Vorteil Kalksandstein vs. Dämmstein

  • Guten Abend,

    die hiesigen Bauträger bauen MFH nahezu ausschließlich mit Kalksandstein und WVBS.


    Wenn die Bauträger dies tun, hat es sicher einen Grund, der vermutlich bei den Kosten zu suchen ist. Ich habe bisher ein MFH mit 3 Wohnungen gebaut, wobei das Haus mit einem Isolierstein erstellt wurde. Es wurde mit Unter- und Oberputz verputzt, eine Lüftungsanlage wurde nicht installiert.


    Aktuell stehe ich am Beginn der Planung eines weiteren MFH und stelle mir die Frage, was sinnvoller bzw. kostengünstiger ist und natürlich trotzdem der aktuellen EnEV entspricht. Auch in dem neuen MFH ist keine Lüftungsanlage geplant.


    Ergänzend die Frage, ob ein WVBS grundsätzlich immer mit einer Lüftungsanlage kombiniert werden sollte, um Schimmelbildung vorzubeugen?


    Daher: Kalksandstein oder Isolierstein?


    Vielen Dank für Eure Hilfe!!! :)

  • Guten Abend,

    die hiesigen Bauträger bauen MFH nahezu ausschließlich mit Kalksandstein und WVBS.

    Meinst Du statt" WVBS" vielleicht "WDVS" wie "Wärmedämmverbundsystem"?

    ... das Haus mit einem Isolierstein erstellt wurde.

    Was genau meinst Du mit "Isolierstein"? Im Bauwesen geht es im Zusammenhang mit Wärme meistens um "Wärmedämmmung". Meinst Du vielleicht Dämmziegel oder Porenbetonsteine?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Notwendigkeit einer Lüftungsanlage hat nichts mit dem verwendeten Stein zu tun sondern einzig und allein mit der Luftdichtigkeit der Gebäude.


    Gegenfrage: Was ist ein Isolierstein?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ja, ich meinte einen Porenbetonstein


    und ja, ich meinte ein Wärmedämmverbundsystem.

    Das sind zwei völlig unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Eigenschaften, und auch unterschiedlichem Preis.

    Man muss sich als Bauherr vorher überlegen, welche Prioritäten man setzen möchte, und dann das passende System auswählen. Ansonsten bekommt man halt über den Preis ein System vorgesetzt, das nicht unbedingt die eigenen Wünsche erfüllen muss.

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  • Es handelt sich um ein MFH, das vermietet werden soll. Da es als Projekt im sozialen Wohnungsbau mit Mietpreisbindung verwirklicht werden soll, stehen die Kosten im Vordergrund.

    Habe ich richtig verstanden, dass ein System mit Kalksandstein u Wärmedämmverbundsystem demnach in der Herstellung teurer, aber auch eine bessere Dämmung des Hauses beinhaltet?

  • Habe ich richtig verstanden, dass ein System mit Kalksandstein u Wärmedämmverbundsystem demnach in der Herstellung teurer, aber auch eine bessere Dämmung des Hauses beinhaltet?

    Das ist richtig. Durch das WDVS lässt sich der Wärmedämmwert relativ einfach beeinflussen.


    Diese Variante hat aber noch einen anderen Vorteil, der gerade bei einem MFH wichtig ist, und zwar die Schalldämmung. Gerade bei MFH ist das ein wichtiges Thema, das man nicht unterschätzen sollte..

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  • Man sollte den Preis nur für KS und WDVS nicht für sich alleine sehen:

    Wie ist es mit Details etc.( Kommt was dran, Befestigungen von aussen,...

    Wie ist die Kubatur des Hauses: Kistenförmig z.B.ist für WDVS prima.


    Was mir persönlich an KS+WDVS gefällt: Trennung von Tragen und Dämmen. D.h unter anderem: wenn irgendwo ein Schlitz geschlagen wird, geht das nicht gleich auf Kosten der Dämmung.

    KS sind wunderbar fest im Gegensatz zu den hochdämmenden Steinen ( Bröselkeks)


    Das heißt jetzt aber nicht, dass ich absoluter Verfechter dieser Konstruktion bin!


    Noch etwas: Zur Lüftung sollte sich schon jemand Gedanken machen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Hallo,

    ich versuche mal die Eckdaten des Hauses kurz darzustellen, so wie ich sie dem Architekt zur Erstellung eines Entwurfs durchgegeben habe:


    - 6 Wohnungen EG / OG / DG bzw. Staffelgeschoss, also je 2 pro Etage

    - je 3 mit 60 qm2 und 3 mit 75 qm2 gem. Vorgaben sozialer Wohnungsbau

    - die Wohnungen sollen übereinander liegen, zumindest im EG u. OG. Die Bäder Rücken an Rücken wegen der Versorgungsleitungen.

    - Ich erwäge ohne Flur in der Wohnung auszukommen, d.h. nach der Wohnungseingangstür steht man im Wohnzimmer. Gibt in Hamburg ein interessantes Projekt: Hoffe, der Link dazu ist ok, wenn nicht, bitte löschen: Vogelkamp - limbrock · tubbesing | architekten | hamburg

    - Aufzug ja

    - Keller ist noch nicht entschieden. Wenn, dann soll eine 75qm2 Wohnung plus Technikraum und ggfs. Kellerräume da rein.

    - Heizung: Entweder Gas mit Solar oder Wärmepumpe, dann Warmwasser über Durchlauferhitzer / Keine Fußbodenheizung, ausser in den Bädern

    -Dachform: Noch nicht festgelegt. Evtl. Pultdach mit Sandwichplatten


    Planung beginnt Anfang Januar.


    Bin für Tipps, Anregungen und Kritik dankbar. :)

  • Meinst Du bei KS + WDVS oder generell? Auf eine Lüftungsanlage wollte ich verzichten.

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: auf Wunsch des Posters Zitat von Beitrag getrennt

  • Meinst Du bei KS + WDVS oder generell?

    Anda meint vermutlich generell, schließlich gibt es die DIN 1946-6, Stichwort: "hygienischer Mindestluftwechsel".


    Braucht es bei 3 Obergeschossen wirklich einen Aufzug? Barrierefrei könnte man ja auch ohne ein Drittel der Wohnungen bauen und so locker rd. 10.000 - 15.000 € Baukosten und erhebliche Betriebskosten sparen. Was sagen die Bauordnung und die Förderrichtlinien dazu?


    Die verlinkten Architekten bauen übrigens weder mit Porenbeton noch mit WDVS, sondern mit Holz und Beton!


    Grundriss, Fassaden, Schnitte machen bestimmte Tragsystem sinnvoll und diese dann wieder bestimmte Baustoffe. Abstrakt darüber zu diskutieren mag für Laien interessant sein, sonderlich zielführend ist es nicht unbedingt.


    (Als stark hinkender Vergleich: Du stehst mit einer Handvoll völlig unabhängiger technischer Kenndaten wie Reifengröße, Vorderradantrieb, Anzahl der Ascher und der Vorgabe eines Farbwunsches vor dem Autoverkäufer und sagst, dass Du ein günstiges Auto möchtest und fragst, ob Diesel oder Einspritzer besser sind.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Generell ist ein Aufzug entbehrlich, wird aber immer mehr zum Standard. Zumindest habe ich diesen Eindruck. Daher war/ist er in der Vorplanung dabei.


    Ja, ich habe gesehen, dass das Projekt in Beton und Holzmassivbauweise realsiert wurde. Mir ging es eher um das Konzept an sich: Sichtbeton im Treppenhaus, ohne Aufbau auf den Stufen und das Raumkonzept in den Wohnungen anhand der Bilder, ohne Flur. Wenn ich es richtig gelesen habe, wurde dort der Schacht gebaut, auf den Aufzug an sich dann zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet. Dies würde bei mir allerdings dann wenig Sinn machen, da es einen nicht unerheblichen Tilgungszuschuss gibt, der zu einem späteren Zeitpunkt dann nicht mehr realisierbar wäre.


    Viell. nochmal zur Ausgangsfrage:

    Was ist wirtschaftlicher aus Sicht des Investors sinnvoll: KS+WDVS oder mit einem Porenbetonstein?


    Danke schon einmal für Eure Hilfe...... :thumbsup:

  • Anda meint vermutlich generell, schließlich gibt es die DIN 1946-6, Stichwort: "hygienischer Mindestluftwechsel".

    Jupp, ich verweise hiermit auf diesen Thread -> Aber ich lüfte doch ...

    Was ist wirtschaftlicher aus Sicht des Investors sinnvoll: KS+WDVS oder mit einem Porenbetonstein?

    Darauf gibt es keine Antwort! Bzw sie lautet: Das Material ist abhängig von der Art des Hauses. Lies dazu bitte nochmal genau die Antwort von Skeptiker , die letzten beiden Absätze.

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  • Ich habe mal meinen Beitrag aus dem anderen Thread (Aber ich lüfte doch) hierher kopiert:



    Wenn ich Dein Fazit lese, bedeutet dies für Dich, dass Du in einem modernem bzw. neuem Gebäude eine Lüftungsanlage einbauen würdest oder gibt es noch andere Möglichkeiten den Mindestdurchsatz zu gewährleisten?


    Bez. der Schilderungen: Ja, die gleichen Erfahrungen habe ich bei unseren Mietern auch gemacht. Es wird einfach nicht genug gelüftet, insbesondere in den Schlafzimmern. Und wenn dann noch an der Heizung gespart wird, dann ist der Schimmel vorprogrammiert.....

  • Bzgl. Lüftung: Ich kenne eigentlich kaum MFH aus den letzten Jahren, die ohne jedes Lüftungskonzept gebaut wurden. Am häufigsten gibt es ein oder zwei Abluftstränge mit Lüftern in Küche und Bad, Zuluft wird dann über Fensterfalzlüfter "gesteuert". So etwas ist bestimmt ohne immense Kosten realisierbar und ist tausendmal wichtiger als ein Aufzug...

  • - Heizung: Entweder Gas mit Solar oder Wärmepumpe, dann Warmwasser über Durchlauferhitzer / Keine Fußbodenheizung, ausser in den Bädern

    Vorweg, eine Wärmepumpe benötigt niedrige Heizwasservertemperaturen für einen effizienten Betrieb. Entscheidend für die Effizienz ist die Differenz zwischen Quellentemperatur (Luft, Wasser, Erdreich) und Senke (typischerweise Heizwasser).


    Für niedrige Heizwassertemperaturen wiederum braucht man möglichst großflächige Heizflächen, damit diese ausreichend Heizleistung erzeugen können. Heizkörper sind für den Betrieb an einer Wärmepumpe nur bedingt geeignet, selbst wenn man diese als Gebläsekonvektoren mit einem Lüfter untersützt.


    Sollen also Heizkörper eingesetzt werden, dann würde ich eine WP als Wärmeerzeuger nicht empfehlen, auch wenn es technisch machbar ist.


    Bei Gas als Wärmeerzeuger ist das nicht so kritisch. Hier ist die Abhängigkeit von Effizienz und Temperatur bei weitem nicht so stark.


    Bei einem Mietobjekt würde ich auf eine möglichst "unkritische" Heizungsanlage setzen, die Effizienz käme dann erst an zweiter oder dritter Stelle. Hintergrund, ein einziger Noteinsatz weil die Heizung ausfällt, oder Ärger mit den Mietern weil die Raumtemperatur nicht erreicht wird, wird unter´m Strich teurer als das was man durch höhere Effizienz einspart.


    Hier würde ich tatsächlich zu einer Gasbrennwerttherme tendieren, zumal die Heizkosten sowieso von den Mietern zu bezahlen sind.


    Auf eine Lüftungsanlage wollte ich verzichten.

    Das klingt erst einmal sinnvoll, aber wie möchtest Du dann sicherstellen, dass die Wohnungen auch korrekt gelüftet werden?

    Beachte, ein modernes Haus wird möglichst "luftdicht" gebaut um Wärmeverluste zu vermeiden. Das wiederum hat zur Folge, dass es die früher übliche Zwangslüftung durch undichte Fenster, Türen etc. nicht mehr gibt.


    Mit 60m² bzw. 75m² sind die Wohnungen eher klein, sprich das vorhandene Luftvolumen ist gering, und kann keine große Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen. Das kann dazu führen, dass selbst bei normaler Nutzung, aber unzureichender Lüftung, die Wohnungen schnell feucht und klamm werden, was wiederum die Schimmelbildung begünstigt. Dann darfst Du Dich mit den Mietern alle paar Wochen darüber streiten, wer nun schuld daran ist.


    d.h. Es braucht ein Lüftungskonzept, unabhängig davon, womit die Wände später gebaut werden, und manuelles Lüften wäre hier nicht meine erste Wahl


    Aber zurück zu KS+WDVS ver. Porenbeton.


    Mit beiden Varianten kann man Häuser bauen, das ist wohl unstrittig. Die Frage ist, welche Prioritäten man setzt, und welche Variante die Anforderungen am besten erfüllt. Wichtige Entscheidungskriterien sind hierbei Wärmedämmung, Schallschutz, Hitzeschutz, Tragfähigkeit, Bei diesen Kriterien gibt es gesetzliche Mindestvorgaben zu erfüllen, man kann aber auch eigene Anforderungen stellen, die über diese Mindestvorgaben hinausgehen.


    Ich würde zudem überlegen, ob man für dieses Vorhaben nicht auf Fördermittel zurückgreift (KfW etc.), was aber wieder zusätzliche Anforderungen zur Folge hat.


    Bsp.: Soll an Wärmedämmung nur der heute gesetzliche Mindeststandard erfüllt werden (EnEV), oder mit Hinblick auf Fördermittel auch ein deutlich höherer Standard?


    Wenn ein WDVS verbaut wird, dann kosten 2 oder 4 oder 6cm mehr an Dicke nicht die Welt. Es kann also sinnvoll sein, eine höhere Wärmedämmung vorzusehen, und damit gleich noch zinsgünstige Fördermittel zu nutzen.


    Sind schlankere Wandaufbauten möglich, dann ergibt das am Ende etwas mehr Wohnfläche und somit mehr Mieteinnahmen.


    Es gibt also eine Menge Dinge zu betrachten, den besten Wandaufbau gibt es nun mal nicht, sonst würden bereits alle Häuser so gebaut.

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  • Generell ist ein Aufzug entbehrlich, wird aber immer mehr zum Standard. Zumindest habe ich diesen Eindruck. Daher war/ist er in der Vorplanung dabei.

    Die Betriebs-, Kontroll- und Wartungskosten sind Dir bekannt? Wenn nein, solltest Du sie recherchieren.

    Ja, ich habe gesehen, dass das Projekt in Beton und Holzmassivbauweise realsiert wurde. Mir ging es eher um das Konzept an sich: Sichtbeton im Treppenhaus, ohne Aufbau auf den Stufen und das Raumkonzept in den Wohnungen anhand der Bilder, ohne Flur.

    Der wesentliche Punkt zur Kosteneinsparung ist aber gerade das Bauen mit Holz und Beton. "Sichtbeton" ist dabei kein (Entwurfs-) Konzept sondern allenfalls ein ästhetisches, eher aber die Folge des Nachdenkens über Einsparmöglichkeiten. Dabei ist die Frage nicht ob (Achtung Sinnbild!) die Kartoffeln bei Aldi, Lidl oder Netto billiger zu bekommen sind, sondern ob man sie stattdessen im Hofladen einkaufen oder die Kartoffel im eigenen Garten selbst anbauen will. Bei der Wahl des Discounters (KS + WDVS vs. "Porenbeton") ist die Einsparmöglichkeit gering. Aber brauchst Du überhaupt Kartoffeln? Erstmal sollte das Menü geklärt werden, bevor man einkaufen geht! Die sinnvollsten Wandbildner resultieren aus der Umgebung, dem Entwurf und dem wiederum dafür geeignetsten Tragsystem. Und wenn der Tragwerksplaner oder der ENEV-Nachweiser Dir sagen, dass der Gasbeton nicht ausreicht, ist die Frage eh beantwortet. Es gibt übrigens auch Dämmziegel, Leichtbeton und Holzständerwände!

    Bzgl. Lüftung: Ich kenne eigentlich kaum MFH aus den letzten Jahren, die ohne jedes Lüftungskonzept gebaut wurden. Am häufigsten gibt es ein oder zwei Abluftstränge mit Lüftern in Küche und Bad, Zuluft wird dann über Fensterfalzlüfter "gesteuert". So etwas ist bestimmt ohne immense Kosten realisierbar und ist tausendmal wichtiger als ein Aufzug...

    Ein einfacher Grund ist die oben genannte Norm, die zusammen mit der ENEV quasi gesetzlichen Charakter hat. Und: Ja, es ist die einfachste Lösung. Keine Lüftung ist keine Lösung! Ich würde für mich selbst nicht mehr ohne Lüftungskonzept (schon wieder Entwurf / Planung!) bauen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • "Sichtbeton" ist dabei kein (Entwurfs-) Konzept sondern allenfalls ein ästhetisches, eher aber die Folge des Nachdenkens über Einsparmöglichkeiten.

    Wird das wirklich günstiger als eine Putzoberfläche?


    Mir kommt dabei immer Sichtmauerwerk aus Kalksandstein in den Sinn (gab´s früher öfter mal in Schulen etc.). Man spart sich zwar den Putz, aber ich stelle es mir schwieriger vor, so ein Sichtmauerwerk herzustellen, und das gibt es dann sicherlich auch nicht gratis.


    Nebenbei bemerkt, so manches Sichtmauerwerk ist bereits nach wenigen Jahren hinter einer dicken Schicht Farbe verschwunden.


    Meine Befürchtung, nicht alles was auf den ersten Blick günstig erscheint, wird am Ende auch günstig.

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  • Das mit den Lüftern im Bad und in der Küche ist ein guter Hinweis. Damit ist nur das Problem in den Schlafzimmern noch nicht gelöst. Dort sind Lüfter ja eher nicht so geeignet.


    Jedenfalls habt ihr mich bez. der Lüftung sehr sensibilisiert. Das hatte ich ehrlich gesagt, so nicht auf dem Schirm.

  • Wird das wirklich günstiger als eine Putzoberfläche? Mir kommt dabei immer Sichtmauerwerk aus Kalksandstein in den Sinn (gab´s früher öfter mal in Schulen etc.).

    Der Aufschlag für Sichtmauerwerk liegt bei KSV bei ca. 10 - 12 € / m2 Wand. Ein gefilzter Q3-Putz kostet ca. 15 - 17 € / m2, was für beide Seiten der Wand zusammen dann ca. 30,- - 35,- € / m2 Wand sind. Das macht eine Differenz von 20 - 25 € / m2 Wand. Da kommen schon ein paar tausend € / Wohnung zusammen. Gestrichen wird hierbei beides direkt, Putz wie Sichtmauerwerk.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Sichtbeton wurde wohl hauptsächlich bei der Treppe verwandt. Da wurde nichts auf die Stufen aufgebracht.

  • Der Aufschlag für Sichtmauerwerk liegt bei KSV bei ca. 10 - 12 € / m2 Wand. Ein gefilzter Q3-Putz kostet ca. 15 - 17 € / m2, was für beide Seiten der Wand zusammen dann ca. 30,- - 35,- € / m2 Wand sind. Das macht eine Differenz von 20 - 25 € / m2 Wand. Da kommen schon ein paar tausend € / Wohnung zusammen. Gestrichen wird hierbei beides direkt, Putz wie Sichtmauerwerk.

    Guter Hinweis! ;)

  • Die Betriebs-, Kontroll- und Wartungskosten sind Dir bekannt? Wenn nein, solltest Du sie recherchieren.

    Das wird gerne unterschätzt, und gerade in einem MFH mit wenigen Mietparteien, können schnell 30,- € bis 50,- € pro Monat für jede Mietpartei zusammenkommen. In großen MFH sieht die Welt etwas anders aus.

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  • Jedenfalls habt ihr mich bez. der Lüftung sehr sensibilisiert. Das hatte ich ehrlich gesagt, so nicht auf dem Schirm.

    Meines Erachtens gerade bei Vermietobjekten ein ganz wichtiges Thema, weil es schlechtes Lüftungsverhalten der Mieter zumindest teilweise kompensieren kann, auch gegen deren Willen ;)


    Ob man für ein selber genutztes Gebäude (EFH, DHH,...) eine Lüftungsanlage benötigt ist nach DIN ebenfalls unumstritten, ein Großteil der Gebäude privater Bauherren kommt aber auch sehr gut ohne Lüftungsanlage aus (ist ein zu Recht viel diskutiertes Thema...würde hier zu weit führen). Im Vermietbereich: Bitte Lüftung konzipieren!


    KS + WDVS vs. wärmedämmendes Mauerwerk:


    Wie Anda schon gut erklärt hat in Nummer 8! Zudem: WDVS "verzeiht" mehr. Beim monolithischen Mauerwerk ist das vermeiden von Wärmebrücken planerisch, aber auch dann in der Umsetzung vor Ort, aufwendiger bzw. komplizierter. Oder vereinfacht: Beim WDVS kannst du unten drunter Mauern und Betonieren wie Du lustig bist, es wird ja später ohnehin alles eingepackt. O.K., ein paar Punkte gibt es da auch (Balkone usw), aber es ist in Summe einfacher und von daher wohl auch fehlertoleranter.

  • Jedenfalls habt ihr mich bez. der Lüftung sehr sensibilisiert. Das hatte ich ehrlich gesagt, so nicht auf dem Schirm.

    Man könnte noch darüber nachdenken, ob ein zentrales Lüftungsgerät oder mehrere dezentrale Lösungen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass eine zentrale Lösung unter´m Strich günstiger wird, aber das sollte man im Rahmen der Planung verifzieren.

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  • Das Thema Lüftung, gerade wenn es in ein zentrales Lüftungsgerät mündet, stellt auch Anforderungen an den Brandschutz und den Schallschutz. Alles machbar, alles lösbar...ich weiß. Nur eben bitte: Beachten, dass es da ein paar Knackpunkte gibt.

  • Meines Erachtens gerade bei Vermietobjekten ein ganz wichtiges Thema, weil es schlechtes Lüftungsverhalten der Mieter zumindest teilweise kompensieren kann,

    Interessant wird es, wenn der Schimmel da ist. Kommt ein Gutachter und fragt nach dem Lüftungskonzept und es gibt keins, wirds für den Vermieter eng.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Das mit den Lüftern im Bad und in der Küche ist ein guter Hinweis. Damit ist nur das Problem in den Schlafzimmern noch nicht gelöst. Dort sind Lüfter ja eher nicht so geeignet.

    Dort sollen ja auch keine Ventilatoren rein. Schlaf-, Wohn- und Kinderzimmer sind Zulufträume und benötigen Zuluftventile oder -öffnungen. Feelfree schrieb schon von Falzlüftern. Ich würde im Neubau eher zu Zuluftelementen raten, die es in den verschiedensten Ausführungen und mit Schallschutz, Pollenfiltern und Volumenregelung gibt.

    Die Luft strömt dann über Türunterschnitte o.ä. zu den Ablufträumen.


    Ich würde mir die Sache mit den Fluren nochmal überlegen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Hattest Du nicht mal geschrieben, dass es besser ist, wenn die Fenster auf Kipp sind statt gar keiner Lüftung? Ich hatte sowas in Erinnerung-dunkel.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Dort sollen ja auch keine Ventilatoren rein. Schlaf-, Wohn- und Kinderzimmer sind Zulufträume und benötigen Zuluftventile oder -öffnungen. Feelfree schrieb schon von Falzlüftern. Ich würde im Neubau eher zu Zuluftelementen raten, die es in den verschiedensten Ausführungen und mit Schallschutz, Pollenfiltern und Volumenregelung gibt.

    Die Luft strömt dann über Türunterschnitte o.ä. zu den Ablufträumen.


    Ich würde mir die Sache mit den Fluren nochmal überlegen.

    Zuluftelemente kann ich direkt bei den Fenstern ja mitbestellen oder? Wie funktionieren die denn technisch?


    Was spricht denn für einen Flur?


    Ich habe in dem Haus eine anfängliche Kaltmiete von 5.90 Euro, nach 3 Jahren erhöht sich die Miete um 10%. Da muss ich einfach die Gesamtkosten im Blick haben. Sonst lohnt sich das nicht. Es geht sowieso nur, weil die Konditionen beim Sozialen Wohnungsbau so gut sind. Viele Bundesländer haben entsprechende Programme mit attraktiven Finanzierungskonditionen und einem nicht unerherblichen Tilgunszuschuss. Dies kombiniert mit den erweiterten Abschreibungsmöglichkeiten (insgesamt 28% in den ersten 4 Jahren) mach es interessant.



    Zur Lüftungsanlage:

    Ein Heizungsbauer sagte mir mal, dass eine dezentrale Lüftungsanlage pro Wohnung ca. 3.000 Euro kostet.


    Wie schon gesagt, ich werde das mit dem Architekten besprechen, muss aber sagen, dass ich in dem 3 Fam. haus, gebaut 2017 keine Probleme damit habe. Ok, es sind 3 Ferienwohnungen, da achte ich immer selbst auf genügend Lüftung nach dem Auszug der Gäste.


    Ich kenne auch Leute, die in ihrem EFH eine Lüftungsanlage haben und diese nie mehr so einbauen würden.