Darf Kachelkaminabbruch in Bauschutt

  • Bei uns weder in den Bauschutt noch Bauschmischschutt.

    Solche Kamine werden wie Schornsteine als schadstoffbelastet betrachtet, im Zweifelsfall ist eine kostenpflichtige Analyse erforderlich, unter Umständen wird immer eine Analyse gefordert um den Schadstoffgehalt feststellen zu können.


    Das sollte unbedingt mit dem Entsorger vorher geklärt werden, bevor der komplette Container als schadstoffbelastet eingestuft wird, denn dann wird es richtig teuer.

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  • Vor fünfundzwanzig Jahren, als ich zum letzten Mal einen abriss, waren die eine eigene Schuttkategorie.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es könnte evtl. günstiger sein, nur diese schadstoffbelasteten Teile direkt an einer Deponie anzuliefern, aber ein Anruf beim Container Anbieter ist sicherlich keine schlechte Idee. Kommt halt auch darauf an, wie groß der Kachelofen war und was da an Material zusammenkommt.

    Bei der Demontage entsprechende Vorsicht walten lassen, man weiß ja nicht, was da alles verbaut wurde. Je nach Alter könnten sich auch asbesthaltige Materialien finden die als Brandschutz oder Abdichtung an verschiedenen Stellen verbaut wurden. Man sollte bei der Demontage den ganzen Kram nicht im gesamten Haus verteilen.

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  • Gute Idee mit dem Trennen der schadstoffbelasteten Teile. Ich habe mal ein Bild angehängt, sind dann alle Teile des Kamins schadstoffbelastet? Danke!

    Das ist kein Kachelofen oder Schornstein, sondern so gut wie sicher ein ummauerter Kamineinsatz. Der zerfällt nach Einsatz des Vorschlaghammers in unbelasteten mineralischen Bauschutt und etwas Metallschrott.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • sind dann alle Teile des Kamins schadstoffbelastet? Danke!

    Nein. Die Verkleidung (Keramik) beispielsweise sollte unbelastet sein.Der Sockel unten an sich auch.


    Normalerweise lohnt sich ein Trennen nicht, da der Zeitaufwand ja auch Geld kostet.


    Ganz grob könnte man sagen, dass Teile die mit Feuer oder Rauchgasen in Berührung kommen, mit hoher Wahrscheinlichkeit schadstoffbelastet sind, Die Tür mit der Glasscheibe eher nicht, die lässt sich reinigen, und im Gegensatz zu "Steinen" nehmen die auch nichts auf.

    Schamottsteine hingegen, aber auch Brandschutzplatten (können sich auch im Bereich der Luftführung befinden) gelten als schadstoffbelastet.


    Am besten mal mit dem Entsorger reden. Es könnte sein, dass der Aufpreis so gering ist, dass sich ein Trennen wirklich nicht lohnt. Theoretisch wäre es auch möglich, dass man komplett davon absieht das Material als schadstoffbelastet zu betrachten, da "nur Holz" verfeuert wurde. DIe Logik dahinter muss man nicht immer verstehen. DIe Entsorger/Deponien haben hier in meinen Augen keine einheitiche Linie. Das stelle ich jedes Mal fest, wenn ich im Rhein-Neckar Kreis oder Landkreis K´he etwas entsorgen möchte, im Gegensatz zum Neckar-Odenwald Kreis, wo ich wohne.

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  • Der zerfällt nach Einsatz des Vorschlaghammers in unbelasteten mineralischen Bauschutt und etwas Metallschrott.

    Nicht ganz. DIe "Brennkammer" (Schamott) gilt als belastet. Es könnte aber tatsächlich sein, dass hier ein kompletter Kamineinsatz verbaut ist, sieht auf dem Bild zumindest danach aus. Dann wäre könnte man alles drumerhum abbauen und einfach entsorgen, und wegen dem Einsatz dann den Entsorger fragen. Evtl. reicht es die Schamottsteine zu entfernen und das Thema ist erledigt.

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  • Hallo,

    super vielen Dank für die detailierten Antworten, ich werde mit dem Entsorger sprechen und die Details klären, siehr aber so aus, als ob bei meinen Sanierungsarbeiten ein Bauschuttcontainer ausreicht.


    Grüße

  • Nicht ganz. DIe "Brennkammer" (Schamott) gilt als belastet.

    Da reden wir über wenige Schamotte-Stücke von vielleicht 30 kg. Und womit sollen die belastet sein? Vor und auf ihnen hat ein Feuerchen aus Scheitholz oder irgendwelchen Presslingen gebrannt, kein Öl oder ähnliches! Ja, das kann man erstmal separat sammeln und beim Entsorgen fragen, wie er es gerne hätte, aber ernsthafte Sorgen würde ich mir da nicht machen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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