Finanzierungsmöglichkeiten

  • Hallo zusammen,


    bei uns überschlagen sich aktuell die Ereignisse und ich muss mich vielleicht auch gedulden aber ich mag einfach jedes Szenario geplant haben.


    Folgende Situation:


    Opa hat ein eingetragenes Wohnrecht. Dieses würde er auch nachrangig an zweiter Stelle setzen lassen damit die Bank ihre Grundschuld an erster Stelle setzen kann.

    Problem hierbei ist das er bereits an die 90 Jahre ist und evtl. eine leichte Demenz (er vergisst nur Kleinigkeiten und kann einem manchmal schwer zuhören). Wir haben zwar bereits einen Termin beim Notar, dieser ist leider aber erst im Februar. Er und seine Tochter haben nichts dagegen (wir haben ihnen auch die Nachteile ausgiebig erläutert aber für ihn erhöht sich nach der Sanierung auch die Lebensqualität da wir gleichzeitig für ihn ein paar Hilfsmittel einbauen werden).

    Jetzt haben wir natürlich Angst, da seine Tochter keine notariell beglaubigte Vollmacht hat, das der Notar ihn für nicht geschäftsfähig einstuft. Falls dies passiert wissen wir das wir die Möglichkeit hätten das er einen Antrag beim Vormundschaftsgericht einreicht und bittet das seine Tochter die Vorsorge übernimmt. Dieser Prozess dauert aber vermutlich 1 Jahr wenn es denn überhaupt klappt.


    Wir können aktuell also weder eine Unterschrift bei der Bank leisten, noch den Handwerkern einen Auftrag unterschreiben.


    Vielleicht habt ihr hierzu noch hilfreiche Tipps oder Erfahrungen.



    Jetzt spielen wir außerdem mit dem Gedanken was wir machen wenn der schlimmste Fall eintritt und wir frühestens in 12 Monaten oder mehr eine Vollmacht/Vormundschaft für seine Tochter bekommen würden. Schließlich ist jeder Monat verschenkte Miete und die Nebenkosten laufen vom Haus auch weiter (was jetzt nicht dramatisch ist aber dennoch unnötig). Außerdem möchte man ja so schnell wie nur möglich in sein neues eigenes Heim einziehen.

    Möglichkeit wäre einige Arbeiten nach hinten zu verschieben (Dach/Fassade/Garten/Heizung und evtl. Fenster) und die anderen Arbeiten wie Heizkörper, Elektrik und Wände/Böden etc. und das Bad bereits jetzt schon ausführen zu lassen. Allerdings benötigen wir hierfür natürlich auch Geld. Jetzt habe ich ein paar mal gelesen das es sogenannte Renovierungskredite (mit höheren Zinsen) gibt bis 50.000€. Fallen euch da noch Möglichkeiten ein? Wir können natürlich in Ruhe alles rausreißen und die Vorarbeiten in Ruhe erledigen aber irgendwann ist da dann eben auch Ende und die Arbeit würde zum erliegen kommen.


    Vielen Dank für hilfreiche Tipps.:thumbsup:

  • Jetzt haben wir natürlich Angst, da seine Tochter keine notariell beglaubigte Vollmacht hat,

    Mir wäre nicht bekannt, dass es dafür eine notariell beglaubigte Vorsorgevollmacht bräuchte. Vorsorgevollmacht ja, aber die muss nicht notariell beglaubigt sein. Die Frage ist natürlich, wie die Vorsorgevollmacht formuliert wurde, da kann ein Notar schon hilfreich sein. Irgendwelche Standard-Vorlagen sind oftmals ungeeignet, ja sogar falsch formuliert.


    Etwas komplizierter könnte es bei Bankgeschäften werden, da die Banken solche Vorsorgevollmachten gerne ignorieren, und eine Vollmacht auf ihren eigenen "Formularen" wollen. Die rücken davon nur ab, wenn eine Person gerichtlich als Betreuer/Vertreter bestellt wurde.

    Dieser Prozess dauert aber vermutlich 1 Jahr wenn es denn überhaupt klappt.

    Wer sagt das?

    Wenn Dringlichkeit besteht, dann wird das bei unserem "Gericht" innerhalb von 14 Tagen erledigt, notfalls auch noch schneller. Das kommt auch darauf an, wann der Rechtspfleger einen Termin hat um die Person zu besuchen, um sich davon zu überzeugen, dass eine Betreuung erforderlich ist.


    und evtl. eine leichte Demenz (er vergisst nur Kleinigkeiten und kann einem manchmal schwer zuhören).

    Es ist durchaus normal, dass Menschen ab und zu etwas vergessen, und mit zunehmendem Alter häuft sich das, weil die Menschen andere Prioritäten setzen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Person auch dement ist.


    Soweit ich Deine Fragen richtig verstanden habe, würde ich den Notartermin im Februar wahrnehmen. Ich gehe mal davon aus, dass der Notar sehr gut entscheiden kann, ob die Person, ihrem Alter entsprechend, geschäftsfähig ist. Vielleicht könnte man an diesem Termin auch gleich eine Vorsorgevollmacht ausfertigen lassen.


    Ich würde auch mit der Bank das Thema wegen einer Kontovollmacht klären, sofern das noch nicht gemacht wurde.


    Vielleicht sollte man auch überlegen, eine Pflegestufe zu beantragen. Dann würde die Person durch den MDK begutachtet, und wenn diese Begutachtung ergibt, dass eine Pflegestufe wegen Demenz sinnvoll ist, dann wäre das auch für ein Gericht schon ein Zeichen dafür, dass Handlungsbedarf besteht.

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  • Übrigens, Vorsorgevollmachten sollten regelmäßig aktualisiert werden. Darüber kann der Notar aufklären.

    Sinvoll ist, wenn man die Person alle 1-2 Jahre mit neuem Datum noch einmal unterschreiben lässt.


    Besteht eine rechtskräftige Vorsorgevollmacht, dann braucht es kein Gericht und keinen vom Gericht bestellten Betreuer.


    Nebenbei bemerkt, eine Vorsorgevollmacht ist nicht nur für ältere Menschen sinnvoll, sondern für jeden Erwachsenen (bei Minderjährigen gibt es ja einen gesetzlichen Vertreter). Auch Ehepartner können sich ohne Vollmacht nicht gegenseitig vertreten. Es kann auch sinnvoll sein, mehrere Personen zu bevollmächtigen usw. Das alles sollte man mit einem Notar oder Fachanwalt besprechen, denn da gibt es einiges zu beachten.

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  • Wir können aktuell also weder eine Unterschrift bei der Bank leisten, noch den Handwerkern einen Auftrag unterschreiben.

    Ja, das ist manchmal so. Und Geduld ist eine Tugend, die man genau dann entwickeln kann und sollte.


    Ich würde mit Investitionen in eine Immobilie erst nach ausreichend weit fortgeschrittenem (am besten: abgeschlossenem) Eigentumsübergang beginnen. Aus gutem Grund sind die notariellen Formalien genau festgelegt. Und Sicherheit hat man erst nach den Abschluss.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Eigentümer bin ich ja bereits. Der Fehler war den Worten des letzten Notares zu vertrauen das die meisten Banken sich einlassen nachrangig zu stehen. Was bisher keine Bank wirklich wollte bzw. die Zinsen dementsprechend angestiegenen sind.


    Ich bereite mich eben gerne auf alle Situationen vor und auch auf die schlechteste. Und das lieber jetzt schon als erst wenn es soweit ist.


    Laut dem Notar und diversen anderen Berichten zufolge muss für Bankgeschäfte und Grundbuchthemen eine beglaubigte Vollmacht vorliegen. Leider helfen da selbst erstellte oder weitere Vollmachten nicht. Aber in erster Linie wäre ja das Problem das er als nicht geschäftsfähig angesehen wird.


    Die Dringlichkeit bezweifle ich stark das diese anerkannt wird. Für ihn besteht ja keine, für mich schon aber ob das Gericht das interessiert mag ich zu bezweifeln.


    Wahrnehmen werde ich den Termin aufjedenfall. Entscheiden kann der Notar definitiv. Mir geht es darum ob ich alternativen habe und wie diese aussehen wie im ersten Beitrag beschrieben mit Abstrichen.


    Die anderen Vollmachten sind geklärt und er hat auch bereits Pflegestufen.

  • Ich würde mir da keine Sorgen machen, wenn deine Schilderungen zutreffen.

    Zur Aberkennung der Geschäftsfähigkeit muss man schon mehr vergessen als nur ein paar Kleinigkeiten.


    Und sehr genau nehmen es da wohl die wenigsten Notare..


    Kenne da die wildesten Stories, da konnte eine Partei nicht mal Deutsch und der Notar hat nichts gemerkt oder nichts gesagt..


    Ich würde ins Risiko gehen.

  • Aber in erster Linie wäre ja das Problem das er als nicht geschäftsfähig angesehen wird.

    Ich wüsste nicht, warum das der Fall sein sollte.


    Vorsorge umfasst viele Bereiche, deswegen hatte ich ja geschrieben, Pflegestufe aufgrund von Demenz. Auch eine pflegebedürftige Person kann trotzdem geschäftsfähig sein.

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  • Um wieviel sind den die Zinsen in deinem Fall gestiegen mit zweitrangiger Position? Soll/Ist?

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Das würde mich auch einmal interessieren. Es gibt aber Banken, die steigen nachrangig gar nicht ein.


    Was mich wundert, dass die Bank wegen einem eingetragenen Wohnrecht auf eine Rangänderung drängt. Bei Nutz- und Nießbrauch könnte ich das irgendwie noch verstehen, aber bei einem Wohnrecht?

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  • Was mich wundert, dass die Bank wegen einem eingetragenen Wohnrecht auf eine Rangänderung drängt. Bei Nutz- und Nießbrauch könnte ich das irgendwie noch verstehen, aber bei einem Wohnrecht?

    Weil bei einer Zwangsversteigerung das Wohnrecht bestehen bleibt, also die Verwertungsmöglichkeiten schlechter sind.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Meinst Du das Wohnrecht lässt sich auhebeln indem es an zweiter Rangstelle steht?

    Das bleibt doch bestehen, auch bei einem Verkauf bzw. einer Verwertung. Da bin ich mir jetzt unsicher.


    OK. Hat sich geklärt. Ist tatsächlich so, dass das Wohnrecht nach einer Zwangsversteigerung erlöschen würde. Ersatz gäbe es nur wenn der Versteigerungserlös höher als die Restschuld der erstrangigen Grundschuld wäre.


    Das hatte ich so nicht auf dem Schirm, denn in dem mir bekannten Fall war/ist eine Rückfallklausel vereinbart.

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  • Meinst Du das Wohnrecht lässt sich auhebeln indem es an zweiter Rangstelle steht?

    Nein, das glaube ich nicht. (Allerdings weiß ich es auch nicht.) Deshalb kann ich auch der ganzen Argumentation nicht folgen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ja genau, bei einer Zwangsversteigerung würde die Bank erst einmal bedient werden und wenn dann noch was übrig ist käme derjenige mit dem Wohnrecht an der Reihe. Theoretisch ist der Wert des Hauses sicher deutlich höher oder zumindest um einiges höher als der Betrag der in der Grundschuld stehen wird. Daher hatte ich gehofft das der Bank das egal sein würde.


    Ich müsste jetzt lügen, ich glaube es waren 0,4% oder so? Sie meinte aber auch nur WENN dem zugestimmt wird was sie selbst nicht abnicken dürfte.


    Klar vielleicht mache ich mir Zuviel Sorgen, ich sehe immer gerne die dunkle Seite und stell mich auf das schlechteste ein (umso mehr freu ich mich wenn es positiv ausgeht). Daher wollte ich gerne eine Lösung haben wie im ersten Beitrag beschrieben damit die Sanierung dennoch starten kann auch wenn im abgespeckten Umfang.

  • Ich hatte einen Erbschaftsfall, da war es genau anders herum: Notar beurkundet weil er von der Geschäftsfähigkeit ausgeht, im Prozess gutachtert ein Professor posthum, dass die alte Dame zu dem Zeitpunkt schon dement gewesen sein muss. Das Gericht zog daraus den Schluss, dass der notariell beurkundete Rückzug des Testamentes nicht gültig sei, da man auf Basis des Gutachtens davon ausging, dass sie nicht mehr wusste, was sie tat. Das war für einen Teil der gesetzlichen Erben recht bitter.


    Lange Rede kurzer Sinn: einen Strick kann man Dir immer drehen, wenn Du hängst, ist es egal an welchem Ende. Ich würde es jetzt durchziehen.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Die anderen Vollmachten sind geklärt und er hat auch bereits Pflegestufen.

    Wenn es eine Pflegestufe gibt, dann gab es auch eine Begutachtung. Wie ich bereits erwähnt habe, wäre der Grund für die Pflegestufe evtl. noch interessant. Wenn dort ausdrücklich eine fortschreitende Demenz als Begründung für die Pflegestufe genannt ist, dann könnte es evtl. problematisch werden, oder zumindest steigt dann das Risiko. Ist dort aber nicht von einer Demenz die Rede, und die Begutachtung liegt noch nicht sehr lange zurück, dann gäbe es auch für den Notar keinen Grund, von einer Demenz der Person auszugehen.

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  • Ich müsste jetzt lügen, ich glaube es waren 0,4% oder so? Sie meinte aber auch nur WENN dem zugestimmt wird was sie selbst nicht abnicken dürfte.

    Ich kenn deine nötige Finanzlast nicht. Ich hatte jetzt eher gedachte der Zinsaufschlag wäre deutlich höher.


    Schon mal gegengerechnet was das auf 10 Jahre mehr ausmacht? Und was dich der ganze Mist am Amt und Notar kosten würde?

    Da investier mal lieber 1 h mehr bei der Bank in Verhandlungen. Das Wohnrecht hält ja nicht ewig.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Das Wohnrecht hält ja nicht ewig.

    Off-Topic:

    =oDa wäre ich vorsichtig. In Frankreich gab es mal den Fall das ein schon etwas älterer Mann das Haus einer 90-jährigen Frau gekauft hat und der Dame dann lebenslanges Wohnrecht gewährt hat. Ende der Geschichte: Die Dame wurde 120 Jahre alt und der etwas ältere Mann ist vor ihr gestorben.

  • Off-Topic:

    Naja, aber hier geht es ja um Finanzierung und nicht um, "wann kann ich endlich einziehen?"

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Da investier mal lieber 1 h mehr bei der Bank in Verhandlungen.

    Ich weiß nicht, ob das wirklich hilft. Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung sind Banken da wenig flexibel. Bei Nachrangdarlehen, sofern sie das überhaupt machen, werden nicht nur die Konditionen schlechter, sondern auch die Darlehenssumme entsprechend dem Risiko reduziert. Es könnte also sein, das die Bank dem TE dann nur einen Bruchteil des notwendigen Darlehens zur Verfügung stellt.


    Vereinfacht gesagt, sie rechnen das Wohnrecht in einen Betrag x um, der sich aus einer Art Miete und Laufzeit (Rente) ergibt. Die genaue Berechnung müsste ich jetzt auch erst nachlesen.


    Worauf es hier aber ankommt, wenn das Haus beispielsweise einen Wert von 200T€ hätte, und das Wohnrecht mit 100T€ bewertet würde, dann bleiben halt nur noch 100T€ für ein Darlehen übrig, abzüglich Sicherheitsabschlag usw. sind es dann vielleicht nur noch 50T€.


    Theoretisch ist der Wert des Hauses sicher deutlich höher oder zumindest um einiges höher als der Betrag der in der Grundschuld stehen wird. Daher hatte ich gehofft das der Bank das egal sein würde.

    Achtung, der "Wert" des Gebäudes, und das was die Bank als Sicherheit ansetzt, sind zweierlei Paar Stiefel.


    Hast Du schon einmal bei einer Bausparkasse nachgefragt? Die tun sich mit Nachrangdarlehen meist etwas leichter. Man muss dann halt die Konditionen genau betrachten und vergleichen.

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  • Ich kenn deine nötige Finanzlast nicht. Ich hatte jetzt eher gedachte der Zinsaufschlag wäre deutlich höher.


    Schon mal gegengerechnet was das auf 10 Jahre mehr ausmacht? Und was dich der ganze Mist am Amt und Notar kosten würde?

    Da investier mal lieber 1 h mehr bei der Bank in Verhandlungen. Das Wohnrecht hält ja nicht ewig.

    Es wird sich um ca. 200.000€ handeln. Und wir wollen definiv 20 Jahre Zinsbindung, macht dann also schon einiges aus.

    Ich muss den Termin abwarten und schauen.




    Wir werden jetzt noch bei ein paar weiteren Banken anfragen und schauen wo wir da liegen aber bezweifle das sich eine seriöse Bank drauf einlässt.

    Müssen eben notfalls die Abstriche machen und uns etwas mehr Zeit nehmen.

    Man hätte das mit der Vollmacht früher erledigen müssen, vor einigen Jahren wo es noch keine Defizite gab. Aber da war sowas eben noch nicht in der Planung. Aber aus der Situation kann man für sich selbst lernen und was mitnehmen.


    Das bei einem Rangrücktritt er ein Risiko hat, ist klar und sollte man nicht außer Acht lassen. Natürlich hat er durch die Sanierung Vorteile, wir möchten ja auch das ihm einiges leichter fällt (die Dusche Umbauen z.B) und es sicherer für ihn wird.

    Vielleicht sehe ich es auch zu locker aber zu einer Versteigerung würde es ja dann kommen wenn wir die Raten nicht mehr tragen könnten und das Risiko schätze ich persönlich bei uns sehr klein ein. Wir haben ordentlich Puffer gerechnet, haben beide sehr sehr sichere Arbeitsplätze und zusätzlich Versicherungen wenn doch einem etwas passiert.


    Wir werden den Termin abwarten und dann schauen wie es weitergeht.

  • Das bei einem Rangrücktritt er ein Risiko hat, ist klar und sollte man nicht außer Acht lassen.

    Ich dachte dabei eher an das Risiko der Bank, wenn diese in den Nachrang gehen sollte. Schwer vorstellbar, dass sie bei einem Darlehensbetrag von 200T€ in den Nachrang geht,


    Die rechnen in so einem Fall extrem konservativ. So wird zuerst einmal ein ordentlicher Abschlag vorgenommen, weil der Verkaufspreis bei einem Wohnrecht deutlich niedriger liegt. Bei einer Zwangsverwertung wird sowieso nur ein Teil des Verkehrswertes realisiert.

    Vereinfacht gesagt, das Haus ist für die Bank als Sicherheit nicht mehr viel wert. Dementsprechend wird sie auch nur ein kleineres Darlehen geben, oder gleich ablehnen. Unter Umständen können weitere Sicherheiten gestellt werden, was die Sache aber nicht einfacher macht. Das können immobile Sicherheiten sein, sofern vorhanden, oder Bürgschaften usw.

    Die Bank könnte beispielsweise auf die Idee kommen, den Opa als Bürgen einzubinden. In meinen Augen rechtlich fragwürdig, allein schon aufgrund des Alters und Gesundheitszustand, aber nach meiner Erfahrung sind Banken da ziemlich schmerzfrei. Das käme an sich einem Rangrücktritt gleich, könnte aber über die Höhe des Bürgschaftsbetrags entschärft werden.


    Nach meiner Erfahrung sind Banken in solchen Fällen eher schlechte Berater, da sie primär ihren eigenen Vorteil im Blick haben. Da sollte man überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, ein paar Euro in eine juristische Beratung zu investieren, und damit meine ich nicht 20,- € für Frag´den Anwalt. Zu so einem Beratungsgespräch sollte man gut vorbereitet gehen, evtl. vorher schon Daten und Zahlen austauschen.

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  • Ja definitiv. Wie gesagt wir werden schauen was bei dem Termin passiert und notfalls gehen die Arbeiten langsamer vorwärts. Alleine alles rauszureißen wird einiges an Zeit kosten.

  • Alleine alles rauszureißen wird einiges an Zeit kosten.

    Das ist richtig. Aber weil ich "rausreißen" lese, ich kann Dir nur raten, mit Plan und Ziel vorzugehen. Ansonsten schaffst Du Dir unnötig Arbeit. Das ist ein beliebter Fehler bei unerfahrenen Grobmotorikern, die nur mit einer Axt sanieren können. Wenn ich nur daran denke, was ich da schon im Bekanntenkreis erlebt habe.


    Du wirst aus dem Haus keinen Neubau machen, egal wieviel Du sanierst. Deswegen ist es wichtig, vorher zu überlegen, wo man ansetzt, und was man an Substanz erhalten sollte. Blinder Aktionismus ist eher schädlich. Ansonsten wäre es besser gewesen tatsächlich neu zu bauen.


    Also, trotz Euphorie, kühlen Kopf bewahren. Sonst stehst Du vor einem Trümmerhaufen und verlierst den Überblick. Dann spielt Zeit auch keine Rolle mehr.

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  • Darf ich das ganze mal zusammenfassen?


    Das haus gehört bereits dir?

    Der Bewohner (Vater) hat darin ein Wohnrecht Notariel eingetragen.

    Du möchtest das Haus beleihen mit 200t€ zur Sanierung des Gebäudes?

    Das einkommen ist durch 2 Personen und 2 unterschiedliche Arbeitgeber gesichert und es besteht noch eine Kreditversicherung oder BU, pro Kredit bzw Person?


    Wie hoch ist der Aktuelle Verkehrswert?



    R.B. Bist du dir das sicher? Ich war schon auf einigen ZV im Gerichtssaal, und da ging nichts weg unter Verkehrswert, und das was dann unsanierter mist. Wo eigentlich zu teuer wäre um es zum Verkehrswert zu kaufen und zu sanieren.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Das ist richtig. Aber weil ich "rausreißen" lese, ich kann Dir nur raten, mit Plan und Ziel vorzugehen. Ansonsten schaffst Du Dir unnötig Arbeit. Das ist ein beliebter Fehler bei unerfahrenen Grobmotorikern, die nur mit einer Axt sanieren können. Wenn ich nur daran denke, was ich da schon im Bekanntenkreis erlebt habe.


    Du wirst aus dem Haus keinen Neubau machen, egal wieviel Du sanierst. Deswegen ist es wichtig, vorher zu überlegen, wo man ansetzt, und was man an Substanz erhalten sollte. Blinder Aktionismus ist eher schädlich. Ansonsten wäre es besser gewesen tatsächlich neu zu bauen.


    Also, trotz Euphorie, kühlen Kopf bewahren. Sonst stehst Du vor einem Trümmerhaufen und verlierst den Überblick. Dann spielt Zeit auch keine Rolle mehr.

    Danke für den Hinweis. Ich benutzte das Wort abriss oder rausreißen einfach nur gerne :-D. Die alte Schlacke in der Zwischendecke bleibt z.B drin. Klar kann man noch was anderes reinmachen was vllt besser dämmt oder noch schallisolierter wäre aber es ist halt ein altes Haus. Aber der Boden muss eben begradigt werden und die Wände neu verputzt und die Schilfrohrdecke soll neu aufgebaut werden. Ansonsten ist halt Elektrik und Heizung und Sanitär dran.


  • Korrekt bzw. er wohnt im EG und das OG steht aktuell leer.

    Das sind wir noch am klären. Die andere Doppelhaushälfte ist letztes Jahr verkauft worden bzw geschätzt worden durch die Stadt in Höhe von 140.000€. Ist allerdings um 70qm kleiner, hat keine Garage, kleineres Grundstück.

  • R.B. Bist du dir das sicher?

    Ich weiß nicht wie begehrt Immobilien in der Region sind in der der TE wohnt, aber bei uns werden die Verkehrswerte so gut wie nie erreicht. Das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass es noch ausreichend bezahlbaren Baugrund gibt. Wer bauen möchte, der findet schnell ein Plätzchen.


    Bei der letzten ZV bei der ich war, das war letztes Jahr im Mai, ging ein Objekt für knapp 50% weg (Sanierungsbedürftig). Bei den ersten Terminen hat sich kein Bieter gemeldet.

    Die andere Doppelhaushälfte ist letztes Jahr verkauft worden bzw geschätzt worden durch die Stadt in Höhe von 140.000€. Ist allerdings um 70qm kleiner, hat keine Garage, kleineres Grundstück.

    und da möchtest Du 200T€ investieren?

    Da wird keine Bank in den Nachrang gehen, das Risiko ist viel zu hoch.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

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