Heizkörper und Fußbodenheizung ein Heizkreis

  • Liebe Experten,


    ich nutze mal dieses vorhande Thema für meine Frage.


    Ausgangssituation:


    Wärmepumpe mit FBH im Dachgeschoss und Niedertemperaturheizkörper im Erdgeschoss. Wurde nachträglich eingebaut, kein keller, WP steht im Dachgeschoss.


    Folgendes Vorhaben:


    Ich muß im Erdgeschoss meinen verklinkerten Kamin von 1986 dieses Jahr erneuern. In dem Zuge müssen die Fliesen aus dem Wohnzimmer entfernt werden (darunter ist eine Elektro-Widerstandsheizung, welche aber seid Einbau der WP nicht mehr genutzt wird) und alles renoviert werden. In dem Zuge habe ich mir überlegt eine wassergeführte Fußbodenheizung auch im Erdegeschoss zu beginnen.

    Die Verteilung der einzelnen Stränge der HK liegt unter dem Estrich(Fliesen) im Dachgeschoss, ich komme also da nicht mehr ran, es geht also eine Leitung aus der WP unter den Estrich einmal zum FBH-Verteiler DG und parallel dazu verzeigt in jeden einzelnene Raum im Erdgeschoss durch die Holzdecke und mündet in Niedertemperaturheizkörpern.

    Wie solle man nun vorgehen?

    1.) alle Heizkörper entfernen, Leitungen runter bis in den Boden führen und an jedem Strang direkt im Raum ein Regelventil (Funk) mit Raumthermsotat verbauen

    2.) sich eine der Zuleitungen schnappen (an eine kommt man zeimlich gut ran und ist zentral gelegen), dort mittels T-Stück in eine zentrale FBH-Verteilung verzweigen und von dort aus wie im DG auch in jeden Raum verzweigen? Die Heizkörper würden dann also parallel laufen können, würde sie aber tendenziell eher aus lassen und ausschliesslich die FBH nutzen wollen. Die HK dind erst 6 Jahre alt, haben mal Geld gekostet, daher würde ich sie gern als "Backup" hängen lassen wollen.


    Was meint ihr dazu?


    VG

    Ralph

  • Ich habe mir erlaubt aus Deiner Frage ein eigenes Thema zu machen, da das andere Thema schon über 3 Jahre alt war, und es auf Deinen Fall sowieso nicht genau gepasst hat.


    Was meint ihr dazu?

    Meine Befürchtung wäre, dass man die Hydraulik gar nicht mehr in den Griff bekommt.


    Mit welcher Heizwassertemperatur arbeitet das System?

    und was ist genau unter "Niedertemperaturheizkörper" zu verstehen?



    sich eine der Zuleitungen schnappen (an eine kommt man zeimlich gut ran und ist zentral gelegen), dort mittels T-Stück in eine zentrale FBH-Verteilung verzweigen

    Meinst Du damit eine Zuleitung eines Heizkörpers? Die dürfte für eine FBH mit mehreren Kreisen viel zu dünn sein.


    Es wäre schon einmal hilfreich, wenn die Heizlast bekannt wäre, und man eine Grundlage für die Dimensionierung der FBH Kreise hätte. Hier gilt es zu beachten, dass FBH Kreise typischerweise mit niedriger Spreizung betrieben werden, gerade im Fall einer WP als Wärmeerzeuger. Das wiederum erfordert einen hohen Volumenstrom, und dieser erzeugt einen hohen Druckverlust.


    Der Parallelbetrieb von Heizkörpern und FBH Kreisen ist normalerweise nicht sinnvoll, da FBH Kreise mit niedrigen Heizwassertemperaturen betrieben werden (typ. um die 30°C VL Temp, bei extrem kalten Außentemperaturen vielleicht noch 35°C). Ein Heizkörper liefert bei diesen Heizwassertemperaturen kaum noch Heizleistung. Deswegen meine Frage, was unter "Niedertemperaturheizkörpern" zu verstehen ist, denn das Marketing kennt keine Grenzen wenn es darum geht, irgendein Produkt zu verkaufen.

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  • Puh,

    Variante A, schlieste ja aus, das du deine Heizkörper weiter verwenden kannst. Ergo fällt diese Version doch weg.

    Beleibt nur noch Version B


    Version B setzt halt vorraus, das du mehr Aufwand und Schmutz im EG und OG in kauf nimmst.


    Off-Topic:

    Sagmal R.B. , bist du ein Forenbot oder hast du hier drin irgendwo dein Zelt aufgeschlagen (unten Links bei den Cookies?? :P , kaum ein Thema schafft es ohne eine erste Antwort von dir. :P

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  • Wahrschenlich ist der Begriff "Niedertemperaturheizkörper" falsch, es sind halt ziemlich große flache Heizkörper, die derzeit mit einer etwas erhöhten Heizkurve betrieben werden, genau deshalb möchte ich die ja nach und nach durch eine FBH ersetzen.


    Variante A wäre natürlich auch denkbar, sollte Variante B aus technischen Gründen nicht realisierbar sein. Im Grunde möchte ich die Heizkörper gar nicht mehr betreiben, sie eben lediglich hängen lassen können, für alle Fälle.


    Die Dicke der Zuleitung ist als das Erste was man klären müßte, wenn ich das richtog rauslese. Heute nachmittag kommt ein befreundeter Heizungsinstallatuer und sieht sich das mal an.


    Gruß

    Ralph

  • Na das hört sich nun aber wieder anders an.


    Es geht beides, wenn ichs mach und du die kosten und Kompromisse eingehst die dabei auftauchen. :D


    Beides ist machbar, aber das muss im Detail geklärt werden. Und dabei kristallisiert sich heraus ob eine Variante rausfällt.

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  • Die Dicke der Zuleitung ist als das Erste was man klären müßte, wenn ich das richtog rauslese.

    Neben Heizlast usw.


    Vereinfacht gesagt, Du musst wissen, wie die FBH zu verlegen ist (Rohrtyp, Verlegeabstand) und welchen Volumenstrom man durch die Rohre schicken muss, damit ausreichend Heizleistung erzeugt wird.


    Nehmen wir einmal an, Du benötigst 1.000W, also musst Du pro Stunde eine Energiemenge von 1.000Wh durch den Kreis schicken. Bei WP bzw. FBH mit 5K Spreizung wären das ca. 3 Liter/Minute. Daraus ergibt sich nun mit dem Rohr-Innendurchmesser, nehmen wir mal 16er Verbundrohr, eine Strömungsgeschwindigkeit von knapp 0,5m/s und einen Druckverlust bei 100m Kreislänge von 300mbar.


    Es ist leicht zu sehen was passiert, wenn Du nun mehrere solcher Kreise an ein 16er Röhrchen anbinden möchtest. Also brauchst Du zur Versorgung mehrere Kreise auch ein Rohr mit einem entsprechend größeren Innendurchmesser.


    Jetzt hast Du mehrere solcher Kreise parallel, auf mehreren Etagen, und die Heizkreispumpe an der WP soll diese alle so bedienen, dass sie auch die errechnete Leistung liefern. Viel Spaß beim Abgleich.


    Deswegen würde ich empfehlen, etwas Zeit in die Bestandsaufnahme und Planung zu investieren. Nichts ist schlimmer, als wenn man nach tagelanger Arbeit feststellen muss, dass nichts so funktioniert wie es soll.

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  • Guten Morgen,


    so, wir sind gestern etwas weiter gekommen. Wir werden nun doch einen komplett neuen eigenen Kreis direkt von der WP bis runter ins Erdgeschoss zu einem zentralen Verteiler ziehen. Den Heizkreis mit den Heizkörpern lassen wir unangetastet, der bleibt für sich genommen voll funktionsfähig.

    Somit wäre die Zuleitung in den Verteiler dann ein 28er Rohr.

  • Somit wäre die Zuleitung in den Verteiler dann ein 28er Rohr.

    Das kann passen. Einen eigenen Kreis aufzubauen ist sinnvoll, das vereinfacht einiges. Mit 28er Rohr meint er wohl Kupfer, also 28x1 das reicht problemlos für die FBH Kreise. Vermutlich ging es auch eine Nummer kleiner, aber ohne Zahlen ist das Spekulation.

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