Kaskadenentwässerung

  • Bei der Planung der Entwässerung eines Staffelgeschosses bin ich durch einen pfiffigen Dachdecker auf ein speziell dafür angebotenes System einer Kaskadenentwässerung gestossen. Es erfüllt genau meine Anforderungen und scheint die relevanten a.R.d.T. zu erfüllen. Was sagen die fachkundigen Herren vom Dach dazu?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Beitrag von R.B. ()

    Dieser Beitrag wurde von Skeptiker aus folgendem Grund gelöscht: erledigt! ().
  • Off-Topic:

    Wieso darf ich hier keine Zitate einfügen??

    Einfach alles vor dem www löschen - dann gehts

    vermutlich, weil ich meinen Beitrag korrigiert und den von R.B. dann gelöscht habe. Du bist vermutlich exakt in die Umstellung geraten. Du warst also zu schnell! :)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Satz "Das neue Modell führt den waagerechten Verzug über die Dachterrassen innerhalb der Wärmedämmung." ruft vermutlich nicht bei jedem Begeisterungsstuerme hervor. Der Gedanke an einem Leitungsschaden innerhalb der Wärmedämmung hat irgendwas beunruhigendes....

  • Der Satz "Das neue Modell führt den waagerechten Verzug über die Dachterrassen innerhalb der Wärmedämmung." ruft vermutlich nicht bei jedem Begeisterungsstuerme hervor.

    Bei innenliegenden und an der Attika angeordneten Flachdachentwässerungen ist das je nicht unbedingt etwas ungewöhnlich. Und eine Dampfsperre ist auch noch darunter ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • DN50 mm was sagt denn die Hydraulik? Da wird ja aus Freispiegel eine Druckstromanlage. Abdichtung geht schon mal nicht normkonform wenn es in der WD liegt.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • DN50 mm was sagt denn die Hydraulik? Da wird ja aus Freispiegel eine Druckstromanlage.

    Korrekt! Das scheint ja gerade der Witz daran zu sein, denn dadurch wird ja der Durchsatz erheblich erhöht.

    Abdichtung geht schon mal nicht normkonform wenn es in der WD liegt.

    Welche a.R.d.T. meinst Du?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es gibt auch Flachkanäle, die oberhalb der Abdichtung und unter dem Terrassenbelag verlaufen, wie so etwas z.B. Flachdach-Programm-2018.pdf#1. ( S. 46 und 47 )

    Interessant, danke! Die Funktion beider Systeme entspricht sich praktisch vollständig, nur dass das von Grumbach mit einem Attika-Ablauf kombiniert wird und vermutlich eine höhere Frostgefahr besteht. Aber auch dort verläuft ein Teil der Leitung unterhalb der Abdichtung in der Wärmedämmung! (Gegen welche Regel verstößt das, Kalle ?)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wir verarbeiten gerade das Loro System, nur nicht in der Duo Ausführung sondern mit 2 Rohren parallel. Auch hier verläuft ein Rohr innerhalb der WäDä. Der Dachdecker hatte keine Bedenken. @Kalle:Worin liegt denn den Normverstoß?

  • Moin,


    warum überhaupt werden solch Kamikaze-Ausführungen erforderlich? Die Begründung liegt in der schwachsinnigen Behauptung, dass anfallendes Wasser schnellstens vom Haus weg abgeführt werden muss.
    Warum ist diese Begründung Schwachsinn?

    a) haben wir bei außenliegenden Entwässerungen oftmals unnötige Dämmstoffdicken, um das "ach so wichtige" Gefälle i. H. v. 2% zu erreichen.

    b) muss ein Flachdach, egal bei welchen Ausführungen, wasserdicht sein, so dass es dem Dach vollkommen egal ist, an welchen Stellen die Entwässerungen liegen (Ausnahme a)).

    c) wie Skeptiker schon richtig anmerkte, haben außenliegende Entwässerungssysteme teilweise erhebliche Probleme mit Frost. Insbesondere dann, wenn die Entwässerung an Rigolen angeschlossen sind, was in z. B. Hannover Gang und Gäbe ist. Hier werden dann aufwändig Rohrbegleitheizungen angeordnet, was in der Ökobilanz, bei der wir jeden Dübel der WDVS als Wärmebrücke berechnen, so richtig nicht sein kann.
    Hochgradig gefährlich wird es, wenn die Entwässerung auch noch in Sammelkästen geführt wird. Bei Aufstauen drückt dann das Wasser durch die Rohrdurchführung in das WDVS oder die Hohlschicht zurück.


    Bei einem Neubau mit einer Entwässerung im Bereich der Wärmedämmung der angrenzenden Dachfläche kam es wie es kommen musste: einige Rohrverbindungen waren undicht. Hervorgerufen durch einen Dachablauf auf einer Dachterrasse, bei dem es durch ständige Bewegungen infolge der Begehungen des Belags zu ständigen kleinen Veränderungen der Lage des Ablaufs kam. Dadurch verdrehten sich die Rohrverbindungen im Bereich eines Rohrbogens ganze leicht und rutschen später aus den Verbindungen, die eigentlich doppelt gesichert sein sollten. Der Schaden war immens, da das eingedrungene Wasser eine Holzaußenwand völlig unbrauchbar gemacht hat.

    Begründung des Planers weshalb er die Fallrohre außen abgeleitet hat war, dass angeblich der Wärmeschutz eine innenliegende Rohrführung verhindert hätte.


    Das System von dem link habe ich gerade auf dem Schreibtisch. Die Rohre stellen egal wie in den durchführenden Bereichen eine Wärmebrücke dar. Die Ablaufleistung ist insgesamt nicht so hoch wie z. B. einigen Attikaabläufen, die sowohl als Hauptentwässerung wie auch als Notentwässerung genutzt werden können. Der Hersteller hat gelbfarbene Kunststoffabläufe, nur, um keinen Namen nennen zu müssen. Mithin muss ich bei dem oben angeführten System ggf. mehr/eine höhere Anzahl als Abläufe anordnen, um auch dem Jahrhundertregen Genüge zu tun. Spannend wird das dort, wo das Staffelgeschoss über eine außenliegende Dachrinne entwässert wird/werden soll.


    Also liebe Architekten/Planer: besinnt Euch doch bitte wieder auf ein altbewährtes Entwässerungssystem, bei denen bei der richtigen Wahl der Werkstoffe die Gefahren ungleich niedriger sind. Die Raumaufteilung sollte dabei nicht das einzige Argument gegen eine innenliegende Etwässerung sein.


    Grüße

    si

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • (Gegen welche Regel verstößt das, Kalle ?)

    Anschlüsse sind mind. 30cm (vom Anschlusskragen gemessen) einzubauen. Das würde, wollte man sich daran halten aber zu einem Versprung führen. Bleibt also wenn überhaupt die Konstruktion oberhalb der Abdichtung, daraus folgert aber:


    c) wie Skeptiker schon richtig anmerkte, haben außenliegende Entwässerungssysteme teilweise erhebliche Probleme mit Frost.

    Also Begleitheizung um das Rohr.


    Ferner ist die Frage was wird kaskadierend entwässert? Halbrunde vorgehängte Rinne? Dann ist es doch eh Asche, weil was machen wir bei Jahrhundertregen? Genau wir entwässern eh unzulässigerweise auf die darunterliegende Dachfläche und belasten damit das Kanalsystem zusätzlich. Denn Sinn solcher Rinnen ist ja nach vorne frei entwässern zu können. Bei darunterliegenden am Kanalangeschlossenen Versiegelungen ist das aber Asche.

    Korrekt! Das scheint ja gerade der Witz daran zu sein, denn dadurch wird ja der Durchsatz erheblich erhöht.

    Funktioniert aber nur, wenn die Mündung oben (darüberliegendes Geschoss) auch drucktechnisch geeignet ist. Damit also die ganze Anlage bis zum Kanal drucktechnisch geeignet ist. Funktioniert wie im Übergang von 50mm Rohr zu DN 100? So wie auf den Bilder sogar noch mit Belüftung im senkrechten Rohr?


    Wenn überhaupt würde ich oberhalb der Abdichtung bleiben.

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  • Anschlüsse sind mind. 30cm (vom Anschlusskragen gemessen) einzubauen. Das würde, wollte man sich daran halten aber zu einem Versprung führen.

    ???


    Wo soll das Problem sein? Der Ablauf bei LORO folgt der 30-cm-Vorgabe, der von oben kommende Zulauf liegt zentriert im Ablauf. Ich kann Deiner Argumentation nicht folgen!

    Bleibt also wenn überhaupt die Konstruktion oberhalb der Abdichtung, ...

    Nein, weshalb?

    Ferner ist die Frage was wird kaskadierend entwässert? Halbrunde vorgehängte Rinne? Dann ist es doch eh Asche, weil was machen wir bei Jahrhundertregen? Genau wir entwässern eh unzulässigerweise auf die darunterliegende Dachfläche und belasten damit das Kanalsystem zusätzlich.

    Nein, das tun wir nicht, denn das Flachdach hat ja parallel noch den Notüberlauf ins Freie, der ja für den Jahrhunderregen ausgelegt ist. Und damit wird das Kanalsystem eben nicht überlastet.

    Bei darunterliegenden am Kanalangeschlossenen Versiegelungen ist das aber Asche.

    Sind sie ja nicht, da wieder Notablauf vorhanden, s.o.!

    Wenn überhaupt würde ich oberhalb der Abdichtung bleiben.

    For mich nachvollziehbar erklärt hast Du das jetzt aber noch nicht!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wo soll das Problem sein? Der Ablauf bei LORO folgt der 30-cm-Vorgabe, der von oben kommende Zulauf liegt zentriert im Ablauf. Ich kann Deiner Argumentation nicht folgen!

    Wo?

    Bilder

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  • Das ist das selbe System nur innerhalb der WD. Frage: Warum dann nicht durch die Attika? Welcher Vorteil besteht in dem System?

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  • Das ist das selbe System nur innerhalb der WD. Frage: Warum dann nicht durch die Attika? Welcher Vorteil besteht in dem System?

    Ich bevorzuge die von mir verlinkte und gepostete Variante - zumal sie genau so für meinen Fall optimal passt. (Manche Dinge im Leben hat man sich nicht ausgesucht ...)


    Generell bevorzuge ich - wie stefan ibold - im Gebäude verlaufende Entwässerungen wie direkt nach unten durch die Dämmung gehende Abläufe im Gebäudeinneren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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