Fachgerecht ist viel teurer, unser Pfusch ist billiger

  • Manchmal glaubt man gar nicht wie dreist Handwerker seien können:


    Meine Mutter, knapp 90 und geistig und körperlich noch sehr rüstig, brauchte einen Elektriker und rief ihren "Haus- und Hofelektriker" an. Der kam und musste u.a. den LS in der Verteilung tauschen. Die Folge -> FI musste eingebaut werden. So weit, so gut.

    Am WE hab ich mir das dann angesehen und siehe da, FI mit 40A Nennstrom eingebaut (bei möglichen > 40A der LS ) Meine Mutter ruft den Eli an und der sagt:

    Ja, im Prinzip hat er Recht, aber die Dinger (FI/RCD 63A) sind viel teurer, deswegen bauen wir die normal nicht ein. ;(:wall::eek:

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  • ja, rund ~25€ Aufpreis brutto Straßenpreis für einen Marken RCD... 40A/0,03 vs. 63A/0,03 :rb:


    Wie ist den die Hausabsicherung oder Zählervorsicherung dimensioniert? Oft sind das nicht mal 40A (35A ist ein typ. EFH Größe).

    Kann aber mit Nachtspeicheröfen, Landwirtschaft etc... auch ganz anders aussehen.


    Beim summieren der LS-Werte hast du die Phasen schon beachtet, oder?

  • Wie ist den die Hausabsicherung oder Zählervorsicherung dimensioniert?

    NH Sicherung = 50 A

    hast du die Phasen schon beachtet

    Sorry, aber das ist schon fast ne Beleidigung. Ja, hab ich. Trotzdem zu viel für 40A Mögliche Verbraucher neben Küchengeräten sind Elt-Brennofen, Schwimmbad, Waschmaschine,..... Also nix Gleichzeitigkeitsfaktor

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  • Am WE hab ich mir das dann angesehen und siehe da, FI mit 40A Nennstrom eingebaut (bei möglichen > 40A der LS )


    Hängt dann alles hinter einem RCD? Sinnvoll wäre hier doch die Aufteilung auf 2x RCD 40/0,03, dahinter dann die LSS. Nicht nur wegen Überlast RCD und Ausfallsicherheit, man sollte ja auch mal daran denken, das in einem Endstromkreis ein paar mA an Leckstrom, Ableitstrom durchaus fliessen dürfen.


    Trotzdem zu viel für 40A Mögliche Verbraucher neben Küchengeräten sind Elt-Brennofen, Schwimmbad, Waschmaschine,..... Also nix Gleichzeitigkeitsfaktor

    Wie werden denn Brennofen, Schwimmbad, Küche und Waschmaschine gleichzeitig genutzt? Hier hätte ich durchaus haushaltübliche Gleichzeitigkeitsfaktoren von irgendwas im Bereich 0,45-0,6 angesetzt.

  • 1* FI ja, besser (normgerecht) wären 2, schon klar. Steht auf der ToDo Liste.

    Schwimmbad gleichzeitig mit Küche und WaMa (Keller) möglich Brennofen eher nicht. Aber 0,45 bis 0,60 :eek: Das wären ja "nur" rd. 2.500 Watt. NÖ

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  • man sollte ja auch mal daran denken, das in einem Endstromkreis ein paar mA an Leckstrom, Ableitstrom durchaus fliessen dürfen.

    Das wäre für mich der entscheidende Faktor, denn immer mehr Geräte habe entsprechend große Filter(kondensatoren) am Netzeingang, und die werden meist auch nicht mit abgeschaltet, hängen also ständig am Netz. Bei Geräten mit Festanschluss können die Y-Kondensatoren in den Filtern sogar noch größer gewählt werden.

    Oft laufen einzelne RCD schon so an ihrer Grenze, dass ein zusätzlich eingestecktes Gerät, sei es Staubsauger, Rührmixer, oder was auch immer, zu einem Auslösen des RCD führt.


    NH Sicherung = 50 A

    50A im HAK und dann im Zählerbereich (SLS?) evtl. niedriger?


    besser (normgerecht) wären 2, schon klar. Steht auf der ToDo Liste.

    Das hat der Eli vorhergesehen, und sich gedacht, dann reicht jetzt auch ein 40A :D

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  • Also nicht nur bei mir solche 'Pfeifen' ;-)

    Bei mir auch nur RCD 40A eingebaut, 63A SLS davor und hinter dem RCD mehrere LS mit 13A und 16A. Pro Phase wird damit die 40A überschritten.

    Leider zu spät erkannt / gesehen nach Abnahme. Mehrere Reklamationen bisher verliefen im Sande.

    Wollte da aber keine große Welle machen. Die werden irgendwann getauscht auf 63A oder die LS mehr verteilt.


    VG

  • gabs da schon SLS? Ich wüsste nicht.

    Woher soll ich wissen, ob und was da evtl. nachgerüstet wurde? Deswegen ja das Fragezeichen. Es war auch durchaus üblich, nach dem Zähler Schraubsicherungen zu verbauen.

    Bei mir im Betrieb (Anlage Bj. 1966?) geht´s direkt aus dem Zählerschrank in einen zweiten Schrank zur Verteilung, und da stecken gleich am Eingang 3 dicke Schraubsicherungen, und Schalter mit denen man einzelne Gebäudeteile "stromlos" machen kann.


    Bei anderen Anlagen befinden sich oberhalb es Zählers solche Sicherungen.

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  • Viel fraglicher (für mich zumindest)

    wenn die Hautpsicherung 50A packt und der FI 40A

    A) löst eine FI bei 40A aus? (ist ja eigentlich nur für Fehlerstrom)

    B) "brennt" der FI ab bei >40A wegen überlast

    C) brennt die Verkabelung zwischen FI und Hauptsicherung bei 50A.


    alles andere ist doch NUR Zahlenschieberei.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • A) löst eine FI bei 40A aus? (ist ja eigentlich nur für Fehlerstrom)

    Nein


    B) "brennt" der FI ab bei >40A wegen überlast

    Ja


    C) brennt die Verkabelung zwischen FI und Hauptsicherung bei 50A.

    Hängt natürlich vom Leitungsquerschnitt ab. Bei 16 qmm nicht, bei 10 qmm wird es je nach Verlegeart knapp.

    Nach der Theorie muss die Leitung natürlich auf eine Belastbarkeit von mindestens 50 A ausgelegt sein.

  • Zitat

    Woher soll ich wissen, ob und was da evtl. nachgerüstet wurde? Deswegen ja das Fragezeichen. Es war auch durchaus üblich, nach dem Zähler Schraubsicherungen zu verbauen.

    Bei mir im Betrieb (Anlage Bj. 1966?) geht´s direkt aus dem Zählerschrank in einen zweiten Schrank zur Verteilung, und da stecken gleich am Eingang 3 dicke Schraubsicherungen, und Schalter mit denen man einzelne Gebäudeteile "stromlos" machen kann.


    Bei anderen Anlagen befinden sich oberhalb es Zählers solche Sicherungen.



    Vorsicherung ist doch normal. Damit kann man den Schrank stromlos machen, ohne gleich die Hauptsicherung ziehen zu müssen, die plombiert ist und für die oft spezielles Werkzeug benötigt wird. Später wurden Schalter eingebaut. Ist auch praktisch wenn man mehrere Verteiler hat. Dann muss nicht die ganze Bude dunkel gemacht werden, wenn nur an einem Teil gearbeitet wird. War zu meiner Zeit hier im Süden normal.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • C) brennt die Verkabelung zwischen FI und Hauptsicherung bei 50A.

    Das darf an sich nicht passieren, denn nicht erst seit heute müssen die Leitungen entsprechend dimensioniert werden. Man muss auch unterscheiden zwischen unzulässiger Erwärmung und "Brand". Bis es an so einer Leitung zu einem Brand kommt muss schon viel passieren.


    Es ist zwar nicht bekannt, was für Leitungen wo und wie verlegt wurden, daher besteht immer ein Risiko, dass man die Situation falsch einschätzt, Brandgefahr würde ich aber als gering einschätzen.

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  • Es ist zwar nicht bekannt, was für Leitungen wo und wie verlegt wurden, daher besteht immer ein Risiko, dass man die Situation falsch einschätzt, Brandgefahr würde ich aber als gering einschätzen.

    Bei einer Anlage von 1969 würde ich mein Augenmerk sehrwohl darauf legen! Da genügen auch nur schlecht angezogene Klemmstellen. Oxidation ect ect.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Leitungsverlegung = Impu-Kabel in Pb bis auf Zuleitung NH -> Verteiler. Der Eli hat nach dem Einbau des (falschen) FI gemessen und einige Fehler gefunden. Auch da, wo vorher Elektromeister dran waren.

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  • Bei einer Anlage von 1969 würde ich mein Augenmerk sehrwohl darauf legen!


    Aber das führt nicht gleich zu einem (Leitungs)Brand, darauf wollte ich hinaus.


    Abgesehen davon, die Leitungen haben bisher funktioniert, warum sollten die jetzt wegen dem RCD abrauchen? Die Notbremse im HAK ist weiterhin intakt, daran hat sich nichts geändert.


    Es ist unstrittig, dass so eine Installation Schwachstellen aufweisen kann. Ich hatte ja mal ein Bild von einer Dosenklemme eingestellt die verschmort war. Das hat aber nichts mit dem Einbau des RCD zu tun.

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  • Wir wissen aber auch nciht wirklich wie die bisherige Installation aussieht. Daher , und nur allein schon aus dem grund der UNKLAREN SACHLAGE stell ich theoretische Annahmen INFRAGE. Was ich nicht weis, kann ich nicht positiv abhaken.

    Viellicht hängt der FI nun an einer anderen stelle und dadurch wurde die Verkabelung zwischen Hauptsicherung und Sicherungsautomat geändert.

    Wäre jetzt kein Aufwand die paar Kabel zu prüfen oder zu wechseln beim Austausch des FI. Oder wurden nur verbogen und nicht Klemmstellen nicht nachgezogen, was wiederrum zu schlechten kontaktstellen führt.

    Deswegen seh ich den FI in falscher leistungsklasse zwar kritisch, wichtiger sind aber die kleinen Details. die entscheiden obs zu Ärger führt bzw das Gefährdungspotenzial erhöht, als nur die Leistungsklasse zwischen 40-50A zu diskreditieren.

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  • A) löst eine FI bei 40A aus? (ist ja eigentlich nur für Fehlerstrom)

    Nein.

    B) "brennt" der FI ab bei >40A wegen überlast

    Davon wuerde ich bei hier genannten 50A nicht ausgehen. Die 40A beziehen sich auf die Kontaktbelastbarkeit, also welche Stromstärke sicher geschalten werden können muss. Bei >>40A kann es zum Versagen beim Schalten (Kontakttrennung) kommen.

    C) brennt die Verkabelung zwischen FI und Hauptsicherung bei 50A.

    Nein. Hier ist die NH-Sicherung (oder bei neueren Anlagen der SLS) das strombegrenzende Element. Die gewählte Grösse Strombelastbarkeit RCD (40 oder 63A) hat darauf keinen Einfluss.