Richtige Position der neuen Fenster inkl. Dämmung

  • Hallo zusammen,


    wir hatten gestern ein Gespräch mit unserem Energieberater der uns schonmal etwas aufgeklärt hat. Dennoch schwirren am nächsten Tag noch ein paar Fragen in meinem Kopf.


    Wir möchten die Fenster in unserem Haus tauschen und später (also Ende 20/Anfang 21) die Fassade dämmen.

    Verbaut haben wir aktuell Kunststofffenster aus 1979 mit Rollladen die über den Fenstern im Mauerwerk sind (Sturzrolladenkasten oder wie nennt man diese?) Die Fenster sind von innen gegen die Leibung gesetzt (also ich meine das die Breite der Laibung außen kleiner ist als die Laibung im Innenbereich).


    Der Energieberater hat empfohlen die Fenster nach außen zu setzen bzw. an die Außenkante und die Dämmung über die Fensterleisten quasi zu dämmen und Vorbaurolladenkasten zu nehmen welche wir auch überputzen können (wir möchten Graue Fenster bei einer weißen Fassade und wollten die Kasten ungerne sehen von außen).


    Wenn wir das so machen wie beschrieben dann wird das Fenster ja etwas kleiner da die Laibung außen kleiner ist, ist das so richtig?


    Im Innenbereich wird dadurch ja ein Absatz erkennbar sein welchen man begradigen müsste oder?


    Wir haben viel überlegt ob wir das so machen wollen oder die Fenster lassen wo sie sind und die Rollladenkästen so gut es geht dämmen. Da die Fenster aktuell auch nicht so extrem weit drinnen sitzen und wir 14cm Dämmung aufbringen.

    Jetzt hat uns der Energieberater gesagt das die Fassade dadurch etwas günstiger wird da der Fassadenbauer nicht mehr jede Laibung einzeln dämmen muss was sehr aufwendig wäre. Klar die Vorbaukästen werden ebenfalls teurer aber eventuell sind dadurch die Mehrkosten geringer.


    Was meint ihr? habt ihr noch Tipps oder könnt mich bei eins zwei Sachen aufklären?

  • Ich habe das bei mir genau so gemacht, sprich außen bündig gesetzt. Das hat den Vorteil, dass die Leibung außen nicht ganz so tief wird, gerade bei hohen Dämmstärken. Der Blendrahmen lässt sich später einfach überdämmen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man die Wärmebrücke an der Fensterleibung vermeidet, oder zumindest deutlich reduziert.


    Ich glaube Bruno hatte mal Bilder mit dem Temperaturverlauf eingestellt. Setzt man die Fenster außen bündig und überdämmt den Fensterrahmen, dann wird die Oberflächentemperatur innen an der Leibung höher, die Gefahr von Kondensat sinkt.


    Richtig ist, dass man nach dem Einbau die Leibung innen quasi "neu" machen muss, und auch die (Innen)Fensterbank muss angepasst werden.


    Bei mir waren nur 5 Fenster gegen einen Anschlag gesetzt. Diesen habe ich vor Montage der Fenster abgetrennt, so dass die ursprüngliche Fenstergröße erhalten blieb. Ob man das macht, das hängt auch von der Fenstergröße ab, und ob man um jeden cm² kämpfen möchte.


    und Vorbaurolladenkasten zu nehmen welche wir auch überputzen können

    Das könnte bei 14cm Dämmstärke knapp werden, Kastenabmessungen beachten. Bei kleinen Fenstern mit "Mini-Rolladenpanzer" könnte es ausreichen, bei größeren Elementen, oder gar bodentiefen Fenstern (oder Balkontüren), klappt das vermutlich nicht. Wenn dann auch noch ein Insektenschutz-Rollo integriert sein soll, dann erst Recht nicht.


    Schau also vorher mal nach den notwendigen Abmessungen für einen Rolladenkasten, sehr wahrscheinlich hat sich dann das Thema schon erledigt.

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  • Genau. Es gibt ja nicht nur Dämmung in WLG040 sondern auch in 035 oder 032, und noch besser.

    14cm in WLG032 ergibt bereits einen U-Wert von 0,22W/m²K, und das Mauerwerk ist ja auch noch da, also zusammen wohl irgendwas um die 0,2W/m²K oder knapp darunter.

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  • Okay also etwas schwieriger (die untere Etage ist bewohnt und wollte so wenig Belastung wie möglich da rein bringen. Was durch die Anpassung der Leibung und Fensterbank natürlich schwieriger ist.


    Okay dann muss ich beim Fensterbauer nochmal nachhaken wie groß der Kasten an den jeweiligen Fenstern wäre. Sehr schade. Hätte das gerne versucht umzusetzen aber der Mehraufwand ist dann doch schon erheblich.

  • beim Fenstertausch muss man aufpassen keine Wärmebrücken zu erzeugen am Fensterrahmen..also am Anschluss zum Mauerwerk ...sonst kann es da später Tauwasser und Schimmel geben


    Warum die Fassade nicht gleichzeitig mit dem Fenstertausch dämmen ??


    2 Fliegen mit einer Klappe...und die neune Zuschüsse mitnehmen !!!

  • und


    Passt das?


    Habe gerade ein Haus saniert (bzw. ist noch nicht ganz fertig). Der Energieberater kam auf mind. 16cm WDVS. Am Ende mussten es dann sogar 18cm werden um die Rollokästen unterzubringen (siehe hierzu auch #3!).

    Was und ???


    die 14 cm sind um auf den passenden Wert zu kommen, ohne Berücksichtigung der Rollladenkasten ob die darunter passen.

  • Okay also etwas schwieriger (die untere Etage ist bewohnt und wollte so wenig Belastung wie möglich da rein bringen. Was durch die Anpassung der Leibung und Fensterbank natürlich schwieriger ist.

    Da muss man überlegen, ob Schritt für Schritt, oder halt 2 oder 3 Tage Chaos.


    Beachte noch, die neuen Fenster sind mit höchster Wahrscheinlichkeit tiefer als die alten Fenster. Je nach Profil sind die heute 70-80mm. Wenn jetzt innen die Fensterbank an den Rahmen gesetzt ist, und außen ist der Anschlag, dann muss man sich sowieso etws einfallen lassen. Eine Lösung ist, dass unten am Fenster ein Fensterbankprofil eingesetzt wird, so dass das eigentliche Fenster dann auf der Innenfensterbank sitzt. Zudem wird das Fenster etwas schmäler gewählt, so dass es etwas über die vorhandene Innenleibung nach innen steht. Der entstandene Zwischenraum wird dann ausgefüllt (meist Montageschaum). Knackpunkt, die innere Dichtebene, die sollte nicht vergessen werden.

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