Holzständerwand zwischen beheiztem und unbeheiztem Raum

  • Über meiner Garage befindet sich ein Dachraum mit ca. 50 qm Fläche. Dachfläche ist gedämmt, Dampfbremse sauber verbaut und mit Gipskartonplatten beplankt. Kniestock- und Giebelwände sind verputzt. Der Raum wurde mit einer Wand in Holzständerbauweise 1/3 - 2/3 geteilt (beidseitig mit OSB-Platten direkt mit Gipskartonplatten beplankt, dazwischen Mineralwolle). Grundsätzlich wird der Raum nur im Frühjahr / Sommer als Hobbyraum / Werkstatt genutzt, daher unbeheizt.
    Jetzt stellt sich die Frage, ob der kleinere Raum auch an 2 - 3 Tagen in der kalten Jahreszeit genutzt wird und somit auch beheizt werden müsste. Da raumseitig im beheizten Raum keine Dampfbremse verbaut ist und auch die OSB-Platten weder an Wänden, Dach und Boden angeschlossen ist und auch die Stöße nicht verklebt sind, stellt sich für mich die Frage, ob hier mit Problemen zu rechnen wäre. Alternative wäre auch den größeren Raum etwas mitzubeheizen.
    Wie groß dürfte hier die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Räumen sein, damit die Innenwand nicht durchfeuchtet wird?
    Eine andere Frage wäre, ob es prinzipiell sinnvoll ist, ein Gebäude nur an ein paar Tagen zu beheizen und dann wieder abkühlen zu lassen. Würde sich durch eine solche Nutzung ggf. auch
    an den Wänden Kondensat bilden?


    Gruß

  • ob es Feuchtigkeit geben kann könnte nur ne Berechnung aufzeigen

    Kannst du auch selber machen im Internet...google mal nach .. Ubakus


    Prinzipiell kann Festigkeit durchaus mal entstehen unter ungünstigen Verhältnissen

    Solange das dann auch wieder trocknen kann ist alle OK

  • Alternative wäre auch den größeren Raum etwas mitzubeheizen.

    Welche Temperaturen treten dort auf?

    Wenn der Raum gedämmt ist, dann wird die Raumtemperatur selbst im Winter kaum in den Frostbereich kommen. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, wenn von irgendwo her ein bisschen Wärme eingetragen wird, dass die RT nicht wesentlich unter 10°C fällt. Ist der Raum ungenutzt, dann sollte auch die rel. Luftfeuchtigkeit eher gering sein.


    Wenn nun der kleinere Raum sporadisch genutzt und beheizt wird, ohne dass dabei große Mengen an Feuchtigkeit eingetragen werden, dann könnte man einmal rechnen, welches Dampfdruckgefälle, und was da überhaupt an Feuchtigkeit in die Wand eindringen kann. Es würde mich nicht wundern, wenn die Feuchtigkeitsmenge so gering ist, dass kein Schadensrisiko besteht. Vermutlich würde das bisschen Feuchtigkeit in den GK Platten gepuffert.

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  • Im vollständig unbeheizten Zustand gehen die Temperaturen schon mal auf knapp über den Gefrierpunkt. Bei kalten Temperaturen ist die rel. Luftfeuchte natürlich sehr hoch, da die kalte Luft ja kaum Feuchtigkeit aufnehmen kann. Sollte der kleine Raum auf um die 20 Grad aufgeheizt werden, dürfte sich die Temperatur im großen Teil nur unwesentlich erhöhen, Meine Befürchtungen betreffen in erster Linie die Anschlüsse der Trockenbauwand im Dach- u. Aussenwandbereich, da diese nicht luftdicht ausgeführt wurden. Nicht dass mir dann durch Konvektion die Wand weggammelt.
    Alternativ müsste man die Gipskartonplatten ein Stück entfernen und schauen, ob man eine Dampfbremse anbringen kann. Wäre halt sehr aufwändig.

    Gruß

  • Welche Temperaturdifferenz könnte die Trockenbauwand schadfrei überstehen? Wäre das nachträgliche Einbauen einer Dampfbremsfolie noch sinnvoll bzw. vernünftig machbar?

    Gruß

  • Welche Temperaturdifferenz könnte die Trockenbauwand schadfrei überstehen?

    Das lässt sich so nicht beantworten, denn einerseits geht es nicht nur um die Temperatur sondern auch um die rel. Luftfeuchtigkeit, und andererseits spielt es auch eine Rolle, ob eine Konstruktion wieder rücktrocknen kann, sprich wie die Bedingungen sind, nachdem Feuchte in der Konstruktion aufgetreten ist.


    Wenn sich nur ein paar Tropfen an einer Oberfläche bilden, und es zieht danach ein trockener Wind durch den Raum, dann ist die Feuchtigkeit innerhalb kürzester Zeit wieder abgetrocknet, kein Schadensrisiko. Ist hingegen die komplette Wand durchfeuchtet, und danach die rel. Luftfeuchtigkeit in den Räumen immer noch sehr hoch, dann trocknet da gar nichts. Folglich, hohes Schadensrisiko.


    Mit welchen Bedingungen sollte man nun in Deinem Fall rechnen?


    Und nicht vergessen, die ganzen Berechnungen basieren dann auf Annahmen, es kann aber niemand garantieren, dass sich Deine Konstruktion auch an die Berechnungen hält.


    Meine ganz persönliche Meinung, ohne jetzt auf irgendwelche Berechnungen zurückzugreifen, WENN die Konstruktion bisher schadfrei funktioniert hat, und in Zukunft an 2 oder 3 Tagen im Jahr der eine Raum auch während der kalten Jahreszeit genutzt, und somit auch beheizt werden soll, und die Nutzung nicht mit übermäßig viel Feuchte in Zusammenhang steht, dann würde ich nach Bauchgefühl das Risiko als gering einstufen.


    Überlegen wir mal. Der Feuchteeintrag ist ausschließlich über die Atmung bestimmt, zusätzliche Feuchte durch Schwitzen kann man hier wohl vernachlässigen (wird auch von den Kleidern aufgefangen). Die ausgeatmete Luft hat einen Feuchtegehalt von 0,032-0,034gr/Liter, wobei wir bei normaler Bewegung um die 8 Liter pro Minute an Atemluft benötigen. Je nach Lufttemperatur und rel. Luftfeuchtigkeit produziert so ein Mensch also zusätzlich ca. 12gr. Feuchtigkeit pro Stunde nur durch Atmung. Ich habe für die eingeatmete Raumluft jetzt einfach mal 7-9gr/m³ angesetzt.

    Diese ausgeatmete Feuchtigkeit verteilt sich dann in der kompletten Raumluft. Bei 8h wären das also knapp 100gr.


    Die entscheidende Frage ist nun, was passiert mit den 100gr zusätzlicher Feuchtigkeit. Durch das Heizen sollte die Raumluft in der Lage sein, diese Feuchtigkeit aufzunehmen (ca. 15m² Raumfläche, ca. 40m³ Luftvolumen?). ICH würde nun nach erfolgter Nutzung den Raum einfach mal ordentlich lüften, und damit einen Großteil der Feuchtgkeit nach draußen transportieren. Wenn dann noch ein paar Gramm im Raum verbleiben, dann können diese in meinen Augen keinen Schaden mehr anrichten.


    Im nächsten Schritt könnte man jetzt noch ermitteln, wieviel Wasserdampf durch die Wand geht, da sich daneben ja ein unbeheizter Raum befindet. Hier müsste man berückschtigen, dass die Verhältnisse nur temporär sind, denn der Raum wird ja nicht dauerhaft beheizt, die "extremen" Bedingungen herrschen also nur für einige Stunden vor, die Differenzbedingungen zwischen unbeheizt und beheizt, schwanken somit erheblich. Es besteht somit eine theoretische Gefahr, dass die erwärmte Raumluft beim Abkühlen zu einem Feuchteeintrag in der Wand führt. Zuvor hat sie beim Erwärmen aber auch Feuchtigkeit aus den Bauteilen aufgenommen. Dieses Szenario würde bedeuten, dass insgesamt vielleicht noch einmal 100gr Feuchtigkeit in die Wand eingetragen werden. Das zu beurteilen ist schwierig, da nicht bekannt ist, wie sich die natürliche Lüftung im (temporär) beheizten Raum auswirkt.


    Deswegen mein Bauchgefühl, das besagt, dass wenn der Raum nicht regelmäßig beheizt wird, ein Feuchteeintrag in die Wand minimal bis gar nicht stattfinden wird. Es ist ja nicht so, dass die Feuchtigkeit innerhalb von Sekunden durch die Wand "fließt" (GK und OSB sperren ja auch, bzw. erhöhen den Widerstand durch die Wand).


    Ich würde somit davon ausgehen, dass weitere Maßnahmen an der Wand nicht zwingend erforderlich sind. Eine Dampfsperre wäre sicherlich von Vorteil, ein Verzicht darauf unter den o.g. Bedingungen aber zu verschmerzen.


    Aber wie gesagt, das ist jetzt meine persönliche Meinung und mein Bauchgefühl. Ein Planer würde/müsste sich hier wohl auf die sichere Seite legen, und auf jeden Fall eine Dampfsperre empfehlen.

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  • @RB: Vielen Dank für Deine Ausführungen. Mit der zeitlichen Nutzung habe ich mich aber falsch ausgedrückt. 2-3 Tage waren nicht während der gesamten kalten Jahreszeit gemeint, sondern in der Woche. Ich würde dann quasi 2 - 3 Tage in der Woche einen Arbeitstag darin verbringen.

    Gruß

  • 2-3 Tage waren nicht während der gesamten kalten Jahreszeit gemeint, sondern in der Woche. Ich würde dann quasi 2 - 3 Tage in der Woche einen Arbeitstag darin verbringen.

    Damit ist dann von einem ganz normalen Aufenthaltsraum auszugehen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Da schließe ich mich Wolfgang an. Unter diesen Bedingungen laufen meine Auführungen zur Nutzung in´s Leere.

    Da könntest Du jetzt auf Risiko spielen, mit viel Lüften und Überwachen der rel. Luftfeuchtigkeit, oder Dich auf die sichere Seite legen. Ich würde Letzteres bevorzugen.

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  • Wäre der Aufbau der Wand (Holzständerwerk, beidseitig mit OSB und Gipskartonplatten beplankt und dazwischen 20 cm Mineralwolle) durch den Einbau einer Dampfbremse auf der warmen Seite in Ordnung (die Dampfbremse - sd 20 ? - würde ich auf die vorhandene Gipskartonplatte aufbringen und im Dach- und Wandbereich verkleben und darüber nochmal eine Lage Gipskarton? Oder wäre die OSB-Beplankung auf der kalten Seite ein Problem?

    Gruß

  • Wieso Dampfbremse und keine Sperre?

    Dann sollte die OSB auf der anderen Seite auch kein Problem mehr sein, da der Wasserdampfdiffusionswiderstand warm)raumseits viel höher ist.

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  • Eurem Thema folge ich nicht, möchte aber anmerken, dass die meisten OSB-3-Platten ausreichend dampfdicht sind, um als Dampfbremse angesetzt werden zu können. Es kommt aber immer auf die Spezifikation vom Hersteller und die Plattendicke an.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Eurem Thema folge ich nicht, möchte aber anmerken, dass die meisten OSB-3-Platten ausreichend dampfdicht sind, um als Dampfbremse angesetzt werden zu können. Es kommt aber immer auf die Spezifikation vom Hersteller und die Plattendicke an.

    Zum einen, weil die OSB-Platten nur als Untergrund für die Gipskartonplatten dienen sollten und weder die Stöße noch die Randanschlüsse lufticht ausgeführt wurden und zum anderen, weil der Sperrwert auf der warmen Seite identisch wäre als der auf der kalten Seite.
    Anfragen bei div. Technikern verschiedener Hersteller ergab unterschiedliche Auskünfte. Die einen sind der Meinung, dass eine Dampfbremse mit SD-Wert etwa 7 X größer als der sd-Wert der OSB-Platte auf der kalten Seite ausreicht, andere sind der Meinung, dass sich trotz Dampfbremse / -sperre Feuchtigkeit in der Wand bilden kann, die durch die rel. dampfdichte OSB-Platte auf der Kaltseite nicht ausdiffundieren kann.
    Ein anderer Ansatz wäre eine Möglichkeit zu finden, beide Räume einigermaßen Kostengünstig kurzfristig aufheizen zu können.

    Gruß

  • Anfragen bei div. Technikern verschiedener Hersteller ergab unterschiedliche Auskünfte. Die einen sind der Meinung, dass eine Dampfbremse ... andere sind der Meinung, dass ...

    Dabei geht es nicht um Meinungen, sondern um relativ schlichte Mathematik. Man kann mit diesem Rechner recht schnell und einfach ausrechnen, ob es zur Kondensation und dann ggf. wieder zu ausreichender Rücktrocknung kommt. Man kann es aber auch vom Profi (Bauphysiker) ausrechnen lassen. Dann weiß man es, die richtige Verarbeitung der Platten vorausgesetzt und kann eine dauerhaft beständige Lösung bauen.


    Wenn die vorhandene Plattenschicht auf der kalten Seite zu dicht ist, könnte man evtl. auch eine punktuelle Öffnung in Betracht ziehen - wenn die Fläche überschaubar ist. Oder man mach die andere Seite eben wirklich dicht. Oder ... es gibt viele Möglichkeiten ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Man kann mit diesem Rechner

    Achtung, der Rechner steht nur noch zahlenden Kunden unbegrenzt zur Verfügung. Wenn ich das richtig gesehen habe, dann kann man den Rechner nur noch zu betimmten Zeiten kostenfrei nutzen.


    Korrektur: Anscheinend wurde das schon wieder geändert? Vor Weihnachten war der Rechner für nichtzahlende Anwender erst ab 20:00 Uhr frei.

    Also beobachten, und nicht wundern, wenn es mal nicht funktionieren sollte.

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  • Achtung, der Rechner steht nur noch zahlenden Kunden unbegrenzt zur Verfügung. Wenn ich das richtig gesehen habe, dann kann man den Rechner nur noch zu betimmten Zeiten kostenfrei nutzen.

    Das ist richtig. Nach einer kostenlosen Probenutzung von maximal 4 Wochen wird bei wiederholter werktäglicher Nutzung vor 20°° Uhr eine gewerbliche Nutzung vermutet / unterstellt und zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abos aufgefordert, das dann wieder uneingeschränkt verfügbar ist. Ich beobachte das Angebot schon sehr lange und nutze den Rechner zeitweise "gewerblich". Ich schätze ihn für meine Zwecke sehr und finde auch den Preis nicht unangemessen. Andere Software-Abos sind deutlich teuerer. (Werbemodus OFF)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Genau....ich habe auch auf Abo umgestellt....was gut ist soll belohnt werden...ich möchte ja auch für meine Tätigkeit anständig entlohnt werden...

    Für andere Programme welche ich nutze zahle ich mal locker das 10 fache

  • Greife das Thema nochmal auf. Nach langer Überlegung bin ich zum Ergebnis gekommen, dass es wohl sinnvoller ist, beide Räume zu beheizen (günstiger Pelletofen mit Aussenkamin), anstatt eine Trennung in Warm- und Kaltbereich. Zum einen wäre der Aufwand zu groß, nachträglich eine Dampfbremse einzubauen (fraglich, ob man im nachhinein die Anschlüsse vernünftig hinbekommt) und zum anderen würden sich die Kosten alles in allem (Trockenbau neu, Klimatüre, usw.) nahezu auf den Preis für einen Ofen belaufen. Mit einem Pelletofen wären beide Räume sehr schnell für günstiges Geld angenehm warm und man könnte auch beide Räume nutzen. Ich denke, dass die Trennung in Kalt- und Warmraum innerhalb des Gebäudes weitere Probleme mit sich bringen würde.

    Gruß

  • beide Räume zu beheizen (günstiger Pelletofen mit Aussenkamin),

    Dann hast Du auch noch eine Feuerstätte in den Räumen, also Schorni nicht vergessen.


    Beachte auch was Wolfgang oben geschrieben hat.

    Damit ist dann von einem ganz normalen Aufenthaltsraum auszugehen.

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