Qualitätsunterschiede Betonsteinpflaster

  • Guten Morgen,


    wir planen derzeit unsere Außenanlagen. Es müssen ca 150qm Wege gemacht werden.

    Wir wollen hauptsächlich normales graues Rechteckpflaster 20x10x6 verlegen - eingefasst von anthrazitfarbenen Palisaden (Terrasse, Eingangspodeste) und Rasenkantensteine (5x25x100 - mit nut und Feder).



    Wenn ich mir bei den Baumärkten online so die Bewertungen anschauen, stelle ich fest dass die Kunden durchaus Unterschiede in der Qualität festellen. Da geht es hauptsächlch um Sachen wie:

    • Starke Kalkausblühungen bereits bei Anlieferung
    • Kalkausblühungen nachdem die Steine verlegt seind
    • Maßtolleranzen in allen Dimensionen
    • Maßtolleranzen auch bei Bordsteinen (Beulen)
    • Unterschiede in den Chargen (Maße, Farbe)
    • Zu viel Bruch in der Pallette
    • Probleme mit der Anlieferung / Unzuverlässige Terminabsprachen

    Ich denke mir halt, bei so was einfachem wie einem grauen Betonrechteckstein kaufste da, wo die Steine am günstigsten sind - bei dem Baumarkt meiner Wahl gibt es Steine von Gala Lusit für 8 Euro/qm - also schon sehr günstig. Allerdings sind die Rasenkanten von Gala Lusit laut Bewertungen manchmal nicht so gut.


    In anderen Baumäkrten kommen die von EHL besser weg,


    Kann man sagen, dass die Qualitätsunterschiede je Charge bei allen Herstellern - Gala Lusit, EHL und Kann gleich sind ?


    Habe mir vom Baustoffhandel einmal ein Angebot machen lassen. Da kosten die Rechtecksteine in den selben Dimensionen von KANN 13 Euro. Den preis würde ich auch ausgeben, wenn ich wüsste, dass ich auch eine bessere Qualität bekomme ...


    Welche Erfahrung habt Ihr mit den verschiedenen Herstellern gemacht?


    Beste Grüße

  • Baumärkten online

    falsche adresse

    In anderen Baumäkrten kommen die von EHL besser weg,

    na ja , wenn man nicht anspruchvoll ist ...

    in den selben Dimensionen von KANN 13 Euro.

    berechtigter unterschied.

    Den preis würde ich auch ausgeben, wenn ich wüsste, dass ich auch eine bessere Qualität bekomme ...

    dann tue es doch .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Irgendwie verstehe ich das Problem nicht, und die Herangehensweise schon zweimal nicht.


    Wenn ich eine Ware kaufen möchte, dann lege ich meine Anforderungen fest, gleiche diese mit den Angeboten der möglichen lieferanten ab, treffe evtl. noch gesonderte Vereinbarungen, und wenn es passt, dann wird bestellt. Bei Anlieferung erfolgt dann die Prüfung der Ware auf Einhaltung der vereinbarten Spezifikationen. Passt sie nicht, dann darf der Lieferant den Mangel beeitigen, die Ware geht retour. Passt die Ware, dann wird sie verbaut.


    Was hat das nun mit dem Hersteller zu tun? So lange der nicht mein Vertragspartner ist, ist der für mich außen vor.


    Um mal aufzuzeigen, wie sinnfrei der Kriterienkatalog ist:


    Maßtolleranzen in allen Dimensionen

    Toleranzen sind "normal", aber dafür gibt es ja Normen, in denen die zulässigen Werte vorgegeben sind. Vereinbare ich nun mit meinem Lieferanten beispielsweise die EN13xx für die Betonpflastersteine, wobei dafür nicht unbedingt eine gesonderte Vereinbarung nötig ist (Eigenschaft gem. technischer Spezifikation) dann kann ich bei Anlieferung nachmessen, ob die Ware diese Vereinbarung erfüllt. Liegt die Ware innerhalb der Grenzen, dann ist sie mängelfrei, egal ob nun einzelne Pflastersteine 1mm oder 2mm größer sind. Wenn ich engere Toleranzen möchte, dann muss ich diese gesondert vereinbaren. Sind einzelne Pflastersteine zu groß, sagen wir mal 5mm, dann sind diese mangelfhaft und dieser Mangel ist vom Lieferanten zu beseitigen.


    Nächstes Beispiel:


    Zu viel Bruch in der Pallette

    Üblicherweise ist in den Lieferbedingungen festgelegt, wieviel Bruch noch zulässig ist, beispielsweise 2%. Wenn bei Anlieferung schon erkennbar ist, dass diese Grenze überschritten wird, dann ist das ein Mangel und vom Lieferanten zu beseitigen.

    "zu viel" Bruch gibt es daher nicht, ich bekomme das geliefert was ich vereinbart habe.


    Nächstes Beispiel:



    Probleme mit der Anlieferung / Unzuverlässige Terminabsprachen

    Was um alles in der Welt hat dieses Kriterium mit dem Hersteller zu tun? Habe ich einen Vertrag mit dem Hersteller und werde direkt ab Werk beliefert? Wenn nein, dann ist das eine Sache zwischen mir und dem Lieferanten (Baumarkt, Fachmarkt, Großhändler......).

    Auch hier gilt, dass man entsprechende Vereinbarungen treffen muss. Ob der gewünschte Lieferant sich auf so etwas einlässt, das kann man klären. Danach weiß man, was möglich ist, und kann entscheiden, wie wichtig einem der Liefertermin ist.


    Bei den Punkten Ausblühungen und Farbe verhält es sich ähnlich. Farbunterschiede können eine Mangel begründen, müssen es aber nicht. Hier sollte klar sein, was man bestellt hat, und was man somit erwarten "darf".


    Ich frage mich daher, was das alles mit den genannten Herstellern zu tun hat, und ob irgendwelche Aussagen in Baumarktforen bzw. Bewertungen eine brauchbare Entscheidungsgrundlage sind.


    Nebenbei bemerkt, ich sehe das Hauptproblem nicht bei der Ware selbst, sondern beim Verlegen. Selbst die beste Ware kann eine mangelhafte Verlegung nicht mehr retten.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Das ist aber nicht modern. "Richtig" ist: Wenn ich eine Ware kaufen möchte, suche ich nach möglichst vielen Sternen in einem Bewertungsportal. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Und dann stelle ich in einem Forum die Frage: "ich habe mir ein/e/n XXX gekauft. Welche Apps / Programme / ... dafür nutzt ihr und wofür, welche brauche ich ...?"

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Wie sagte mal jemand so schön: "Wer das Billigste kauft, spart hoffentlich genug für die Sanierung damit ein".

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Bei den Punkten Ausblühungen

    da steht in den allgemeinen geschäftsbedingungen "ausblühungen sind unvermeidbar und stellen keinen mangel" dar und schon ist der lieferant aus dem schneider.

    und bei dem billigzeug sind die teilweise wirklich heftig.


    das mit den toleranzen ist so eine geschichte .

    es gelten toleranzen für betonfertigteile , und die liegen bei + 10 mm. macht beim 6er pflaster 5 - 7 cm fertigmass/ 9-11 x 19-21 cm.
    (und die werden bei billigstpflaster teilweise voll ausgeschöpft .)

    da ist selbst der versierteste verleger überfordert .


    hierzu muss man bedenken , dass gerade das baumarktschnäppchenpflaster noch teilweise 1000 und mehr kilometer in den beinen hat , kann man sich ausrechnen wie viel € bei dem preis/gewichtverhältnis für quallitätssicherung fliessen .


    ausserdem würde ich für fahrflächen 8cm bevorzugen .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Man kann ja auch beim Hersteller kaufen. Wenn dieser eine Vaporisationsanlage hat, werden Ausblühungen dadurch weitestgehend verhindert, wird aber sich auch was kosten.


    Das Pflastersteine große Toleranzen haben, kann eigentlich nur daran liegen, das der hersteller mit uralten Formen arbeitet. Üblicherweise werden Pflastersteine mit erdfeuchtem Beton in Mehrfachformen mit etlichen to gepresst. Wenn die neu sind, sind die Kammern für die einzelnen Steine auf 1/100 mm genau. Mit der Zeit entsteht durch Abrieb eine Formveränderung. 10 mm Unterschied ist aber eigentlich kaum möglich, da die Wandungen zwischen den einzelnen Kammern eine gewisse Dicke brauchen, um dem Pressdruck zu widerstehen. Das müssten dann schon fast hangefertigte Pflastersteine sein ;)


    Die produktionsanlagen die ich bisher gehsehen habe, hatten jedenfalls keine so großen Unterschiede in den Formaten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das es sich lohnen würde Betonpflaster für 8 €/m² aus Asien hierher zu karren. Insofern bin ich etwas verwundert über die genannten Maßtolerenzen. Aber ich lasse mich gern aufklären.

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Ich kann mir einiges nicht vorstellen. Auch nicht, dass unser Schiefer, obwohl gerade mal 150km entfernt, 3x so teuer war wie der Brasilienimport.


    Blöde Welt.


    Ich bin zum Baustoffhändler meines Vertrauens vor Ort gegangen. Wir hatten auch nur 6cm, Flächen werden aber nicht täglich befahren.


    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • aus Asien

    asien ist weiter als 1000 km :D


    vor allem denke ich , der verglichene preis humpelt auch noch , weil der eine frei baustelle ist und der andere dann auch noch fracht/abladen/oder wwi aufgeschlagen bekommt.


    Die produktionsanlagen die ich bisher gehsehen habe, hatten jedenfalls keine so großen Unterschiede in den Formaten.

    die meisten pflaster sind auch nicht so extrem , aber hin und wieder könnte man :wall:.


    am schlimmsten ist dann , wenn du 45€pflaster bekommst mit drei formaten und jedes format eine andere stärke hat , und das tatsächlich im bereich von 15 mm

    und der herbeigerufen vertreter des herstellers mit dem aufwändigsten katalog dir am objekt erklärt , dass alles in ordnung sei . (das schlimmste daran war dass die kleinsten die niedrigsten waren (knapp über 7cm) und die 30x30cm deutlich über acht . andersherum hätte man noch eine chance gehabt es auf etwas stärkeren ausgleichschicht und mit rütteln hinzubekommen. )

    so war dann praktisch eine einzelhöhenanpassung fällig .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Eine Mitarbeiterin eines Baustoffherstellers hat mir mal gesagt, dass die eigenen Produkte u.U. im Baumarkt nebenan preiswerter sind als Direktkauf im eigenen Werk mit Mitarbeiterrabatt.


    Der Hinweis auf die Lieferkosten zum Endkunden ist durchaus berechtigt.

    Inklusive Anlieferung frei Bordstein kann u. u. U. heißen, der LKW hält am Bordstein, der Rest ist Sache des Käufers mit Berechnung der Standzeit LKW + Wartezeit des Fahrers...

    Ebenso sollte man anfragen, was das Abladen vom LKW pro Hub / pro Palette kostet und wohin der LKW mit Entladekran ablädt: Gehweg direkt neben dem LKW oder rangiert der LKW und platziert die Paletten auf den Stellplatz nach Wunsch des Bauherren.

    Genau so wichtig ist die Abstimmung der LKW-Größe, Wendemöglichkeiten, Durchfahrtmöglichkeiten, Palettenkosten, usw.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Hallo allerseits,


    Ich weiß das Thema hier ist schon etwas älter, aber ich dachte bevor ich ein neues starte, wärme ich es nochmal auf.


    Ich stehe vor einer ähnlichen Fragestellung.


    Ich habe hier wo ich wohne die Hersteller KANN, Koll und Metten im Einzugsgebiet.

    Nun fallen mir natürlich auch die Preisunterschiede bei ähnlichen Formaten und Designs auf.

    Wenn man hier so im Bekanntenkreis fragt, scheint sich die unbelegte Legende verbreitet zu haben, dass Metten der Mercedes und KANN der Volkswagen unter den Steinen sei. Zu Koll hat kurioser Weise keiner eine Meinung.


    Daher hiermit mein Versuch weitere Meinungen zu dem Thema zu hören.

    Ist die Qualitätseinschätzung in meinem Umfeld berechtigt oder führt der oft höhere Preis bei Metten nur zu einer Qualitätsvermutung?


    Vielen Dank vorab und Grüße

  • dass Metten der Mercedes und KANN der Volkswagen unter den Steinen sei

    so soll es vor jahrzehnten gewesen sein .........

    meine erfahrung sagt , wenn sich jemand auf lorbeeren ausruht , wird er von willigen und fähigen überholt .

    Ist die Qualitätseinschätzung in meinem Umfeld berechtigt oder führt der oft höhere Preis bei Metten nur zu einer Qualitätsvermutung?

    war sie vor vor jahren auf jeden fall. war....


    erinnert mich an die legende des ewig laufenden käfers ....

    zu einer zeit , als ein austauschmotor nach 70-80Tkm beim gebrauchtkäfer ein besonderer kaufanreiz war , waren bei der konkurenz die motorlaufzeiten doppelt so hoch .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Grundsätzlich hat Metten einen sehr guten Ruf und Kann ist auch nicht schlecht ,


    Jedoch sollte man immer die oberflächen Beschaffenheit ( Beschichtung ja / nein wenn ja welche und kugelgestrahlt oder sandgestrahlt oder etc.) genau vergleichen


    Wichtig ist für mich immer das produktionsdatum und das die Lieferung aus einer Charge ist



    Der Preis ist kein Qualitätsmerkmal...

  • die Qualität kann man auch als Laie erkennen. Je offenporiger die Oberfläche ist, je schneller sind sie verdreckt und unansehnlich. Wenn oben schon große Steine

    in der Fläche zu sehen sind ist das 2. Wahl und gehört aussortiert.

    Bei meiner Auffahrt damals habe ich nur nach Preis gekauft, ist ja "nur" eine Auffahrt und bei 250m² kann man schon was sparen.

    Nach 2 Jahren habe ich mich schon geärgert, wie die neue Auffahrt aussah, total verdreckt und die ersten Flechten waren auch schon da.


    Würde ich heute nicht wieder so machen, weil die Arbeit das teure an der Sache ist und die ist immer die selbe, egal ob gutes oder schlechtes Material verwendet wird.

    Auch würde ich heute nicht mehr Hoch-und Tiefbord aus Beton nehmen, sondern nur noch Granit.........ich weiß, nach oben gibt es keine Grenzen!:D

  • Den Flechten ist die Qualität der Oberfläche relativ egal. Das Zeugs lässt sich überall nieder.


    Gruß

  • Den Flechten ist die Qualität der Oberfläche relativ egal. Das Zeugs lässt sich überall nieder.


    Gruß

    Wir haben da andere Flechten! Mein glasiertes Dach ist älter als die Auffahrt. Auf dem Dach gibt es nicht eine Flechte und auf der Auffahrt tausende.

    Die umliegenden Häuser mit Betondachsteinen haben auch alle Flechten, je älter und offenporiger, desto mehr.

  • Wir haben da andere Flechten! Mein glasiertes Dach ist älter als die Auffahrt. Auf dem Dach gibt es nicht eine Flechte und auf der Auffahrt tausende.

    Die umliegenden Häuser mit Betondachsteinen haben auch alle Flechten, je älter und offenporiger, desto mehr.

    Da gebe ich www recht. Entscheidend ist die Feuchtigkeit. Ein glasierter Dachziegel trocknet an der Oberfläche schneller ab (hat dafür andere Nachteile), ein Betondachstein (womöglich älteren Baujahrs) hält die Feuchtigkeit sehr lange, was natürlich ein Flechten- u. Algenwachstum begünstigt.
    Hier werden aber 2 unterschiedliche Materialien miteinander verglichen.
    Ich habe sehr große Pflasterflächen (insgesamt ca. 400 qm), davon besteht ein Teil aus sehr hochwertigem und teuerem Pflaster und ein anderer Teil aus mittelpreisigem Pflaster. Ein klarer Unterschied gibts bei der Gleichmäßigkeit der Oberflächen, auch gab´s bei dem hochpreisigen Pflaster nahezu keinen Ausschuß.
    Die Bildung von Grünbelag etc. hängt aber im Wesentlichen davon ab, wo das Pflaster verlegt ist (sonnige Bereiche oder verschattete Bereiche).

    Gruß