KfW40+ EFH finanzieren

  • Hallo zusammen!


    Wir haben in 2019 ein Grundstück (623m², leichter Hang) auf dem hessischen Land erstanden um der Familie näher zu kommen.

    Dort könnten wir während des Hausbau's kostenlos wohnen.


    • Was wird finanziert

    ..... Geplant ist ein sehr energiefreundliches Gebäude mit 182m² sowie den folgenden Eckdaten

    .......... KfW40+ Standard (120.000€ Kredit bei 30.000€ Förderung)

    .......... Massivhaus aus Stein (GU Viebrockhaus)

    .......... 4-5 Monate Fertigstellung

    .......... Erdwärme-Wärmepumpe (8600€ BAFA Förderung)

    .......... Doppelgarage samt Anbau

    .......... Küche, neue Möbel, Fliesen, Malerarbeiten, Bemusterung sind inkludiert. Bis auf einige Ausnahmen bezugsfertig


    • Vorhandenes Eigenkapital (EK)

    ...... Grundstück selbst mit 108.000€ inkl. aller Gebühren

    ...... 40.000€ stehen als klassisches Eigenkapital zur Verfügung, wobei 20.000€ als Puffer auf den Konten verbleiben sollen


    • Gesamtvolumen der Finanzierung

    ...... Wir haben uns zwei Varianten geschaffen, die viel bieten und am Grundkonstrukt nicht "rütteln"

    ............ 610.000€ ALL-IN

    ............ 570.000€ mit Abstrichen


    • Einkommenssituation (netto)

    ...... Bis Dezember 2019 ca. 5200€ (inkl. Kindergeld)

    ...... Ab diesem Monat eher 5500€ (Gehaltserhöhungen beidseitig; Anpassung der Steuerklassen)


    • Alter

    ...... W35 / M33


    • geplante Anschaffungen (Auto, Möbel, etc.)

    ...... Möbel sind im Kredit bereits enthalten, sonstige Anschaffungen sind nicht zu erwarten/geplant


    • Laufende Finanzierungen

    ...... Keine - wir vermeiden Finanzierungen wie der teufel das Weihwasser.

    ...... Auto's als einzig nennenswerte Großanschaffung der letzten Jahre wurde ebenso direkt bezahlt.


    • Kinder/Ehe/Urlaube

    ...... 1 Kind bestehend, 1 Kind unterwegs (Geburt 07/2020)

    ...... Urlaube finden maximal 1x im Jahr statt, bisher zwischen 2000€ und 4000€. Hat aber keinen großen Stellenwert für uns.


    • Aktuelle (Kalt)Miete

    ...... 880,00€ im Monat


    • Aktuelle Nebenkosten

    ...... Heizung/Wasser 55€ je Monat

    ...... Strom 74€ je Monat


    • Aktuelle monatliche Ausgaben

    ...... Private KV 618€

    ...... Essen/Drogerie/Kleidung 680€

    ...... Geschenke/Ausflüge 80€

    ...... KFZ-Kosten 380€

    ...... Versicherungskosten 117,77€

    ...... >> 1875,77€ mtl.


    • Aktuelle Sparraten

    ...... wir zahlen in ein paar Fondsparpläne (auch Riester) ein, mtl. 261€ gesamt. Davon sind 161€ optional und könnten pausiert werden

    ...... Ansonsten sind die letzten Monate durch diverse Zahlungen für das Grundstück (Gebühren) etwas gestückelt gewesen.


    ###################################


    Nun kommt das "Problem" hinzu, dass wir beide den Job wechseln müssen und zeitgleich mit dem Hausbau das 2. Kind begrüßen dürfen.

    D.h. mindestens über 6 Monate wird das oben genannte 3000€-Gehalt auf "nur" 1800€ schrumpfen - sprich 3800€ netto gesamt.

    Die theoretische Gefahr keinen neuen Job zu finden ist gering, aber vorhanden. (1x IT, 1x Mediziner)


    Wir wollten also den o.g. Puffer von z.B. 20.000€ nutzen um die Phase der niedrigen Einkünfte zu überstehen.

    Alternativ könnte man im ersten Jahr niedrigere Tilgungen vereinbaren.


    Wir dachten an 20 Jahre Abzahlung bei niedrigem Zins, 1700€ monatlicher Tilgung und natürlich 1% Sondertilgungen pro Jahr.

    Da bis dahin die Förderungen durch sind, sollte sich das Feld der Restschuld etwas luftiger sein. (Genau muss ich es noch errechnen.)


    Insgesamt erhalten wir in diesem Projekt 62.600€ Förderungen (KfW, BAFA, Baukindergeld), welche in der Finanzierung natürlich nicht einkalkuliert werden sollten aber mit diesem Bauträger realistisch sind.


    Wir haben den Vertrag in 2019 unterschrieben um uns die alten Konditionen zu sichern und haben eine Finanzierungsklasusel um einen Monat die Finanzierung zu beleuchten. (Sprich Ende Januar)

    Falls diese nicht möglich ist, zahlen wir lediglich die Baugrunduntersuchung. Mehr passiert seitens des GU in diesem Monat nicht.


    Nun die alles entscheidende Frage - ist der Kredit zu hoch für unsere "Verhältnisse"?

    Sehe ich unsere Position zu optimistisch?


    Danke für mitgrübeln!

  • Mokka

    Hat den Titel des Themas von „KF40+ EFH finanzieren“ zu „KfW40+ EFH finanzieren“ geändert.
  • Farge..wurde der KFW Vertrag in 2019 abgeschlossen ?

    Und BAFA Abtrag?

    oder steht das noch aus ?

    Die BAFA-Förderung wurde in 2020 gestellt und bestätigt; also mit den neuen Förderungen.


    Der KfW40+-Vertrag besteht noch nicht - lediglich ein Werkvertrag mit der besagten Finanzierungsklausel beim Bauträger/Generalunternehmer.

    Der KfW-Vertrag kommt meines Wissens erst beim Finanzierungsgeschäft zu Stande. Oder entscheidet da der unterschriebene Werkvertrag?

    Nachtrag: Die KfW-Bestätigung zum Antrag für Programm 153 ist schon eingegangen. Dort wird auch auf den 24.01. hingewiesen.


    Danke fürs Mitgrübeln KlausJ !

    Selbst mit 10k€ Sondertilgung pro Jahr benötigt ihr bis 2040 zum abzahlen - und zahlt bis dahin knapp 90k€ Zinsen. Habt ihr euch das wirklich durchgerechnet?

    Ich finde 20 Jahre abzahlen erstmal nicht abschreckend - du schon?

    Da ich mit Finanzierungen bisher keine Berührungen hatte würde ich daher deine Frage mit "nein" beantworten - wir lassen es von einem Finanzierungsberater durchrechnen. Wir haben es für uns natürlich berechnet, möchte Fehler allerdings nicht ausschließen.


    Was würdest du ändern?

    Eine längere Laufzeit bei geringeren Tilgungen? Das würde die Zinsen weiter hoch treiben...?

    Die 20 Jahre Laufzeit bei höherer Tilgung um die Niedrigzinsentwicklung zu nutzen?

    Projekt komplett überdenken/abbrechen?


    Danke für deine Beteiligung AndreR !

  • Wir haben den Vertrag in 2019 unterschrieben um uns die alten Konditionen zu sichern

    Achtung, darauf achten, wie sich das auf die Fördermittel auswirkt (kein Vertragsabschluss vor Zusage bei BaFa).


    Wir dachten an 20 Jahre Abzahlung bei niedrigem Zins,

    Das wären dann in etwa 3% anf. Tilgung.


    Die Frage ist, ob man die Zinsbindung gleich auf 20 Jahre legen möchte. Dann wäre der Zinssatz fix bis fast zur vollständigen Tilgung.


    Überschlagen wir mal, 1% Zinssatz und 3% anf. Tilgung, macht bei 610.000,- € 24.400,- € im Jahr oder 2.033,- € im Monat für Zins und Tilgung. Das ist doch etwas mehr als die von Dir gewünschten 1.700,- €. Ich habe jetzt einfach mal 1% als Zinssatz angesetzt, da der EK Anteil gering ist. Vermutlich wird bei 10 Jahren Zinsbindung der Zinssatz etwas besser sein, bei 20 Jahren etwas höher.


    Für eine erste überschlägige Abschätzung spielt das aber keine Rolle.


    Rechnen wir mal weiter.


    Grundstück 108.000,- €

    Baukosten 610.000,- €

    Macht zusammen 718.000,- €


    Das wären 85% Fremdfinanzierung, 15% EK. Den Puffer habe ich bewusst komplett unter den Tisch fallen lassen, denn neben Euren Lebenshaltungskosten und der zeitweisen Verringerung des Einkommens, braucht Ihr auch ein paar Euro Rücklagen für Unerwartetes. Gerade beim Hausbau sollte man immer über ausreichend Liquidität verfügen, da sind ein paar Tausend Euro ruckzuck weg.


    Bei den Kosten vermisse ich noch so Posten wie Telefon, Müllgebühren und später dann natürlich Grundsteuer, Gebäudeversicherung. Man darf auch nicht vergessen, dass ein Wohnhaus etwas höhere Unterhaltskosten verursacht als bisher die Wohnung.


    Was mir noch aufgefallen ist, Du hast für die PKV nur 618,- € angesetzt. Reicht das inkl. der beiden Kinder?


    Was den Banken negativ auffallen wird, ist das was Du als "Problem" bezeichnest, der Jobwechsel. Da wäre es deutlich besser, wenn man bereits Nägel mit Köpfen machen könnte, sprich dass der Jobwechsel in trockenen Tüchern ist. Ansonsten ist absehbar, dass Euch schnell die Puste ausgeht, selbst bei drastischen Einschränkungen bei den Kosten.


    Ein weiterer Punkt der auffällt, das wären die Baukosten. 610.000,- € für ein Einfamilienhaus mit 185m², das ist eine Ansage. Bei Gesamtkosten von 718.000,- € dürfte die Verwertbarkeit etwas schwierig sein. Keine Ahnung welche Abschläge die Bank da vornimmt, und wie sich das dann auf die Konditionen auswirken wird.


    Mein Fazit wäre: Machbar ist das schon, aber so lange die Sache mit den Jobs nicht geklärt ist,......


    Wir haben den Vertrag in 2019 unterschrieben

    Was habt Ihr da genau unterschrieben? Sind die Baukosten also schon fix?

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  • Vielen vielen Dank R.B. !

    Ja, an den Jobs sind wir dran. Bzw. bei meiner Frau natürlich 1,5 Jahre zuvor etwas schwierig aus Sicht des Arbeitsgebers.


    Bzgl. PKV - die Kinder bzw. das Kind sind bei der gesetzlichen Krankenkasse inbegriffen. (Verdienstgrenze unterschritten)


    Bzgl. der monatlichen Tilgung... wir lassen aktuell drei Hausvarianten durchrechnen, eine davon ist 527.000€ schwer bei einkalkulierten 40.000€ EK.


    Unterschrieben wurde ein Werkvertrag mit der Ausstiegsklausel, wenn die Finanzierung nicht klappt. D.h. wir können die Reißleine ziehen.


    Die Baukosten sind nicht fix - das Haus selbst steht mit ~458.000€ mit allen Wünschen zu Buche. Da kann noch dran gedreht werden, bspw. ein Kamin samt Schornstein, ein Eckfenster für mehr Licht usw. wir können auf Sachen bis zu 50.000€ runter verzichten.

    Die Baunebenkosten mit ca. 138.000€ . Die haben wir großzügig kalkuliert um keine Überraschungen zu erleben.

    Gerne teile ich die Liste, falls hilfreich.


    In den Baunebenkosten sind auch die Verlegung der Anschlüsse inbegriffen - z.B. Glasfaser.


    Danke für die Warnung wg. der BAFA. Bei diesem Bauträger/GU kommt alles aus deren Hand und die bearbeiten das auch dementsprechend.

    Hätte ich das also vorher selbst beantragt hätte ich das System vermutlich arg gestört. Zumindest wurde schon die Registrierung ausgefüllt/abgeschickt.

  • das Haus selbst steht mit ~458.000€ mit allen Wünschen zu Buche.

    und ewas habt Ihr nun vertraglich unterschrieben? Da muss doch ein Betrag "x" stehen, so nach dem Motto, "Mokka überweist uns xxx.xxx,- € auf unser Konto auf den Cayman Islands, für ein Haus Modell trallala, mit 4 Wänden und einem Dach".........oder so ähnlich.


    Ich frage deswegen so penetrant nach, weil es darum geht, welche Kosten wofür anfallen, und wie die Bank das dann beurteilen könnte. Nicht dass die Bank Deine Liste zusammenstreicht, und am Ende fehlen Dir einige (viele) Euro. Es geht also darum, was die Bank letztendlich wie als Sicherheit ansetzt, und daraus leiten sich dann Deine Konditionen ab.


    Wenn Du beispielsweise 600T€ brauchst, das Haus aber nur einen "Wert" von 450T€ hat, dann hat die Bank damit ein Problem, und Du letztendlich auch. Deswegen gibt es ja bessere Konditionen wenn Nebenkosten aus EK finanziert werden.

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  • Grundstück 108.000,- €

    Baukosten 610.000,- €

    Macht zusammen 718.000,- €


    Das wären 85% Fremdfinanzierung, 15% EK. Den Puffer habe ich bewusst komplett unter den Tisch fallen lassen, denn neben Euren Lebenshaltungskosten und der zeitweisen Verringerung des Einkommens, braucht Ihr auch ein paar Euro Rücklagen für Unerwartetes. Gerade beim Hausbau sollte man immer über ausreichend Liquidität verfügen, da sind ein paar Tausend Euro ruckzuck weg.

    grundsätzlich finde ich das EK etwas schmal. Bei eurem Alter und Einkommen hätte ich etwas mehr Rücklagen erwartet, dass lässt auch auf das Konsumverhalten schließen. Aber gut, es kommt auch darauf an wie jung/alt man ins Berufsleben gestartet ist und ob man ggf. noch Schulden aus dem Studium tilgen musste o.ä.


    Eure Situation mit geplantem Jobwechsel und Elternzeit wäre nichts für mich. Ich würde so eine Entscheidung nur aus mind. einem, sicheren, unbefristeten Arbeitsverhältnis heraus treffen.


    Wenn die Ausstattung passt (und es ist ja schonmal eine Doppelgarage mit Anbau dabei, allein die kann man mit 50k veranschlagen) dann finde ich die Kosten fürs Gesamtprojekt schon plausibel.

    Ich unterstelle aber, dass ein Keller inbegriffen ist, der bei den 182m² außen vor bleibt und das zumindest rudimentäre Außenanlagen ebenfalls dabei sind.



    Ich finde 20 Jahre abzahlen erstmal nicht abschreckend - du schon?

    20 Jahre ist doch voll in Ordnung, sind dann 53 und 55, das passt doch...


    Achtung, darauf achten, wie sich das auf die Fördermittel auswirkt (kein Vertragsabschluss vor Zusage bei BaFa).

    Auch hier die Warnung: Der Werk/Kaufvertrag über die Wärmepumpe darf erst nach dem Antrag an die BaFa abgeschlossen werden. Die Zusage muss man aber nicht abwarten! Das Abschicken des Antrags reicht aus (man hat halt ein kleines Risiko).

    Einen Planungsvertrag darf man vorher abschließen.

  • grundsätzlich finde ich das EK etwas schmal.

    Grundsätzlich JA, aber vermutlich wurde ja das Grundstück schon aus Eigenmitteln bezahlt, wenn ich das richtig verstanden habe, und es gibt jetzt noch Barreserven über 40T€, dann ist das angesichts des Alters, 35Jahre, auch nicht so schlecht. In dem Alter kann man halt noch nicht auf 20 Berufsjahre zurückblicken.


    Am EK wird es kaum scheitern. Die Einkommensperspektive würde ich auch kritischer sehen. Banken mögen einfache und klare Verhältnisse, da tippen sie dann ein paar Zahlen in ihren Computer, am besten von der Lohnabrechnung oder Steuerbescheid, und unten rechts blinkt es rot oder grün.

    Sobald es kompliziert wird, oder undurchsichtig, oder unkalkulierbar, gehen sie auf Distanz. Im besten Fall verschlechtert das nur die Konditionen, im schlimmsten Fall kriegt man zu hören "wir bedanken uns für das interessante Gespräch. Leider.......blablabla".

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  • SirSydom


    Danke auch an dich fürs mitgrübeln bzw. beurteilen!


    Genau die selben Gedanken/Ängste haben wir auch. Deswegen schreibe ich ja hier um mal externe Meinung zu erhalten.


    Also das Haus hat keinen Keller und die Doppelgarage steht mit 16272€ (beton) zu Buche.

    Die BAFA-Förderung aktuell wurde bereits bestätigt seitens Bauträger. Die haben dazu eine Regelung mit der BAFA betroffen.


    Die Kosten werden aus meiner Sicht erst durch die Baunebenkosten extrem - ich habe z.B. 20.000€ für den Erdbauer eingeplant und 15.000€ für GA-LA-Arbeiten.

    Dazu kommen noch Baugenehmigung, Baustelleneinrichtung, Vermessung/Kataster, Prüfstatik, Hausanschlüsse (Strom, Wasser, Abwasser), Regenwasser, Regenwasserschacht DIN800 (wobei keiner sagen kann ob der benötigt wird), Drainage, Glasfaser, Baustrom+Bauwasser inkl. Verbrauch, Mehrbemusterung und E-Bemusterung. Die Versicherungen (Bauherrenhaftpfl., Bauleistungsvers.) sind bei diesem Bauträger inkl. . (Außer Feuer-Rohbau)


    Extern habe ich dann Küche, Licht, kleine Möbel, Bett, Schränke, Tapeten, Farben, Fliesensockel und Dachboden-Rauspund angegeben.


    Bei den Baukosten kommt dann die Zisterne, Entkalkungsanlage und der Kamin dazu.


    R.B.


    Unterschrieben wurde mit der Klausel unser Wunschhaus, d.h. mit den Extras. Bis zum Monatsende könnten wir jedes Extra rausnehmen und sogar das Haus komplett gegen ein anderes tauschen. Das sehen die natürlich nicht gern - aber grundsätzlich geht das.


    Beispiel wie wir uns unser Haus gut vorstellen können

    Wunschhaus: ~446.000

    Baunebenkosten: ~125.000 (komplett geschätzte Werte aus Beratungen und Erfahrungen anderer Leute - jedoch nicht aus der betreffenden Region)

    Externe Kosten: ~25.000 (Möbel + Kleinkram)


    Ich finde die aufgezeigten Baunebenkosten teilweise echt krass und so werden die im Netz auch nicht beschrieben, sowas kann man jedoch ohne vermessenes Grundstück usw. schwer planen oder gar anbieten lassen. Unser Berater empfand das jedoch als völlig normal und auch in den jeweiligen Gruppen scheint das akzeptiert. Jedoch sind da auch Erfahrungen von Leuten aus Hamburg oder Frankfurt dabei - also ein von Natur aus teures Pflaster.

  • Grundsätzlich JA, aber vermutlich wurde ja das Grundstück schon aus Eigenmitteln bezahlt, wenn ich das richtig verstanden habe, und es gibt jetzt noch Barreserven über 40T€, dann ist das angesichts des Alters, 35Jahre, auch nicht so schlecht. In dem Alter kann man halt noch nicht auf 20 Berufsjahre zurückblicken.


    grundsätzlich finde ich das EK etwas schmal. Bei eurem Alter und Einkommen hätte ich etwas mehr Rücklagen erwartet, dass lässt auch auf das Konsumverhalten schließen. Aber gut, es kommt auch darauf an wie jung/alt man ins Berufsleben gestartet ist und ob man ggf. noch Schulden aus dem Studium tilgen musste o.ä.


    Ja, ehrlich gesagt fanden wir unsere Sparsumme von 150.000€ durchaus gut. Mehr geht natürlich immer.

    In Saus und Braus haben wir nicht gelebt - aus unserer Sicht normal. Im Laden schauen wir dafür aber nicht ob die Mango gerade günstig oder teuer ist.

    Wenn man Lust drauf hat wird sie eingepackt. Das könnte man sicherlich stark verbessern....

  • Ich glaube nicht, dass eine billigere Mango jetzt eine Finanzierung retten kann. Zudem muss man ja nicht retten. EK ist ja da, es ist nur gebunden. Man muss also auf die Liquidität achten.

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  • Die Kosten werden aus meiner Sicht erst durch die Baunebenkosten extrem - ich habe z.B. 20.000€ für den Erdbauer eingeplant und 15.000€ für GA-LA-Arbeiten.

    mögen die Experten mich korrigieren, aber Erdbauer und GaLa gehören eigentlich nicht zu den BauNEBENkosten.

  • mögen die Experten mich korrigieren, aber Erdbauer und GaLa gehören eigentlich nicht zu den BauNEBENkosten.

    das ist richtig.


    Sie sind Baukosten, aber innerhalb unterschiedlicher Kostengruppen. Bitte nicht vergessen, dass es vor dem Bodenaushub vorherige Arbeiten zur Freimachung der Fläche, Baumfällungen etc. geben könnte und auch Kosten für die öffentliche oder nichtöffentliche Erschließung.


    Und die Kosten der Finanzierung und der Unterhaltung vor Inbetriebnahme nicht vergessen. Hilfreich ist es, hierzu alle Kostengruppen der DIN 276 einmal, besser mehrfach durchzugehen. Dort fallen einem dann auch Dinge wie Bauwasser, Versicherungen oder die Finanzierung für die Bauzeit wieder ein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • feelfree

    Danke auch für deine Anmerkung!

    Bisher wollten das die Banken getrennt voneinander betrachten. Und die Grundstücksarbeiten sollten nicht mit dem Hauskosten vermengt werden.

  • Ich weiß jetzt nicht, ob es eine juristisch wasserdichte Definition gibt, aber Erdarbeiten und Außenanlagen gehören nicht zu den Baukosten sondern werden allgemein unter "Baunebenkosten" geführt. So habe ich es bei meiner Suche mehrfach gefunden.

    Dementsprechend hätte der TE also Recht, wenn er das in seiner Liste unter Baunebenkosten aufführt.


    Es ist auch vernünftig hier etwas großzügiger zu kalkulieren.


    Ich muss gestehen, dass mich das auch schon verwirrt hat. Bei der Gartengestaltung konnte ich mir das noch erklären, schließlich hat diese nichts mit dem Gebäude selbst zu tun, aber die Baugrube zum Beispiel? Die gehört für mich gefühlt zu den Baukosten, wird aber allgemein unter Baunebenkosten geführt, warum auch immer.


    Das ist vielleicht auch der Grund, warum die Baunebenkosten je nach Bauvorhaben so extrem variieren können. Da hört man Beispiele von 10% der Baukosten bis 30% der Baukosten.

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  • Ich weiß jetzt nicht, ob es eine juristisch wasserdichte Definition gibt, ...

    Ja, eine gibt es auf jeden Fall: "Baukosten nach DIN 276"

    ... aber Erdarbeiten und Außenanlagen gehören nicht zu den Baukosten sondern werden allgemein unter "Baunebenkosten" geführt. So habe ich es bei meiner Suche mehrfach gefunden.

    Banken haben sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, was wie anzusehen ist. In einem Objekt mit 7 Eigentümern haben wir 10 Banken und damit 9 verschiedene Betrachtungsweisen. Als freier Architekt denke ich - auch im Rahmen der von mir geschuldeten Grundleistungen nach HOAI - immer in der Gliederung der DIN 276 und die sieht das anders als Du es gefunden hast. In größeren Bauvorhaben habe ich diese Gliederung auch schon mehrfach zur Zufriedenheit der Geldgeber bzw. des jeweiligen Controllings eingesetzt.


    Ich behaupte nicht, dass die DIN 276 die allein richtige Definition von Baunebenkosten liefert. Aber es ist eine verlässliche und branchenübliche Gliederung. Mitarbeitende der Banken kennen dies DIN 276 regelmäßig nicht aber ich kenne mich auch nicht mit den Details von Basel II oder dem Sparkassengesetz von 1990 aus. Bisher waren durchweg alle Banker damit zufrieden, wenn sie eine Kostengliederung strikt nach DIN 276 vorgelegt bekamen. Noch wichtiger ist aber immer ein "Stempel" darauf, im Original ... und dann wird gescannt!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Mein Eindruck war/ist, dass man die Baukosten für die Kunden möglichst hübsch und niedrig darstellen möchte, und daher versucht, alles mögliche auszugliedern.


    Google mal nach Baunebenkosten.

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  • Es ging darum zu zeigen, dass es eben nicht unüblich ist, diese Positionen unter Baunebenkosten aufzuführen. Es kann also durchaus zulässig sein, und somit wäre die Liste des TE vollkommen korrekt.

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  • Es ging darum zu zeigen, dass es eben nicht unüblich ist, diese Positionen unter Baunebenkosten aufzuführen.

    üblich ist manches - wie jede rote Fussgängerampel am Samstagvormittag zeigt

    Es kann also durchaus zulässig sein ...

    In einem freien Land kann jeder auch viel tun, was er mag, solange er nicht Dritte schädigt. Zulässig ist zweifelsohne jede beliebige Zuordnung ...

    und somit wäre die Liste des TE vollkommen korrekt.

    In seinem Sinne schon, in meinem nicht. Aber ich beziehe mich eben auch ausdrücklich auf die DIN 276 und schreibe das auch immer dazu. Und dann schreibe ich auch noch, nach welcher Regel ich die Flächen ermittelt habe - nämlich meist der DIN 277.


    Off-Topic:

    Und wenn die Aufstellung von Flächen nach DIN 277 nach LBO nicht zu den erforderlichen Bauvorlagen gehört, ist das sogar eine besondere Leistung und es klingelt einmal extra in der Kasse ... für jede andere Aufstellung eh ... So wichtig ist das den Banken dann meist auch wieder nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Viebrock aus Bauträger neigt dazu, die Baunebenkosten sehr hoch anzusetzen.

    Beim Erstgespräch wurde bevor das Haus ins Gespräch kam die finanzielle Situation beleuchtet und die Baunebenkosten berechnet.

    Dann war klar, welche Häuser nicht in Frage kommen.

  • ... Bauträger neigt dazu, die Baunebenkosten sehr hoch anzusetzen.

    Das dürfte bei allen Bauträgern so sein. Sie wollen ja zeigen, wie günstig sind. Für die Nebenkosten können sie nichts ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hier wird aber doch kein Bauträgervertrag geschlossen? Ich dachte es ist ein eigenes Grundstück? Also wohl eher ein Generalübernehmer...

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Hier wird aber doch kein Bauträgervertrag geschlossen? Ich dachte es ist ein eigenes Grundstück? Also wohl eher ein Generalübernehmer...

    :thumbsup:


    Ich war in Hektik und unaufmerksam! :wall:


    Ich meinte (eigentlich) genau das: "GU / GÜ

    ... wollen ja zeigen, wie günstig sind. Für die Nebenkosten können sie nichts"

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Mokka Hi, ich bin Laie, aber bei uns ist gerade die selbe Situation. Auch ein Mediziner, beide Jobwechsels, Elternzeit. Kosten mit Grundstück bei uns ca. 640000€. Obwohl Eigenkapital vorhanden (ca. 100000, sind noch etwas jünger 😉) haben wir uns für die Vollfinanzierung entschieden. Für den Nicht-Kfw-Anteil zahlen wir mit 15a Zinsbindung 1,4% bei der Apo-Bank (ist dir ja sicher bekannt). Das war das günstigste Angebot (Alternativangebot waren 1,56% von sehr großem Darlehensvermittler). So haben wir genügend Reserven, bleiben flüssig und können das, was am Ende übrig bleibt, in Fonds (ETFs) anlegen, was eine deutlich bessere Rendite bringt auf 20-25a als die 1,4%. Rate ist bei uns dann so 2300€ pro Monat, ca 26a Kreditlaufzeit.


    Nur so als Anregung, die monatliche Rate muss man sich leisten können. Aber zur Not hat man dann eben noch die großzügige Reserve.

  • Vollfinanzierung kommt für ihn an sich nicht in Frage, da das Grundstück ja schon vorhanden und bezahlt ist. Warum sollte er das jetzt wieder liquidieren?


    So ein Konzept würde ich bei der 2. oder 3. Immobilie in Erwägung ziehen, aber nicht bei der einzigen selbst genutzten Immobilie.

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