Dachgaube, nicht luftdicht, vollenden und dämmen

  • Hallo zusammen,

    meine Frau und ich haben ein Haus mit einer neuen, aber unfertigen Gaube gekauft.
    Normalerweise kenne ich das so, dass Gauben mit OSB Platten verschlossen, bzw. plan auf Dachsparren aufliegen. Bei unserer Gaube aber besteht die äußerliche Verkleidung nur aus Fassadenprofilen aus Kunststoff. Dann folgt eine Folie und Walzblei. Zwischen den Sparren der Gaube ist ca. 6 cm Dämmwolle provisorisch gequetscht.
    Was mich jedoch stark wundert, ist, dass die Gaube unten völlig geöffnet ist. Wenn ich die Dämmwolle entferne, schaue ich auf die Dachziegel mit der schlechten Dämmung aus den 60er Jahren. Ich kann sogar unter das Walzblei nach draußen schauen. (Das Dach bleibt aber erstmal so, wie es ist.)
    Wäre die Gaube mit OSB Platten verkleidet und plan mit der Dachsparre "verschlossen", wüsste ich, was zu tun ist. Kurz und knapp:
    Neue Dämmwolle, dann Dampfbremse, zum Beispiel Isover Klimamembran und anschließend Fermacell, da es ein Bad ist.

    Was muss aber hier nun gemacht werden? Der Vorbesitzer oder der Zimmerer hatte hier nur provisorisch Dämmwolle zwischen die Sparren gelegt und dann wurde das Projekt aufgegeben.
    Soll ich die Räume zwischen den Sparren mit zugeschnittenen OSB Platten verschließen, die Ritze mit Bauschaum auffüllen und dann mit der Dämmung, Dampfbremse und Fermacell weiter machen?

    Viele Grüße,
    Alex

  • Moin,


    wie ist denn die Gaube von aussen verkleidet ( Wände )? Was ist auf dem Gaubendach für ein Material verwendet worden? Das sieht ziemlich flach aus.


    Zu den Wänden: Ein besserer Aufbau wäre gewesen ( von innen nach aussen ):


    - Gipskarton

    - Lattung/Unterkonstruktion mit Instalationsebene

    - Dampfbremse

    - Wärmedämmung/Wandhölzer der Gaube

    - diffusionsoffene Unterspannbahn oder besser Holzweichfaserplatte

    - Konterlattung/Hinterlüftungsebene

    - Walzbleieinfassung mit Aussenverkleidung ( z.B. Schiefer oder Metall auf Schalung )


    Zum Dach:

    Ich tippe mal auf eine Flachdachabdichtung oder Metalleindeckung direkt auf den OSB verlegt? :haue:?

    Beides ist ziemlich kritisch, einfach mal nach selbstkompostierende Flachdächer suchen :work:

  • Moin moin!

    Genauso würde ich den Aufbau von innen nach außen auch machen.
    Also die Wand ist gleichzeitig die Außenverkleidung! Nur anthrazite Fassadenprofile aus Kunststoff...das ist ja der Grund, weswegen ich mich an das Forum gewandt habe. Ich habe sofort gewusst, dass hier Murks gebaut wurde und frage mich deshalb, wie ich das hier retten kann.


    Das Dach kann ich schlecht beurteilen, da ich nicht auf das Dach geklettert bin.
    Vom Dachbodenfenster sieht es ganz danach aus, als sei es nur eine Flachdachabdichtung auf OSB verlegt.

    Ich denke eher, dass ich einen Dachdeckerbetrieb hier hinbestellen sollte, die sich mit Gauben auskennen.
    Das hat hier keinen Zweck das notdürftig zu korrigieren.

    Danke für den Tipp mit dem selbstkompostierenden Dach! Das ist nun wahrscheinlich ein neues Problem, das ich nicht auf dem Schirm hatte.


    Viele Grüße!