Betonrollladenkasten energetisch sinnvoll vorgehen

  • Hallo zusammen,


    Ich bin Martin und mit meiner Frau stolzer Neueigentümer eines Hauses mit dem BJ 1974.

    Bevor wir einziehen wollen wir das ganze Haus etwas "überarbeiten" bzw. "überarbeiten lassen".

    Dazu unter anderem auch die Fenster. Hier wollen wir neue Kunstofffenster mit Dreifachverglasung einbauen lassen.

    Zu den Fenstern hab ich das meiste verstanden was es so gibt und worauf man achten sollte. Wir hatten auch schon zwei Fensterbauer im Haus und auch einen Bauunternehmer der unter anderem auch Fensterbau anbieten.

    Das große Thema ist die Konstruktion der Rolllädenkästen. Diese sind quasi aus Beton und im Sturz integriert. Also wie ein umgedrehtes U. Ein Fensterbauer sprach von französischer Bauweise bei diesen Rolladenkästen.

    Da diese tragend sind wäre der Austausch nicht möglich. Und die Dämmung nur sehr schwierig möglich. Heute meinte der Bauunternehmer, dass sie solche Kästen nach innen hin auftrennen und so Platz schaffen für Aufsatzkastensysteme, die bessere Dämmeigenschaften besitzen. Hört sich für mich leicht komisch an vor allem, da es sich um statische Bauteile handelt!?


    Die Frage die sich final stellt. Wie sollte man mit solchen Betonsturzrollladenkasten am besten vorgehen?


    Danke für Mithilfe im Voraus.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Die Frage die sich final stellt. Wie sollte man mit solchen Betonsturzrollladenkasten am besten vorgehen?

    Hallo Martin, schön, dass Du zu uns gefunden hast!


    Zuerst sollte (durch einen Statiker) geklärt werden, ob die Rolladenkästen tragend sind. Daraus leitet sich dann das Weitere ab. Als kritischere Variante kannst Du vorerst davon ausgehen, dass sie tragend sind!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo

    beim energetischen Sanieren solcher Häuser sollte man auch einen kompetenten und unabhängigen Energieberater zu Rate ziehen

    Einmal als Fachmann zum Thema Energie und Sanierungen aber auch als Kenner der staatlichen ( und stattlichen) Förderungen welche man bekommen kann

    Seit diesem Jahr sind diese auch kräftig erhöht worden...lohnt sich :thumbsup:

  • Heute meinte der Bauunternehmer, dass sie solche Kästen nach innen hin auftrennen und so Platz schaffen für Aufsatzkastensysteme, die bessere Dämmeigenschaften besitzen.

    Wenn der neue Aufbaukasten im alten Rolladenkasten verschwindet, dann kommt man kaum noch ran, wenn mal etwas zu reparieren wäre.


    Geht man davon aus, dass der alten Rolladenkasten als tragender Sturz zu betrachten ist, dann bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten. Eine Variante wäre, dass man den Rolladenkasten innen dämmt. Meist ist zwischen aufgewickeltem Rolladenpanzer und Rolladenkasten noch etwas "Luft", vor allen Dingen bei Fenstern mit "normaler" Höhe. Dort lässt sich Dämmung einbringen. Besonders wichtig ist der Bereich an der Revisionsöffnung.


    Es gibt dafür fertige Dämmschalen,oder geschlitze Dämmplatten die man der Wölbung anpassen kann, man kann aber auch "normale" Dämmung (EPS, Miwo) passend machen. Die Dämmung lässt sich klemmen, oder mit einem geeigneten Kleber in den Kasten kleben. Meist lassen sich so min. 20-30mm Dämmung einbringen, an manchen Stellen auch mehr. Das ist zwar nicht der Brüller, aber bereits deutlich besser als ein ungedämmter Kasten.


    Besonders wichtig ist der korrekte Einbau des Fensters, und dessen Abdichtung. Ich habe dafür ein Fensterdichtband eingesetzt, das es in verschiedenen Breiten gibt. Oben am Fenster mit 25cm Breite, das konnte man problemlos am Fensterrahmen verkleben und raumseits über die komplette Rev.öffnung bis an die Wand führen. Der überstehende Teil wurde nach dem Verkleben abgeschnitten. Für die Seiten und unten am Fenster dann ein Band mit 8-10cm, das müsste ich jetzt nachschauen.Dieses wurde auf dem Mauerwerk verklebt.

    Je nach EInbausituation kann man seitlich und unten auch mit Kompribändern arbeiten.

    Wichtig ist, dass die Stellen wirklich "dicht" werden.



    Meine künstlerische Begabung hält sich in Grenzen, aber ich denke mal, man sieht was ich meinte. Die zusätzlich eingebrachte Dämmung und das Dichtband.


    Man sollte also zuerst einmal schauen, wie die Verhältnisse im Rolladenkasten sind, dann sieht man weiter. Es wäer gut möglich, dass das Fenster auch weiter außen sitzt als von mir gemalt.

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  • Okay das klingt ja schonmal ähnlich, wie das was der Fensterbauer gesagt hat. Den Kasten dämmen mit dem maximal verfügbaren Platz.

    Hallo

    beim energetischen Sanieren solcher Häuser sollte man auch einen kompetenten und unabhängigen Energieberater zu Rate ziehen

    Einmal als Fachmann zum Thema Energie und Sanierungen aber auch als Kenner der staatlichen ( und stattlichen) Förderungen welche man bekommen kann

    Seit diesem Jahr sind diese auch kräftig erhöht worden...lohnt sich :thumbsup:

    Hallo wir hatten bereits zwei Energieberater im Haus zur Baustellenbegehung. Es war leider etwas ernüchternd, weil Berater 1 A sagt und der Berater 2 B.

    Es wird jetzt noch ein Energieberater das Haus anschauen. Er wird wahrscheinlich C sagen ;( Das Problem an der ganzen Choose. Ich kann kein Gewerk beauftragen ohne die Beantragungen und Berechnungen des Energieberaters.... Nur welchen soll man wählen, wenn alle was anderes sagen...


    Viele Grüße,

    Martin

  • Waren das unabhängig Energieberater? Dann sollten sie ihre Vorschläge ja durch Zahlen untermauern können.


    Das Dämmen der Rolladenkästen ist hinsichtlich Materialkosten kein großer Posten, aber der Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen.

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  • Nur welchen soll man wählen, wenn alle was anderes sagen...

    nunja....10 Leute ..20 Meinungen....

    Beim Thema energetische Sanierungen kann es da durchaus unterschiedliche Meinungen geben was die Rentabilität angeht ...also die Frage wann 'lohnt' sich ne Maßnahme .....


    Du kannst durchaus einen Antrag bei der KFW stellen bzw vom EB stellen lassen....dann haste Zeit Aufträge in Ruhe zu vergeben ...

  • Isr aber ein AUFTRAG, der Geld kostet.

    Was ich grundsätzlich gerne bezahle. Nur ich finde es ganz schlimm, dass ich zig Aussagen verschiedener Art bekomme. Z.B.Heizungsaustausch ist sinnvoll und Förderfähig vs. Heizungstausch macht keinen Sinn ist eine gute Anlage und man bekommt eh nix weil Brennwertkessel...


    Und das zieht sich so durch. Und das obwohl ich denke das sind doch alles feste Regeln die da hinter stehen...

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht wen man dann beauftragen soll.... aber ich denke das "Problem" hat jeder;)


    Naja deshalb versuche ich zusätzlich halt noch Infos selber einzuholen wie beispielsweise bei diesen Betonrolladenkästen.


    VG,

    Martin

  • Nur ich finde es ganz schlimm, dass ich zig Aussagen verschiedener Art bekomme. Z.B.Heizungsaustausch ist sinnvoll und Förderfähig vs. Heizungstausch macht keinen Sinn ist eine gute Anlage und man bekommt eh nix weil Brennwertkessel...

    Das liegt oftmals auch darin begründet, dass manche EB nicht ganz auf dem aktuellen Stand sind. Sollte zwar nicht vorkommen, ist aber in der Praxis nicht immer zu vermeiden. Förderbedingungen und Anforderungen ändern sich ja öfter mal.


    Maßnahmen zur Energieeinsparung lassen sich im Vorfeld schon mal gut abschätzen und berechnen. Dann sieht man schnell, ob und welche Maßnahme sich wie rechnet. So bringt beispielsweise der einfache Austausch eines Wärmeerzeugers meist weniger als erhofft. Trotzdem kann diese Maßnahme sinnvoll sein.


    Ich denke es ist Aufgabe des EB Dir dieses Potenzial aufzuzeigen und mit Zahlen zu belegen. Irgendelche pauschalen Sprüche auf ein Papier schreiben, das kann jeder.

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  • Energieberater: Was waren die denn jeweils von der Grundausbildung? Ein Kaminkehrer wird in eine andere Richtung tendieren wie ein Dachdecker oder ein Architekt.


    Thomas B : Hattest Du nicht mal bei einer Sanierung eines 70er Jahre Hauses solche Betonkästen? Wo ich mal dabei war und Alfons Fischer was gerechnet hatte.


    Zugänglichkeit: Die bleiben doch zugänglich, da die Öffnung doch von unten her ist. Oder wo habe ich meinen Denkfehler?

    Heute meinte der Bauunternehmer, dass sie solche Kästen nach innen hin auftrennen und so Platz schaffen für Aufsatzkastensysteme, die bessere Dämmeigenschaften besitzen.

    Das checke ich nicht, wie der das meint.


    Allerdings sind die Dinger wunderbare Wärmebrücken.



    Mal so rum gefragt:

    • Welche Heizung ist drin, Wie alt ist die?
    • BJ 1974: Normalerweise recht groß, flaches Dach, oft Dach nicht ausgebaut. Gerne mal große Fenster. Stell doch mal ein Plänchen und einen Schnitt ein.
    • Was ist denn bislang an dem Haus schon gemacht worden?
    • Wieviel Geld habt ihr und was würdet ihr einfach selbst gerne gemacht haben? Ich will jetztkeine Summe, sondern eher: neue Fenster wären schön, WDVS finden wir doof, Dach wollen wir eh ausbauen. Die Heizung wollten wir eigentlich nicht anfassen, aber ein kleiner Einzelofen wäre nett.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Wann ist denn schon was rentabel?

    Das ist immer eine Frage der Ansicht und der eigenen Wünsche.

    Will man ein Gewerk nur teilweise anfassen oder das Gewerk ganz durchziehen.

    Will man Förderungen mitnehmen oder nicht.

    EIn Energiebrater soll ja beraten und ein paar verlässliche Zahlen liefern. Deswegen ja auch "BERATER" und nicht "Entscheidungsabnehmer".


    Mein Gewerk kann ich folgend durchfragen:

    Heizung: Wünschen sie eine Funktionssanierung, eine Zuverlässigkeitssanierung oder Gesamte Überholung des Heizungssystems.


    Sanitär: Wünschen Sie eine Renovierung, Instandsetzung oder Sanierung für 40 Jahre.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Neueigentümer eines Hauses mit dem BJ 1974.

    und

    Hier wollen wir neue Kunstofffenster mit Dreifachverglasung einbauen lassen.

    Bei diesen Voraussetzungen würde ich auf jeden Fall ! die Wärmedämmung prüfen und nachrechnen lassen.


    Ein altes Haus hat / hatte i.d.R. eine Ofenheizung, oft noch einen Kamin/Kachelofen o.ä. jedenfalls einen oder mehrer Schornsteinzüge, dazu meist noch Fenster mit Holzrahmen, nur eine Luke zum ungedämmten Dach, eine Haustür die nicht 100%luftdicht ist und weitere Möglichkeiten für einen Luftaustausch.


    Bei unbedachten Sanierungen werden dann nicht mehr genutzte Schornsteinanschlüsse abgedichtet, die Dachluke wird durch eine neue dichte ersetzt, die Fenster werden dicht, evzl ertden Zimmertüren mit umlaufender Dichtung eingebaut und die Haustür wird auch erneuert.


    Wenn jetzt die Außenwände die kältesten Flächen sind besteht die Gefahr der Schimmelbildung, wenn keine weiteren Maßnahmen zum Luftaustausch erfolgen.


    Früher war das eher kein Problem, weil die Öfen die Raumluft verbraucht haben zum Heizen, an der Einscheibenverglasung sah man gelegentlich Kondenswasser, hat es weggewischt und - weil man es gesehen hat - wurde gelüftet. Ein ganz leichter dauerhafter Volumenstrom durch Undichtigkeiten erledigte den Rest. Feuchte und CO2-haltige Luft wurde auch tagsüber, bei Abwesenheit, ausgetauscht.


    Das nur als Hinweis, weil ich noch nichts von Fassadendämmung gelesen hatte....

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Zu deinen Fragen:

    - Heizung ist ein Öl-Brennwertkessel mit Solarthermie verbaut. Das Modell hab ich grade nicht zur Hand aber schon ein Energieberater sowie der Heizungsinstallateur kamen bei der Heizung ins Schwärmen ("Der Ferrari unter den Ölheizungen). Einbau war Anfang der 2000er. Läuft aber alles reibungslos aktuell.


    - Dach hat 24°. ich hab das was an Plänen habe mal hochgeladen


    - An dem Haus bisher gemacht wurde eher wenig. Eine Dachseite wurde neu eingedeckt inklusive neuer Dachfenster. Die andere Dachseite nicht. Das Dach ist teilweise ausgebaut und dort wo es ausgebaut ist auch gedämmt (jedoch nicht sonderlich gut und Untersparrendämmung). Elektroinstallationen sind teilweise von Anfang der 2000er. Das Haus ist von Innen gedämmt (in Stärke von 2 - 8 cm), warum das nicht überall gleich ist keine Ahnung


    - Was gemacht werden soll: Fenster (sind zwar doppelt verglast aber noch selbst gebaut vom Schreiner aus dem Baujahr und die sollten halt langsam gemacht werden und dann halt alle wollen nicht zweimal den Dreck haben)


    - Das Dach soll eigentlich einmal richtig gedämmt werden, soll heißen eine Aufsparrendämmung + Neueindeckung wäre wirklich schön


    - WDVS ist aktuell im Budget nicht drin, ich bin eigentlich auch kein Freund davon das Haus in Styropor zu packen. Und leider gibt es auch bei diesen Thema unterschiedlichste Meinungen. Wir wollen es uns zumindest für die Zukunft offen halten.


    - Heizung wollen wir jetzt erstmal behalten. Wenn es zum Austausch käme müsste noch der Gasanschluss von der Straße zum Haus gelegt werden. Aktuell planen wir den Einbau eines Kaminofens (mit neuen Schornstein).


    - Das sind aktuell die energetischen MAßnahmen die wir vornehmen wollen, dazu kommen dann natürlich noch ein paar kleinere Innenausbauarbeiten, ein wenig Elektroinstallationen und Bäder... Wir wollen eigentlich möglichst viele Förderungen in Anspruch nehmen aktuell ist da natürlich KFW-Einzelmaßnahmenprogramm in unserem Blick. Aber gerade mit den neuen Ideen der Regierung könnte da ja zeitnah noch einiges dazu kommen.

  • Die Gewerke die gemacht werden sollen wollen wir eigentlich schon ganz durchziehen. Halbe Lösungen sehen wir aktuell nur bedingt als Option. Das Heizungssystem finden wir eigentlich i.O. so lange alles funktioniert. Sanitär werden wir im Erdgeschoss das Bad vollständig sanieren sowie ein neues Gäste-WC einbauen.

  • Bei Elektroarbeiten stellst du dir was vor?

    Ist da bekannt wie alt der Zustand ist?

    Leerrohre? Erdung?


    Will nur sagen, das mit Elektro einige andere Gewerke automatisch mit aufrollen.


    Das ist ja beim Fenster ähnlich.

    Fenster, Rolladen,Rolladenkastendämmung, Rolladensteuerung, Elektro, Putz.......Lüftung?

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  • Aktuell kann man von einer "Neuinstallation" im EG ausgehen. Wie du schon sagtest elektrische Rolläden, paar neue Dosen, Netzwerkkabel... Leider keine Leerrohre vorhanden :(

  • Ich konnte jetzt keinen Hinweis darauf finden, was für ein Wandbildner. 24er Außenwände, das könnten beispielsweise Hohlblocksteine sein. U-Wert liegt dann irgendwo im Bereich um die 1,3W/m²K. Dann jetzt neue Fenster 3fach Verglasung, Ug vielleicht um die 0,6W/m²K, Uw irgendwo im Bereich um 0,8W/m²K. Das macht eine Differenz zur Wand von min. 0,5W/m²K, Wärmebrücken sollte man auch nicht vernachlässigen.


    Zukünftig wird die Wandoberfläche um etwa 4K kälter sein als am Fenster, bei -10°C AT liegt die Oberflächentemperatur der Wand bei etwa 11°C, beim Fenster bei 15,2°C. Bei RT 20°C und rtel. Luftfeuchtigkeit von 70% liegt die Taupunkttremperatur bei 14,4°C. Bei 60% rel. Luftfwuchtigkeit bei 12°C.

    d.h. Ab einer rel. Luftfeuchtigkeit in Richtung 60% und höher wird bei einer AT von -10°C an der Wandoberfläche Kondensat entstehen, bei einer AT von -5°C ab einer rel. Luftfeuchtigkeit im Bereich 65-70%.


    Da sollte man gut auf das Raumklima achten, sonst gibt´s Ärger.

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  • Es müsste sich um Bimsstein handeln, sofern ich das unter dem Dach richtig erkannt habe.


    Ja ohne WDVS müssen wir auch richtiges Lüften und Raumfeuchte noch mehr achten. Aber danke für diese tollen Anhaltspunkte :)

  • Dann dürfte ich mit meiner Vermutung hinsichtlich U-Werte wohl richtig liegen.


    Bei solchen Wänden hat man auch gerne mal GK Platten mit EPS (typ. um die 20-30mm) verbaut, um etwas Wärmedämmung in den Wandaufbau zu bekommen. Bei dieser Ausführung läge der U-Wert wohl knapp unte 1W/m²K, die Oberflächentemperatur wäre etwas höher.

    Ob das bei DIr der Fall ist, das sagt mir meine Glaskugel nicht. :haue:

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  • Es müsste sich um Bimsstein handeln, sofern ich das unter dem Dach richtig erkannt habe.


    Ja ohne WDVS müssen wir auch richtiges Lüften und Raumfeuchte noch mehr achten. Aber danke für diese tollen Anhaltspunkte :)

    Vorsicht!, "Der Beginn jeder Katastrophe beginnt mit einer Vermutung."


    Da ich selbst im Haus 3 verschiedene Mauerwerksarten gefunden habe, überrascht mich gleich garnix mehr.

    Nur ein Loch in der entsprechenden Wand bringt gewissheit.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Wohl wahr.


    Für die Betrachtung mit den Oberflächentemperaturen ist das jetzt aber nicht so wichtig, denn ein hoch wärmedämmendes Mauerwerk wurde wohl kaum verbaut. Das wäre 1974 völlig unüblich gewesen. Da war PB mit Lambda um die 0,3 schon die Krönung der Wärmedämmung. WDVS haben nur Verrückte* gebaut. :lach:


    * Das waren die, deren Mauern zwischenzeitlich alle aus Atemnot erstickt sind.

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  • Vorsicht!, "Der Beginn jeder Katastrophe beginnt mit einer Vermutung."


    Da ich selbst im Haus 3 verschiedene Mauerwerksarten gefunden habe, überrascht mich gleich garnix mehr. Nur ein Loch in der entsprechenden Wand bringt gewissheit.

    Das kann ich nach einigen Sanierungen und Umbauten im Bestand nur mit Nachdruck bestätigen: Sicherheit hat man immer erst, wenn die zu bearbeitende Stelle freigelegt bzw. zugänglich gemacht wurde und der Bestand genau untersucht wurde. Es liegt zwar nahe, eine überall gleiche homogene Struktur zu vermuten, aber auch früher wurde schon heterogen gebaut, umgebaut, angebaut, repariert, instand gesetzt, abweichend vom Plan gebaut, wurden Fehler gemacht ... war das Material alle ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Also in 2 anderen Zimmern (an verschiedenen Wänden des Hauses) wurde der selbe Stein verwendet. Ist mit aufgefallen als ich die Innendämmung geprüft habe. Habe mich eventuell zu "unsicher" ausgedrückt.

    Auch ist nichts von nachträglichen Anbauten zu sehen oder in den Unterlagen zu finden. Nur der Dachausbau wurde nachträglich genehmigt.


    Jedenfalls bin ich dankbar für die ganzen Tipps und Ratschläge. am meisten "Sorgen" machen mir aktuell halt die Rolladenkästen.

  • Gibt es eine Innendämmung? Wenn ja, welche? Dann wären die von mir oben angesetzen U-Werte entsprechend zu korrigieren,

    Jep. Wandaufbau: Außenputz Bimsstein 24 cm, dann 2-8 cm Styropor dann 1-2 cm Innenputz.

    Keine Ahnung warum das Styropor nicht an jeder Außenwand identisch ausgebracht wurde.



    @all: Der Fensterbauer hat heute angerufen und gesagt, sie haben eine technische Lösung für das Rolladenkastenproblem. Das werden wir uns mal optional anbieten lassen. Es soll zu ziemlichen Mehrkosten führen laut Aussage des Fesnterbauers....

  • Außenputz Bimsstein 24 cm, dann 2-8 cm Styropor dann 1-2 cm Innenputz.

    8cm als Innendämmung ist schon viel, da sollte man mit spitzer Feder rechnen. Ich kenne das nur wenn nachträglich die Dämmung verstärkt wurde, ansonsten Standard irgendwas um 2-3cm. Bei 8cm könnte der U-Wert unter 0,5W/m²K liegen, und somit besser als die Fenster sein. Kritisch ist bei solchen Fällen immer das Thema Taupunkt bzw. Wasserdampfdiffusion.

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  • 8cm als Innendämmung ist schon viel, da sollte man mit spitzer Feder rechnen. Ich kenne das nur wenn nachträglich die Dämmung verstärkt wurde, ansonsten Standard irgendwas um 2-3cm. Bei 8cm könnte der U-Wert unter 0,5W/m²K liegen, und somit besser als die Fenster sein. Kritisch ist bei solchen Fällen immer das Thema Taupunkt bzw. Wasserdampfdiffusion.

    Ja die 8 cm sind nur bei einer Wand! Das seltsame ist auf der Süd-West-Seite des Hauses. Nachträglich kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen. An der Stelle wurde bisher nix saniert.