Feuchtigkeit in Wand im Wohnzimmer

  • Hallo zusammen,

    wir sanieren ja ein Haus BJ1960.

    Wir hatten im Bereich der Terasse ein Gefälle zum Haus hin.

    Das ist mitlerweile behoben (Estrich), aber noch keine Abdichtung auf dem Estrich.

    Die Estrichbauer haben zudem Randdämmstreifen zum Haus hin gesetzt, was man wohl besser nicht gemacht hätte (sagte der Verküfer von der Estrichfirma).


    Jedenfalls ist das nun einen Monat her mit dem Estrich.

    Die Feuchtigkeit in der Wand ist deutlich weniger geworden, aber immer noch vorhanden.

    Die Bude ist 'muckelig warm', d.h. von innen wird gut geheizt.


    Ich wollte euch mal fragen, ob ihr erkennt, woran das Problem liegen könnte?

    Ich habe auch mal eine Nahaufnahme von der Ecke gemacht. Da ist ein Hohlraum drunter.


    Ich habe an das Fallrohr als Übeltäter gedacht.

    Das schaue ich mir die Tage mal näher an.

    Wobei mir das zu weit weg erscheint.


    Oder ist es möglich, dass bei Regen Wasser hinter den Randdämmstrifen läuft und das sein Unwesen treibt?

    Das würde bedeuten, dass ich so schnell wie möglich abdichten muss, was bei der Witterung bis zum Frühjahr eine Herausforderung darstellt.


    LG
    Mattes


    PS: Bild 4 zeigt die Außenwand und den daneben befindlichen Schuppen/Gewächhaus.

    Das Dach und die Wasserabläufe sehen auf den ersten Blick dicht aus.



    EDIT:
    Achso: Man sieht auf den Bildern 2-4 die Rückseite der feuchten Wand im ersten Bild (rechter Teil der Wand).

    Das Fallrohr ist etwa auf der Höhe von der Hauptfeuchtigkeit in der Ecke des ersten Bildes.

    Der Aldi-Feuchtemesser zeigt übrigens in dem Bereich 'Hi' an.


    EDIT2:

    Ich hätte mal noch ein Bild für die Übersicht machen sollen.

    Im 5. Bild sieht man das Fallrohr im Hintergrund (während den Estricharbeiten). Vielleicht hilft das ja.

  • Die Estrichbauer haben zudem Randdämmstreifen zum Haus hin gesetzt, was man wohl besser nicht gemacht hätte (sagte der Verküfer von der Estrichfirma).

    Dieser Streifen wird eingesetzt um einen Ausdehnung des Estrich, aufgrund von Temperatur, zu kompensieren. Mit Abdichtung gegen Wasser hat das nicht viel zu tun. Er soll einen direkten Kontakt zwischen Estrich und Wand verhindern.


    Gegen Wasser wurde wohl die "schwarze" Bahn hochgezogen, wie auch immer das funktionieren soll (Höhe).

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    .

  • Wie ist die Terrasse selbst auf ihrer Oberseite abgedichtet?

    Wie ist der Estrich auf der Terrasse abgedichtet?


    Garnicht? :eek: Ernsthaft?

    ist es möglich, dass bei Regen Wasser hinter den Randdämmstrifen läuft und das sein Unwesen treibt?

    ja.


    Aber das liegt nicht am Randdämmstreifen, sondern an der anscheinend fehlenden Abdichtung!

    Das würde bedeuten, dass ich so schnell wie möglich abdichten muss,

    völlig richtig!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das würde bedeuten, dass ich so schnell wie möglich abdichten muss, was bei der Witterung bis zum Frühjahr eine Herausforderung darstellt.

    so schnell wie es erforderlich gewesen wäre , kannst du garnicht mehr abdichten .

    es hätte nämlich schon vor dem estrich hoch genug abgedichtet werden müssen .


    wessen idee war es , das genau so zu machen , wie es gemacht wurde ?.


    ist das jetzt eine EPDM unter dem estrich ?

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Hallo zusammen,

    ich sollte erwähnen, dass auf den Estrich mit EPDM abgedichtet wird.

    Das heißt es wird ein Folienstreifen ca. 15cm hoch an die Mauer bzw. den Putz/Glattstrich angeschlossen.

    Dieser wird dann auf der EPDM Folie, die flächig auf den Boden aufgeklebt wird, angeklebt bzw. verklebt.


    Damit ist die Abdichtung gegeben.

    Unter dem Estrich hätte die Abdichtung keine Funktion gehabt, weil wir ja ein Gefälle zum Haus hin hatten.

    Das heißt aktuell ist keine Abdichtung vorhanden.

    Ich hatte gedacht, dass der Estrich durch das Gefälle erstmal reicht um die Wand trockenzubekommen, weil ja das Wasser erstmal wegläuft (wenn auch nicht vollständig).

    Es scheint aber weiterhin Wasser nachzulaufen.


    Das Problem ist, dass ich die (flächige) Folie erst anbringen kann, wenn das Geländer entfernt ist (wird bodenbündig abgeschnitten).

    Darüber kommt dann die PE Folie, die dann außen/stirnseitig auf das Abtropfblech geklebt wird.

    Damit ist alles dich.


    Zusätzliches Problem ist aber auch, dass ich die PE Folie nur ab 5°C verkleben kann.

    Das wird diesen Winter schwierig werden.


    Ich hoffe das klärt das Entsetzen ein wenig auf.


    Danke euch für eure Antworten.


    Viele Grüße

    Mattes


    PS: Idee war das vom Estrichleger das so zu machen, und irgendwie erscheint es mir auch nicht gänzlich unlogisch.

    Auch wenn ich jetzt aktuell eigentich keine Abdichtung habe, sondern nur das Wasser besser weggeführt wird.

  • Daran hatte ich nicht gedacht. Ich dachte, dass mit dem Estrich erstmal ein bisschen Ruhe ist, wohl wissend, dass es nicht ganz dicht ist.


    Habt ihr eine Idee, wie ich die Kuh vom Eis bekommen kann?

    Erstmal mit einer Bauplane abdecken?

    Aber wie bekomme ich das zur Mauer hin einigermaßen dicht?


    LG

    Matthias

  • Ist das ein freistehender Balkon oder ist darunter Wohnraum (Rücksprung der Hausfassade)

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Habt ihr eine Idee, wie ich die Kuh vom Eis bekommen kann?

    Ganz hurtig fachgerecht abdichten lassen.


    Wie sehen denn die Wärmedämmung (und Wasserdampfbremse / -sperre) zwischen Wohnraum und Terrasse aus?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Moin,


    da hat einer geplant, der die Ahnung davon aus "Bauer sucht Frau" errungen hat. Angereichert durch sinnvolle "Ideen" aus einer "Fachzeitschrift" einer Bausparkasse.

    Weshalb - nur mal so nachgefragt - soll eine EPDM-Bahn mit einer PE-Folie verklebt werden?


    Und was sind das für senkrecht stehende Hohlkammerplatten auf dem einen Bild? Ist das ein temporärer Türersatz?


    Grüße

    stefan ibold

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Ist das ein freistehender Balkon oder ist darunter Wohnraum (Rücksprung der Hausfassade)

    Das ist ein freistehender Balkon.

    Darunter befindet sich eine ans Haus anschließende, unbeheizte Garage.


    Ganz hurtig fachgerecht abdichten lassen.


    Wie sehen denn die Wärmedämmung (und Wasserdampfbremse / -sperre) zwischen Wohnraum und Terrasse aus?

    Wärmedämmung machen wir keine (zumindest nicht an der Wand).

    Es kommt von unten eine Wärmedämmung unter den Wohnraum.

    Unter dem Estrich ist eine PE Folie verlegt.

    Auf der Innenseite der Schiebetür ist innen eine Abdichtung gegen die Rohdecke.

    Außen ist eine EPDM Folie als Abdichtung unter dem Estrich (aber nur im Bereich der Schiebetür).



    Wessen Idee war es denn, erst den Estrich erstellen zu lassen und danach das Geländer (mit verbleibenden Löchern im Estrich) wegzuflexen :eek:

    Das war die Idee vom Estrich-Menschen und des Metallbauers, der das neue Geländer stirnseitg angebracht liefern wird.

    Da ja keine Feuchtigkeit mehr in den Estrich kommt (wenn alles sauber und ordentlich abgedichtet ist), sollte das m.M.n. auch kein Problem mehr sein, oder tausche ich mich? Wo keine Feuchtigkeit, da kein Rost.

    Das Geländer wollten die Estrichmenschen vorher nicht wegmachen, wegen dem Arbeitsschutz und einer möglichen Schließung der Baustelle durch die Bauaufsicht.


    1. wird keine EPDM Folie an eine PE Folie angeklebt.

    Es wird ein EPDM Streifen an der Wand angebracht (Illbruck ME220 - verklebt mit Illbruck OT015).

    Dieser wird dann mit der EPDM Folie, die flächig aufliegen wird, verklebt.

    Folie ist noch nicht gekauft.


    2. welche Hohlkammerplatten meinst du, bzw. welches Bild?



    Um die Kuh vom Eis zu bekommen würde ich folgendes vorschlagen:

    Eine Folienbahn (PE-Folie, ggf. mehrfach verlegt) auslegen und mit einer Latte an der Wand fixieren.

    Im Bereich der Schiebetür mit Silikon oder Klebeband ankleben

    An anderen Stellen mit Holzlatten oder Steinen beschweren.

    Außen überhängen lassen.

    Dann sollte es doch erstmal dicht sein.

    Und die 'richtige, dauerhafte Abdichtung' mache ich dann im Frühjahr.

    Was meint ihr dazu?


    Gruß und vielen Dank.

    Mattes

  • Hallo si,

    was meinst du mit 'systembedingter Ausführung'?
    Habe ich noch nie gehört.


    Und wieso kann bei der temporären Lösung der Estrich kaputtfrieren?

    Das müsste er doch auch bei der dauerhaften Lösung, weil beides abdichtet (das eine eben nur temporär).


    Gruß

    Mattes

  • Und wieso kann bei der temporären Lösung der Estrich kaputtfrieren?

    Weil er

    1. noch nicht abgebunden ist
    2. deutlich über Ausgleichsfeuchte nass ist
    3. noch zusätzlich von oben und unten Niederschlagswasser aufnehmen kann
    4. gefrieren kann und sich das aus 1., 2. und 3. vorhandene Wasser beim Gefrieren kristallin verfestigt und dabei sein Volumen vergrößert („Eisbildung“).

    Das Eis sprengt dann den Estrich.


    Dein Estrich ist nicht abgedichtet!


    Du solltest Dir eine unabhängige fachliche Unterstützung (Planerin oder Planer) holen, bevor der Schaden durch Dich und Deine planlos drauflos werkelnden Handwerker noch größer wird!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Eine Ausführung, bei der im System (einschl. der erforderlichen Naht- und Stoßverbindungen) geblieben wird, wenn ich denn EPDM verwenden möchte.


    Unterhalb des neuen Estrichs und im Estrich ist eine Menge Feuchtigkeit. Verpacke ich die in PE-Folien trocknet die nicht ab, gelangt aber zusätzlich z. B. über Diffusion in den Estrich. Und dann?

    si

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Hallo zusammen und allen erstmal ein frohes, gesundes Neues Jahr.


    Bzgl. planerischer Hilfe:

    Das ist eine Idee. Werde ich später versuchen jemanden zu bekommen.

    Vielleicht kann unser Sachverständige nochmal rauskommen und uns helfen. Wenn der nicht im Urlaub ist.

    Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, als es um unseren Keller ging, den wir von innen abdichten mussten, dass man 4 Experten fragt und 5 Meinungen/Vorgehensweisen bekommt.

    Daher versuche ich das Problem erstmal selber zu verstehen, mit allen Konsequenzen.


    Leider kommen unsere Verputzer ab Montag und haben dann vor, auch die Wand zu verspachteln.

    Einzugtermin ist Ende Februar, wir können definitiv nicht warten, bis der Estrich einen Monat im Sommer abgetrocknet ist.


    Ich weiß, nicht optimal, aber es muss doch eine vernünftige und praktikable Lösung geben.
    Was wäre, wenn man bspw. durch den Balkon im Bereich der stärksten Feuchte ein Loch in die darunter liegende Garage bohrt, damit das Wasser abfließen kann?

    Es tropft eh durch die Terrasse an anderen Stellen in der Keller. D.h. ein bisschen Wasser macht da (zumindest aktuell) nichts aus.


    Und bzgl. Abtrocknen der Feuchte im Estrich:

    Ich frage mich, wieviel Feuchte da im Winter überhaupt abtrocknet.

    Eine Mögliche Lösung wäre (da wir ohnehin fast jeden Tag im Haus sind) die Plane großflächig bei gutem Wetter zu öffnen, damit Luft drankommt.

    Und dann wieder zu verschließen, damit es nicht wieder reinregnet.

    Macht sowas Sinn?


    LG
    Mattes