Wirkungszahl Wärmepumpe Differenz Soll ist

  • Hallo, ich habe ein Luft/Wasser WP von Novelan eingebaut.

    Der Wirkungsgrad liegt lt. Hersteller bei 4,0-4,7

    Real liegt er bei 2,12.

    Ist das ein Baumangel oder gibt es solche Differenzen?

  • Achtung, zu allererst sicherstellen, dass wirklich die selben Zahlen (COP, JAZ oder ... ?) miteinander vergleichen werden!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ist das ein Baumangel oder gibt es solche Differenzen?

    Bitte zuerst einmal erklären,


    1. was, wo, wie "eingebaut" wurde, und

    2. was, wo, wie gemessen wurde.


    Ein COP von 4-4,7 ist für eine LWP nur schwer vorstellbar, selbst unter Laborbedingungen. Eine JAZ in dieser Größenordnung würde ich selbst bei einer sehr gut optimierten Anlage hinterfragen. Nichr vergessen, dass Datenblattangaben immer nur unter bestimmten Bedingungen ihre Gültigkeit haben. Ob diese bei Dir in der Praxis vorliegen, das solltest Du noch erklären.


    zu 1.

    Der COP einer WP ist beispielsweise stark von der Heizwassertemperatur abhängig,, genauer gesagt von der Differenz Quellentemperatur (Außenluft) und Senke (Heizwassertemepratur). Dazu müsste man also wissen, ob Deine LWP auf eine FBh arbeitet und wie die Heizkurve eingestellt ist.

    Dazu kommen dann noch Anlagendetails wie Puffer ja/nein, Reglereinstellungen, Warmwassererzeugung usw.


    zu 2.

    Es wäre auch denkbar, dass Du den COP (oder JAZ?) nicht korrekt ermittelt hast.


    d.h. wenn ohne Wärmemengenzähler gearbeitet, und nur über Reglerparameter gerechnet wird, dann müssen diese Parameter erst einmal korrekt eingestellt werden, ansonsten zählt ein interner "Wärmemengenzähler" nur Hausnummern.


    Könntest Du noch die Modellbezeichnung (inkl. Heizleistung) angeben, damit man einmal in die technischen Unterlagen schauen kann?

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  • Real liegt er bei 2,12.

    Um Deine Frage in Kurzform zu beantworten, eine Leistungszahl von 2,1, oder eine Arbeitszahl (bezogen auf 1 Tag, Woche, Monat, Jahr) von 2,1 deutet darauf hin, dass irgendetwas nicht stimmt. VOn einem Mangel kann man aber noch nicht sprechen, so lange nicht geklärt ist, wie die 2,1 zustande kamen.


    Bsp.: Es könnte sein, dass ein el. Heizstab aktiviert ist, der zu früh "einschaltet", und somit einen erheblichen Teil der Heizenergie erzeugt. ZUsammen mit dem Rest den die WP im WP-Btrieb erzeugt, kann sich dann eine 2,x ergeben.

    Es wäre auch denkbar, dass die Heizkurve völlig daneben ist, und die WP eine sehr hohe Heizwassertemperatur erzeugt, die dann mit Puffer bzw. Mischer auf eine FBH verträgliche Temperatur gemischt wird. Solche Konzepte glänzen auch durch schlechte rbeitszahlen.

    Natürlich wäre auch denkbar, dass einfach falsch gemessen wurde.


    Es gibt also viele Punkte die man zuerst einmal klären muss. Natürlich wäre es auch denkbar, dass die LWP einen Defekt hat, das kann man niemals ausschließen.


    Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung erreichen Wärmepumpen problemlos die Datenblattangaben, aber nur dann, wenn auch die Rahmenbedingungen so sind wie im Datenblatt vorausgesetzt.


    Was sagt derjenige dazu, der die Anlage eingebaut und in Betrieb genommen hat?

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  • Ein COP von 4-4,7 ist für eine LWP nur schwer vorstellbar, selbst unter Laborbedingungen

    Ein COP von 4 bis 5 ist Standard für Inverter-LWWP am Betriebspunkt A7/W35.

    Spitzenmodelle schaffen auch fast die 4,7 bei A2/W35.


    Gib doch mal das konkrete Modell und deine konkreten Daten durch.


    - Stromverbrauch (wenns geht, aufgeteilt nach WW / Heizen)

    - Produzierte Wärme (wenns geht, aufgeteilt nach WW / Heizen)

    - eingestellte WW-Temp

    - VL-Temp bei Auslegungstemp.

    - mit Pufferspeicher oder ohne?

    - nur FBH oder evtl Heizkörper mit dabei?

  • Hallo,

    zuerst mal velen Dank für die Antworten.

    Model der WP LAV 12, Pufferspeicher ja 800 Ltr.

    Jede Wohnung hat einen WMZ. Die Summe der WMZ geteilt durch den tatsächlichen verbauchten Wärmepumpenstrom ( inkl. PV-Eigennutzung) - 600kw für Umwälzpumpen und - Strom für die Warmwasser WP ergibt die 2,12.

    Zur Warmwasserbereitung steht in jeder Whg eine Warmwasserwärmepumpe. Das Haus hat FBH.

    Zur Heizkurve kann ich nichts sagen.

    Eine Besonderheit noch, wir haben eine PV-Anlage, 10 KW, auf dem Dach und versuchen, die Wärmepumpen teilweise damit zu betreiben.

    Die ganze Zeit gingen ab 500 Watt PV-Leistung die Wärmepumpen an. ( 4 Brauchwasser WP und die Heizungs WP)

    Um möglichst viel PV Strom einzusetzen heizen alle Puffer, 4x160 Ltr und 1x800 Ltr, auf 60 Grad hoch.


    Der Hersteller, Novelan, gibt in seinen techn. Beschreibungen an, das die LAV 12 nicht für den Einbau im Mehrfamilienhaus geeignet ist.

    Warum weiss ich nicht.


    Wir haben insgesamt eine beheizte WFL von 300 m² wobei eine Whg im Winter nicht bewohnt wird, Mieter überwintert in Spanien.


    Der Stromverbrauch für die heizung lag bei 10301 KW/h und die Summe der WMZ bei 21829 KW/h.


    Danke für Eure Rückmeldungen


    Restauro

  • Um möglichst viel PV Strom einzusetzen heizen alle Puffer, 4x160 Ltr und 1x800 Ltr, auf 60 Grad hoch.

    Das ist für eine Wärmepumpe der Super-Gau. Es ist fraglich, ob sie diese Temperatur ohne Einsatz einer el. Zusatzheizung überhaupt schafft, vermutlich geht ihr schon bei < 55°C die Puste aus, und dann wird der Heizstab aktiviert.


    Laut Datenblatt ist aber kein Heizstab verbaut (oder nur optional). Man erkennt schon an den Leistungsdiagrammen, dass sie bei 55°C Heizwassertemperatur bei Außentemperaturen < +7°C nur noch einen COP von 2,6 (Teillastbetrieb) schafft, wenn es mal in Richtung 0°C und darunter geht, dann nur noch einen COP von etwa 2 (Vollastbetrieb).


    Bei einer Reglereinstellung von 60°C zu erreichender Heizwassertemperatur dürfte der COp noch niedriger liegen, dafür gibt es aber keine Diagramme, man kann also nur spekulieren.


    Frage: Ist die hohe Heizwassertemperatur notwendig? FBH oder Heizkörper?


    Der Hersteller, Novelan, gibt in seinen techn. Beschreibungen an, das die LAV 12 nicht für den Einbau im Mehrfamilienhaus geeignet ist.

    Warum weiss ich nicht.

    Leuchtet mir im Moment auch nicht ein, evtl. wegen der WW Erzeugung. Wo steht das? In der Bedienungsanleitung? IM Datenblatt habe ich nichts gefunden.

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  • Um möglichst viel PV Strom einzusetzen heizen alle Puffer, 4x160 Ltr und 1x800 Ltr, auf 60 Grad hoch.

    Aber die BW-WP werden nicht über die LAV12 bedient, oder etwa doch?


    Der 800Liter Puffer ist die nächste Schwachstelle. Es ist gut möglich, dass die LAV so gut wie nie in den Teillastbetrieb kommt. Neben den ungünstigen 60°C kommt hier auch die Wassermenge in´s Spiel die ständig auf Temperatur gehalten werden muss.


    Bei hohen Außentemperaturen liegt die max. Heizleistung bei etwa 11kW, bereits bei 0°C AT sind es "Nur" noch 10kW, bei -7 noch 8,7kW.

    Die beheizte Gebäudefläche beträgt nach Deinen Angaben 300m², die Heizlast könnte also höher liegen als die Heizleistung der WP. Nimmt man die 22.000kWh thermisch p.a. dann deutet das auf um die 10kW hin. Somit läuft Deine WP ständig am Anschlag, bei sehr niedrigen Außentemperaturen wird es wohl nur funktionieren, weil nicht die komplette Fläche beheizt wird.


    Hinzu kommen die BW-WP deren COP auch deutlich unter 3 liegen dürfte, wenn sie ständig 60°C erzeugen sollen.


    Alles in allem ist das Verhalten Deiner Anlage plausibel und die schlechte JAZ resultiert aus der Betriebsweise und Anlagenkonzept. Sollte es mal ein Jahr mit einem richtigen Winter geben, dann wird die JAZ wohl kaum noch die 2 erreichen.


    Lösung: Anlagenkonzept überdenken, Reglereinstellungen überdenken


    Deswegen noch einmal meine Frage, wer hat das geplant und installiert? Derjenige hat nämlich nicht viel nachgedacht.


    Ich halte es übrigens für keine gute Idee, wegen einer PV Anlage die WP in einem ungüntigen Bereich zu betreiben. Im Winter liefert die PV Anlage sowieso eher geringe Erträge.

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  • Die ganze Zeit gingen ab 500 Watt PV-Leistung die Wärmepumpen an. ( 4 Brauchwasser WP und die Heizungs WP)

    Um möglichst viel PV Strom einzusetzen heizen alle Puffer, 4x160 Ltr und 1x800 Ltr, auf 60 Grad hoch.

    Ohje. Ich bin ja selbst ein Fan dieses Vorgehens und ich habe selbst eine 10kWp Anlage auf dem Dach und eine LWWP.

    Aber das ist Unsinn!

    60 Grad im den Heizpuffer mit einer WP - Irrsin. Und das schon ab 500W PV-Leistung. Da was da im Winter runterkommt wird doch schon von den Warmwasser-WP verbraucht. Ich würde das ganz schnell ändern (lassen).


    Und dann stellt sich die Frage nach der regulären VL-Temperatur. Ist das ein Altbau? Der Wärmebedarf spricht eher für einen Neubau..

    Flächenheizungen?!

  • Nebenbei bemerkt:

    und - Strom für die Warmwasser WP ergibt die 2,12.

    Deren Wärmeenergie wird wohl nicht durch WMZ erfasst? Aber deren el. "Stromverbrauch". Damit würde das Ergebnis verfälscht.

    Frage: Ist die hohe Heizwassertemperatur notwendig? FBH oder Heizkörper?

    Diese Frage hat sich erledigt, die Antwort hatte ich überlesen. Als Heizflächen gibt es anscheinend FBH, und ich gehe davon aus, dass es ausschließlich FBH gibt.

    Falls ich damit richtig liege, könnte man die Betriebsweise so gestalten, dass die WP nur noch die notwendige Heizwassertemperatur erzeugen muss.

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  • Nach den Grundlagen jetzt vielleicht noch zu ein paar Details.

    Model der WP LAV 12, Pufferspeicher ja 800 Ltr.

    Warum wurde der Pufferspeicher so groß gewählt? Wegen der PV? Ist dieser als Reihenpuffer oder als Trennpuffer eingebaut?


    Laut Datenblatt möchte die WP einen Nennvolumenstrom von 1.900Liter/h. Der Mindestvolumenstrom ist in der Anleitung zur Hydraulik mit 600 Liter/h angegeben. Dort wird auch eine Puffergröße von 100Liter (Reihenpuffer im Rücklauf) bis 200Liter (Trenn-/Parallelpuffer) empfohlen. Bereits diese Empfehlung hat nichts mit Effizienz zu tun sondern dient primär einem unter allen Umständen sicheren Betrieb der Anlage.

    d.h. egal was die Heizkreise machen, die WP beschäftigt sich notfalls selbst mit ihrem Pufferspeicher.


    Als "Speicher" ist selbst der 800 Liter Puffer nur bedingt geeignet. Darin lassen sich auch bei den irrwitzigen 60°C nur knapp über 20kWh an Energie zwischenlagern. Das reicht vielleicht für 1-2 Stündchen bei Stromausfall, wobei man dann fragen muss, wie die Heizkreispumpen versorgt werden, aber die ganze restliche Zeit hat die WP diesen Klotz am Bein.


    Ich sehe im Moment 3 Schwachstellen an denen man ansetzen sollte:


    1. Messfehler (es wäre zu klären, ob die WW Energie auch gezählt wird)

    2. Reglereinstellung (60°C sind zu hoch, evtl. sogar auf Konstanttemperatur gestellt -> Super-Gau)

    3. Anlagenkonzept (Speichergröße und Einbindung wäre zu überdenken)


    Parallel wäre noch zu schauen, ob ein optionaler Heizstab verbaut ist und evtl. auch noch angesteuert wird.


    Ich würde die Schwachstellen in der obigen Reihenfolge angehen.


    zu 1. Eine Familie benötigt für WW typ. um die 2.500kWh - 3.500kWh (thermisch) p.a. Hier spielt das Nutzerverhalten eine Rolle. Wird bei den BW-WP zwar die el. Energieaufnahme gezählt (siehe Info in obigem Beitrag), nicht jedoch die thermische Energie, dann fehlen bei den ca. 22.000kWh p.a. noch einige Tausend kWh für WW. Die JAZ wäre somit höher als bisher ermittelt.

    Hilfsweise sollte man zumindest die WW Menge messen und notfalls mit einer konstanten Temperatur rechnen. Das wird zwar ungenauer, aber immer noch besser, als diese komplett zu ignorieren.


    d.h. Es muss geklärt werden, was, wo, wie gemessen wird. Erst dann kann man auch Rückschlüsse ziehen und die JAZ bewerten.


    zu 2. Wie bereits geschrieben, ist eine Reglereinstellung von 60°C Heizwassertemperatur (bzw. WP VL) für eine WP unsinnig, Hier sollte unbedingt geklärt werden, wie der Speicher eingebunden ist, und welches Anlagenkonzept genutzt wurde. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass anstatt einer Heizkurve zum Puffer, im WP Kreis mit einer Konstanttemperatur gefahren wird, und die Mischung erfolgt dann heizkreisseitig. Sollte die Heizungs-WP zusätzlich auch noch die BW-WP bedienen, dann wäre auch hier anzusetzen.

    Das Ziel sollte sein, die von der WP erzeugte VL Temp. deutlich zu reduzieren.


    zu 3. Der Hersteller empfiehlt mehrere verschiedene Anlagenkonzepte. Welches hier umgesetzt wurde, das steht noch in den Sternen. Sicher ist, dass der große Pufferspeicher kontraproduktiv ist. Der Nutzen ist überschaubar (Puffer für 1-2h), der EInfluss auf die Effizienz der Anlage ist hingegen nicht zu unterschätzen. Der Puffer beeinflusst zudem die Regelbarkeit der WP, so dass diese weniger Zeit im effizienteren Teillastbetrieb verbringt.


    Das Anlagenkonzept sollte erst einmal analysiert werden, dann kann man über eine Änderung nachdenken. Falls man unbedingt mit Puffer arbeiten möchte, dann wäre das Konzept mit Trennspeicher ein Ansatzpunkt. Den VL nicht durch den Puffer führen sondern über eine T-Anbindung, und im optimalen Fall den Puffer noch absperrbar machen. Sollte es möglich sein, die 600l/h allein durch die FBH Kreise zu gewährleisten, und zwar zu jeder Zeit, dann wäre ein Verzicht auf den Puffer eine Option. Je nach Heizflächenauslegung würden 3-4 FBH Kreise genügen die ständig offen sind.

    Hier wäre noch das Thema Abtauvorgang zu betrachten, wobei der Puffer bei der LWP an sich nur für Außentemperaturen > 0°C benötigt wird.


    Noch einmal zurück zur Eingangsfrage:


    Ist das ein Baumangel oder gibt es solche Differenzen?

    Ein Baumangel liegt nicht vor, man könnte höchstens eine mangelhafte Planung in Erwägung ziehen. Letzteres scheitert aber sehr wahrscheinlich daran, dass das Anlagenkonzept einer Herstellerempfehlung entspricht, zumindest zum größten Teil. Hier dann mit einer fehlerhaften Planung zu argumentieren wird schwierig. Für die Betriebsweise ist nicht der Planer zuständig, das liegt im Verantwortungsbereich des Betreibers.


    Nebenbei bemerkt, auf einige der von mir genannten Punkte wird sogar in der Betriebsanleitung hingwiesen, beispielsweise die Vorlauftemperatur nur so hoch wählen wie nötig. Wenn nun die Anlagen mit höheren Temperaturen betrieben wird, kann sich der Hersteller gemütlich zurücklehnen und auf die Betriebsanleitung verweisen.

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  • Boah, ich hab anfangs den thread schon mal angelesen und bin nun doch eigentlich Bereit da miteinzusteigen, aber R.B. hat ja schon wieder sooo viel text geschrieben.... uagh....


    Ich fang erstmal an die Daten auf einen Punkt zu bekommen.


    MFH mit 300m² mit FBH. (4 Wohnungen)

    Warmwasser mit jeweils einer BWWP je Wohnung mit 160Ltr.

    eine Novelan WP mit Puffer 800 Ltr für Heizung des MFH


    Den Stromverbrauch kann ich noch nicht nachvollziehen.

    Werden die BWWP´s seperat gezählt ?

    Wird der Stromverbrauch für die Novelan seperat gezählt?

    Die PV Anlage fließt wie ein?


    ERR in den ganzen Wohnungen sind wohl vorhanden.

    Können die Daten der Novelanregleeung mal abgelichtet werden?

    Hydraulikbilder? Ergo Fotos vom Aufbau der Heiz-WP?



    Die Basisfrage zu beantworten ist idr Einfach.:


    Wurden Förderungen abgegriffen die einen COP / JAZ fordern?

    Wurden spezifische Regelungen zwischen Ihnen(AG) und dem AN vereinbart bzw mit diversen Werten geworben?

    NEIN? NEIN? dann pauschal gesagt, NEIN.


    Wurden die Werte von Null an abgelsen mit bezug der Wohnungen oder versteckt sich im Stromverbrauch auch ein Austrocknen oder Übergangsheizen.???




    :thumpsdown:

  • Hallo,

    zuerst mal Danke für die vielen Antworten. Ich versuche das mal der Reihe nach zu beantworten.

    Als WP ist eine Novelan LAV 12.2R3 eingebaut. In folgendem Link steht, dass diese WP nicht für MFH geeignet ist.

    NOVELAN · Detailseite


    Die WWWp werden über zuerst seperat zwischengezählt und laufen dann auf den Zähler der WP. Deshalb kann ich diesen Strom genau von der benötigten Heizenergie abziehen. Eine Jahresleistungszahl für die WWWP ist nicht feststellbar, weil ich nicht weiss wieviel Wasser erhitzt wird. Wir haben für die WW-Bereitung in 12 Monaten ca. 1200 KW/h verbraucht.


    Die zu beheizende Fläche sind 300 m², wobei 73m² im Winter nicht bewohnt werden.


    Der 800 Ltr Speicher wurde vom SHK Handwerker empfohlen, um u.a. Solarenergie zu speichern.


    Die Verbrauchswerte entsprechen dem Verbrauch von 2019. Erstbezug und Trockenheizung bis 10.2018


    Was bedeutet ERR?

    Die Speichertemperatur von 60° wurde vom SHK Handwerker, der die Anlage auch geplant hat eingestellt um viel PV-Energie zu sparen, auch die WWWP sollten auf 60° laden.


    Die PV-Nutzung wurde so eingestellt, dass ab 500 Watt Leistung, alle 4 WWP und die Heizungpumpe die jeweiligen Puffer aufheizten.

    Ich habe meinem SHK Unternehmer eine Mängelrüge erteilt, daraufhin, wohl nach Rücksprache mit Novelan, wurden die Einstellungen geändert.

    Pv-Nutzung erst ab 3500 Watt, die WWWp wurden von der PV Nutzung rausgenommen, da die Mieter nach dem hochsetzen des Wertes auf 3500 Watt kaltes Wasser hatten. Angeblich kann man die WWWP nicht einstellen, das Sie auch Ohne PV-Nutzung aufheizen.


    Eine Frage auf die Dimensionierung bezogen, ist die Anlage jetzt möglicherweise zu klein. Damit wäre Sie, bei Anwesenheit aller Mieter im Winter ständig am Anschlag und somit absolut unwirtschaftlich?

  • Der 800 Ltr Speicher wurde vom SHK Handwerker empfohlen, um u.a. Solarenergie zu speichern.

    Solar? Meinst Du damit die vorhandene PV Anlage oder Solarthermie? Habe ich das übersehen? Ist die Anlage schon installiert oder für die Zukunft geplant?


    Wenn es um die PV geht, dann sollte man sich die Frage stellen, ob es sich wirklich lohnt hier einen Speicher zu laden. Die speicherbare Energiemenge ist überschaubar, der Nachteil aufgrund der hohen Temperaturen ist aber auch bekannt. Eine EInstellmöglichkeit, die Temperatur nur dann hochzusetzen wenn PV Ertrag vorhanden ist, gibt es m.W. in den Reglern nicht. So kämpft die WP mit den 60°C und produziert einen schlechten COP, egal ob mit PV Ertrag oder ohne.


    Würde der Speicher zusätzliche über Solarthermie geladen, dann würde man etwas anders rechnen.


    Deine Anlagenkonstellation ist primär auf PV hin ausgerichtet und ignoriert dabei, dass die meiste Heizzeit gar keine ausreichenden PV Erträge verfügbar sind. So wird zwar der verwertbare Ertrag der PV Anlage gesteigert, aber dafür in Kauf genommen, dass die Anlage die ganze übrige Zeit mit einem schlechten COP arbeitet.


    Was bedeutet ERR?

    Einzelraumregelung.


    Eine Frage auf die Dimensionierung bezogen, ist die Anlage jetzt möglicherweise zu klein. Damit wäre Sie, bei Anwesenheit aller Mieter im Winter ständig am Anschlag und somit absolut unwirtschaftlich?

    Ob die Anlage zu klein ist, das zeigt eine Heizlastermittlung (EN12831). Unwirtschaftlich ist eine knapp dimensionierte Anlage nicht unbedingt, das Hauptproblem liegt woanders.


    Pv-Nutzung erst ab 3500 Watt, die WWWp wurden von der PV Nutzung rausgenommen, da die Mieter nach dem hochsetzen des Wertes auf 3500 Watt kaltes Wasser hatten. Angeblich kann man die WWWP nicht einstellen, das Sie auch Ohne PV-Nutzung aufheizen.

    Wenn die Priorität auf PV Nutzung steht, dann kann ich mir das vorstellen. Dazu müsste man sich einmal die Reglereinstellungen genauer anschauen (kenne ich nicht auswendig). Durch die Einstellung soll verhindert werden, dass die BW-WP sofort mit "Normalstrom" heizt, wenn mal kein PV Ertrag da ist, und der Speicher dann durchgeladen ist, wenn wieder PV Ertrag vorhanden ist. Das kann natürlich mit den Nutzungszeiten kollidieren.


    Eine Jahresleistungszahl für die WWWP ist nicht feststellbar, weil ich nicht weiss wieviel Wasser erhitzt wird. Wir haben für die WW-Bereitung in 12 Monaten ca. 1200 KW/h verbraucht.

    und die 1.200kWh sind in den ca. 10.000kWh enthalten oder nicht?

    Sonst läge ja die JAZ eher bei 2,5 anstatt 2,2, was zwar immer noch nicht gut ist, aber wir nähern uns langsam plausiblen Werten.

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  • Eine EInstellmöglichkeit, die Temperatur nur dann hochzusetzen wenn PV Ertrag vorhanden ist, gibt es m.W. in den Reglern nicht.

    Ich kenne den Novelan Regler nicht, weiß aber dass es WP mit genau diesen Einstellparametern gibt. Per Schaltkontakt vom WR kann der VL und/oder WW-Soll um x Kelvin angehoben werden.

  • Per Schaltkontakt vom WR kann der VL und/oder WW-Soll um x Kelvin angehoben werden.

    Stimmt. Manche Regler bieten die Möglichkeit einen Raumthermostat o.ä. aufzuschalten, um damit die Heizkurve um x K anzuheben. Diesen Schalteingang könnte man natürlich auch für PV missbrauchen.


    In der Betriebsanleitung konnte ich dazu jetzt nichts finden, nur ein Smart grid feature über die Hysterese, aber das hängt wohl vom Reglertyp und firmware Stand ab. Evtl. gibt es einen Eingang der nur noch nicht in der firware erfasst ist.

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  • Der Novelan Regler gibt das laut Beschreibung aber so nicht her (oder ich habe nur alte Anleitungen gefunden).

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  • Ahc das ist doch Banane mit dem WWP. ICh fahr das WW doch nicht auf 60° hoch damit ich PV Strom verballer. Dauert ewig mit den Dingern. Außer die WWp´s hätten auch E-Heizung direktelektrisch mit drin.

    50°C-55°C sollten theoretisch ausreichen. Je nach Mietergewohnheiten.

    Woher kommt denn die Energie der WWp? also Umgebungsluft aus der Wohnung, als Abluft? als Umluft? Direkt nur Ausenluft?

    Das wäre ja der Supergau... Ich nutze PV zum die HeizungsWP zu fahren auf 60°C, misch das dann runter für die Fußbodenheizung auf 30°C und nimm dann wieder PV Strom zum die Raumluft 20°C zu entfeuchten und energie zu entnehmen um WW auf 60°C zu Pumpen. Nur um PV Strom zu vernichten ... perfekt.

    Leistungszahlen sind dann eigentlich wurscht. sowie der Verbrauch auch.

    :thumpsdown: