Einliegerwohnung KFW Förderung, welche Voraussetzungen?

  • Hallo Forumsgemeinde,

    wir werden im April ein EFH mit 160qm Wohnfläche bauen. Es wird ein KFW 40+ Haus.

    Im EG ist ein Arbeitszimmer, Küche - Wohn - Essbereich, HWR und kleines Gästebad ohne Dusche.

    Im OG 2 Kinderzimmer, Schlafzimmer, 1 großes und ein kleines Bad und ein Multifunktionsraum.

    Unser Plan war, dass, wenn die Kinder mal raus sind, unsere Eltern dann in eine Einliegerwohnung im OG ziehen können (30-40qm).


    Meine Frage: Was müssten wir bauseits jetzt bereits vorbereiten, damit es auch rechtlich als ELW angerechnet wird und wir dann auch die doppelte KFW Förderung bekommen würden? In einen Raum (spätere Küche) müssten wir sicher bereits einen Wasseranschluss und Starkstrom legen. Das hätten wir aber eh vor. Aber eine Kochgelegenheit muss dann da doch noch nicht rein, oder?


    Unsere Eltern würden dann durch den Eingangsbereich, unsere Küche in's OG kommen und hätten hier ihre kleine ELW. Passt das so rein rechtlich?


    Danke und einen schönen Sonntag euch allen!

  • interessante Frage

    aber ich denke es müsste dann schon als 2 Familienhaus geplant sein und gebaut werden...

    Die Tatsache dass man irgendwann später mal umbauen kann reicht nicht aus

  • Danke Klaus für die Antwort. Einliegerwohnung reicht, das weiß ich. Und der gemeinsame Eingang und Flur ist auch kein Problem (und bei ELW mehr oder mindert Voraussetzung). Die Frage ist v.a. inwieweit da jetzt quasi schon eine fertige ELW gebaut werden muss, oder ob das schaffen der Voraussetzungen ausreicht.

  • ...also im Zweifel kann man immer bei der KFW anrufen......die geben dann schnell die richtige Antwort ....auch bei allen anderen Fragen rund um KFW Förderungen ....manche Dinge sind nicht einfach und zweifelsfrei zu verstehen.....

  • In zwei Projekten haben Bauherrn EFH mit ELW gebaut. Beide hatten jeweils räumlich völlig unabhängige ELW mit einer eigenen Wohnungstür die direkt von außen oder durch einen gemeinsamen Eingangsbereich (vor der Eingangstür der Hauptwohnung!) zugänglich ist, mind. einen Wohnraum, Küche und Bad. Ein Betreten der anderen WE war somit nicht erforderlich. Die Küchen waren bei Fertigstellung des Hauses mit den erforderlichen Anschlüssen versehen, aber nicht voll ausgestattet, die Bäder voll nutzbar. Die Kreditgeber (auch KfW) und die Bauaufsicht waren damit zufrieden.


    Dass lediglich die Umbaubarkeit zu einer ELW vorliegt, halte ich für nicht ausreichend, kenne aber die aktuellen Förderbedingungen nicht auswendig.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Frage ist v.a. inwieweit da jetzt quasi schon eine fertige ELW gebaut werden muss, oder ob das schaffen der Voraussetzungen ausreicht.

    Ich glaube nicht, dass das Schaffen der Voraussetzung ausreicht, denn damit wäre ja nur ein kleiner Teil der Kosten verbunden.

    Auf jeden Fall schauen, wie man die Kosten aufteilt. ELW zur Vermietung bedeutet Mieteinnahmen, das wiederum ist in der EkSt. Erklärung anzugeben (Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung) und dort muss man dann sinnvollerweise auch die Kosten gegenrechnen (Abschreibungsmöglichkeiten).


    Ich weiß jetzt nicht, in wieweit sich die Förderbedingungen geändert haben. In einem ähnlichen Fall war die Forderung, dass die Wohnung quasi bezugsfertig sein muss. d.h. Bad, WC müssen vorhanden, alle Anschlüsse (Küche) betriebsbereit sein. Ob da eine Tapete an der Wand klebt, das war uninteressant.


    Wäre dem nicht so, dann könnte man ja einfach im DG oder sonst irgendwo Wohnräume einzeichnen.

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    .

  • Was mich stutzig macht: Dass man, um in die andere Wohnung zu kommen, durch die eine Wohneinheit und sogar deren Küche gehen müsste.


    Ich kann jetzt leider keine Quelle liefern, aber für mich bedeutet eigene Wohneinheit:

    • Eigenes Bad
    • eigene Küche ( auch wenn da noch nicht der Herd dranhängt)
    • eigener Zugang ( und zwar NICHT durch die andere Wohneinheit, sondern unabhängig davon!)

    So betrachte ich es bei den Energieausweisen und so habe ich es auch bei Fortbildungen gehört.

    Leider kann ich dafür keinen Quellennachweis liefern.

    Bin gespannt, was die von der KfW sagen, wie sie das sehen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Das habe ich durchaus öfter, dass irgendwo im DG sich eine Miniküche und ein zweites/ drittes... Bad befinden, dennoch für mich nicht als WE zählt, weil nur durch die andere WE zu erreichen.

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  • Ich kann jetzt leider keine Quelle liefern, aber für mich bedeutet eigene Wohneinheit:

    • Eigenes Bad
    • eigene Küche ( auch wenn da noch nicht der Herd dranhängt)
    • eigener Zugang ( und zwar NICHT durch die andere Wohneinheit, sondern unabhängig davon!)

    :thumbsup:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Risto_Ifer,


    sehr interessante Frage, wir stehen vor der gleichen. Derzeit haben wir mit unserem Architekten begonnen, die allerersten Skizzen zu entwerfen, sind also noch in einem sehr frühem Stadium. Nistdestotrotz ist eine Entscheidung ob Einliegerwohnung ja oder nein sicher schon recht früh zu treffen, da das ganze Konzept/ Grundriss davon abhängt.

    Wie ist denn das feedback von der kfw, was haben die gesagt und was mich sehr interessiert: wie hast Du dich letztendlich entschieden?


    Schöne Grüsse


    Hauselk