Dämmung innen oder Aussen , alter Werkstattbau

  • Hallo,


    eine frage an die Experten. Wir haben neben unseren Haus eine alte Scheune/Werkstatt die mit Ziegelsteinen gemauert wurde (um die 1985)

    Wandstärke ist um die 30 oder 36cm und noch nichts gedämmt. Betonboden und Betondecke. 1.OG ist noch ein Aspestdach auch ohnen Dämmung.

    das soll jetzt eine Richtige Werkstatt werden mit Büroräumen nur im EG.


    Ist es jetzt sinnvoll von innen zu dämmen, also die Aussenwände oder besser von Aussen zu dämmen?


    Fussboden habe ich mit OSB Platten gemacht und Dämmschüttung.


    Heizung ist noch icht drin, das ist auch so eine Frage was ich da nehme.


    Grüss

    Stefan

  • Ist es jetzt sinnvoll von innen zu dämmen, also die Aussenwände oder besser von Aussen zu dämmen?

    Beides ist möglich, wobei die Fassadendämmung unkritischer ist. Bei einer Dämmung raumseits gibt es ein paar Dinge zu beachten, insbesondere bei entsprechenden Dämmstärken, sonst geht die Sache schief (Temperaturverlauf, Feuchte usw.).


    Ich würde der Variante "von außen dämmen" den Vorzug geben. Zur Einhaltung der EnEV wirst Du wohl ca. 14cm EPS in WLG032 benötigen, evtl. reichen auch 12cm. Kostenmäßig ist der Unterschied aber gering. Falls EPS nicht erwünscht ist, dann gibt es auch andere Materialien die man einsetzen kann. Diese sind aber meist etwas teurer.


    Ohne den Dachaufbau zu kennen, ist es schwierig zu sagen, wie man dort am besten dämmt. Zwischensparrendämmung mit "Glaswolle" hat sich als kostengünstige Variante bewährt. Evtl. dämmt man auch einfach die oberste Geschossdecke.

    Ich würde zudem die Dacheindeckung erneuern, zumindest so lange man davon ausgehen muss, dass es sich um asbesthaltige Faserplatten handelt. DIe Preise für die Entsorgung steigen, und wenn man noch einige Jahre wartet, könnte es unnötig teuer werden.


    Bedenke, dass die Umnutzung einer Scheune genehmigungspflichtig ist, es entstehen auch Aufenthaltsräume. Büro klingt zudem noch nach Gewerbe, da können weitere Anforderungen kommen.

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  • Hallo,


    Danke. Ich denke dann werde ich aussendämmung machen da geht kein Platz innen verloren.

    Ja es geht um ein Gewerbe das da jetzt rein soll.

    Die Decke ist eine feste beton Decke. Ich denke da könnte man die Dämmung erstmal sparen solange oben nicht ausgebaut ist.

  • Die Decke ist eine feste beton Decke. Ich denke da könnte man die Dämmung erstmal sparen solange oben nicht ausgebaut ist.

    Das ist ein Denkfehler. Die Betondecke hat zwar Masse, aber auch eine relativ hohe Wärmeleitfähigkeit. Als Beispiel, der Wärmerverlust über Deine neuen Fenster ist grob nur halb so hoch.

    Wenn der Bereich direkt unter dem Dach nicht genutzt wird, dann würde ich auf jeden Fall die oberste Decke dämmen. Das kann man kostengünstig mit EPS machen, oder mit MiWo. Zudem ist das auch in der EnEV gefordert.

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  • Die Decke ist eine feste beton Decke. Ich denke da könnte man die Dämmung erstmal sparen solange oben nicht ausgebaut ist.

    Nein, gerade hier ist der Wärmeabfluss erheblich, weil der Beton wunderbar Wärme leitet! Hier sollte unbedingt gedämmt werden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wie oft und wie lange soll denn das Büro genutzt werden?


    - täglich mehrere Stunden

    oder eher

    - gelegentlich; ab und zu mal; ein bis max. 2 Tage die Woche, o.ä.


    und


    - langfristig (mehrere Jahre; zweistellig)

    oder

    - na mal sehen ... diese Jahr ja ... nächstes Jahr vielleicht, ...


    Auch darauf kann die Investition angestimmt werden

    Heizung ist noch icht drin, das ist auch so eine Frage was ich da nehme.

    abhängig von der Nutzungsart, Nutzungsdauer, geplante Lebensdauer der Nutzung, geplante Nachnutzung


    Für Wenignutzer reicht ein elektrischer Heizlüfter.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • es soll für eine elektronikfertigung genutzt werden.

    da es ein nebengewerbe ist eher am abend und wochenende aber fast 7 tage die woche.


    Heizlüfter als heizung ist keine option für mich. Strom zu teuer und es sollte die temperatur wenigstens 15grad halten wegen den Geräten.

  • Heizlüfter als heizung ist keine option für mich. Strom zu teuer

    Wenn man bei WENIGnutzung die Investition für Dämmung, Putz, Farbe, Heizungsrohre, Heizkörper usw. mal aufrechnet und Stromkosten minus Heizmittelkosten minus Heizungspumpenstrom rechnet, könnte man einige Jahre gut damit leben.


    aber fast 7 tage die woche.

    [...]

    und es sollte die temperatur wenigstens 15grad halten wegen den Geräten.

    Ist doch schon mal eine Grundlage für die Planung und die Auswahl

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Also ne Fassadendämmung (aussen) wäre hier erstmal nicht an erster Stelle

    30 cm Mauerwerk ist ja auch nicht sooo schlecht


    Vermutlich geht viel mehr Wärme verloren über andere Bauteile

    -Decke

    -Fenster

    -Tür

  • Es gab damals zwar bereits die 2. WSchVo aber das Teil war als Scheune geplant. Da kann 30cm Ziegelmauerwerk alles bedeuten. U-Wert wohl eher 1,5W/m²K als unter 1W/m²K.


    Aber es stimmt schon, dass die Fassade nicht oberste Priorität hat. Fenster sind schon getauscht, obere Geschossdecke wäre einfach zu machen, und das Tor würde ich auch nicht unterschätzen. Man kann (sollte) ja erst einmal mit den Zahlen spielen, das Thema Beheizung und Heizlast steht ja auch noch auf der Tagesordnung.

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  • Danke für die guten Tips.

    Ich werde im Frühjahr auf jeden fall als ERSTE MASSNAHME das Holztor gegen eine ordentliche Eingangstür (zweifach verglast) tauschen und dann die Decke von oben her dämmen und dann auch die 7m Heizungsstrecke ins Erdreich einpuddeln und vom Haupthaus holen.


    Ich hatte bei den fussboden ISOSELF von Knauf

    isoself Knauf

    als Dämmschüttung verwendet. Würde das da auch reichen oder besser die ESP Platten (Stärke 10cm?) nehmen?



    Grüsse

    Stefan

  • Beschreibe mal was bisher an Bodenaufbau vorhanden ist, und was am Ende erreicht werden soll. Dann kann man zumindest schon mal den Wärmedurchgang für die Heizlast abschätzen.


    Für die Decke würde ich mir überlegen, ob diese Schüttung die richtige Lösung ist. Mit einem Lambda von 0,05 benötigst Du min. 20cm Dämmstärke um die 0,24W/m²K zu unterschreiten. Du brauchst also etwa 2 Sack pro m², macht knapp über 26€/m².

    Klemmfilz in WLG035 kostet in 14cm ca. 5,- €/m², EPS in WLG032 um die 13,- € bis 15,- €/m² (Mengenabhängig) usw. So kannst Du ja mal Deinen Materialaufwand rechnen. Denkbar wären auch Steinwolleplatten, Holzfaser usw. und dann solltest Du den kompletten Materialbedarf kalkulieren (Laufstege ver begehbare Dämmung etc.).

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