Heizung teilentleeren - nach Neubefüllung Therme entlüften?

  • Moin,


    ich will die beiden existierenden Heizkörper im DG abbauen da sie mich beim Entkernen des DG stören. Danach wird das DG so oder so neu aufgebaut und die Heizkörper werden entsorgt. Es ist also nur eine temporäre Geschichte bevor der Sanitäter irgendwann aufschlägt und alles neu verrohrt und anschliesst.


    Ich will dazu solange Wasser aus dem System ablassen, bis aus den HK im OG aus deren Entlüftung kein Wasser mehr kommt. Dann gehe ich davon aus, dass das DG "leer ist".


    Nun wollte ich erst an den dafür vorgesehenen Stelle im Keller das Ablassen durchführen. Diese ist sinnigerweise die tiefste Stelle im System. Ich kam nun ins Grübeln ob mir dann evtl. auch die Therme leer laufen könnte. Ich meine nicht, da ja eigentlich erstmal das "höherliegende" Wasser ausströmen sollte bevor der Füllstand der Gesamtanlage die Höhe der Therme erreicht (also eigentlich OG und EG wasserleer ist - Therme steht im Keller). Und soweit soll es ja nicht kommen..... Aber beim Ablassen wird das System ja Luft aus dem Ablass-Schlauch ziehen (wir erzeugen ja kein Vakuum) - und wo die Luft dann hingeht.... könnte ja auch in der Therme landen?


    Die Therme hat zwar einen Schnellentlüfter aber ich habe keinen Schimmer wie der so nach 30 Jahren noch funktioniert. Es gibt in der Therme 2 Ventile - einmal am Wärmetauscher und einmal an der Pumpe zum manuellen entlüften nach (Neu-/Erst-)Füllung der Heizungsanlage.


    Ich möchte eigentlich die Notwendigkeit einer Entlüftung der Therme vermeiden. Daher frage ich mich:


    - Besser das DG vollständig über das Entlüftungsventil eines HK im OG entlüften (was sehr lange dauern dürfte)? Darüber sollte ja sichergestellt sein, das in den darunter liegenden Teilen des Systems keine Luft "ankommen" wird.

    - Die Therme wird auch bei Teil-Entlüftung bis zum OG über den untersten Punkt im System nicht in einen Zustand kommen das sie entlüftet werden müsste nach Wiederauffüllung.


    Was meint Ihr?

  • ähm, Nein,

    Ich weis nicht ob ich darauf überhaupt antworten sollte..... aber ich sag mal so.... egal was gemacht wird, es kann IMMER zu problemen führen, weil irgendwas nach 30 Jahren nicht mehr so tut wie es sollte.... ob es pisst oder abbricht oder nicht mehr schaltet. Sooo viel schon erlebt.

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  • Nunja - aber die 2 HK im DG müssen raus... Bis KW23 muss das alte Schätzchen dann noch durchhalten. Daher die Idee die Therme am besten gar nicht anzufassen. Mir erscheint das Ablassen über die Entlüftung im 1. OG am sichersten. Da bekommt die Therme ja unten quasi gar nix mit ;)


    Danach dann ganz langsam wieder auf 1 bar auffüllen und alle HK der Reihe nach durch-entlüften.... das wiederholen bis alles gefüllt ist, Pumpe anschmeissen und danach nochmal HK entlüften + auffüllen.


    Wie gesagt. Die Therme will ich am liebsten nicht anfassen.

  • - Besser das DG vollständig über das Entlüftungsventil eines HK im OG entlüften (was sehr lange dauern dürfte)?

    So lange dürfte ds nicht dauern, die Wassermenge im DG ist ja überschaubar.

    Wenn ich im DG einen Heizkörper austausche dann entleere ich auch nicht die komplette Anlage,bei vorhandener Absperrung nur den Heizkörper, ansonsten halt so viel bis der Heizkörper "leer" ist.

    Wenn da ein paar 10l Eimer zusammenkommen dann ist es schon viel.


    Man könnte theoretisch auch vereisen, aber das macht nur Aufwand und man braucht das passende "Werkzeug".

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  • Jo - am HK kann ich leider nix absperren. Ich werde es wohl über die Entlüftung im OG machen.


    Off-Topic:

    Die 4 Kappen draufsetzen im DG traue ich mir noch zu. War ja bei mir sogar mal Ausbildungsbestandteil - ach was sage ich - Z-Maß Verrohrung mit einem Rohr als Ausgangsmaterial war sogar Prüfungsbestandteil :D Nur Heizungsanlagen waren nicht Bestandteil - war in Industrianlagen auch eher Themenfremd :D

  • Die 4 Kappen draufsetzen im DG traue ich mir noch zu.

    Ist jetzt auch kein Hexenwerk. Ansonsten halt einen Heizungsbauer holen. Aber dazu musst Du erst einmal einen finden, der wegen so was anrückt, ohne eine große Rechnung zu schreiben.

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  • Man könnte theoretisch auch vereisen, aber das macht nur Aufwand und man braucht das passende "Werkzeug".

    Wiebitte? das geht schneller und mit deutlich weniger aufwand als eine Anlage zu entleeren.

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  • Klar, aber selbst viele Heizungsbauer können das nicht, und unter Umständen sind die HK so eng verbaut dass man sowieso nicht richtig ran kommt.

    Ein Laie hat üblicherweise nicht die Ausstattung, und wenn man dann das ganze hin und her rechnet, hat man auch die paar Liter Wasser aus der Anlage geholt.

    Das Teilentleeren dauert jetzt auch nicht so lange.

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  • Wenn sowieso das ganze DG entkernt wird, dann einfach den örtlichen Heizungsbauer rufen und die Anlage "Komplett" entleeren, je nach Fachkenntnis macht man das Entleeren selbst.


    Dabei auch alle Thermostate an den Heizkörpern im DG öffnen, die anderen bleiben geschlossen.


    Anschließend die Steigleitungen trennen und verkappen, Wasser auffüllen und fertig.


    Kostet maximal 120 Euro.


    Genau so habe ich es bei meinem Umbau gemacht, anschließend alle Rohre raus uns später in der neuen Installationsebene neu aufgebaut.

  • Eben. Man wird hier nur teilentleeren. Danach die offenen Leitungsstücke abstopfen, Anlage wieder befüllen damit der Betriebsdruck sichergestellt ist, und man kann die nächsten paar Tage weiter heizen, bis die Heizung sowieso ausgetauscht wird.

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  • R.B.

    Hat den Titel des Themas von „Heizung teilentlassen - nach Neubefüllung Therme entlüften?“ zu „Heizung teilentleeren - nach Neubefüllung Therme entlüften?“ geändert.
  • So... Alles erledigt. Einer der vier Anschlüsse war ein bisschen widerspenstig was die Dichtheit anbelangt. Aber nun ist alles dicht. Heizung läuft wieder. Ich hoffe sie schafft noch die paar Monate. Der Wärmetauscher ist an den Anschlüssen doch schon ziemlich keimig und bei sehr hoher VL fängt es an ein klein wenig zu tropfen. Aber die 2-3 Monate Heizperiode muss es noch gehen ;)