellt, Palettenweise Baumaterial geliefert bekommt und oft den Platz für Fahrmischer und Betonpumpe benötigt.

    Die weiteren Gewerke laufen dann unter "Mitbenutzer".

    Wenn der Rohbauer - als Hauptnutzer - den Zaun aufbaut sollte er ih nicht nur aufbauen, ggf. umsetzen und wieder abbauen, sondern auch kontrollieren und bei Schäden wieder Instandsetzen.


    Gibt es einen SiGe-Koordinator?


    Bei kleinteiliger Einzelvergabe und wenn nur ein paar "kleine" Handwerker vor Ort sind wird es schwierig. Dann sehe ich hier den Bauleiter / Koordinator nach RAB 32 in der Mitverantwortung, da dieser ja insgesamt dafür verantwortlich ist, dass die einzelnen Gewerke sich nicht behindern und die Terminabstimmung und -koordinierung passt.

    Hier Vertritt der Bauleiter den Bauherren, der ja als Bauherr m.M.n. für die Zugänglichkeit zum Grundstück verantwortlich ist.

    Ohne eine Bauleiter-Person wäre dann der Bauherr selber dafür verantwortlich, für einen behinderungsfreien Zugang zur Baustelle für die Handwerker zu sorgen - analog zu: 'Meine Garagenausfahrt ist zugeparkt'.


    Die Bauüberwachung, welche ja nur eine "technische" Überwachung ist, sehe ich hier nicht in der Pflicht - außer ggf. den Bauherren auf kurzem Wege zu informieren. Die BÜ ist kein Grundstückseigentümer, hat keinen Vertrag mit ausführenden Firmen und ist aus meiner Sicht nicht vertretungsberechtigt, Aufträge für die Firmen/den Bauherren auszulösen - Gefahr Im Verzug mal ausgenommen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Ich finde schon, dass das Abschleppen lassen bzw. die Kontrolle und Freimachung der widerrechtlich genutzten Parkplätze zu den Grundleistungen des fürstlich entlohnten Architekten im Rahmen der Bauleitung gehört! warum auch nicht? Schließlich gehören ja auch andere, nicht in der HOAI explizit erwähnte Leistungen zu den Grundleistungen der HOAI. Als da wären: Schnee räumen, Brötchen holen für den Bauherrn, Katze füttern (wahlweise durch Hund, Meerschweinchen oder Wüstenspringmaus zu ersetzen), Kinder zur Schule fahren/ abholen, Auto des Bauherren zur Werkstatt bringen. Pediküre. TÜV-Plakette "organisieren", Essen machen, Abräumen des Tisches, Abwasch, Wäsche waschen, jedoch nicht bügeln (keine Grundleistung der HOAI!), Rasen mähen, bei Rasenflächen bis max. 1.000 m², darüber wäre es gesondert zu vergüten (der Nachweis der m² sind vom Architekten zu erbringen; Lageplan, örtliches Aufmaß des Gartens. Anm.: Wird kein Aufmaß erbracht gilt der garten als unter 1.000 m² und ist bis zum gegenteiligen Nachweis auf Anfrage zweimal monatlich zu mähen).


    Glaubt Ihr denn Bauleitung wäre leicht verdientes Geld....nein....nein....

  • Anm.: Wird kein Aufmaß erbracht gilt der garten als unter 1.000 m² und ist bis zum gegenteiligen Nachweis auf Anfrage zweimal monatlich zu mähen).

    Moment mal, da muss ich Dich aber korrigieren. Natürlich ist zu trennen zwischen Grünflächen, also Rasen, und den Gemüsebeeten. Letztere werden natürlich nicht gemäht ! Hier wird regelmäßiges Gießen und Unkraut jäten fällig. Als Nicht-Experte in Sachen HOAI und Architektenrecht, kann ich aber nicht sagen, was hier an Erfolg geschuldet wird. Ich vermute schlicht, das was ortsüblich zu erwarten ist, beispielsweise Ernteertrag 2kg Erdbeeren pro m² und Saison.


    Der Aufschlag auf Honorarzone IV wird aber in Form von Naturalien vergütet. Bei Tomaten (sehr hohe Planungsanforderungen) wäre sogar Honorarzone V gerechtfertigt.

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    .

  • Wenn es eh oft so in der Stadt ist, dann würde ich Bauzäune immer so ausschreiben, dass sie fixiert sind und abschließbar sein sollen. Ist dann ein Bisschen teurer, aber wenn das Grundbedingung ist um einigermaßen vernünftig seinen Bau durchzuziehen, dann ist es eben so.


    Haben hier gerade so ein Fall für die Umgestaltung eines Parkes am See. Da müssen wir auch die Bauzäune fixieren. Nicht wegen Falschparkern, sondern wegen Spaziergänger, die meinen die wären seit 30 Jahren da immer vorbei und so ein popeliger Zaun wäre kein Hindernis. Oder letztens gerade eine Villa am See, wo Spaziergänger meinten, man könne über das Gedöns hinweg unbedingt zum See. Es ist teilweise echt ein Drama.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Was ist denn mit den Wartezeiten der LKW? Ich kenne das so, dass ab einer Stunde Standzeit (spätestens) für jede angefangene Stunde gezahlt werden muss. Wenn man nach dem Verursacherprinzip geht müsste dien auch vom Falschparker gezahlt werden.

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Schließlich gehören ja auch andere, nicht in der HOAI explizit erwähnte Leistungen zu den Grundleistungen der HOAI.

    Rechnest Du mit Deiner Frau nach HOAI ab? Wenn das von Dir aufgezählte die Grundleistungen sind, wie werden dann besondere Leistungen, z.B. die ohne helle Beleuchtung vergütet?:D

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ist das nicht der Sinn der Sache?

    Ich dachte, das wäre anders rum. Wieder was gelernt.

    Aber Skeptiker, der Thread rutscht davon. Ich schreibe ab jetzt hier nur noch sachbezogen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Lustig, was hier alles so vermutet wird ...


    Die Baustelleneinrichtungsfläche ist allseitig umzäunt, die Zaunfelder sind alle fest miteinander verschraubt, teilweise doppelt, und überwiegend zusätzlich mit Draht verzwirbelt. Die Verschraubungen werden täglich geöffnet, mal mit Gewalt (Aufhebeln, Aufbrechen) mal mit Werkzeug.



    Das Problem in dieser Nachbarschaft (berlinerisch "Kiez") ist das Fehlen jeglicher sozialer Kontrolle. Einen Tag (ca. 20 Stunden) nach dem Abtransport von 2,5 m3 illegal auf der Straße abgestelltem Sperrmüll durch Ordnungsamt und Stadtreinigung sieht es so aus:



    Auf die anderen Punkte gehe ich später ein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Jetzt ernsthaft?:eek:=o


    Und ja, ich denke, man kann bei der Menge besondere Leistungen abrechnen. Wenn siwas ein oder zwei Mal passiert, kein Problem, aber so....

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  • vielleicht sind 8h Wachschutz günstiger als 5h Architektenleistung?

    Sicherlich. Eine Baustellenüberwachung gibt es schon, aber die findet per Funk aus der Ferne statt - ohne Personal vor Ort. Das wäre schlicht nicht zu bezahlen.

    GU-Vergabe oder Einzelgewerke?

    Für die eigentliche Fragestellung unerheblich.

    Wenn der Rohbauer - als Hauptnutzer - den Zaun aufbaut sollte er ih nicht nur aufbauen, ggf. umsetzen und wieder abbauen, sondern auch kontrollieren und bei Schäden wieder Instandsetzen.

    Tut er auch. "Unterhalten" heißt aber nicht, "sich um Falschparker kümmern".

    Gibt es einen SiGe-Koordinator?

    Ja, aber der ist nun wirklich nicht für das illegale Verhalten Dritter zuständig!

    Hier Vertritt der Bauleiter den Bauherren, der ja als Bauherr m.M.n. für die Zugänglichkeit zum Grundstück verantwortlich ist.

    Nein, das tut der Bauleiter nach LBO nur auf dem Baugrundstück und wenn er entsprechend bevollmächtigt und beauftragt ist. Es handelt sich zum sondergenutztes öffentliches Straßenland.

    Ohne eine Bauleiter-Person wäre dann der Bauherr selber dafür verantwortlich, für einen behinderungsfreien Zugang zur Baustelle für die Handwerker zu sorgen - analog zu: 'Meine Garagenausfahrt ist zugeparkt'.

    Die Baustelle ist in Umgehung der BE-Fläche direkt vom öffentlichen Straßenraum aus zugänglich. (Deine Überlegungen haben nur sehr wenig mit der geschilderten konkreten Situation zu tun!)

    Die Bauüberwachung, welche ja nur eine "technische" Überwachung ist, sehe ich hier nicht in der Pflicht - außer ggf. den Bauherren auf kurzem Wege zu informieren. Die BÜ ist kein Grundstückseigentümer, hat keinen Vertrag mit ausführenden Firmen und ist aus meiner Sicht nicht vertretungsberechtigt, Aufträge für die Firmen/den Bauherren auszulösen - Gefahr Im Verzug mal ausgenommen.

    Sorry, ich kann nicht mehr folgen!

    Wenn es eh oft so in der Stadt ist, dann würde ich Bauzäune immer so ausschreiben, dass sie fixiert sind und abschließbar sein sollen. Ist dann ein Bisschen teurer, aber wenn das Grundbedingung ist um einigermaßen vernünftig seinen Bau durchzuziehen, dann ist es eben so.

    Der Bauzaun ist fixiert und abgeschlossen. Er wird trotzdem praktisch täglich mutwillig geöffnet.

    Was ist denn mit den Wartezeiten der LKW? Ich kenne das so, dass ab einer Stunde Standzeit (spätestens) für jede angefangene Stunde gezahlt werden muss. Wenn man nach dem Verursacherprinzip geht müsste dien auch vom Falschparker gezahlt werden.

    Kann man versuchen, erscheint mir aber eher eine ABM für unterbeschäftigte Juristen und pragmatisch gesehen aussichtslos.

    Aber Skeptiker, der Thread rutscht davon. Ich schreibe ab jetzt hier nur noch sachbezogen.

    :thumbsup: :bier:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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