Förderung Wärmepumpen 2020

  • Für Solarthermie dürfte das einen Rückschlag bedeuten. Konnte man bisher Solarthermie einfach ergänzen, und Dank Förderung fast kostenfrei, wird sich zukünftig bei 30% Förderung die Investition nur schwer amortisieren.


    Das gilt in ähnlicher Form für Biomasse, Stichwort "Volksheizung".


    Profitieren werden diejenigen die in teure Anlagen investieren, wobei noch abzuwarten bleibt, wie sich die neue Förderung auf die Anlagenpreise auswirken wird.

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  • ich glaub auch, dass hierdurch einzelne Anlagentypen günstiger werden könnten...

    Wenn man bedenkt, dass für einen Austausch Öl gegen Pellets schnell mal bis zu 30T€ aufgerufen werden, dann wird sich das für diese Anlagen lohnen (35% + 10%), schließlich gab´s früher dann nur 3.500,- €, in Kombi mit Solar bis zu 6.000,- €. Zukünftig kann die Förderung für so eine Anlage selbst ohne Solar über 10T€ liegen.


    zu beachten ist auch, wie sich die förderfähigen Kosten zusammensetzen. Das könnte beispielseise für WP interessant sein, bei denen auch gleich noch die Heizflächen modernisiert werden.

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  • Im EFH Neubau - ich veranschlage mal 20.000€ für die Zentralheizung - wird eine LWWP nun mit 7.000€ gefördert. 2019 noch 1.500€.


    Für Erdkollektor - ich gabe mal 5.000€ drauf - 25.000€ werden mit 8750€. Früher 4.000€.


    Bisher konnte man einen Erdkollektor fast durch das Mehr an Förderung bezahlen - mit Eigenleistung auf jeden Fall.

    Das geht nun nicht mehr.


    Weiteres Fazit: Gasheizung im Neubau wird sich auch bei vorhandenem und günstigem Anschluss nur noch schwer rechnen lassen, v.a. i.V.m. der CO2 Bepreisung.


    Das gilt in ähnlicher Form für Biomasse, Stichwort "Volksheizung".

    Wieso? Biomasse wird genau (35%) gefördert wie Wärmepumpe. Finde ich bzgl. Feinstaub zwar bedenklich und rückwärtsgewandt, aber nun gut..

  • Wieso? Biomasse wird genau (35%) gefördert wie Wärmepumpe.

    Ich meinte damit die Rentabilität durch Förderung bei einer kostengünstigen Anlage (evtl. auch EIgenbau etc.).


    Nach den alten Spielregeln war es problemlos möglich, eine Pelletanlage für unter 5.000,- € zu bauen, mit Pelletlager, Schornstein, Solar und allem drum und dran. Die Förderung hat dabei mehr als 50% der Investition abgedeckt. Ich kenne 3 Anlagen die so entstanden sind, die Kosten lagen bei 8.000,- € bis 10.000,- €, nach Abzug der Förderung verblieb ein Eigenanteil von 2.000,- € bis 4.000,- € zzgl. Arbeitszeit. Das funktioniert zukünftig so nicht mehr.

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  • Gerade bei den bisher wenig geförderten LWWP dürfte die absolute Förderung deutlich größer ausfallen!

    ich hab mir das grad mal angeschaut und wenn ich das richtig verstehe, dann sind die Hürden im Neubau aber schon nicht ohne.

    Die JAZ muss nachweisbar nach einem Jahr bei >4,5 liegen.. das muss man bei einer LWWP erst mal hinbekommmen bzw. sehe ich z.B. als nicht/kaum erreichbar an meinem Münchner Klimastandort in meinen Mietgebäuden.

    Jetzt könnte man im Sommer die Heizung laufen lassen oder die Warmwasserbereitung unterbinden um die JAZ zu verbessern, aber das ist wohl nicht Sinn und Zwecke der Sache und auch den Mietern nicht wirklich zu vermitteln :)


    Mit der 35% Förderung, kämen die LWWP bei mir rechnerisch auf den Investlevel von GBWT mit ST und sind damit schon interessant, aber wie ich die JAZ von 4,5 erreichen soll, ist mir ein Rätsel.

    Oder sollte man etwa bei der Fachunternehmererklärung "kreativ" werden?;)


    Edit: wenn ich mir die BAFA Liste der förderfähigen WP so anschaue, dann haben ja fast alle nicht modulierenden LWWP in der EFH Klasse (4-6kW) schon bei A7/W35 einen schlechteren COP als 4,5. Wie soll man da auf eine JAZ von 4,5 kommen?

  • ich hab mir das grad mal angeschaut und wenn ich das richtig verstehe, dann sind die Hürden im Neubau aber schon nicht ohne.

    Die JAZ muss nachweisbar nach einem Jahr bei >4,5 liegen.. das muss man bei einer LWWP erst mal hinbekommmen bzw. sehe ich z.B. als nicht/kaum erreichbar an meinem Münchner Klimastandort in meinen Mietgebäuden.

    Nein, das verstehst du falsch.


    Die JAZ muss gemäß VDI 4650 Blatt 1 2019 (!!) erfolgen. Das tatsächliche Nutzerverhalten bleibt unberücksichtigt. Wäre auch irgendwie unfair.


    Die Überprüfung nach einem Jahr muss erfolgen, aber der erreichte Wert hat keine Relevanz für die Förderung.


    JAZ-Rechner | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.


    Und ja, ich gebe dir recht: Mit der neuen Berechnung (bei mir war noch die alte VDI 4650 gültig) wird es verdammt haarig bei -16 Norm-AT eine JAZ von >= 4,5 zu erreichen.


    mit der neuen Wolf CHA 10 klappt es bei einigermaßen realistischen Annahmen zur FBH Auslegung...

    Die ist mit einem COP von 5,7 bei A7/W35 aber eine der besten LWWP am Markt.


  • Nein, das verstehst du falsch.


    Die JAZ muss gemäß VDI 4650 Blatt 1 2019 (!!) erfolgen.

    Danke für die Aufklärung.

    Das macht´s aber für die Förderung nicht leichter.

    selbst mit 30/25 Auslegung und nur 50° WW ist das mit der nach Datenblatt effizientesten WP am Markt an der Grenze.


    Bei mir käme voraussichtlich eh nur Innenaufstellung in Frage. Gibts da auch was in der CHA-10 Liga?

  • Nachtrag: aktuell bedeutet diese neue Förderung bzw. die neuen Bedingungen doch, dass quasi alle LWWP aus der Bafa Liste im Neubau aus der Förderung fallen, weil aktuell quasi keine die 4,5 JAZ schafft. Ob das förderlich ist für den WP Markt?

    Die 1500€ früher waren ja leicht mit zu nehmen, die jetzigen 35% sind (aktuell) quasi nur mit Sole WP machbar oder mit ganz wenigen LWWP und seeehr niedrigen VL Temp.

  • Die 1500€ früher waren ja leicht mit zu nehmen ...

    Genau das wurde offensichtlich endlich erkannt und (aus meiner Sicht: sinnvollerweise) geändert.

    ... die jetzigen 35% sind (aktuell) quasi nur mit Sole WP machbar oder mit ganz wenigen LWWP und seeehr niedrigen VL Temp.

    Und damit wird nur noch eine zusätzliche Effizienzsteigerung gefördert. Mich amüsiert dabei, dass meine gute 10 Jahre alte Anlage mit Sole-WP und BKT sogar heute immer noch förderfähig wäre. Will sagen: Technisch war das auch vor mehr als einem Jahrzehnt schon problemlos möglich.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Genau das wurde offensichtlich endlich erkannt und (aus meiner Sicht: sinnvollerweise) geändert.

    finde ich auch, allerdings frage ich mich, ob man mit der neuen Förderung politisch nicht kontraproduktiv unterwegs ist.

    LWWP werden jetzt quasi ausgeschlossen, bis auf wenige Modelle. Für die muss man erst mal einen HB finden und die förderfähigen sind dann auch eher teuer. BH, die vorher eine LWWP mit rechnerischer JAZ 4 mit 1500€ Förderung genommen hätten, werden jetzt evtl. wieder auf Gas gehen wenn die Förderung für diese WP auch noch wegfällt.

    Eine Sole WP rechnet sich in vielen Fällen bei den ohnehin geringen Heizlasten heute im Neubau nicht. Bei 3.4.5 kW Heizlast ist eine Sole WP einfach nicht wirtschaftlich darstellbar gegen eine LWWP oder Gas.

    Mich amüsiert dabei, dass meine gute 10 Jahre alte Anlage mit Sole-WP und BKT sogar heute immer noch förderfähig wäre. Will sagen: Technisch war das auch vor mehr als einem Jahrzehnt schon problemlos möglich.

    technisch ist und war viel möglich, nur zahlen muss man es, vor allem die Quellerschliessung. In einer 125m² Wfl DHH mit 4kW Heizlast und 200m² Grund, bleibt nichts anderes als eine LWWP oder Gas. Und da werden jetzt wieder mehr Richtung Gas+ST gehen, wenn die 1500€ auch noch wegfallen.

  • Es bringt mehr, wenn man alte Anlagen die absolut Ineffizient laufen, auszutauschen, als einen Neubau der eh schon gut gedämmt ist, mit teurer Technologie vollzustopfen.

    D.h. der Fokus liegt auf Sanierung.

    Ich hatte erwartet das die bisherige Stellschraube mal wieder angewandt wird. (Abgasverluste von 9% ) zu reduzieren. Aber dagegen hat sich der bisherige schwarze Peter evt gesträubt... auch weil ja die ENEV Regel ja noch gültig ist.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Nachtrag: aktuell bedeutet diese neue Förderung bzw. die neuen Bedingungen doch, dass quasi alle LWWP aus der Bafa Liste im Neubau aus der Förderung fallen, weil aktuell quasi keine die 4,5 JAZ schafft.

    Das mag für Bayern, teile Ba-Wüs, Brandenburg und Sachsen gelten, aber im Rest der Republik mit Norm AT von -14 -12 oder gar -10 schaut die Welt schon wieder anders aus.

  • Das kann ich bestätigen.

    Mit einer aktuellen Panasonic Aquarea J 9kW Maschine komme ich inklusive Trinkwasserbereitung auf eine JAZ von 4,6. Und die Panas sind sicher nicht die teuersten WPs.


    Kleiner Haken, ich hatte meinen BAFA-Antrag noch schnell im Dezember gestellt :wall:

  • Das mag für Bayern, teile Ba-Wüs, Brandenburg und Sachsen gelten, aber im Rest der Republik mit Norm AT von -14 -12 oder gar -10 schaut die Welt schon wieder anders aus.

    stimmt natürlich, dass die Norm Aussentemp Einfluß hat, aber -14° oder -16° gelten für ~2/3 der Republik.

    Und auch bei -14° komme ich mit der (nach Datenblatt auch sehr guten) Pana nicht auf 4,5.

    Ich hab mal ein bisschen gespielt und mit den üblichen Verdächtigen von Viessmann, Vailant, Stiebel und co, die die HB in der Regel verbauen, komme ich auch bei -10° AT nicht auf die 4,5.


    Geht die Bafa "hart" nach dem Rechner oder haben die da "Spielraum", wie z.B. dass sie immer 35/28 als Basis nehmen könnten oder WW immer 18% haben muss und man nicht z.B. 15% ansetzten kann?

    Mit manchen Geräten käme man ja knapp über die 4,5 mit 30/23...

    Weiß das jemand?

  • Geht die Bafa "hart" nach dem Rechner oder haben die da "Spielraum"

    die Bafa fordert eine Berechnung nach VDI 4650 vom Fachunternehmer, die eine JAZ größer gleich 4,5 ausweißt.


    Wenn da auf Plausibilität geprüft wird, dann max. Stichprobenhaft.


    Wenn aber eine bewusst falsche Angabe gemacht wird, ist das Subventionsbetrug...

  • Jetzt viell. mal für einen Laien:


    Was muss den eine WP aufweisen, um die Bedingungen der Förderung zu erfüllen? Wenn ich hier so querlese, scheint es nahezu unmöglich, mindestens aber schwierig, die Förderung zu bekommen.

  • Wenn ich hier so querlese, scheint es nahezu unmöglich, mindestens aber schwierig, die Förderung zu bekommen.

    Das ist richtig, die Förderbedingungen wurden ja zum Jahreswechsel angepasst.


    Aktuelle Bedingungen hier:


    BAFA - Fördervoraussetzungen



    Sowohl für Neubau als auch Gebäudebestand.


    Auszug zur WP bei Neubau:


    Zitat

    Abweichende Voraussetzungen im Neubau

    • Wärmepumpenanlagen im Neubau müssen eine höhere Jahresarbeitszahl oder eine verbesserte Systemeffizienz aufweisen:
      • Jahresarbeitszahlen: Elektrisch betriebene Wärmepumpe: 4,5. Gasbetriebene Wärmepumpe: 1,5
      • Verbesserte Systemeffizienz: Zusätzliche Anlagenteile oder Sonderbauformen tragen zur Reduzierung des Strombedarfs und der Netzlast während der kalten Witterung bei.
    • Desweiteren ist ein Qualitätscheck der Wärmepumpenanlage nach einem Betriebsjahr vertraglich nachzuweisen.
    • Als Wärmeverteilsystem müssen Flächenheizungen eingesetzt werden.

    zzgl. die Voraussetzungen die auch im Bestand zu erfüllen sind (hydr. Abgleich, Heizkurve etc.)


    Wie so oft, ist es schwierig zu Beginn schon zu spekulieren, wie die Umsetzung in der Praxis erfolgen wird. Sicher ist, dass man mit der Forderung nach einer JAZ von 4,5 den meisten LWP den Hahn abdreht. Da musste man jetzt schon recht kreativ beim Rechnen sein, und die Praxis sah sowieso wieder anders aus.

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  • Vielen Dank.


    Wobei ja nix zurückgefordert wird, wenn durch individuelle Nutzung die JAZ nicht erreicht wird. Zumindest lese ich es so. Klar, zumindest theoretisch muss die WP das hergeben.

  • Ja sicher. Aber selbst wenn, dann würde ich beraten werden nach dem ersten Jahr und es bliebe trotzdem folgenlos.


    Was zählt denn beim Neubau alles als "förderfähige Kosten"? Alles was im Technikraum bez. der WP verbaut ist ? Die Rohre und HKS der Fußbodenheizung wohl eher nicht.

  • Was zählt denn beim Neubau alles als "förderfähige Kosten"?

    Die aktuellen Bedingungen kenne ich nicht. Vor einigen Jahren waren ausschließlich die Wärmepumpen selbst förderfähig. Für effiziente Umwälzpumpen gab es zeitweise eine separate (kleine) Förderung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • wenn du dein WW statt auf 50 laut Berechnung auf 65 aufheizt, dann wird das an der JAZ knabbern....

    :thumbsup:


    und bei Vermietung sollte man sich gut überlegen, ob man es riskiert, die WW Temperatur zu reduzieren. Man verlässt zudem schnell der Bereich der Kleinanalgen nach DVGW W551, und dann kommen auch noch so Dinge wie Zirkulation etc. auf die Tagesordnung.


    Als Vermieter würde ich mich immer auf die sichere Seite legen, denn Betriebskosten sind Sache der Mieter, aber wenn es Ärger gibt wegen Hygiene der TW Installation, dann steht man als Vermieter im Kreuzfeuer.

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  • Was zählt denn beim Neubau alles als "förderfähige Kosten"? Alles was im Technikraum bez. der WP verbaut ist ? Die Rohre und HKS der Fußbodenheizung wohl eher nicht.

    Die komplette "Raumheizuing" inkl. WW Erzeugung.
    WP, Pufferspeicher, WW-Speicher, Wärmepumpe, HKV, ERR, FBH Rohre.. Planung, Material und Einbau.

  • Oh, dann also komplett! Vielen Dank.......


    Jetzt gilt es dann "nur" noch eine entsprechende WW zu finden, die dafür geeignet ist. Dann kann ich ja auch bei meinem MFH Projekt nochmal mit dem Planer sprechen, ob wir da auch diesbezüglich was machen können und von Gas/Solar auf eine WP umswitchen......... :)

  • die Bafa fordert eine Berechnung nach VDI 4650 vom Fachunternehmer, die eine JAZ größer gleich 4,5 ausweißt.


    Wenn da auf Plausibilität geprüft wird, dann max. Stichprobenhaft.


    Wenn aber eine bewusst falsche Angabe gemacht wird, ist das Subventionsbetrug...

    betrügen will ich absolut nicht sonder das soll alles sauber laufen, aber ich frag mich halt, ob man mit einer LWWP die nach theoretischer VDI Rechnung eine JAZ von 4,52 mit 30/23 liefert (wie z.B. die Wolf bei mir) dann auch wirklich sicher die Förderung bekommt oder ob es da Spielraum bei der Bafa gibt, um das abzulehnen (weil z.B. 30/23 als nicht realistisch angesehen wird oder 18% WW zu niedrig sind oder oder oder). Ich hab keine Lust in 4 Häuser zur Vermietung jeweils eine LWWP einzubauen die pro Stück ~4-5k€ mehr kostet als Gas mit ST, wenn ich dann die Förderung nicht bekomme.

    Festlegen muss ich das jetzt (weil dann ja auch z.B. ST entfällt und ggf eine andere Lüftung zum Einsatz kommt als bei Gas das jetzt in der Werkplanung relevant ist).

    Mit Förderung ist das ungefähr preisgleich gegen Gas+ST und dann könnte ich mir das schon vorstellen. Aber ohne Förderung 15-20k€ on top für ein Mietobjekt würde ich nicht machen.

  • Ich weiß nicht, ob ich bei einem Mietobjekt auf LWP als Wärmeerzeuger setzen würde. Wie allgemein bekannt sein dürfte, reagieren WP empfindlich auf Veränderungen auf der Quellenseite und Heizkreisseite. Das mag alles in einem EFH kein Problem sein, in dem der Betreiber als Optimierer sowieso ständig versucht etwas zu verbessern, aber in einem Mietobjekt sieht die Welt anders aus. Da ist das Nutzerverhalten nicht vorhersehbar, da wird ständig an irgendwelchen Thermostaten gedreht, die einen gehen früh in´s Bett, die anderen sehr spät, die einen kommen nach Hause und wollen am besten innerhalb weniger Minuten eine warme Bude, usw.


    Auch bei der WW Erzeugung gibt es höchst unterschiedliche Anforderungen, und da kann eine Kleinleistungs-LWP schnell an ihre Grenzen kommen.


    Selbst wenn es gelingt, den Mietern hier ein paar Euro an Heizkosten zu sparen, kriegt man das kaum gedankt. Wenn es aber mal etwas kälter in der Bude ist, dann geht der Ärger sofort los.


    Auch wenn ich ein Freund von WP bin, bei einem Objekt das ausschließlich der Vermietung dient, würde ich auf GBWT setzen. Ich würde zudem den Wärmeerzeuger nicht auf Kante nähen, denn ob da am Jahresende 1m³ mehr oder weniger auf dem Zähler steht, das spielt keine Rolle. Wenn aber aus der Dusche nur lauwarmes Wasser kommt, dann ist das Geschrei groß.


    mit 30/23 liefert


    Übrigens, eine Auslegung auf 30/23 mag vielleicht auf dem Papier funktionieren, aber in der Praxis in einem MFH geht das mit Ansage in die Hose. Eine mittlere Heizwassertemperatur von 26,5°C, und das bei Auslegungstemperatur (-14°C oder -16°C), selbst bei optimiertem Bodenaufbau, 10cm VA (Tackersystem) usw. kriegt man die FBH vielleicht noch in Richtung 30W/m², je nach Bodenbelag reicht es nicht einmal für 25W/m². Bei einem Bodenbelag mit R = 0,1m²K/W schafft sie gerade noch 20W/m², wenn ich mich nicht verrechnet habe.


    Regelung in diesem engen Temperaturband, Trägheit, usw. das alles spricht in meinen Augen gegen einen Einsatz in einem MFH, in dem Vermietung Priorität hat.

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  • Eine GBWT war eig. auch mein Plan bei dem anstehenden Projekt. Die Förderung und der Verzicht auf eine Solaranlage für die WW-Aufbereitung machen mich nun nachdenklich. Bei der GBWT kann ich auch mit Wandheizkörpern arbeiten, was bei der WP nicht möglich ist. Aber dann muss ich eine Solaranlage für das WW machen. GBWT in Verbindung mit Durchlauferhitzern geht ja nicht (mehr).....


    Was wäre nun euer Favorit bei 6 Wohnungen und ca. 400 qm2 Wfl.? Fragen über Fragen....