Aber ich lüfte doch ...

  • Off-Topic:

    Vorabinfo: Diesen Thread wollte ich schon länger starten, mangels Zeit kommt er erst jetzt. Er hat in dem Sinne keinen Bezug auf vorhandene Threads. Er widerspiegelt meine Erfahrungen beim Begehen von Gebäuden.


    Bestand:

    Mehrfamilienhaus, (mehr als 6 Parteien),

    Kastenförmig

    Baujahr Mitte 60er

    neue Kunststoffenster Mitte 90er Jahre

    ! aussen gedämmt (12cm WDVS)



    Bei der Begehung beklagt eine Mietpartei, dass Wasser am Fenster herunterliefe in einem Zimmer und in einem anderen Zimmer so komische Flecken an der Wand seien.Die betreffende Wohnung befindet sich mitten im Gebäude, hat also von oben und unten her beheizte Räume.


    • Was finde ich vor in betreffenden Kinderzimmer:
      2 Betten, ein Schreibtisch direkt vor dem Fenster, darauf aufgeklappte Laptops.
      Zimmergröße 3,50m x 3,00m= 10,5qm
      Fenstergröße 1,20m x 1,25 m = 1,50qm
      Rauhfasertapete an der Wand


    Der Hinweis, dass die Mietpartei lüften müsse, wurde mit der Aussage: "Ich lüfte!" entgegnet.

    Dem widerspricht: Die Bildschirme, die ein Öffnen des Fensterflügels unmöglich machen und ein muffiger Geruch. In diesem Zimmer wurde definitiv NICHT gelüftet.



    • Es gab noch das Schlafzimmer, das diese Problematik nicht aufwies, dafür gab es an der Wand so "komische Flecken":
      Im Zimmer 2Betten und ein Wäscheständer
      Zimmergröße: 3,50m x 4,75 m= 16,625qm
      Fenstergröße 2,30m x 1,25m = 2,88qm
      andere Oberfläche als im Kinderzimmer (bedruckte Tapete)

    Fenster allerdings mit so einem "Lüftungshebel" (Bild entstammt einem anderen Gebäude)



    Folgerung:

    • (Nicht nur) in Mietsgebäuden kann man NICHT davon ausgehen, dass ausreichend gelüftet wird!
      Die heutige Bauweise, vor allem die dichten Fensteranschlüsse verhindern, dass der Mindestdurchsatz an Luftwechsel erreicht wird. Schuld daran ist nicht das WDVS, sondern die Tatsache, dass die Fenster erstens dicht eingebaut werden und zweitens die Fenster selbst dicht sind.
    • Es gibt keine atmenden Wände! Die Oberflächen nehmen je nach Beschaffenheit ein gewisses Maß an Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Das aber reicht nie und nimmer ohne Unterstützung durch Lüften. Zudem können bestimmte Oberflächen (bestimmte Tapeten, Lacke, etc.) kaum Feuchtigkeit aufnehmen.
    • Der Feuchtigkeitseintrag in Wohnungen kann sehr sehr hoch sein: Im Schlafzimmer hier im Beispiel befinden sich dort mindestens 2 Personen, evtl. gar 3 (nächtliche Besuche der Kinder) + die Wäsche. In solchen Räumen wird erfahrungsgemäß nicht so hoch geheizt, sodass auch die Luft nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen kann.
    • Es entzieht sich den Bewohnern, dass die Zimmer unterschiedlich genutzt werden, unterschiedliche Größen und Überflächen haben.

    Fazit:

    Es ist meiner Meinung nach unabdingbar, in einem modernen Gebäude für ausreichend Belüftung unabhängig vom Bewohner zu schaffen!


    R.B. kann sicherlich mal ein Beispiel rechnen, wieviel Feuchtigkeit mehr im Kinderzimmer ist, wenn es identisch wie das Schlafzimmer genutzt wird. (je 2 Personen, 8h nachts) Das ergibt sich alleine schon die unterschiedlichen Volumina.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Wenn ich Dein Fazit lese, bedeutet dies für Dich, dass Du in einem modernem bzw. neuem Gebäude eine Lüftungsanlage einbauen würdest oder gibt es noch andere Möglichkeiten den Mindestdurchsatz zu gewährleisten?


    Bez. der Schilderungen: Ja, die gleichen Erfahrungen habe ich bei unseren Mietern auch gemacht. Es wird einfach nicht genug gelüftet, insbesondere in den Schlafzimmern. Und wenn dann noch an der Heizung gespart wird, dann ist der Schimmel vorprogrammiert.....

  • gibt es noch andere Möglichkeiten den Mindestdurchsatz zu gewährleisten?

    Andere Möglichkeiten - JA.

    Technisch und physikalisch sinnvolle - NEIN


    Vielleicht müsste man doch zu jeder Wohnung eine "Betriebsanleitung" dazugeben. Wie sinnvoll lüften, wie "sinnvoll" nutzen

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Vielleicht müsste man doch zu jeder Wohnung eine "Betriebsanleitung" dazugeben. Wie sinnvoll lüften, wie "sinnvoll" nutzen

    Haben wir in unserer ersten Wohnung bekommen, war ein Merkblatt mit 3 oder 4 Seiten, und auch einigen abschreckenden Beispielen was passiert wenn man es nicht macht.

    Dazu gab es noch ein elektronisches Thermo/Hygrometer, das sogar ganz hübsch aussah.

    Ich schätze, das Kosten-/Nutzen-Verhältnis für diese "Zugabe" ist für einen Vermieter gigantisch. Ich würde vermutlich sogar für jeden Wohnraum einen separaten Hygrometer verschenken.

  • Vom Ergebnis her wäre ich nicht so sicher.

    Aber: Der Aufwand ist relativ gering, von daher finde ich diese Idee sehr gut!


    Man sollte nicht so sehr von sich ausgehen, was man versteht etc.


    Beispiel: Als ich der Mietpartei den Lüftungshebel zeigte, wurde ich mit großen Augen angeschaut. Der Sinn des Hebels hatte sich den Bewohnern nicht erschlossen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Wobei einer dee Forumianer mal geschrieben hat, dass seine Erfahrung nach mit Mietern es besser ist, wenn sie das Fenster auf Ki stellen straße gar nicht zu lüften.


    Es geht halt dann meiner Erfahrung nach an die Laibungen. (kalt+feucht=Schimmel)

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Moin,


    die Idee mit en Hygrometern finde ich auch gut.

    Bescheiden finde ich hingegen, dass die Bewohner nicht mehr in der Lage sind, gut und richtig zu lüften. In einem Fall wird mir mit dem Anwalt gedroht und die Gerichte entscheiden in der unglaublichen Weisheit nicht nach den tatsächlichen Gegebenheiten, sondern nachdem "gefühlt" Schwächeren, dem Mieter.

    Und so manch ein "superduperdoller" Sachverständiger, der seinerseits die Situation weder selber in Augenschein genommen hat, noch überhaupt genau wusste um was es tatsächlich geht, der "hilft" den Mietern mit an der Realität vorbeigehenden Argumenten.
    Leider muss man die Bewohner darüber genau aufklären, was per Datenlogger alles erkannt werden kann, wenn man es denn kann. Da kommt dann sehr schnell eine ablehnende Haltung auf, weil es einigen dann doch zu sehr in die Intimsphäre geht.


    Für kontrollierte Be- und Entlüftungsanlagen bin ich für mich nicht zu haben. Ich bin Frischluftfanatiker mit einem extrem empfindlichen Gehör ;-)


    si

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • ihr habt doch keine ahnung !!!!!!!!!!!!!!

    lasst euch mal erklären (könnt ihr aber auch selbst nachlesen) dass es die verbrecherischen vermieter sind , die die armen schimmelgeplagten mieter unter druck setzen , um baumängel zu überspielen !!!!!:P




    und der schimmel an der wand hat nichts mit morgens heizung runter, fenster auf kip , abends zwei stunden durchheizen . im schlafzimmen bleibt die heizung aus , da reicht die warme luft aus küche/wohnzimmer durch die offene tür .....:eek:



    ich hoffe das nimmt jetzt keiner ernst

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Bescheiden finde ich hingegen, dass die Bewohner nicht mehr in der Lage sind, gut und richtig zu lüften. In einem Fall wird mir mit dem Anwalt gedroht und die Gerichte entscheiden in der unglaublichen Weisheit nicht nach den tatsächlichen Gegebenheiten, sondern nachdem "gefühlt" Schwächeren, dem Mieter.

    Das stimmt so als pauschale Aussage nicht. Die Bewohner (Eigentümer und Mieter gleichermaßen) lüften wie sie es immer gemacht haben bzw. wie sie es in ihrem Elternhaus kennengelernt haben. Früher hat das funktioniert und davon gehen die Leute auch weiterhin aus. Dass das bei neuen bzw energetisch sanierten Gebäuden aber nicht mehr ausreicht, wissen wir, aber sie als Laien nicht. Funktioniert das nicht, es gibt im Gebäude kein Lüftungskonzept, keine technische Lösung und keine Aufklärung, sollte man Bewohner nicht grundsätzlich verantwortlich machen....da ist in dem meisten Fällen schlichtweg die Aufklärung verpennt worden, dass entweder ein ganz anderes Nutzerverhslten oder technische Lösungen nötig sind. Ausnahmen der beratungsresistenten Bewohner bestätigen wie immer die Regel, das sollte klar sein. Um das Aufklärungsproblem wissen mittlerweile viele Richter und es gibt dahingehen viele vernünftige Urteile mit Augenmaß, aber natürlich auch manche eher unglückliche.

    Es ist ein systemisches Problem im Bauwesen, bei dem nur umfassende Aufklärung hilft. Dazu gibt es erste gute Ansätze.....

  • Es ist meiner Meinung nach unabdingbar, in einem modernen Gebäude für ausreichend Belüftung unabhängig vom Bewohner zu schaffen!

    Ist das nicht auch eine der Forderungen aus DIN 1946-6 ?

    die [...] nutzerunabhängige Sicherstellunge eines Mindesluftstromes zum Feuchteschutz [...] usw. z.B. nach Tabelle 5


    Das Problem beginnt aber oft schon bei der Planung von Umbauten und Sanierungen.

    Es werden alte - nicht mehr genutzte - Schornsteinschächte verschlossen, dichte Türen und Fenster eingebaut, Dachluken luftdicht verschlossen, ohne dabei den Luftwechsel zu berücksichtigen, obwohl dieser auch für den Autausch CO2-haltiger Luft erforderlich ist.


    Warum hatten denn die Großeltern früher Decken vor den Fensterbrettern hängen?

    Weil die Holzfenster im Winter etwas trockneten (eine etwas geringere Ausgleichsfeuchte aufwieden), damit der Spalt zwischen Flügel und Rahmen etwas größer war und ein Luftaustausch stattfand. Um Zugerscheinungen zu vermeiden, hängte man Decken vor das Fensterbrett. Ich erinnere mich noch an je 2 daurhaft montierte Haken, ca. eine Handbreit über dem Fensterbrett, an welche die zugluftbremsenden Decke angehängt wurden.


    Jeder zusätzlich genutzte Einzelofen in der Wohnung hat Verbrennungsluft benötigt und dafür die Raumluft genutzt. Über die Schornsteinzüge nicht genutztr Öfen konnte aufgrund der Thermik trotzdem ein Luftaustausch stattfinden.


    Früher wurde oft auch auf Dachböden die Wäsche getrocknet, heute sind diese i.d.R. ausgebaut und als Wohnraum vermietet.


    Wenn all diese "natürlichen Lüftungsmechanistemen" im Zuge einer Sanierung entfallen, müssen Alternativen geplant werden. Eine nutzerunabhängige Mindestlüftung muss das Gebäude zur Verfügung stellen, also der Eigentümer bzw. der Vermieter.


    Das muss nicht gleich eine KWL-Anlage sein, das können auch Vorrichtungen zur Spaltlüftung sein, Fensterhebel mit einer Stellung zur Verringerung des Anpressdrucks, definierte Aussparungen in den Dichtungen, Falzlüfter o.ä. unter Berücksichtigung der Sicherheit und des Schallschutzes.


    Der Hinweis, dass die Mietpartei lüften müsse, wurde mit der Aussage: "Ich lüfte!" entgegnet.

    Das kann man ja schnell mit einem CO2-Messgerät mal prüfen. Vergleichsmessung im Flur und draußen durchführen und dann auch mal über die Folgen einer erhöhten CO2-Konzentration aufklären. Für Streamingfreunde mal auf "Das Boot" und "Apollo 13" verweisen.

    "Ich lüfte" --> "ja, aber nicht genug".



    Andererseits:

    solange das Wasser am Fenster herunterläuft, ist das Fenster noch kälter als die Wandoberfläche. Das Problem ist somit sichtbar.


    Auch bei gut gedämmten Außenwänden kann es zu Problemen kommen, wenn es keine ausreichende Luftzirkulation hinter großen Schränken, ganzen Schrankwänden oder Möbeln ohne Füße und bei Möbelaufstellung mit zu geringem Abstand zur Außenwand.


    Aufklärung schein auf jeden Fall noch erforderlich zu sein, sowohl bei Vermieter, als auch bei den Nutzern.


    Den Sachverständigen vor Gericht sind ja i.d.R. nur erlaubt, die Fragen des Richters ohne Wertung und ohne wenn und aber zu beantworten. Eird der SV gefragt, ob das Problem durch mehr Lüften verbessert oder gelöst werden kann, muss er mit JA antworten. Das wird dann dem Mieter auferlegt. Gezielte Fragen nach Mindesluftwechsel, hygienischem Luftwechsel, Nennlüftung, bauphysikalischen Fehlern bei der letzten Sanierung oder einer nutzerunabhängigen Lüftung wurden ja nicht gestellt und waren auch nicht Teil der Verhandelten Sache.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Das Problem sind auch die Wäscheständer in der Wohnung, die zusätzliche Feuchte rein bringen. Es scheint heute für Vermieter wohl nicht mehr In zu sein Trockenräume zur Verfügung zu stellen. Zumindest sehe ich diese in MFH immer weniger.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • , sollte man Bewohner nicht grundsätzlich verantwortlich machen..

    "Man" sollte aber auch nicht die Vermieter immer gleich als Verbrecher titulieren!

    . Es scheint heute für Vermieter wohl nicht mehr In zu sein

    Und wenn es denn trockenräume gibt, werden die oft genung nicht angenommen oder als Fahrrad/Kinderwagenkeller mißbraucht.

    "Da müsste ich ja die schwere nasse Wäsche bis auf den Boden hochschleppen" hab ich mehr als einmal gehört. Und schwupps steht so ein "schickes Drahtdingsbums im Wohnzimmer, dass dann hervorragend zur Haltung subtropischer Tiere und Pflanzen geeignet ist

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • "Da müsste ich ja die schwere nasse Wäsche bis auf den Boden hochschleppen" hab ich mehr als einmal gehört. Und schwupps steht so ein "schickes Drahtdingsbums im Wohnzimmer, dass dann hervorragend zur Haltung subtropischer Tiere und Pflanzen geeignet ist

    Dagegen hilft auch ein Waschmaschinenraum, wo z.B. jeder seine eigene Waschmaschine hat. Dann bleibt die schwere nasse Wäsche vor Ort.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das Problem sind auch die Wäscheständer in der Wohnung, die zusätzliche Feuchte rein bringen. Es scheint heute für Vermieter wohl nicht mehr In zu sein Trockenräume zur Verfügung zu stellen. Zumindest sehe ich diese in MFH immer weniger.

    Trockenraum habe ich auch nicht - im Winter steht die Wäsche zum Trocknen auch bei mir im Wohnzimmer. Dann lüfte ich zum Ausgleich eben öfter. Die Überwachung mittels Hygrometer hat bisher keine Probleme angezeigt. Wir haben uns auch gegen eine KWL entschieden, weil wir es selbst in der Hand haben ausreichend zu lüften. Mietwohnungen würde ich heute aber nicht mehr ohne bauen.


    Unser Übergangsheim während der Bauzeit war eine 90er-Jahr-Wohnung in einem großen Wohnblock. Dort ist morgens das Wasser die Scheiben hinuntergelaufen - das war gar nicht zu vermeiden. Wir haben dann nach dem Aufstehen (und auch nach dem Kochen) kräftig quer gelüftet und zumindest wir konnten dort keine Probleme mit Schimmel feststellen.


    Unser neues Haus ist gut gedämmt und angelaufene Scheiben gibt es höchstens mal im Winter im Bad, wenn extrem lange heiß geduscht wurde.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Ja es gibt immer zig Argumente dagegen. Aber besser solche Argumente beiseite wischen, als Tropenatmosphäre in den Wohnungen.

    Dort wo ich solche gesehen habe, wurden sie auch gerne angenommen. Natürlich gibt es immer einzelne, die sich dagegen wehren. Die leben dann in den Tropen. Ich selber habe in letzter Zeit auch mehrere solche Gebäude mit Wasch- und Trockenraum geplant. Wurde so vom AG gewollt und sie werden tatsächlich auch angenommen. Eine mir bekannte Wohnungsbaugesellschaft baut auch fast nur so. Private Hausbauer hingegen wollen das oft nicht. Da zählt jeder qm der sich vermieten lässt und wie die Bewohner dann mit ihrer Wäsche zurecht kommen ist deren Problem. So zumindest meine Erfahrungen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Trockenraum...

    naja, es gibt MFH´s da werden die gut angenommen und es gibt welche da ist nix drin oder nur Gartengeräte.

    Das liegt oft auch daran wie:

    A) es er mit einer 40W Birne mit vergilbten Glass ausgestattet oder sauber ausgeleuchtet mit mehreren Röhren ,

    B) hat die Waschmaschinen in den Wohnungen oder direkt im Trockenraum mit stehen

    C) verschlossen und wurde nie in die Kehrwoch einbezogen oder ist gepflegt und jederzeit Zugänglich und schalltechnisch kein Problem.


    Merkblatt...

    Da bin ich mittlerweile auch auf den Hund gekommen, denn...

    es ist ja heute alles vielfältiger und die Mieter werden auch immer komplizierter und sind nicht mehr so sessshaft wie eh und je.

    Bis ein meiter sich an alle Feinheiten gewöhnt hat und sich gut auskennt, ist er ja fast schon wieder am ausziehen.

    Dazu kommt das vermehrt technische auskommen. (Rauchmelder, Schließanlage, Ablesungen, Lüftung dezentral/zentral/manuell/ alles noch Baujahrabhängig.

    Mich wundert eh, das noch keiner drauf gekommen ist, das man den Mietern einen Rettungsplan aushändigen sollte. (Rettungswege,Sammelplatz,Feuerlöscher)...

    Wenns dan explizit um die Lüftung geht, bist du eigentlich schon dabei, den Mietern entweder die Bedienungsanleitung zu überlassen oder eben ein Merkblatt für das richtige vorgehen beim lüften.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • im Winter steht die Wäsche zum Trocknen auch bei mir im Wohnzimmer. Dann lüfte ich zum Ausgleich eben öfter.

    Da spielt auch die Raumgröße eine Rolle. In großen Räumen verteilt sich die feuchte Luft besser, und wenn dann auch noch gelüftet wird, ist das Risiko gering. Wichtig ist auch, dass nicht jeden Tag Wäsche getrocknet wird, dann haben die Bauteile wieder etwas Zeit um abzutrocknen.


    Kritisch wird es also dann, wenn sich das Nutzerverhalten längerfristig ändert.


    Ich habe damals in meiner kleinen Studentenbude auch ab und zu mal Wäsche getrocknet, aber das war eher die Ausnahme und nicht die Regel. Normalerweise habe ich die Wäsche ja am Wochenende mit nach Hause genommen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • In den 15 qm die gar nicht so wenige Wohnzimmer im Mietswohnungsbau haben wird es schon haarig mit Wäsche trocknen. Dann kommt noch das Kochen dazu und die Bewohner und fertig ist das Tropenklima. Da muss man aber ganz schön lüften, um das weg zu bekommen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Wir haben in unserer letzten Mietwohnung auch ein Merkblatt zum Thema "richtig Lüften" erhalten. Da ist dann die Rede von 8-10(!)x tgl. stoßlüften, jeweils 15 Min. Wenn alle Bewohner berufstätig sind unmöglich. Und auch wenn nicht, dann ist hier irgendwie die Grenze des zumutbaren erreicht. Deshalb geht's ohne nutzerunabhängige Lüftung eigentlich nicht mehr.

  • Da ist dann die Rede von 8-10(!)x tgl. stoßlüften, jeweils 15 Min. Wenn alle Bewohner berufstätig sind unmöglich.

    Genau so ist es. Wenn man bedenkt, dass man tagsüber unterwegs ist, und während der Nacht normalerweise schläft, dann bleiben nur wenige Stunden die man für´s Lüften aufwenden könnte.


    Aber wenn niemand zuhause ist, entsteht schon kein neuer Feuchteeintrag durch Nutzerverhalten.


    15 Minuten sind für ein Stoßlüften zu lang. Wenn draußen etwas Wind geht, dann genügen auch 5 Minuten für einen Luftwechsel. Ich habe den Eindruck, dass manche Vermieter sich hiermit so weit auf die sichere Seite legen wollen, dass den Mieter immer eine Schuld trifft.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • macht hier niemand. Solltest du das irgendwo so verstanden haben, hast du es vollkommen falsch verstanden.....vermutlich nicht nur du.

    Ziemlich schade.

    doch , du

    lexi,

    wenn ich das richtig lese , unterstellst du der vermieterin nötigung und körperverletzung durch unterlassen.

    und das wären meiner auffassung nach straftatbestände.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • mein lieber wasweissich,


    Du bist hier aber verdammt auf dem Holzweg. Ich glaube, das kommt davon, wenn man von der Materie keine Ahnung hat, sich beim Lesen nicht konzentriert, aber immer so schön aggressiv unterwegs ist wie du hier im Forum....

    Ich unterstelle nichts, ich erkläre....

    Und in diesem Fall ging es um mietvertragliche Pflichten im konkreten Schadensfall, ganz konkret: in EINEM konkreten Schadenfall. Das ist etwas ganz anderes als die Verantwortlichkeit zur Prävention die hier jetzt diskutiert wird und gehört daher mal unabhängig von euren Falschwiedergaben und Fehlinterpretationen hier überhaupt nicht hin.

    Beschäftige dich mal ein bisschen mit Mietrecht und dem BGB, dann verstehst du es vielleicht.....dazu muss man nicht Jura studiert haben!

    Und mit Kollege Ralf Düllmeyer hat jetzt zum xten mal hier jd meine Aussagen falsch wiedergegeben, aus einer Einzelfallaussage eine pauschale Aussage gemacht und mir dann -wie es hier ständig vorkommt - falsche Worte in den Mund gelegt......das mit dem Lesen-und-verstehen-und-dann-richtig-wiedergeben sollten hier einige bitte mal etwas üben, dann gibt es bestimmt weniger zwischenmenschlichen Stress und man kann sich mal wieder auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren. Da gibt es ja viele Beispiele die zeigen dass das bitter nötig ist, User Caty2019 hat es ja kürzlich auch erwischt.....

  • Off-Topic:

    zitat lexi

    Ja, und die Frau soll ihren Job machen statt dir Angst zu machen......Sorry,


    aber das sind genau diese A......-Vermieter, die genau wissen dass sie finanziell klamme Mieter nur ein bisschen mit "wenn du Schuld bist, musst du alles zahlen" bange machen müssen, damit sie nicht darauf drängen dass die Vermieter ihren Pflichten nachkommen, denn das wollen sie ja vermeiden.


    Sie erfüllt ihre vertraglichen Pflichten nicht, lässt dich in einer scheinbar stark verschimmelten Wohnung wohnen und will anhand von Fotos die Ursache eruiert

    zitat ende

    vielleicht solltest du deine texte genauer lesen ....

    der zweite rote absatz ist doch recht deutlich eine allgemeine unterstellung von nötigung durch vermieter .

    blau wäre m.m.n. unterstellte körperverletzung durch unterlassen

    Ich glaube, das kommt davon, wenn man von der Materie keine Ahnung hat,

    gut dass du genau weisst , wovon ich keine ahnung habe.

    wenigstens einer , der den durchblick hat und uns die welt erklären kann .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • dass ich sage : das ist "Typ Vermieter A" der nicht nur mir schon öfter untergekommen ist, weil es davon nunmal einige zu geben scheint, ist noch lange keine pauschale Aussage dass alle Vermieter so seien. Das war nur eine Info für die Betroffene Mieterin sich nicht einschüchtern zu lassen weil hier eine bekannte Masche MANCHER Vermieter sichtbar wurde. Mehr nicht.


    Meine Güte, du beisst dich aber auch sehr gerne an Einzelpunkten fest wie ein Terrier. Was steckt dahinter?

  • Unterstellung von nötigung ist dort auch nicht sichtbar, es ging lediglich um Vertragspflichten und deren erfüllung oder eben Verweigerung von erfüllung. Daher wiederhole ich gerne meinen Rat: informier dich erstmal....