Umlagen im Bauvertrag

  • Hallo


    Es gibt ja immer mal wieder in Bauverträgen Umlagen.

    z.B. Kosten für Verbrauch von Strom und Wasser, WC, Bauleistungsversicherung, Bauschild, Baureinigung


    In wie weit denkt ihr macht es Sinn dies auf die Auftragnehmer umzulegen?


    Bei Strom und Wasser habe ich gelesen, dass es Urteile gab die das als nicht zulässig erachten. (Eine pauschale Abrechnung ohne genaue Messung des tatsächlichen Verbrauchs.)


    Die Baureinigung ist grundsätzlich ja in der VOB geregelt. Habe dies aber in einem alten Vertrag gefunden und hier war die Rede von allgemeinen Baureinigungsarbeiten.


    Sollte man sowas mit rein nehmen oder eher nicht?

    Es kommt auch immer wieder mal das Argument, dass die Firmen das ja eh am Ende wieder auf die Preise aufschlagen.


    Wie sehr ihr das?


    Gruß

    Jan

  • Es kommt auch immer wieder mal das Argument, dass die Firmen das ja eh am Ende wieder auf die Preise aufschlagen.

    Glaubst Du etwa, die sind das Sozaiamt und schenken das her? Einfach nach tatsächlichem Verbrauch vom AG übernehmen lassen. Alles andere ist x-facher Aufwand

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Nein, das glaube ich nicht.


    Mir geht es eher darum, ob ich solche Punkte in die Verträge bei meinem Arbeitgeber aufnehmen lasse oder ob man sich das schenken kann.

    Mit dem Argument, man "treibt" damit eh nur die Preise um die entsprechenden Prozentpunkte nach oben.

  • Insbesondere bei GU/GÜ Vertragsverhältnissen halte ich es für extrem sinnvoll, solche Sachen pauschal zu inkludieren.


    Mal überspitzt und polemisch:

    Zahlst du die Baustromkosten, ist es den Handwerkern egal wenn Nachts die elektrische Bauheizung durchläuft, Hauptsache am nächsten Tag ist es schön warm.

    Zahlt der Unternehmer - steigt der Bauleiter den Jungs auf Dach.

  • Aber wenn ich es nur pauschal mit aufnehme (x% von der Schlussrechnungssumme) ist es den Auftragnehmern doch auch egal ob sie wenig oder viel verbrauchen. Sie zahlen immer das gleiche.

  • Nein. Ich meinte von der Schlussrechnungssumme der Nachunternehmerrechnung.

    So kenne ich das zumindest bisher.

  • Zahlst du die Baustromkosten, ist es den Handwerkern egal wenn Nachts die elektrische Bauheizung durchläuft, Hauptsache am nächsten Tag ist es schön warm.

    Zahlt der Unternehmer - steigt der Bauleiter den Jungs auf Dach.

    Im Gegenzug:: Der Bauherr WILL, das irgenwas nach Feierbend/ am WE durchläuft und einer zieht den Stecker, weils ja Geld kostet. Und er Bauherr::eek:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Im Gegenzug:: Der Bauherr WILL, das irgenwas nach Feierbend/ am WE durchläuft und einer zieht den Stecker, weils ja Geld kostet. Und er Bauherr:

    klar. Perfekte Lösung gibts nicht.


    Ich kann nur sagen, ich hab Pauschal vereinbart mit dem GÜ, und dann wurde sinnvoll sparsam mit elektrischer Energie umgegangen. z.B: Wurde die WP genutzt (mit Heizstab-UNterstützung) fürs Funktions- und Trockenheizen des Estrichs.

    Da saß der GÜ dem HB im Nacken, das der sein Zeug fertig bekommt.

    Bei einem Kumpel von mir, der den Baustrom selbst zahlt, wurde die WP nicht in Betrieb genommen (obwohl es möglich gewesen wäre) und der Estrich rein elektrisch geheizt (wird derzeit auch noch als Bauheizung verwendet). Folge: Im Dezemeber soviele kWh durchgelassen wie ich im ganzen Bau gebraucht habe.

  • Seit dem ich meinen privaten Bauherrn empfehle Baustrom und Bauwasser nicht umzulegen, sondern zu stellen (bezahlen muss er es am Ende eh), ist der auftragsbezogen gewährte Nachlass gefühlt um einen Prozentpunkt gestiegen.


    Die Abrechnerei der Verbräuche kostet doch auch Zeit und funktioniert nicht vernünftig - schon allein, weil jedes Gewerk diskutiert, dass es doch deutlich weniger verbraucht als alle anderen ...


    Und auf sparsamen Umgang kann die Bauleitung auch etwas achten, die Firmen (-mitarbeiter) tun es fast nie.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es kommt auch immer wieder mal das Argument, dass die Firmen das ja eh am Ende wieder auf die Preise aufschlagen.

    warum sollten sie es nicht tun?

    oder ob man sich das schenken kann.

    getrost....

    Zahlt der Unternehmer - steigt der Bauleiter den Jungs auf Dach.

    oder auch nicht .

    , weil jedes Gewerk diskutiert, dass es doch deutlich weniger verbraucht als alle anderen ...

    und das zurecht .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer