Putzarbeit Außenfassade unsachgemäß, was muß jetzt getan werden?

  • Liebe Experten,


    im vergangenen Jahr haben wir bei unserem Terrassenneubau festgestellt, dass alte Bambuswurzeln Teile unserer Außenfassade beschädigt hatten. Auf Empfehlung hin haben wir einen Verputzer engagiert, der diese Schäden beheben und gleich die ganze Wand neu verputzen sollte, da uns der vorhandene Würmchenputz nicht gefallen hat. Eigentlich sollte das nicht so schwer sein, aber wir haben viele Mängel festgestellt, die wir jetzt leider wieder beheben müssen (der Verputzer war uneinsichtig, unverschämt und ist ausgeflippt, der kommt uns nicht mehr ins Haus).


    Wir hatten daher zahlreiche Verputzer und Maler / Stukateure vor Ort, denen wir anhand einiger Fotos (siehe Anhang) die einzelnen Putzschritte darlegen konnten. Es sind bereits etliche Risse in der Wand (die waren schon nach 1 Woche zu erkennen und werden immer größer), außerdem hat der Verputzer keine Aufputzleisten an die Fenster gesetzt, sondern Metall-Leisten, die rosten werden, es wurde kein vernünftiger, gerader Abschluß zum Boden hin gemacht etc etc etc. (Endresultat = Foto Wand5).


    Viele Kollegen, die sich das vor Ort angeschaut haben, haben nur den Kopf über so eine schlechte Arbeit geschüttelt. Aber: Unser größtes Problem ist wohl (das haben direkt zwei Verputzer anhand der Fotos unabhängig voneinander gesagt), dass wohl als Grundierung Betokontakt (rote Masse ?) verwendet wurde, die wohl nur für den Innenbereich gedacht ist. Einige meinten, dass der Putz aufgrunddessen irgendwann wieder bröckeln und runterkommen würde. Anstatt die Risse zu flicken und die Fehler auszubessern ist uns nun empfohlen worden, alles wieder abzuklopfen und die Wand komplett neu verputzen zu lassen.


    Ist das tatsächlich die einzige Alternative, die man hier hat? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Putz tatsächlich nicht lange halten wird?


    Des weiteren hat einer behauptet, dass beim Abschlagen des Putzes auch die alte, darunterliegende Würmchenputzschicht sowie die alte Dämmung (Styropor) beschädigt werden würde, dadurch würden dann Kältebrücken etc entstehen und man besser auch das Styropor auf dem Mauerwerk direkt mit erneuern soll. Ist dem so? Ich habe noch nie Putz abgeschlagen, von daher kann ich das nicht beurteilen. Ich wundere mich nur, dass kein anderer Verputzer was von neuem Styropor erwähnt, geschweige denn mit einkalkuliert hätte. Ist das Geldmacherei oder das bessere Weg, um später nicht wieder Ärger mit der Wand zu haben?


    Bei dem Foto "Wand4" seht ihr die gegenüberliegende Fassade. Der Verputzer wollte hier einen Spritzschutz machen. Leider ist auch das in die Hose gegangen, denn unten zieht bei Regen nun Wasser den Putz hoch, was bedeutet, dass der Putz auch nicht lange halten wird. Die Abflussrinne ist genau wie die Platten mit Epoxid-Harz verfugt, von hier zieht das Wasser dann hoch in den Putz, Was sollte man hier tun? Auch den neu verputzten Spritzschutz abschlagen? Oder kann man dieses Stück vor dem Streichen irgendwie behandeln, damit kein Wasser mehr hochzieht?


    Wir möchten einfach nur diese Wand wieder professionell fertig gestellt bekommen, ohne irgendwann wieder damit anzufangen. Wir haben auch schon überlegt, einen Gutachter evtl. hinzuzuziehen, aber vielleicht könnt Ihr mir ja helfen, wie jetzt am besten vorgegangen werden soll.


    Ganz lieben Dank vorab!