Wasser / Feuchtigkeit innerhalb WDVS / Schaden WDVS Putz Sockelbereich

  • Hallo liebes Forum und schon einmal herzlichen Dank für mögliche Hilfestellungen zu folgenden Sachverhalt


    Meine Nachbarin (Wohnung über mir) hat sich Anfang der Woche bei mir gemeldet, dass eine Wand bei Ihr feucht ist und bei Betrachtung des Fassade ist Ihr ein großer nasser Fleck aufgefallen.


    Schadensbild: großer nasser Fleck im WDVS auf Höhe 1.OG im Bereich Regenfallrohr und laut Aussagen von meiner Nachbarin ist bei Ihr die Wand auf der Innenseite feucht. An Hand der Fotos kann man erkennen dass die Nässe exakt auf Höhe der Verankerung des Regenfallrohres durch das WDVS am Mauerwerk anfängt. Man erkennt von der Verankerung beginnend einen gerade Linie am WDVS (RISS? Eintritts- Austrittspunkt?) an welcher sich die Nässe nach unten ausbreitet. Frage: ist das ein Eintritts- oder Austrittspunkt??

    Bei der Begutachtung ist mir des weiteren aufgefallen, dass im Sockelbereich in der Umgebung des Regenfallrohres der Sockelputz aufgeplatzt ist. Möglicherweise durch das bereits erwähnte Schadensbild im 1.OG aber möglicherweise auch durch einen Riss im WDVS im Anschluss an die Fensterbank (siehe Foto). Als die Fassade gestern im EG abgetrocknet gewesen ist, sah man eine feuchte Linie von der Fensterbank zu dem aufgeplatzten Sockelbereich laufen. Somit ist möglicherweise seit längeren Regenwasser im Bereich der Fensterbank hinter den Putz eingedrungen nach unten gelaufen, hat sich dort gesammelt und Nachts bei Minustemperaturen gefroren und dann den Putz im Sockelbereich zum platzen gebracht. An dieser Stelle kann jetzt natürlich immer Wasser eintreten.


    Der Schadensbild wurde umgehend der Verwaltung mitgeteilt. Diese hat leider bis dato noch keine Fachfirma geschickt.


    Es hat die Tage davor anhaltend stark geregnet


    Daher mehre Fragen


    Da die Fassade jetzt bereits auch langsam abtrocknet wird es wohl kein Rohrbruch sein?

    Das komische ist dass nicht die Aussenwand innenseitig auf der Höhe des nassen Flecks feucht ist sondern eine Trockenbauwand eine feuchte Stelle aufweisßt welche ca 1m davon entfernt steht


    Die Frage ist woher das Wasser kommen kann.... undichtes Abflussrohr im Innen oder Aussenbereich?

    WDVDS defekt und durch den starken Regen eingedrungen?


    Fragen über Fragen, welche vermutlich nur durch eine Fachfirma vor Ort gelöst werden kann.


    Wäre trotzdem über ein paar Ratschläge / Vermutungen dankbar


    gruss Christian

  • und dann den Putz im Sockelbereich zum platzen gebracht.

    Ohne Gewähr: Für mich sieht das eher aus, als wäre hier "nur" ein Farbanstrich abgeblättert. Klingt der Putz darunter beim Klopfen "hohl"?

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  • Ohne Gewähr: Für mich sieht das eher aus, als wäre hier "nur" ein Farbanstrich abgeblättert. Klingt der Putz darunter beim Klopfen "hohl"?

    stimmt teilweise... Farbschicht mit Oberputz (ca 1-2mm Dicke) ist abgeplatzt. Aber stimmt natürlich dass die Dämmung selber nicht sichtbar ist

  • Der Fleck im 1. OG und der im Sockelbereich müssen nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Ich schätze sogar, dass sie eher unabhängig von einander sind.


    Am Sockel kommt zu der sowieso erhöhten Feuchtebelastung allein aus der Sockelzone auch noch am Fallrohr herunterlaufendes Wasser und der Wasserhahn als zusätzliche Feuchtequellen. Vor allem aber ist eine abgesetzte baulich andere Sockelausbilding, wie von allen mir näher bekannten WDVS-Zulassungen gefordert, nicht erkennbar. Da bringt die wenige dekorative Noppenfolie auch nicht viel ...


    Eine oberflächlich sichtbare von außen nach innen oder umgekehrt auf die andere Seite der Wand durchlaufende Durchfeuchtung eines WDVS ist mir noch nicht untergekommen. Das will aber nichts heißen. Wenn es sie gibt, dann könnte sie auf beiden Seiten aber deutlich in der Lage von einander abweichen. Die Innen anscheinend bestehende Durchfeuchtung der GK-Wand sollte schnellstmöglich (eher in Stunden als Tagen) messtechnisch näher lokalisiert werden. In der vertikalen Gebäudemitte ist austretendes Leitungswasser gut möglich und dies sollte schnellstens lokalisiert und gestoppt werden. Bei Trockenbauwänden ist schon nach wenigen Stunden (!) mit beginnendem Schimmelpilzenwachstum zu rechnen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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