Asbest in der Wand? Panik!!!

  • Hallo,

    ich hoffe ihr könnt mir helfen, da ich extrem panisch bin. Ich hatte Schimmel an der Wand und musste die Tapete ablösen. Darunter war Schimmel aber auch sehr viel Materialien und ich habe unfassbar Angst, dass es Aspest ist und ich schwer krank werde! ;(;(;(

    Hab keine Schutzmaske getragen und muss daneben schlafen (1 Zimmerwohnung).

    Weiß jetzt nicht was ich tun soll, hab wirklich Panik.:( Kann jemand was dazu sagen?


    Danke schonmal


  • Hallo. :)

    1&4 denk ich. Also allgemein weiß ich nicht was das alles sein soll unter der Tapete, aber hab gelesen Aspest ist eher gräulich und auf den Bildern ist das der Fall. Das Zeug ist auf jeden Fall kaum ab zu kriegen... Und habe etwas von Aspestpappe gelesen, das wäre dann Bild

    1,4,6,7


    Danke :)

    Hab so Panik weil ich das ja auch wirklich abgekratzt habe an etlichen Stellen :(

  • Das kann man aus der Ferne anhand von Bildern nicht beurteilen (evtl. Spachtelmassen asbesthaltig in dem Aufbau?), Aufschluss kann nur eine Analyse (Labor) geben - wenn die Panik vor Asbest so hoch ist hätte ich das bereits längst veranlasst... Kostet ja auch nicht die Welt im online-Labor...

  • Moin,


    da sieht und liest man mal wieder, was "gesundes" Halbwissen an Hysterie bringt.

    Ralf Dühlmeyer , Dein Beitrag schürt das auch noch.


    @Fragesteller,

    selbst wenn dort Asbest verbaut worden sein sollte, so handelt es sich um gebundenes Asbest. Und auch wenn Sie dort gekratzt haben, so bedeutet das nicht automatisch, dass Sie nun unbedingt und sofort (Inkubationszeit für Asbestose ca. 30 Jahre) schwer erkranken. Das, was Sie dort abkratzen, ist so "groß", dass Sie es vermutlich nicht einmal eingeatmet haben. Es folgt schlicht der Schwerkraft nach unten.

    Die hellerern Stellen an der Wand sehen mir nach Gips-Spachtelungen aus, der Rest nach Zementputz mit einer möglichen weißen Grundierung.


    Sollten Sie absolute Gewissheit haben wollen, so bleibt tatsächlich nur der Gang zu einer Analyse.


    Grüße

    Stefan Ibold

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Personennamen neu verlinkt

  • Danke für eure Antworten.

    Wie soll ich das veranlasst haben, wenn ich das gestern Abend erst alles gemacht habe?^^


    Müsste meine Vermieterin die Kosten für sowas nicht tragen? Immerhin wollte sie ja, dass ich die Tapete entferne...

    Und solche Analysen sind ziemlich teuer, das ist ja das Problem sonst hätte ich gestern schon irgendwo ein Set bestellt...

    Und da kamen Fragen was das genau ist, ich weiß aber nicht ob das Putz ist oder was auch immer?


    Danke

  • Müsste meine Vermieterin die Kosten für sowas nicht tragen? Immerhin wollte sie ja, dass ich die Tapete entferne...

    Es ist nicht verboten solche Räume zu vermieten und die Tapeten zu entfernen.


    So lange Du nichtr großflächig mit beispielsweise Schleifpapier die Wände bearbeitet hast, so dass eine Unmenge feinster Staub entstanden ist, passiert da gar nichts, selbst wenn der Putz Asbestfasern enthalten sollte. Und wenn Du die Wände geschliffen hast, dann würde ich mir mehr Sorgen um Gips und Zementstaub machen.


    Und solche Analysen sind ziemlich teuer,

    Na ja, teuer ist relativ.


    Ich würde mich aber fragen, was passiert wenn die Analyse irgendwelche Fasern nachweisen sollte? Was dann? Umziehen in eine neue Wohnung? Das komplette Haus sanieren? Sofort einen Termin beim nächsten Pneumologen? Oder gleich in eine Fachklinik?


    Bei Arbeiten mit entsprechender Staubentwicklung ist eine Atemschutzmaske immer empfehlenswert, selbst bei Bearbeitung von natürlichen Baustoffen wie Holz. Feinster Holzstaub in der Lunge ist nicht minder gefährlich als Stückchen von Asbestfasern.

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  • Kann mir jemand ein Labor nennen wo es nicht 80-150 Euro kostet? Ich hab keine Ahnung welche davon seriös sind und einige Frage welche Bausubstanz das ist. Kleber? Fassade? Spachtelmasse etc. Das weiß ich aber nicht... War halt unter der Tapete...

    Ich Dreh echt durch und ich schlafe einfach Mal direkt daneben :(

  • und das ist ja unter der Tapete...

    Was soll "das" sein. Ich sehe da nur Reste alter Tapete und ggf Leimfarbe o. ä. Asbest kann man auf FOTOS eh nicht sehen! Das Problem bei Asbest ist ja gerade seine Kleinheit, die Asbestfasern lungengängig macht. Da brauchts schon, wenn eine Beurteilung optisch erfolgen soll, massive Vergrösserung (Microskop) oder andere Analyseverfahren, die über ein Forum nicht zu leisten sind.

    Wenn die Panik zu groß ist, die Flächen mit einer Folie abdecken, das daran kein Luftzug entlang streichen kann und eine Analyse beauftragen

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • R.B. Haben das mit so spachteln abgemacht (hoffe das heißt so), womit man halt Tapete abmachen kann.


    Und was dann keine Ahnung... Die Vermieterin muss doch dann was machen, wenn ich daneben schlafen muss und es gefährlich ist, kann sie mich ja schlecht hier wohnen lassen. Ich sollte die Tapete ja entfernen...

  • Ganz ehrlich. Ich würde mir an deiner Stelle mehr Gedanken um den Schimmelbefall machen wie um hypothetische Asbestfasern.

    Entweder habe ich das überlesen, aber was wird dagegen unternommen wenn Du direkt daneben schläfst?


    VG M.

  • Die Vermieterin muss doch dann was machen, wenn ich daneben schlafen muss und es gefährlich ist, kann sie mich ja schlecht hier wohnen lassen.

    Die Vermieterin muss gar nichts machen. Da ist nichts gefährlich. Wenn Du deswegen nicht schlafen kannst, dann müsstest Du Dir eine andere Wohnung suchen.


    Noch einmal, wenn Du nur mit einer Spachtel die Tapete abgekratzt hast, dann ist nichts passiert. Die Analyse würde ich mir schenken und das Geld lieber in ein gutes Abendessen investieren, da hast Du mehr davon.

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  • EmPunkt

    Der Schimmel ist wohl da, weil das Bett zu nah an der Wand stand und weil da keine Luftzirkulation war. Die Tapete ist ab und dadrunter haben ich was gegen den Schimmel aufgetragen und warte jetzt ab ob die Wand trocknet. Wenn nicht, dann ist es doch ein Baumengel aber mehrere haben gesagt sieht nach Kältebrücke?! Aus.


    R.B. Danke also kann jetzt auch nichts mehr passieren, also keine Fasern können sich jetzt los lösen oder so?

  • Ralf Dühlmeyer

    Ich habe die letzten Monate daneben geschlafen als die Wand klitsch nass war und hab es nicht gemerkt...

    Ja hab extra was ungiftiges was gut wirken soll besorgt damit der Schimmel abgetötet wird. Der war ja primär auf der Tapete aber auch an ein paar Stellen unter der Tapete. Und ich habe keine andere Möglichkeit als hier zu schlafen, sonst würde ich das auch nicht tun...

    Bin ja eh so ne Panik Person, als ich Schimmel entdeckt hab haben wir das auch alles schnell entfernt und behandelt.

  • Danke also kann jetzt auch nichts mehr passieren, also keine Fasern können sich jetzt los lösen oder so?

    Nein, da kann gar nichts passieren, die sind im Putz gebunden, sofern dieser überhaupt Fasern enthalten sollte. Zudem sind die Fasern so groß, dass sie gar nicht lungengängig sind.


    Bei Asbestfastern besteht nur dann eine Gefahr, wenn der Baustoff bearbeitet wird, so dass feinster Staub entsteht. Dieser feinste Staub kann auch Bruchstückchen von den Asbestfasern enthalten. Damit es zu einer Erkrankung kommt, muss man diesen Staub aber auch einatmen, wobei nur die kleinsten Partikel bis in die Lunge vordringen können.


    Würde man diesen Staub analysieren, dann würde man feststellen, dass der Anteil an Zement/Gips etc. viel höher ist als der Anteil an Faserbruchstückchen.


    Grundsätzlich gilt, Staub ist nicht gut für die Lunge, egal aus was dieser Staub besteht. MIt Asbestfasern hat das nicht zu tun. Es gibt m.W. auch keine Statistik in der echte Fälle von Asbestose, ausgewertet werden, sondern es geht meist um das was man auch unter "Staublunge" versteht. d.h. Eine Schädigung der Lunge aufgrund von Staub, ohne diesen näher zu spezifizieren. Ob und welchen Anteil daran Asbest hat, das kann man nur vermuten.


    Übrigens, wir sind Tag und Nacht umgeben von kleinsten Partikeln die wir einatmen. Unser Körper hat dafür verschiedene "Filter" um diesen Staub davon abzuhalten, in die Lunge zu gelangen (Nasenhaare, Schleimhäute, Husten etc.). Partikel die in die Lunge gelangen versucht der Körper wieder loszuwerden (chemisch) und wenn ihm das nicht gelingt versucht er die Partikel unschädlich zu machen (einkapseln).


    Das geschieht Tag für Tag, Nacht für Nacht, und ist letztendlich auch der Grund dafür, warum die Lunge eines 80 jährigen nun mal nicht mehr so leistungsfähig ist wie die Lunge eines 20 jährigen.


    Das hat aber alles nichts mit Asbestfasern zu tun. Hast Du Dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was Schimmelsporen in einer Lunge anrichten können? Diese Sporen haben wir auch ständig um uns herum-

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  • Wenn nicht, dann ist es doch ein Baumengel aber mehrere haben gesagt sieht nach Kältebrücke?! Aus.

    Schimmel ist ein anderes Thema.

    Wenn es sich dabei auch noch um einen Schlafraum handelt, dann ist oftmals das "Klima" im Schlafzimmer die Ursache, die in Verbindung mit kälteren Wandflächen für Kondensat sorgt. Schlecht beheizt, mangelhaft gelüftet, da ist die Entstehung von Schimmel vorprogrammiert-


    Hier hilft also nur heizen und lüften.

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  • Da kamst du meinem Post zuvor. Ja hat nur ein Zimmer von daher auch mein Schlafraum. Aber die Wohnung ist unfassbar schlecht isoliert. Im Sommer 5 Grad wärmer als draußen und im Winter (wenn es wirklich kalt ist) kaum möglich auf eine angenehme Temperatur zu heizen. Und nein, es ist kein Dachgeschoss^^ und ja ich würde gerne umziehen, aber das ist im Moment nicht machbar. Leider :(

  • kaum möglich auf eine angenehme Temperatur zu heizen.

    Wie wird der Raum beheizt?

    Wie groß ist der Raum?


    Du könntest Dir ein einfaches Thermoseter/Hygrometer besorgen, die kosten nicht die Welt. Messgenauigkeit müsste da in der Anleitung stehen.


    Dafür brauchst Du aber keine hochpräzise Messtechnik, sondern nur eine Möglichkeit den Verlauf der rel. Luftfeuchtigkeit zu beobachten.

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  • Es ist hier schlecht isoliert, leider... Sonst wär es im Sommer trotz Isolation vor Scheiben und kein lüften am Tag, nicht 5 Grad heißer hier drinnen als draußen...

    Aktuell geht es mit dem Heizen, da es einfach Grad kein Winter ist bei den Temperaturen. Die Wände speichern nur so extrem die Hitze und Kälte also im Sommer fühlen sich die Wände wirklich warm an und im Winter eiskalt. Laut Messgeräte hab ich in allen Wänden etwas Feuchtigkeit, ich denke allerdings dass es an den kalten Wänden liegt. Normal ist bis 15 (bei dem Messgeräte) und ich hab meist bis 20 an jeglichen Wänden. Da wo der Schimmel war waren es dann 40 u.ä.

    Ich würde wirklich gerne umziehen aber es geht halt aktuell einfach nicht.

  • Ach und mit Bad und halben Balkon sind es 32 qm und hier sind 2 Heizungen (nicht Nachtspeicher, denke Gas aber bin mir Grad nicht sicher).

  • Der Vermieter muss sicherstellen, dass die gemieteten Räume ausreichend beheizt werden können. Heizkörper und Heizwassertemperatur müssen also so gewählt sein, dass die notwendige Raumtemperatur erreicht werden kann. Ist das nicht möglich, dann wäre zu prüfen, ob die Heizleistung der Heizkörpe rausreichend ist, evtl. muss die Heizkurve (Heizwassertemperatur) erhöht werden.


    Der Wohn-/Schlafraum ist anscheinend eher klein. Hintergrund meiner Frage war, dass ich abschätzen wollte, wie hoch die Gefahr ist, dass während der Nacht die rel. Luftfeuchtigkeit übermäßig ansteigt.


    Ziehen wir von den 32m² den halben Balkon und das Badezimmer ab, dann verbleiben vielleicht irgendwas um die 20m², entsprechend um die 50m³ Luftvolumen. Es ist sehr gut möglich, dass die rel. Luftfeuchtigkeit während einer Nacht unzulässig hoch wird, auch wenn nur 1 Person in dem Raum schläft.


    Wie wird das Badezimmer belüftet? Es sollte vermieden werden, dass nach dem Baden/Duschen zusätzlich feuchte Luft aus dem Badezimmer in den Wohn-/Schlafraum gelangt. Im Badezimmer hat man nach dem Duschen üblicherweise eine hohe Raumlufttemperatur und zusätzlich eine hohe rel. Luftfeuchtigkeit. Diese Luft kann im Wohnraum selbst bei normalen Raumtemperaturen schon kondensieren, an kälteren Wänden sowieso..

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