Dachboden Luftfeuchte >90% - Baujahr 1991

  • Hallo liebes Forum,



    wir haben bei uns auf dem Dachboden in der kalten Jahreszeit das Problem von hoher Luftfeuchtigkeit.

    Sobald es draußen kalt wird steigt natürlich auf dem Dachboden die Luftfeuchtigkeit. Die Geschossdecke ist vermutlich 1991 ohne eine Dampfsperre gebaut wurden. Diese ist gedämmt mit gelber 'Glaswolle' die einseitig mit Aluminiumfolie beschichtet ist. Die Dachschrägen im Obergeschoss mit der selbigen gedämmt. Die Sparren auf dem Dachboden nicht. ( Bilder folgen )



    Als Unterspannbahn unter den Ziegeln ist eine Folie aus für mich als Laien ähnlichem Material wie Teerpappe.

    Diese kommt mir nicht 'Diffusionsoffen' vor. Sie geht bis in den Giebel. An dieser Folie bilden sich auch kleine Wassertropfen..

    Die Wassertropfen bilden sich nur an der Nordseite des daches . Die Südseite ist 'trocken'.



    Ich möchte gerne das auf dem Dachboden nicht so hohe Luftfeuchtigkeit ist. Jedoch scheint es ziemlich schwer eine Lösung zu finden.. 2 Dachdecker aus der Umgebung wussten keinen Rat. Wobei einer wohl gerne Geld verdient hätte.. Jedoch sollte ich ein Schreiben Unterzeichnen welches Ihnen von der Haftung bei Schäden freispricht ..



    Nun haben wir gedacht ..

    Option 1 Wir lassen das Dach ausbauen.

    Option 2 Wir bauen ein gesteuertes Lüftungssystem ein.



    Gibt es eine andere Alternative ?

    Kann einfach so eine Sparrendämmung fachgerecht mit Rigips verkleidet werden ?



    Wir haben angst das durch bauliche Fehler der Dachstuhl kaputt geht oder es im Obergeschoss oder Dachboden anfängt zu Schimmeln ?



    Was denkt ihr ist die Sinnvollste und fachlich korrekte Sanierungs Maßnahme ?



    Liebe Grüße

    Jeffer123

  • Die Geschossdecke ist vermutlich 1991 ohne eine Dampfsperre gebaut wurden. Diese ist gedämmt mit gelber 'Glaswolle' die einseitig mit Aluminiumfolie beschichtet ist.

    Die mit Aluminiumfolie beschichtete Pappe ist die Dampfsperre. Sie sollte auf der warmen Seite der Dämmung liegen, dicht gestossen sein und überlappend verklebt sein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Dämmung liegt nur zwischen den Balken die, die zwischendecke zwischen Obergeschoss und dachboden bilden. Darauf sind Dielen mit nur und feder vollflächig verlegt. Ich kann mich nicht an eine folie erinnern Bzw das es verklebt ist :(

    Was können wir tun?

  • ... ist gedämmt mit gelber 'Glaswolle' die einseitig mit Aluminiumfolie beschichtet ist.

    Ich kann mich nicht an eine folie erinnern Bzw das es verklebt ist :(

    Die mit Aluminiumfolie beschichtete Pappe ist die Dampfsperre.

    Im Bereich der Dachboden Treppe kann ich durch einen Spalt die gelbe Schicht der Dämmung sehen. Ich denke das die alu Folie unten ist.

    Ist denn nun eine Aluminiumfolie da oder nicht?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hast Du schon einmal Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Dachboden gemessen? Im Idealfall mit Datenlogger über mehrere Tage?

    Das Norddach wird immer die kältere Seite sein, da hier keine Sonne ankommt um die Dachfläche etwas zu erwärmen. Auf der Südseite genügt eine geringen Sonneneinstrahlung um die Oberfläche so zu erwärmen, dass sich kein Kondensat mehr bildet, zumal durch das Kondensat an der Nordseite die Luft quasi entfeuchtet wird.


    Evtl. könnte es ausreichen, die Dachflächen zu dämmen, um die Oberflächentemperatur raumseits über den kritischen Bereich zu bringen. Dazu wäre es aber hilfreich zu wissen, was wirklich Sache ist, sprich mit welcher Luftfeuchtigkeit zu rechnen ist. Mir fäll es schwer zu glauben, dass dies durch Dampfiffusion durch die obere Geschossdecke hindurch geschieht.

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  • Hi. Gestern Abend war die Temperatur bei 7.7 Grad c. Luftfeuchtigkeit bei 92%. Nach einem Ratschlag habe ich die beiden äußeren dachluken einen Spalt geöffnet so das kein Regen rein kommt. Ich fande es bisher immer ziemlich luftig da oben aber. Über Nacht ist die Temperatur auf 7.6 Grad c und die Luftfeuchtigkeit auf 86% gefallen. Ich beobachte es noch ein bisschen und schreibe die Werte 2x täglich auf. Das mit der Dämmung. Habe ich Angst davor das es anfängt zu schummeln. Meine Frau würde den Boden gerne ausbauen. Jedoch weiß ich nicht wie man dies fachmännisch macht. Was passiert im Geschoss darunter.. Etc. Liebe Grüße

  • Den Dachboden auszubauen, würde ich erst mal nicht priorisieren. Vor allem wenn ihr die Angst vor Schimmel habt. Denn das ist bei den vorliegenden Umständen nicht einfach.


    Wohnt ihr erst seit kurzem in dem Gebäude oder woher rührt die Angst vor Schimmel?


    Und - bevor man in Aktionismus verfällt, sollte man zuerst checken, was genau Sache ist: Daher unterstütze ich die Anregung von R.B. , einen Datenlogger aufzustellen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Hi, wir sind seid 2016 da. Das Problem muss es seit 1991 geben. Ich habe bedenken das wenn ich das ganze Dämme und verkleide iwo in der Schicht zwischen den geschossen eine Kälte Brücke entstehen kann. Als relativ neue Hausbesitzer möchte man einfach kein schimmel im Haus haben. Ich beobachte erstmal die Werte. Leider habe ich die Vorbesitzerin nie dazu gefragt. Vielleicht bringt die erhöhte Luft Zirkulation jetz schonmal was.

  • Wo kann denn die Feuchtigkeit sonst noch her kommen???

    Das ist die entscheidende Frage. Ich glaube weniger daran, dass hier feuchte Luft, geanuer gesagt Wasserdampf, durch die Geschossdecke diffundiert, zumindest nicht in dieser Menge, sondern dass warme Raumluft einen anderen Weg findet (Treppe, Tür, was weiß ich).


    Wie kommst Du eigentlich auf die >90% in der Überschrift dieses threads? Gemessen? Vermutet? Einfach mal so hingeschrieben?

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  • Das ist die entscheidende Frage. Ich glaube weniger daran, dass hier feuchte Luft, geanuer gesagt Wasserdampf, durch die Geschossdecke diffundiert, zumindest nicht in dieser Menge, sondern dass warme Raumluft einen anderen Weg findet (Treppe, Tür, was weiß ich).

    Ist die Decke eine Holzbalkendecke, wie sich anhand der Fotos vermuten lässt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich habe ein Messgerät aufgehängt. Temperatur und Feuchtigkeit - zudem spricht ja auch das Kondensat für eine hohe Luftfeuchtigkeit.

    Dann vielleicht eine neue dachboden Treppe einbauen? Die alte ist von 1991. Ansonsten sind alle Durchgänge nach oben verschlossen.

  • zudem spricht ja auch das Kondensat für eine hohe Luftfeuchtigkeit.

    Das nicht unbedingt. Bei Minustemperaturen wird auch die Oberfläche an der Nordseite extrem kalt, so dass Raumluft kondensiert, auch wenn sie nicht extrem feucht ist. Sollte die Oberfläche in Richtung 0°C abkühlen, dann würde selbst 10°C warme Raumluft mit einer rel. Luftfeuchtigkeit von 50% schon kondensieren.


    Jeder kennt den Effekt wenn sich am Morgen auf den Wiesen tau bildet.


    Worauf ich aber hinaus möchte, man sollte die Lufttemperatur und Feuchtigkeit messen, um zu verifizieren, ob zusätzlich Feuchtigkeit eingetagen wird. Ansonsten kann es passieren, dass man sich unnötig auf die Suche nach einer Feuchtequelle macht.

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  • 86% Luftfeuchtigkeit und 7grad c Luft Temperatur.

    Das entspricht in etwa der Außenluft (hier bei mir aktuell 3,2°C und 85%). Bei Dir halt unter´m Dach ein wenig vorgewärmt.


    Das wiederum würde bedeuten, dass diese Luftfeuchtigkeit NICHT im Haus entstanden ist, sondern durch die Außenluft eingetragen wurde. Es passiert das, was auch bei einem schnellen Temperaturwechsel draußen passiert. Dafür genügt es, wenn eine Dachfläche unter eine Oberflächentemperatur von 5°C fällt, was bei den aktuellen Nachttemperaturen fast immer der Fall sein dürfte.

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  • Wo kann denn die Feuchtigkeit sonst noch her kommen???

    Nun die rel. Luftfeuchtigkeit ist abhängig von der Temperatur

    d.h. kalte Luft ==> in der regel hohe rel Luftfeuchtigkeit

    das ist völlig normal....und in einem unbeheiztem Dachboden auch nicht groß änderbar denn die Luft im Dachboden steht im Austausch ( über Spalte und Ritzen) mit der Aussenluft

    Momentan zeigt meine Wetterstation aussen an..4.6 Grad und 96 % RLF

    wenn es später wärmer wird sinkt die RLT ab...

    und genau ist es in unbeheizten Räumen wenn diese Luftdurchlässig sind

  • 1. Kalte Oberflächen raumseits vermeiden (dämmen)

    2. Eindringen von Außenluft verhindern


    Über das Thema Lüften sollte man noch nachdenken, sobald die Nutzung geklärt ist.

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  • 1. Kalte Oberflächen raumseits vermeiden (dämmen)

    2. Eindringen von Außenluft verhindern


    Über das Thema Lüften sollte man noch nachdenken, sobald die Nutzung geklärt ist.

    Das ist ein unbeheizter Dachspitz.

    Was soll da eine Dämmung (außer natürlich nach unten)?

    Genauso falsch sehe ich den zweiten Punkt. Nicht die Außenluft ist zu vermeiden, sondern die warme feuchte Luft aus dem Wohnbereich (Stichwort Luke Einschubtreppe). Im Gegenteil, der Dachboden ist so gut durchzulüften, wie es irgend geht.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Genauso falsch sehe ich den zweiten Punkt. Nicht die Außenluft ist zu vermeiden, sondern die warme feuchte Luft aus dem Wohnbereich (Stichwort Luke Einschubtreppe). Im Gegenteil, der Dachboden ist so gut durchzulüften, wie es irgend geht.

    Ich glaube nicht an Raumluft als Ursache, sondern an Außenluft die sich minimal erwärmt und an der kalten Nordseite kondensiert.

    Das Durchlüften hilft hier also nur bedingt.

    Das Ziel der Dämmung wäre, dass innen keine Oberflächen mehr in den kritischen Bereich kommen.


    Ich gebe Dir Recht, dass bei Raumluft als Ursache, das Durchlüften die bessere Lösung wäre (zzgl. Abdichten gegen dsa Geschoss darunter etc.) . Dagegen sprechen aber die gemessenen Werte die ziemlich genau die Verhältnisse der Außenluft widerspiegeln. Es scheint so gut wie keine Anreicherung mit zusätzlicher Feuchtigkeit stattzufinden. Ich befürchte, dass bei einer verstärkten Durchlüftung sich die Kondensatmenge am Norddach noch erhöht. Ob es gelingt dieses jedes Mal wieder durch Lüftung abzutransportieren, da bin ich mir nicht sicher.

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  • Ich glaube nicht an Raumluft...

    Es scheint so gut wie keine Anreicherung...

    Ich befürchte, dass...

    da bin ich mir nicht sicher....




    Eine Menge Konjuktive.


    Es scheint dass ich glaube, dass wir hier so nicht weiterkommen, befürchte ich.:bier:




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Hallo nochmal.

    habe jetzt 2 weitere Messgeräte an verschiedenen Positionen aufgestellt. Versuche damit genauere Werte zu ermitteln. Eben konnte ich sehen das im unteren drittel die Unterspannbahn mit Kondenswasser Tropfen versehen ist.

    Zudem habe ich mal ein Maß der Dachboden Treppe genommen und versuche Zeitnah da eine gedämmte Alternative zu finden. Ausserdem konnte ich tatsächlich ein offenes Rohrstück finden, dies gehörte zu einer ehemalig benutzen Lüftung der Dusche. Ich habe dieses mit einem Beutel und Klebeband provisorisch verschlossen. Am Wochenende werde ich das Rohr entfernen und das Loch mit Bauschaum verschließen.

    Grüße

  • Ausserdem konnte ich tatsächlich ein offenes Rohrstück finden, dies gehörte zu einer ehemalig benutzen Lüftung der Dusche.

    Soviel zu "keine Raumluft". :)




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Aua. Wer kann so etwas ahnen.

    Keiner, aber müsste man eigentlich, deshalb: am besten immer selbst hingehen und mit eigenen Sinnen - und zwar mit allen - wahrnehmen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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