Ursache von Blasenbildung bei Spachtelputz

  • Auf Betonwänden (ca. 1 Jahr alt) wurde erst Knauf BetoKontakt, dann Bito Maschinenspachtel MS 108 mit einer Schichtstärke von 1-2 mm aufgebracht. Danach zeigte sich dieses Bild:



    Es kam also zur Bildung vieler kleiner Blasen mit einem Durchmesser von jeweils 4 - 8 Millimetern. Die Blasen sind hohl und lassen sich nach dem Abbinden des Spachtelputzes mit dem Finger zerdrücken. Danach bleiben kleine Krater zurück. Die sichtbaren größeren "Buckel" oder "Blasen" sind nicht die Quarzsandeinstreu des BetoKontakt! Hat jemand eine Idee, was hier passierte und wie dies zu bewerten ist?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bito Maschinenspachtel:

    • gebrauchsfertig
    • leicht förderbar
    • für mineralische und organische Untergründe
    • Produkt ist auf Dispersionssilikatbasis
    • weißer Dolomitmarmor bester Qualität
    • maximales Füllvermögen
    • hoher Weißgrad
    • emissions- und lösemittelfrei
    • Cradle to Cradle® zertifiziert


    Einsatzbereiche:
    Für übliche Spritzspachtelungen im Trockenbau, Strukturspachtelungen an Wand- und Deckenflächen im Innenbereich sowie zum Einbetten von Spachtelvliesen.


    UNd Nun der Betonkontakt:

    • Für den Innenbereich
    • Besonders emissionsarm
    • Gebrauchsfertig
    • Schafft griffige Oberfläche
    • rosa pigmentiert
    • Verarbeitung mit Maschine oder von Hand
    • Bei mineralischen Untergründen (insbesondere Beton)
    • Emicode EC1PLUS geprüft


    Anwendung im Innenbereich auf Ortbeton und Betonfertigteilflächen, Vollbetondecken aus Bauelementen (Filigrandecken), EPS und XPS, sonstigen dichten, nicht saugenden Untergründen als Putzhaftbrücke nach DIN 18550. Betokontakt wird aufgebracht vor dem Aufbringen von:


    • Gipsputzen (z. B. MP 75 L , MP 75 G/F, MP 75 Diamant)
    • Handputzen (z. B. Rotband)
    • Ansetzbinder für Trockenputz (z. B. Perlfix)
    • Geeigneten Dünnputzen (z. B. Multi-Finish).



    Mein Bauchgefühl sagt, der Bito passt da nicht dazu. und vorallem wie trocken war der Haftgrund?(angetrocknet oder durchgetrocknet?

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Mein Bauchgefühl sagt, der Bito passt da nicht dazu.

    Aha. Und wieso?

    wie trocken war der Haftgrund?(angetrocknet oder durchgetrocknet?

    Der Betonkontakt war durchgetrocknet (Die Trocknungszeit war in Wochen zu messen bei Temperaturen zwischen 5° C und 10° C.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Liegen unterhalb der Blasen zufällig Löcher im Beton?

    An einigen Stellen ja. Ob überall, habe ich noch nicht geprüft.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • sarkas weiß das sicherlich besser.


    Ich hatte mal einen ähnlichen Effekt mit einer Bodenfarbe auf Beton. Eine echte Erklärung habe ich nicht. Damals wurde Feuchtigkeit verdächtigt die über die Löcher im Beton nach oben wollte, und die "dichte" Farbe war da im Weg, was beim Trocknen zu solchen Blasen geführt hat.

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  • Ich hatte mal einen ähnlichen Effekt mit einer Bodenfarbe auf Beton. Eine echte Erklärung habe ich nicht. Damals wurde Feuchtigkeit verdächtigt die über die Löcher im Beton nach oben wollte, und die "dichte" Farbe war da im Weg, was beim Trocknen zu solchen Blasen geführt hat.

    Hmmm


    Der Beton ist nach über einem Jahr schon relativ trocken, hat aber sicher noch keine Ausgleichsfeuchte mit der Raumluft (momentan etwas feuchter als Außenluft) erreicht, dürfte aber nach meiner Erfahrung noch ca. 4 - 6 CM-Prozent Restfeuchte haben. Eine Aufwölbung des Putzes durch Wasserdampfbildung war auch meine erste Idee, aber ich mag daran nicht so recht glauben, weil der Spachtelputz gerade 'mal einen sd-Wert von 0,06 m / mm Auftragsstärke hat (allerdings im trockenen Zustand) und hier maximal 1,5 mm Schichtstärke aufgetragen wurden. Außerdem sind die Blasen recht groß.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • chemische reaktion hätte ich gesagt, außer der Spachtel wäre so luftig angemischt worden das dadurch Lufteinschlüsse entstanden sind. Wäre aber dann schon von anfang an dann so.


    ...und was mich etwas stört (als Laie, das "Dolomitmarmor"
    Mich dünkt, das Marmor, mit Alkai und Säuere so seine probleme hätte.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Dieses Bild zeigt sich grundsätzlich immer nach der ersten Spachtelung

    auf Beton diese Art(auch mit Betonkontakt).

    Nach der zweiten Schicht Spachtelung mit der vorgeschriebenen

    Schichtdicke passiert dies dann nicht mehr.

    Sollte aber für das verarbeitende Gewerk nichts neues sein.

    Dieser Spritzspachtel ist ja nicht gerade für große Schichtstärken

    gedacht.


    Oftmals werden diese Spachtelputze mit dem Airlessgerät aufgetragen.

    Diese Spachtelputze werden schon spritzfertig in Säcken angeliefert.

    Warum dies jetzt eine Eigenart von diesem Beton ist, weiß ich nicht.

    Kenne es aber gar nicht anders.


    LG Oliver

  • Dieses Bild zeigt sich grundsätzlich immer nach der ersten Spachtelung auf Beton diese Art(auch mit Betonkontakt). Nach der zweiten Schicht Spachtelung mit der vorgeschriebenen Schichtdicke passiert dies dann nicht mehr. Sollte aber für das verarbeitende Gewerk nichts neues sein.

    Genau so ist es. Das Gewerk erzählt mir auch seit einer Woche genau das: "Ist immer so, ist beim zweiten Mal bzw. der zweiten Schicht weg, ..." aber ich bin halt Skeptiker und als solcher - äh - ske… misstrauisch! Vor allem würde ich gerne verstehen, was da passiert. Okay, ich warte also einfach mal ab.

    Warum dies jetzt eine Eigenart von diesem Beton ist, weiß ich nicht. Kenne es aber gar nicht anders.

    Das beruhigt! Danke für die Einschätzung!


    :thumbsup:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Abbindeprozeß erzeugt Wärme.

    Die Luft in den Lunkern dehnt sich aus.

    Richtung frischen Beton kann es sich nicht ausgleichen.

    Also geht die Reise durch die plastischen Beschichtung...….

    Ganz normaler Vorgang bei Schichten auf Beton.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • chemische reaktion hätte ich gesagt, ... "Dolomitmarmor" Mich dünkt, das Marmor, mit Alkai und Säuere so seine probleme hätte.

    Beton ist hoch alkalisch. Säure ist da keine - außer Bito rührt sie unsinnigerweise in den Spachtel. Und dann würde sie vom Beton neutralisiert. Das erscheint mir also sehr abwegig.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ICh war ja nicht explizit auf Säure aus, eher darauf das es Marmor auf Ph-Wert Verschiebung reagiert, also auch in Richtung Alkalität.

    MItlerweile hab ich aber auch etwas tiefer gekratzt und festgestellt, das Dolomitmarmor aus Calzium & Magnesium besteht, welches ja auch eher alkalischer Richtung sich bewegt.

    Ich gestehe, meine Schlussfolgerung gründete hier auf sumpfigen Boden. trotzdem wieder was gelernt. :D

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  • Der Abbindeprozeß erzeugt Wärme.

    Die Luft in den Lunkern dehnt sich aus.

    Richtung frischen Beton kann es sich nicht ausgleichen.

    Also geht die Reise durch die plastischen Beschichtung...….

    Ganz normaler Vorgang bei Schichten auf Beton.

    Das kann ich unterschreiben, und ...


    wenn man das Material aufträgt (ist fast egal welches) übe ich beim Abziehen einen gewissen Druck aus, wobei die Luft in den Lunkern komprimiert wird, und dann den Drang hat sich wieder auszudehnen/auszugleichen. Voila.

    Gruß Werner :)