Tiefe Löcher und Schlitze in Hochlochziegel

  • Moin moin,


    was ist eigentlich das beste Material, um Löcher in einer bereits verputzten Hochlochziegelwand zu schließen?


    Es geht um:

    - Gesenkte Dosen (81mm breit, ca. 70mm tief), die doch nicht gebraucht werden - manche davon direkt nebeneinander,

    - ca. 2m lange Schlitze (25mm breit, ca. 35mm tief), die doch nicht gebraucht werden

    - ein ca. 100x100mm Loch, das durch die ganze Wand geht und ganz nah an der Türöffnung ist. Mindestens hier geht es auch um Stabilität.


    Mir geht es nicht um den schnellsten Weg, sonder um den fachmännischsten (gibt es das Wort?).


    Ich will nicht in drei Jahren Risse an den Stellen sehen.


    Gürße

    Rice

  • Bauschaum *hust*


    Ne Quatsch, Fachmännisch kann ich keinen Rat geben.


    Bzgl der Dosen und Schlitze hätte ich keine Bedenken. Ich hab viele Schlitze für die Elektroinstallation gemacht, da ist nirgends was gerissen. Und ob die ungenutzt sind oder nicht, spielt ja keine Rolle.


    Den Durchbruch würde ich mit Mörtel und Steinresten zumauern.

  • Ich hab viele Schlitze für die Elektroinstallation gemacht, da ist nirgends was gerissen. Und ob die ungenutzt sind oder nicht, spielt ja keine Rolle.

    Mit welchem Material?

    Bei Dämmziegeln Reparaturen immer nur mit systemkonformem Leichtmörtel!

    Du meinst sowohl in die Dosenlöcher, Schlitze und das große Loch?

    Und dann wahrscheinlich nicht bis zur Putzhöhe, sondern in einem zweiten Schritt noch drüberputzen?

    Das sind übrigens fast alles Innenwände. Nur zwei Löcher sind in einer Aussenwand mit Sauerkrautplatten-Innendämmung. Da weiß ich auch noch nicht, wie ich die zu mache. Ist das dann trotz Innenwand wichtig und richtig bzw. fachgerecht?

    für kleinere Löcher, Schlitze empfiehlt sich ein Schlitzputz z.b. Tiroplan, größere Löcher mit den gleichen HLZ ausmauern wie vorhanden.

    Danke Jochen, das klingt auch gut. In den offiziellen Videos wird aber immer auf dem rohen Mauerwerk gearbeitet.

    Würdest Du das in meinem Fall dann bis zur Putzhöhe füllen oder z.B. -1cm und den Rest noch mit passendem Putz füllen (ich denke das ist irgendein Gipsputz)?

  • Den bereits vorhandenen Innenputz hatte ich bei meiner ersten Antwort übersehen. Darin und im Mauerwerk sollten die dann noch verbleibenden 20 mm natürlich eher passend zum Innenputz gefüllt werden.

    Du meinst sowohl in die Dosenlöcher, Schlitze und das große Loch?

    Richtig!

    Das sind übrigens fast alles Innenwände.

    :eek:


    Das überrascht mich sehr! Wieso erstellt man Innenwände mit Dämmziegeln? Der Schallschutz dürfte unterirdisch sein!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ok, also ich folgere daraus mal folgenden fachgerechten Plan:

    1) Putz um die Stellen so weit abschlagen, dass insgesamt 15cm reines Mauerwerk sichtbar wird (inkl. der Schlitze/Löcher)

    2) Loch/Schlitz mit Tiroplan vollstopfen und trocknen lassen

    4) Eine Schicht Rotband drauf

    5) Gewebe reinlegen (Catnic Inneputzgewebe 5x5mm Maschenweite ?!)

    6) Zweite Schicht Rotband drauf, trocknen lassen

    7) Vliestapete drauf (noch kein Plan welches Produkt)


    Alle einverstanden?


    Wäre es angesichts der Vliestapete, der gelegentlich rissverhindernde Wirkung nachgesagt wird, noch fachgerecht, Schritte 1, 4 und 5 wegzulassen und bei Schritt 2 zu versuchen, das Tiroplan soweit reinzustopfen, dass nachher noch Putz drüber passt?


    Das überrascht mich sehr! Wieso erstellt man Innenwände mit Dämmziegeln? Der Schallschutz dürfte unterirdisch sein!

    Keine Ahnung, ist aus den 60ern. Schallschutz ist wirklich nciht so prima.

  • Wieso erstellt man Innenwände mit Dämmziegeln? Der Schallschutz dürfte unterirdisch sein!

    Keine Ahnung, ist aus den 60ern.

    Pfffft. Das wäre schon zu Anfang eine sinnvolle Information gewesen. Ich nahm an, es ginge um einen modernen Hochleistungsdämmziegel. Bei 60 jahre alten Innenwänden ist das Thema "zum System passender Leichtmörtel" natürlich gegenstandslos.

    Schallschutz ist wirklich nciht so prima.

    Das war mir klar.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Da nimmt man Hagalith und schmiert ihn dicht, den Schiet :wall:Duck und wech

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Hlz ist doch ein ganz normaler Wandbaustoff, zumindest hier im Süden. Weiß nicht was ihr habt. Üblicherweise wird das einfach mit dem Putz zugeschmiert. Ist ja nicht so, dass die dünnen Elektro-Schlitze entscheidend wären. Man muss ja nicht gleich eine Wissenschaft daraus machen. Was anderes wären diese in modernen Außenwänden.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Hallo,

    zur Bauzeit des Hauses gabe es noch keine WäDä Ziegel. Es gab schon Hochlochziegel, die sind aber von den heutigen Bröselkeksen soweit weg wie der Mond von der Erde. Die WäDä sollte hier keine Rolle spielen. Ich glaube kaum, dass ein Laie den Unterschied zwischen HLZ und modernen WäDä Ziegeln in vermauerter Form feststellen kann. Wenn meine Azubis mal ein oder zwei Jahre gelernt haben und wir im Lager mal aufräumen, dann spiele ich mit ihnen gerne das Steineratespiel. Die meisten haben das zwar von der Theorie her drauf, aber praktisch ohne Aufkleber auf der Palette (die nehme ich vorher ab) ist es dann doch schwierig die Steine richtig einzuordnen.

    Jochen

  • Üblicherweise wird das einfach mit dem Putz zugeschmiert. Ist ja nicht so, dass die dünnen Elektro-Schlitze entscheidend wären.

    Interessant wie die Meinungen auseinander gehen. Du würdest auch kein Gewebe drüber machen? -> das müsste dann eh in eine Feinspachtelschicht oben drauf ?!?

    Hallo,

    zur Bauzeit des Hauses gabe es noch keine WäDä Ziegel. Es gab schon Hochlochziegel, die sind aber von den heutigen Bröselkeksen soweit weg wie der Mond von der Erde. Die WäDä sollte hier keine Rolle spielen. Ich glaube kaum, dass ein Laie den Unterschied zwischen HLZ und modernen WäDä Ziegeln in vermauerter Form feststellen kann. Wenn meine Azubis mal ein oder zwei Jahre gelernt haben und wir im Lager mal aufräumen, dann spiele ich mit ihnen gerne das Steineratespiel. Die meisten haben das zwar von der Theorie her drauf, aber praktisch ohne Aufkleber auf der Palette (die nehme ich vorher ab) ist es dann doch schwierig die Steine richtig einzuordnen.

    Jochen

    Also so 100% sicher bin ich mir nicht, dass es ein HLZ ist - die Beschreibung von "Hochlochziegel" im Wikipedia-Artikel zu "Lochziegel" passt aber: Er hat senkrechte Löcher :thumbsup:

  • Hochlochziegel ist nicht gleich Dämmziegel. Hochlochziegel ist erst mal ein ganz normaler Ziegel, mit dem Wände gebildet werden, egal ob außen oder innen. In meinen Kreisen werden Dämmziegel, das was man als bröckelig empfindet, als Poroton bezeichnet, eigentlich ein Markennamen, aber wie Tempo Schnäuztücher und ähnliches, hat es sich hier im Süden so eingebürgert. Ganz normaler Hlz wird bis heute als Innenwandmaterial verwendet, also hier im Süden. Kann im Norden und vor allem in Berlin völlig anders aussehen. Wundert mich, dass es hier einige als ungewöhnlich sehen.


    Ja, bei den paar cm breiten Schlitzen reicht einfach mit dem gleichen Putz zuschmieren wie an der Wand schon peppt. Es ist ja nicht so, dass es da größere Bewegungen gäbe, die zu Rissen führen würden, habe ich zumindest nie erlebt und wenn, dann ist da was im argen. Man muss es schon mit der richtigen Technik machen, aber dein Maurer/Putzer wird es schon wissen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...