Bankangebot Attraktiv oder nicht?!

  • Hallo zusammen,


    vorab: es war unser erster Termin bei der ersten Bank (Hausbank). Wir werden noch andere Termine wahrnehmen aber ich wollte einfach gerne mal eine Einschätzung wissen.


    Es geht um unser Haus was wir sanieren möchten. Wir holen uns aktuell die Angebote von Handwerker ein und errechnen wieviel wir in Eigenleistung schaffen. Wir haben trotzdem schon die Kosten überschlagen und haben uns selbst gesagt das wir mit 200.000€ max. rechnen wollen. (EK ging für Notarkosten drauf und für die neuen Möbel und Umzug der Eltern, daher ist dort nicht mehr soviel vorhanden)


    Jetzt hat die Bank uns ein erstes Angebot quasi gemacht mit 1,7% Zinsen und 20 Jahre Zinsbindung. Eine Auszahlung von 50.000€ zur freien Verfügung also ohne Rechnung.

    Ist sowas üblich mit den 50.000€ ohne Rechnungen oder ist das schon recht hoch ? habe bisher immer nur von 10 bis max. 20.000€ gehört die ohne Rechnung ausgezahlt werden.


    Wir haben auch noch 2 Wohnristerverträge welche wir wohl nicht nutzen können. Diese haben wir damals abgeschlossen weil wir dachten das wir Bauen oder Kaufen. Jetzt bliebt uns zum Glück der Kauf oder Bau erspart. Leider hieß es das wir die Wohnrister nicht für Sanierung nutzen können (es soll noch abgeklärt werden bezüglich Altersgerechtes umbauen z.B ebene Dusche). Leider haben wir damals nicht an sowas gedacht und haben dort natürlich jetzt auch schon einiges an EK drin welches wir ja nur rausholen könnten wenn wir die Zulagen wieder zurückzahlen.


    Habt ihr Empfehlen oder eine Ersteinschätzung wie das Angebot der Bank ist?

  • Schon mal bei der KfW nachgeschaut? Das gibt es nämlich bei Sanierungen auch die Variante des Tilgungszuschusses. Je nachdem, ob ihr die Bedingungen erfüllt.

    Wichtig, falls ihr sowas zusätzlich in Anspruch nehmen wollt: Noch nicht damit anfangen, sonst gibt es nichts.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Bankkonditionen lassen sich immer schwer vergleichen, wenn man nicht alle Rahmenbedingungen kennt.


    Im Prinzip geht es der Bank um 2 Dinge.


    1.) Sicherheit(en)

    2.) Kapitaldienstfähigkeit (vereinfacht gesagt, Einkommensverhältnisse)


    zu 1.

    HIer wäre wichtig, ob das Haus komplett Euch gehört und unbelastet ist. Dann natürlich der Wert, vorzugsweise durch eine Wertermittlung nachgewiesen. Das kann vor allen Dingen dann wichtig sein, wenn das Haus hoch belastet werden soll.

    Bei einer Sanierung muss man immer daran denken, dass ein Kapitaleinsatz von sagen wir mal 200T€ das Haus nicht automatisch um 200T€ wertvoller macht. Man könnte im Extremfall auch am Markt vorbei sanieren und den Wert schmälern.


    zu 2.

    Ich denke das ist klar, die Bank möchte natürlich wissen, ob Du die Raten bezahlen kannst, und das langfristig.

    Nehmen wir mal die 200T€ und 1,7% Zins, dazu 3% anf. Tilgung, macht eine monatliche Rate von 783,- €. Nach Ende der Zinsbindung wäre das Darlehen fast komplett getilgt. Das monatliche Einkommen muss dann ausreichen um die Lebenshaltungskosten zu decken (notfalls über pauschale Beträge abgeschätzt) und die Rate zu bezahlen. Ich würde auf jeden Fall meine Lebenshaltungskosten genauer rechnen, denn die Pauschalen der Bank können auch heftigst daneben liegen. Am Ende musst aber Du die monatlichen Rechnungen bezahlen, und die Bank bucht ab, egal ob Dir am Ende des Monats noch etwas übrig bleibt.


    Über den dicken Daumen gepeilt, soweit das anhand der bisherigen Infos überhaupt möglich ist. erscheinen die angebotenen 1,7% schlüssig, aber nicht besonders attraktiv. Bei guten Rahmenbedingungen hätte ich einen Zinssatz (deutlich?) unter 1,5% erwartet.

    Man kann nun ausrechnen, wie sich der höhere Zinssatz über die Laufzeit bemerkbar macht (Gesamtkosten). Es kann auch Gründe geben mit einer bestimmten Bank zusammenzuarbeiten, auch wenn deren Konditionen jetzt nicht die besten sind (siehe nächster Punkt)


    Eine Auszahlung von 50.000€ zur freien Verfügung also ohne Rechnung.

    Ist sowas üblich mit den 50.000€ ohne Rechnungen oder ist das schon recht hoch ? habe bisher immer nur von 10 bis max. 20.000€ gehört die ohne Rechnung ausgezahlt werden.

    Das obliegt ausschließlich der Bank, welche Nachweise sie fordert. Sie könnte theoretisch auch komplett auf Einzelnachweise verzichten, und am Ende ermitteln, ob noch alles passt. Zwischenstände die durch Rechnungen nachgewiesen werden, sind für die Bank natürlich von Vorteil.


    Mit dem entsprechenden Zahlenmaterial im Rücken könntest Du weitere Anfragen starten. Beachte bitte, dass es nicht so einfach ist die verschiedenen Kreditangebote miteinander zu vergleichen. Es kommt dabei immer auf die Details an. Deswegen wäre solides Zahlenmaterial, also die gleiche Grundlage für alle Anfragen, schon einmal ein guter Schritt.


    Zum Riestervertrag kann ich jetzt nichts schreiben.

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  • Was wollt ihr denn alles machen?

    Einmal fast komplett, heißt:
    -Dach

    -Obergeschossdeckendämmung (teilweise Eigenleistung)

    -neue Fenster und Türen

    - neue Heizkörper, Heizung und evtl. neue Leitungen (Heizung, Wasser )

    - Bad wird vergrößert und muss neu gemacht werden

    - Alle Böden ausgleichen bzw. knarzen beseitigen und neu belegen (bis vllt. auf Estrich Eigeneleistung) bis auf die Wohnung vom Opa

    - Alle Wände neu tapezieren und streichen (Eigenleistung) (bis auf die Wohnung vom Opa)

    - gesamte Elektrik erneuern (Vorarbeiten erledigen wir)

    - Garage vergrößern und erneuern (1 kleines und 1 großes Garagentor) (Vorarbeiten etc. erledigen wir)

    - Keller erneuern (rein optisch - geschieht in Eigenleistung)

    - 2 Balkone sanieren

    - Holztreppe sanieren/renovieren (Eigenleistung)

    - Einfahrt pflastern (Eigenleistung)

    - Gartenarbeiten (Eigenleistung)

    - Fassade (Anstrich oder evtl. Dämmung)

    - usw. (habe sicher noch ein paar Sachen vergessen)

  • Versuche mal zu sortieren, was wirklich notwendig ist, und was nicht. Vielleicht braucht Du am Ende noch ein paar Positionen die entfallen können, falls es mit dem Budget eng wird.

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  • Einmal fast komplett, heißt:..

    und

    Wir haben trotzdem schon die Kosten überschlagen und haben uns selbst gesagt das wir mit 200.000€ max. rechnen wollen.

    würde ich jetzt erst einmal kritisch überprüfen!


    Je nach Größe des Gebäudes und der vorhandenen Bausubstanz kann das vielleicht gerade so hinhauen. Oder es fehlen am Ende 50. - 100.000 Euro!


    Bein neuen Fenstern (3-Sch.-Verglasung? Dicht...naja...wahrscheinlich schon, schätze ich jetzt mal), sollte das Thema Fassadendämmung Prio haben.

    (Wenn neue Fenster besser dämmen als alte Fassade kann es zu Tauwasser/ Kondenswasserniederschlag auf dem kalten Bauteil (Mauerwerk) mit einhergehender Schimmelbildung kommen.)

  • Bauliche Abhängigkeiten nicht vergessen!


    Beispiele:


    1. Neue E-Installation = ganz viele Schlitze, ganz viel Stemmarbeiten. Altes Huas, (60er Jahre?), häufig stark sandige Putze (= wenig Zementanteil), lassen sich schlecht anarbeiten --> möglicherweise komplett neuer Innenputz von Nöten.


    2. Neuer Estrich/ neue Böden. Alte Estrich sehr häufig ohne Dämmung (nur Schrenzlage/ Teerpappe, 4cm stark...was weiß ich), heute mit Wärmedämmung/ Trittschalldämmung, systembedingt stärkerer Estrich. Heißt: FB-Aufbau kann schnell mal 4 - 5 cm höher werden. Folge: Türhöhen passen nicht mehr. Alle Türstürze höher legen...kostet (wirkt sich dann natürlich auch wieder auf Innenputz aus, bzw. die Möglichkeit/ Sinnhaftigkeit IP erhalten zu wollen.

  • Versuche mal zu sortieren, was wirklich notwendig ist, und was nicht. Vielleicht braucht Du am Ende noch ein paar Positionen die entfallen können, falls es mit dem Budget eng wird.

    Das ist klar, die Garage bzw die Einfahrt kann immer noch irgendwann gemacht werden.



    Dafür machen wir ja die vorarbeiten selber. Dafür habe ich die Zeit um dort Geld zu sparen.

    Das es auch mehr sein kann ist klar, aber wenn ich jetzt die Preise nehme die man hört/liest und davon immer das max. nimmt dann wird das schon hinkommen. Wir machen schließlich auch kein Passivhaus 55 oder so draus.

  • Weiß ja nicht wie dein Banker so drauf ist (oder die Bankerin, natürlich).


    Aber ich kenne das so, dass man denen eine detaillierte und am besten auch plausible Kostenschätzung vorlegen muss um dort einen Haufen Geld zu bekommen. Einfach mal so sagen …

    dann wird das schon hinkommen

    ...kenne ich so nicht. Aber, nun gut, dann soll's so sein. Komisch.

  • Eine 1,0 bei 20 Jahren ist wohl etwas optimistisch, aber 1,2 oder 1,3% sollten drin sein, zumindest 1,5% sollten auf jeden Fall machbar sein.

    Die paar Zehntel summieren sich zwar auf die Jahre gesehen, aber sie sind nicht kriegsenscheidend.


    Was ich auf jeden Fall beachten würde:


    Aber ich kenne das so, dass man denen eine detaillierte und am besten auch plausible Kostenschätzung vorlegen muss um dort einen Haufen Geld zu bekommen. Einfach mal so sagen …

    Das sollte man allein schon aus Eigeninteresse im Hinterkopf behalten. Fehler bei dieser Kostenplanung können böse Folgen haben, denn nichts Schlimmeres als wenn nach der Hälfte der Umbauphase das Geld nicht mehr reicht. Dann beginnt das Klagen, und es wird schwer und teuer die Kuh vom Eis zu holen.


    Es ist auch nicht sinnvoll auf gut Glück zu viel zu finanzieren, denn das kostet unnötig Geld, und kann einem später bei der Bewertung der Sicherheiten in Bedrängnis bringen.


    Ich würde mir zudem überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, so viel Geld zu investieren. Das ist und wird nun mal kein Neubau, darüber sollte man sich im Klaren sein. Deswegen mein obiger HInweis, die einzelnen Maßnahmen mal auf den Prüfstand zu stellen, Ich weiß, zu Beginn überwiegt der Optimismus, oder auch Enthusiasmus, aber manchmal sieht man dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht.


    Übrigens, nicht nur die Banken, auch die Bausparkassen sitzen auf Bergen von Geld und wissen nicht wohin damit. Sie bieten zwischenzeitlich auch attraktive Annuitätendarlehen ohne BSV an. Das könnte eine Alternative sein, fragen kostet nichts.

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  • EIn gutes Angebot, sofern man die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllt und den Zinssatz auch wirklich bekommt. :thumbsup:


    Wie ich schon geschrieben habe, würde ich mich jetzt nicht am Zinssatz festbeißen, Zehntel hin oder her, das ist nicht kriegsentscheidend. Viel wichtiger ist das ganze drumherum, gerade wenn man viel Eigenleistung erbringen möchte. Da stellen sich dann so Fragen wie, ob und wie die Bank die Eigenleistung überhaupt ansetzt (Ist der Bauherr Fachmann oder Laie?), wie das Material dafür finanziert werden soll, usw.

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  • Weiß ja nicht wie dein Banker so drauf ist (oder die Bankerin, natürlich).


    Aber ich kenne das so, dass man denen eine detaillierte und am besten auch plausible Kostenschätzung vorlegen muss um dort einen Haufen Geld zu bekommen. Einfach mal so sagen …

    ...kenne ich so nicht. Aber, nun gut, dann soll's so sein. Komisch.

    Bitte einfach meinen ersten Beitrag lesen ;) wir holen uns aktuell Angebote von den Gewerken ein und legen diese Kostenaufstellung der Bank dann auch vor, das war erstmal nur ein Erstgespräch um zu wissen in welchen finanziellen Rahmen wir uns bewegen können und was wir evtl. vorab noch erledigen/klären müssen bevor wir ins Detail gehen.



    Wir machen deshalb für uns selbst eine genaue Kostenplanung (suchen uns die Preise der Materialien raus bei Sachen in Eigenleistung). Wir sind da eher von der vorsichtigeren Sorte und bauen uns überall genug Puffer ein. Aber natürlich nicht unnötig viel.


    Daher die Überlegung ob Fassadendämmung ja oder nein. Der Rest muss sein, die Elektrik ist veraltet und der traue ich nicht über den Weg, das Bad muss vergrößert werden, ist einfach aktuell viel zu klein vor allem mit Kindern. Böden und Wände müssen ebenfalls, da zählt einfach der Wohnfühlfaktor, ansonsten könnte ich einfach in einer Mietswohnung bleiben. Balkone sind fällig, allein der Sicherheitswegen. Garage erweitern ist ein Nice-to-Have und würde sowieso am Ende kommen aber die Garage erneuern muss sein (haben 2 Oldtimer), aktuell ist eine Wand feucht (nicht die Garage die im Haus ist) und ein Dach mit Asbestplatten drauf.

    Pflaster ist ein Nice-to-Have. Am Garten muss bisschen was passieren (aktuell extrem kahl) aber der Umfang entscheidet sich eben auch am Ende wieviel übrig bleibt.

    Heizungen sind auch ästhetische Gründe und die Nischen müssen zu.

    Haustüren müssen neu, alleine auch wegen der Sicherheit. Über die Fenster könnte man vllt. noch streiten aber würden eben auch wenn nur normal 2-Fach verglast mit Wärmeisolierung auch etwas Einsparung bringen.


    Wir haben keine linken Hände, alles mache ich aber auch nicht bzw. möchte ich auch nicht (wie Heizung, Dach und Elektrik).


    Wir haben außerdem kein Druck, wir haben nur die Nebenkosten als Doppelbelastung aber die tun uns ehrlich gesagt aktuell nicht wirklich weh,

    Aber danke trotzdem für die vielen Hinweise ;) Auch wenn es nur darum ging ob diese 50.000€ von der Bank normal sind oder doch eher zur Ausnahme gehören.

  • wir holen uns aktuell Angebote von den Gewerken ein

    Aber das macht doch nur Sinn, wenn man weiß was man benötigen wird.

    Um bei einem meiner Beispiele zu bleiben:


    Neuer Estrich. Du kannst Dir nun natürlich ein Angebot eines Estrichverlegers einholen und der Bank gebündelt mit anderen Angeboten (neue Dachdeckung? Fliesenarbeiten?...) vorlegen.


    Dass der neue Estrich dann aber am Ende deutlich höher ist als der jetzige wird darin nicht "bepreist". Die Auswirkungen sind: Türhöhe passen nicht mehr (Türstürze höher setzen kostet, diese baulichen Veränderungen wirken sich dann wiederum auf den Innenputz aus). Treppe passt nun ggf. auch nicht mehr (erste Stufe zu niedrig, nach der letzten kommt eine Stolperfalle). Nun könnte man ggf. mit alternativen Maßnahmen dem entgegenwirken. Es gibt durchaus die Möglichkeit einen extrem dünnen Estrich auszuführen. So etwas aber muss am konkreten Fall durchexerziert werden. Am besten mit Estrichhersteller auf Baustelle und genauer Festlegung bis zu welcher Dicke der Estrichhersteller mitgeht. Aufbau ändern. Dämmung ggf. unter die Decke. spezielle Rohrleitungen (bei FB-Heizung, dünner als normal; dafür braucht's dann ggf. mehr Heizkreise. Oder Verlegung der Zuleitungen zu den Heizkörpern unter der Decke (gedämmt, versteht sich), was sich alles auf den Posten "Heizung" auswirkt)….


    Nur mal so als Beispiel.


    Was ich sagen will: So eine Sanierung ist mehr als nur die Summe verschiedener Angebote. Es ist idR ein sehr komplexes Gebilde mit sehr vielen Auswirkungen der einzelnen Gewerke aufeinander und zudem in einem baulichen Umfeld (gemauerter Rohbau), welches den heutigen Vorgaben (wieder mal das Beispiel Estrichstärke oder Dachkonstruktion....Sparrenstärke und hierin mögliche Dämmung...) zumeist nicht mehr gerecht wird, so dass man neben den einzelnen Posten (Gewerken) ganz sicher noch sehr viel mehr zu stemmen haben wird (stemmen im Sinne von finanziell stemmen aber auch im Sinne von Stemmarbeiten im Bau. Doppeldeutig, nicht wahr. Und vor allem: wahr!)

  • Daher die Überlegung ob Fassadendämmung ja oder nein.

    und

    Über die Fenster könnte man vllt. noch streiten aber würden eben auch wenn nur normal 2-Fach verglast mit Wärmeisolierung auch etwas Einsparung bringe

    wirkt sich ganz erheblich aufeinander aus! Neue Fenster und dann keine Fassadendämmung kann echt richtig in die Hose gehen.


    Balkone sind fällig

    Auch hier ist die Preisspanne von gering bis ganz viel gegeben. Hier interessant. FB-Aufbauhöhe auf dem Balkon (den Balkonen) bzw. Anschlusshöhe von Balkonbelag zur Balkontür. Hier gibt es zu beachtende Höhen aber auch Notwendigkeiten der Abdichtung gegen eindringendes Wasser von außen. Ist der Belag einmal weg, so kommt man da natürlich ganz prima ran....macht es dann nicht Sinn die Tür mit zu tauschen, weil -wenn man dies erst in 5 Jahren macht- man den Balkonbelag auch gleich wieder wird entfernen müssen (weil man ja sonst nicht an die Abdichtungseben herankommt, die unter dem Belag liegt). Womit wir beim Tausch dieser Bauteile dann auch wieder bei der Fassadendämmung wären....


    Nochmals zum Verstehen: Eine Sanierung ist kein einfaches Aufaddieren einzelner Leistungsposten und führt dann rein rechnerisch zu einem Wert X Euro, sondern es bedarf tatsächlich eines recht umfangreichen Konzeptes, welches die Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen aufeinander berücksichtigt.

  • Auch wenn es nur darum ging ob diese 50.000€ von der Bank normal sind oder doch eher zur Ausnahme gehören.

    "Normal" gibt es bei Bankangelegenheiten an sich nicht, Auch die vielen Angebote die man findet sind nichts anderes als unverbindliche Angebote, oftmals auch Lockangebote, die die wenigsten dann wirklich bekommen. Am Ende ist ein Kreditvertrag immer auch Verhandlungssache, und verhandeln kann man erst, wenn beide Seiten alle Zahlen auf dem Tisch haben. Dann kann auch passieren, dass die bisher zweitbeste oder drittbeste Bank plötzlich das beste verbindliche Angebot macht.


    Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung agieren und reagieren Banken vor Ort etwas flexibler, zumal wenn sie den Kunden schon länger kennen, und ihn als Kunden halten wollen. Das war vor 20 oder 30 Jahren noch einfacher, ist aber immer noch ein Pluspunkt.

    Bei vielen (wohl den meisten) Online-Banken muss man aufpassen, dass man exakt in´s Suchraster passt. Ist das der Fall, dann gibt es auch ein Angebot. Wenn nicht, dann wird eine Anfrage normalerweise abgelehnt.


    Eine weitere Option wäre einer der einschlägigen Kreditvermittler in diesem Bereich. Damit habe ich zumindest im Privatbereich schon gute Erfahrungen gesammelt. Der arbeitet die Unterlagen auf und serviert sie dann mundgerecht seinen Banken.


    Wir machen deshalb für uns selbst eine genaue Kostenplanung

    Das ist wichtig, aber halt nicht so einfach.



    da zählt einfach der Wohnfühlfaktor, ansonsten könnte ich einfach in einer Mietswohnung bleiben.

    Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber Miete kann unter Umständen tatsächlich die bessere Alternative sein. Das hängt vom Einzelfall ab.


    Was mir in Deinem Fall Bauchschmerzen bereitet ist das hohe Budget. 200T€ für eine Modernisierung, das ist eine Stange Geld. Wie ich schon geschrieben habe, wird das Haus dadurch nicht automatisch um 200T€ "wertvoller". Du schreibst zwar, dass Du das Haus im Idealfall ewig nutzen möchtest, aber wie sieht das die Bank bei der Bewertung der Sicherheiten?

    Ich vermute zwar, dass allein der Grundstückswert ausreicht, um Dich für die Bank in den sicheren Bereich zu bringen, aber das ist halt nur eine Vermutung.


    Betrachte ich das in Verbindung mit Deiner Aussage zum (nicht mehr vorhandenen) Eigenkapital, dann könnte das auch den angebotenen Zinssatz erklären.


    Gibt es eine brauchbare Wertermittlung? Das wäre schon einmal eine gute Grundlage. Darauf aufbauend dann die Modernisierungs-/Sanierungsplanung, und die Sache hat Hand und Fuß. Achtung, mit Wertermittlung meine ich schon eine richtige Wertermittlung nach Begutachtung, und nicht einen Zettel mit x m² * y €/m² = z €.


    Mit diesem Zahlenmaterial lässt sich dann auch eine fremde Bank zu einem guten Angebot bewegen.

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  • Nat

    Deswegen haben wir auch einen Energieberater eingeschaltet. Und ich rede in erster Linie nicht von 3-fach Verglasung.


    Die Balkontür wird selbstverständlich auch erneuert. Wenn ich von Fenstern erneuern spreche, spreche ich von Terrassentüren, Eingangstüren, Nebeneingangstüren. Natürlich soll man gleich nach der Abdichtung schauenund ggf. Hand anlegen. Wir gehen nicht Planlos an das ganze Projekt dran wie es hier vllt gerade dargestellt wird. Das mit einer Arbeit eine andere folgt ist uns bewusst und das wird mit eingeplant. Es klingt gerade so als MÜSSE man jemanden ran zitieren der einen alles auflistet. Wenn man keine Ahnung hat und Handwerklich zwei linke Hände mag das so sein.


    Natürlich ist es ein einfaches Aufaddieren, aber es müssen eben ALLE Posten und daraus folgende Kosten und die dazugehörigen Reserven eingerechnet werden. Alles andere wäre Sinnlos. Und wir suchen uns doch keine Internetangebote raus, wir holen uns die Firmen ins Haus, sagen was wir im Gesamtkonzept geplant haben und lassen uns beraten und einen genauen Kostenvoranschlag machen. Und wenn die Firma X sagt es muss nach unserer Arbeit aber noch das und das gemacht werden dann kommt Firma Y und erstellt dafür ein Angebot.


    Mir ging es auch weniger um den Zinssatz und wie geschrieben um keine genaue Aussage. Nur wenn ich 99% gelesen und gehört habe es sind eher 10-20.000€ die die Banken ohne Rechnung ausgeben und wir hören 50.000€ dann wollte ich eben einfach mal nachfragen ob sowas eher die Ausnahme ist oder so.


    Natürlich ist das eine Stange Geld, aber die Bank hat uns an dem Termin zu verstehen gegeben das sie kein Risiko da sieht. Wie ich geschrieben habe es, es ist unser persönlicher Richtwert beim groben Überschlagen. Wenn am Ende ein paar Sachen weniger werden bzw. abstriche gemacht werden dann ist das eben so. Und wenn ich am Ende 300.000€ in das Haus stecken muss dann ist das eben auch so, auch wenn der Zins dann steigt. Mag vielleicht für einige unlogisch sein aber es ist ein Haus das dann durch 4 Generationen ging und ich habe es geschenkt bekommen, heißt ich hatte fast keine Ausgaben. Und monatlich ist es nicht so das wir an die 200.000 gebunden sind. Aber man steckt sich selbst ein erstes Limit und geht mit Bedacht an die Sache ran.

  • Nur wenn ich 99% gelesen und gehört habe es sind eher 10-20.000€ die die Banken ohne Rechnung ausgeben und wir hören 50.000€ dann wollte ich eben einfach mal nachfragen ob sowas eher die Ausnahme ist oder so.

    Diese Frage hatte ich ja beantwortet, denke ich.


    Wie gesagt, für die Bank ist der Betrag an sich unwichtig, es kommt immer auf das Gesamtpaket an. Bei einer Bank die irgendwo in Deutschland sitzt, und die mich als Kunde nur als Nummer kennt, sieht die Welt nun mal anders aus. Die können nicht jeden Tag jemanden auf die Baustelle schicken um zu kontrollieren. Somit laufen Sie aber auch Gefahr, dass Geld zweckentfremdet wird, und dann sitzt die Bank auf einem Haus das nur die Hälfte wert ist, und der Bauherr hat die Grätsche gemacht. Besonders schmerzhaft wird das für die Bank, wenn dann auch noch ohne EK oder auf Kante genäht finanziert wurde. Für diesen Fall sichert sich die Bank halt ab, indem sie nur einen kleinen Betrag ohne Nachweis ausreicht. Somit bleibt das Risiko überschaubar.

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  • ... wir holen uns die Firmen ins Haus, sagen was wir im Gesamtkonzept geplant haben und lassen uns beraten und einen genauen Kostenvoranschlag machen. Und wenn die Firma X sagt es muss nach unserer Arbeit aber noch das und das gemacht werden dann kommt Firma Y und erstellt dafür ein Angebot.

    Und wenn Firma X das nicht sagt und es deshalb kein rechtzeitiges Angebot von Firma Y gibt?


    (Ich musste einmal mit ansehen, wie sich in einem von mir geplanten Haus der Bauherr "selber" um die Küche kümmerte und abwechselnd die Gewerke Trockenbau, Sanitär, Elektro und Tischler kommen ließ, die dann jeweils immer zwei Schritte weiterbauten, bis sich zeigt, dass man einen Schritt übersehen hatte. Dann wurde ein Schritt rückgebaut, das vergessene Gewerk arbeitete nach und es ging wieder zwei Schritte weiter, bis sich zeigte ... Das zog sich so über gute acht Wochen hin und am Ende war die Küche mindestens zweimal gebaut worden. Der Bauherr zahlte im Stundenlohn - auch die Rückbauten. Kann man machen, kann auch gut gehen, kann aber auch teuer werden. Sparsamer als mit bezahlter Planung war es in dem Fall ganz sicher nicht!)

    ... wenn ich 99% gelesen und gehört habe es sind eher 10-20.000€ die die Banken ohne Rechnung ausgeben und wir hören 50.000€ dann wollte ich eben einfach mal nachfragen ob sowas eher die Ausnahme ist oder so.


    Natürlich ist das eine Stange Geld, aber die Bank hat uns an dem Termin zu verstehen gegeben das sie kein Risiko da sieht.

    Viele Banken wollen von einer unabhängigen Person eine Bestätigung des Baufortschritts haben (typischerweise freier Architekt, wenn beauftragt) oder beauftragen hierfür Sachverständige wie die Angehörigen diverser Organisationen mit 3 oder 5 Buchstaben. Manche Banken schicken auch eigene Mitarbeiter zur Kontrolle vorbei.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Nachsatz ergänzt

  • Den Zeitfaktor sollte man nicht aus den Augen verlieren, das ist richtig. Es macht keinen Spaß eine halbe Ewigkeit auf einer Baustelle zu leben.

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