Musik-Übungsraum im Gewölbekeller

  • Hallo liebes Forum,


    ich hoffe, ich bin hier richtig gelandet. Es geht um einen Gewölbekeller und die Frage nach Heizen, Feuchtigkeit bei Nutzung als Übungsraum. Ich bin kein Bauphysiker - habe nur versucht viel zu "googlen".


    Ich bin Mieter und zu meiner Mietsache gehört ein Gewölbekeller mit ca. 10qm. Die Türe in den Gewölbekeller ist ein Lattenverschlag, der Keller besitzt ein Fenster in einem Lichtschacht. Aktuell ist das Fenster dauerhaft offen. Ich möchte diesen Raum als Übungsraum verwenden - ich stelle hier kein hochempfindliches Klavier, Geige o.ä. rein - trotzdem soll dort natürlich Equipment stehen, das jetzt nicht schimmeln sollte ;-)


    Der Gewölbekeller hat auf der einen Seite eine Ziegelwand auf der anderen Naturstein. Der Boden ist ein Naturboden (verdichteter Lehm?) - iin jedem Fall hart und bröselig. Der Keller ist lt. Gutachter trocken (der war vor meiner Zeit zur Bauschätzung da - was immer genau "trocken" heißt.


    Mein Vorhaben (ich muss bei Auszug ja alles wieder entfernen können):


    1) Die Wände werden abgebürstet und dann mit Kalkfarbe gestrichen (mit dem Vermieter schon abgesprochen - aktuell ist schon alte Kalkfarbe drauf)

    2) ich nehme Dachpappe als "Dampfbremse" für den Boden, mache eine Lattenkonstruktion mit 50cm abstand und oben drauf OSB-Platten.

    3) auf die OSB Platten mache ich dann vielleicht einfach einen IKEA Teppich - damit der Raum etwas gedämmt wird. Vielleicht auch günstigen Kork


    Gestern habe ich mal mit einem Hygrometer gemessen, wie "feucht" der Raum ist, während jetzt aktuell das Fenster offen ist. Das Hygrometer zeigt 75% Lauftfeuchtigkeit bei 11Grad Raumtemperatur. Nun gehe ich davon aus, dass der Raum sich mit geschlossenem Fenster nicht mehr ganz so abkühlt und damit die rel. Luftfeuchtigkeit sinkt.


    Wenn ich den Raum nutze, muss ich darin heizen. Dafür kommt leider nur eine Strom betriebene Heizung in Frage - eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Ich kann über die Haustüre und das Fenster im Gewölbekeller einen kurzfristigen "Durchzug" schaffen, so dass ich nach einer Übungssession (die Luft ist ja dann warm und feucht) die Luft hoffentlich schnell loswerde (im Winter - im Sommer ist mir klar, dass ich aufpassen muss).


    Wenn ich den Raum aber nicht nutze, dann kühlt der ja wieder ab und ich habe Sorge, dass die rel. Luftfeuchtigkeit dann wieder zu hoch wird. Falls dem so ist, müsste ich quasi dauerhaft heizen - was bei dem Raum vermutlich ziemlich ins Geld gehen wird (die Eingangstür zum Keller ist ja nur ein Verschlag, die Wärme bleibt ja nicht drin).


    Meine Fragen:

    - Mache ich mir zu viele Sorgen? Und kann man das vielleicht einfach auch schwierig vorhersagen und muss es testen? Oder ist das so oder so ein Todgeburt?

    - Welches Heizungssystem bietet sich hier an? Könnte man vielleicht mit wenig Aufwand mit einer gesteuerten Heizung immer 18 garantieren? Dann wäre das Problem mit der Luftfeuchtigkeit nicht mehr so dramatisch denke ich.

    - Es gibt Ventilatoren, die man vielleicht ins Fenster hängen könnte, um die Luft aktiv "herauszusaugen" - macht das Sinn?

    - Der Lattenverschlag könnte man mit einem schweren Vorhang "dichter" machen, um Wärme drin zu behalten (die Feuchtigkeit versuche ich ja durch Lüften loszuwerden) - bringts das?


    Vielen Dank für eure Meinungen und Hinweise!


    Holger

  • Holger ich bin kein Musiker, meine Musik kommt aus dem Radio und der ist nicht besonders empfindlich:).

    In Anbetracht dessen, dass du das Objekt mietest und wie lange weiß man ja nicht, aber es ist dir ja wichtig, dass es einfach wieder zu entfernen ist.

    Ich habe mich jetzt einfach mal versucht in deine Situation zu versetzen und einfachst möglich die Sache anzugehen.


    1) Die Wände werden abgebürstet und dann mit Kalkfarbe gestrichen (mit dem Vermieter schon abgesprochen - aktuell ist schon alte Kalkfarbe drauf)

    2) ich nehme Dachpappe als "Dampfbremse" für den Boden, mache eine Lattenkonstruktion mit 50cm abstand und oben drauf OSB-Platten.

    3) auf die OSB Platten mache ich dann vielleicht einfach einen IKEA Teppich - damit der Raum etwas gedämmt wird. Vielleicht auch günstigen Kork

    1) Wände streichen, o.k.; 2 und 3) Dachpappe, Lattenkonstruktion und OSB-Platte? wie wärs denn mit einer ganz normalen Europalette, auf den Boden legen, so viele wie du benötigst und fertig, einfacher gehts nicht.


    Wenn ich den Raum nutze, muss ich darin heizen. Dafür kommt leider nur eine Strom betriebene Heizung in Frage - eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.

    Wenn du eine normale Stromheizung(also diese ölbetriebenen Radiatoren, die es da in den Bauhäusern gibt)hinstellst, dann braucht das ziemlich viel Energie und muß auch vorab laufen. Die meisten Heizungsgebläse sind wahrscheinlich für dich störend, weil ja Laufgeräusch da ist. Eine Ausnahme gibt es da aber, und das ist so ein ecomat 2000.Diesen Heizlüfter nutzen ganz viele Wohnmobilfahrer und Camper und lassen den nachts durchlaufen. Ich selbst hab auch solche und kann sagen in Stufe 1+2 hörst du ihn kaum und wenn du auf deine Musik konzentriert bist, hörst du ihn nicht. Der Raum ist ja auch nur 10qm groß, das heizt der Heizlüfter. Sein Preis ist allerdings auch nicht ohne, der billigste ohne Thermostat kostet 169,-.


    Das Hygrometer zeigt 75% Lauftfeuchtigkeit bei 11Grad Raumtemperatur.

    Da du ja Mieter bist, würde ich hier einen Wenko Luftentfeuchter die ganze Zeit stehen lassen, das dauert natürlich eine Weile, bis der was bewirkt, dafür kostet das Teil keine 20,- und du mußt eben regelmäßig das Wasser entleeren und wieder so einen Salzstein einlegen. Ich denke das würde für dich reichen und günstiger gehts glaub ich nicht.

    Grüßle

    Dachser




    Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt (Gandhi)

  • ich stelle hier kein hochempfindliches Klavier, Geige o.ä. rein - trotzdem soll dort natürlich Equipment stehen, das jetzt nicht schimmeln sollte ;-)

    Ich würde mir nicht nur Gedanken über Schimmel machen. Auch ein Gitarrenverstärker, vor allen Dingen wenn es sich um einen Röhrenverstärker handelt, mag Luftfeuchtigkeit gar nicht. Bei zudem stark schwankenden Temperaturen kann dies zu Kondensat führen, das wiederum Kontaktstellen oxidieren lässt, also Rost. Bei einem Röhrenverstärker hat man es dann noch mit höheren Spannungen (Anode) zu tun, und dann können auch mal die Funken fliegen.


    Ein Instrument wie beispielsweise ein Schlagzeug sollte man dort nicht unbedingt stehen lassen. Das klingt dann alle paar Minuten anders.


    In meinen Augen ist dieser Raum für den geplanten Zweck ungeeignet. Das wiederum bedeutet, dass man etwas mehr Aufwand investieren muss. Eine el. Heizung mit 2.000W wäre OK, der Leistungsüberschuss wird benötigt um die Aufheizleistung bereitstellen zu können. Du kannst ja nicht 1 Woche warten bis der Raum auf Temperatur ist. Die Stromkosten ergeben sich dann aus der Zeitdauer, für die der Heizer in Betrieb ist. Bei 27Ct./kWh wären das dann 54Ct. pro Stunde. Bei diesem Leistungsüberschuss wird er aber nach der Aufheizzeit nicht mehr ständig durchlaufen, sondern über einen Thermostat ein- und ausgeschaltet. Das reduziert die effektive Laufzeit und somit die Kosten.


    ABER, zuerst einmal klären, ob es überhaupt Steckdosenkreise gibt, die diese Anschlussleistung zulassen. Zu dem Heizer kommt ja noch weiteres equipment, Beleuchtung etc. hinzu. Da kann die Grenze einer "Sicherung" (LSS) schnell überschritten werden, vor allen Dingen wenn man auch noch die Luftfeuchtigkeit in den Griff bekommen möchte.


    Wie man das Thema Luftfeuchtigkeit am besten angeht, da habe ich noch keine zündende Idee. Ein Vorteil ist die geringe Raumgröße und somit ein geringes Raumvolumen. 20 oder 30m³ Luft zu entfeuchten ist jetzt keine Herausforderung. Die umgebenden Bauteile (Wände etc.) werden aber Feuchtigkeit nachliefern. Man wird hier wohl oder übel auf einen elektrischen Entfeuchter zurückgreifen müssen, damit man auch ein bisschen "regeln" kann.


    Man muss sich darüber im Klaren sein, dass solche "Keller" niemals für eine wohnliche (klimatisierte) Nutzung gedacht waren. Dementsprechend muss man halt seine Ansprüche nach unten schrauben, und genau schauen, ob die gewünschte Nutzung möglich ist.


    Wie oft soll der Raum genutzt werden?


    Eine Steuerung nur über Thermostate wird nur schwer funktionieren, denn man muss Stunden vorher zuerst einmal in den Keller um alles einzuschalten. Eine Zeitschaltuhr würde nur funktionieren, wenn die Nutzungsziten genau vorhersehbar sind.

    Ist der Keller nicht zu weit von Deiner Wohnung entfernt, dann könnte man eine Art Funksteckdose verwenden. Ich nutze für einen ähnlichen Zweck die Funksteckdosen an einer Fritzbox.. Diese haben auch noch einen Temperaturfühler integriert (der aber nicht viel taugt, da er bei hoher Last aufgrund Eigenerwärmung eine zu hohe Temperatur anzeigt). Die Steckdosen überwache und schalte ich über die MyFritz App auch von unterwegs.


    - Der Lattenverschlag könnte man mit einem schweren Vorhang "dichter" machen, um Wärme drin zu behalten (die Feuchtigkeit versuche ich ja durch Lüften loszuwerden) - bringts das?

    Die Frage ist, wie sich die Luftverhältnisse (-strömung) verändert, wenn der Zugang "Tür" nun dicht gemacht wird. Ein kleines Fenster zum Öffnen garantiert noch keine Lüftung. Möchtest Du den Raum über mehrere Stunden nutzen, dann wäre Lüftung durchaus ein wichtiges Thema, denn der "Luftvorrat" in diesem kleinem Raum ist gering.


    Lüften zum Entfeuchten ist ein zweischneidiges Schwert. Nicht immer sind die Bedingungen so gut, dass man durch Lüften einen Raum auch entfeuchten kann. Im Sommer, oder während der Übergangszeit, kann sich durch Lüften die Situation sogar verschlechtern.

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  • Mit dem Fenster(chen?) steht zumindest ein potentieller Zugang zur Außenluft zur Verfügung. Wie wäre es mit einem mobilen Klimagerät, das über das Fenster Zu- bzw. Abluft bekommt? Die Dinger können nicht nur kühlen, sondern auch entfeuchten und wärmen.

  • ... Frage am Rande:


    Ist der zukünftige Übungsraum baurechtlich als Übungsraum und damit als zeitweiliger Aufenthaltsraum genehmigungsfähig?


    :rulez:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • .. Frage am Rande:


    Ist der zukünftige Übungsraum baurechtlich als Übungsraum und damit als zeitweiliger Aufenthaltsraum genehmigungsfähig?

    was unterscheidet einen "Übungsraum für das Hobby Musik" bzgl. der Frage Aufenthaltsraum J/N von einem "Hobbyraum" oder z.B. einem "Bügelzimmer" (beides keine Aufenthaltsräume nach LBO)?

  • was unterscheidet einen "Übungsraum für das Hobby Musik" bzgl. der Frage Aufenthaltsraum J/N von einem "Hobbyraum" oder z.B. einem "Bügelzimmer" (beides keine Aufenthaltsräume nach LBO)?

    in Baden-Württemberg: Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg von 1999 ...

    ... kommt es neben der subjektiven Zweckbestimmung auf die objektive Eignung für den jeweiligen Zweck an.

    Einen Aufenthaltsraum sehe ich nach der bisherigen Schilderung (ungeheizt, zugig, feucht, dunkel ...) dementsprechend nicht. Aber ob die Gemeinde das auch so sieht?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten! Tolles Forum :-)


    Der Keller ist natürlich Hobby - die Nutzung also "so wie halt Zeit bleibt". Wenn ich mal übe können das dann aber auch mal 2-3h sein.


    Dachser : Das mit den Europaletten ist natürlich ne gute Idee. Da muss ich drüber nachdenken. Ich wollte eigentlich den ganzen Boden machen - und dann käme mir mit Europaletten die Türe beim Öffnen (nach Innen) ins Gehege. Aber die Idee ist super - vielleicht spare ich vorne einfach was aus


    Der Gewölbekeller ist nicht ideal - das ist klar. Ich habe leider nichts anderes. Der Keller ist im eigenen Haus, d.h. ich habe da unten WLan und DECT. Also auch die Fritzbox Variante mit dem Funkstecker ist eine Variante.


    Schlagzeug ist das eine Instrument (das Holz findet Feuchtigkeit nicht gut), Vibraphon das andere. Das Vibraphon hat einen Motor - der sich vermutlich über Feuchtigkeit auch nicht freut.


    Also: Das Hauptproblem ist doch die Luftfeuchtigkeit - richtig?

    - Ist die Dampfbremse mit der Dachpappe dann überhaupt relevant? Ich hatte das mal woanders gefragt und das wurde mir als Tipp gegeben. Und ich dachte irgendwie, dass dadurch weniger Luftfeuchtigkeit im Raum kommt (kommt mir aber durchaus seltsam vor). Gleichzeitig verhindere ich natürlich, dass meine Holzkonstruktion von unten schimmelt - oder?

    - Damit an den Wänden kein Schimmel entsteht mach ich die Kalkfarbe. An der Luftfeuchtigkeit ändert sich selbst dadurch aber nichts - richtig?


    Wenn das soweit korrekt ist, sind Heizen,richtiges Lüften und Entfeuchten meine einzigen Werkzeuge. Habe ich das richtig verstanden?


    Die reine Temperaturschwankung interessiert eigentlich weder das Instrument noch die Elektronik. Sehr wohl aber die Luftfeuchtigkeit.

    - Nun kann ich also durchgehend Heizen (vermutlich zu teuer - bzw: wie warm müsste man denn das machen?) - hätte aber dann kein Problem mit der Luftfeuchtigkeit, wenn das mit dem Lüften nach dem Üben klappt

    - nicht heizen, also die Temperatur sinken lassen - brauche dann aber einen Entfeuchter (genügt da dieser Wenko für einen 10qm Raum?)


    Das mit der LBO ist mir nicht ganz klar. Aktuell bin ich in einem 2. Weltkriegsbunker der keinerlei Lüftung hat.... Und den vermietet mir die Stadt. Und: das ist ja alles privat - muss ich da echt irgendwas beachten? Ich wollte da jetzt keinen NEbenkriegsschauplatz eröffnen...


    Danke nochmals!!

  • ich eben auch nicht, selbst wenn er beheizbar, windstill, trocken und belichtet wäre

    Ich dann schon! Aber das Thema hatten wir ja schon 'mal erschöpfend erörtert.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die reine Temperaturschwankung interessiert eigentlich weder das Instrument noch die Elektronik. Sehr wohl aber die Luftfeuchtigkeit.

    Das gehört zusammen. Wenn Du nach einer Session die Luftfeuchtigkeit bei hoher Temperaturin die Höhe getrieben hast, dann die Heizung abschaltest und alles kühlt aus, dann kann es problemantisch werden (Stichwort Kondensat). Genau so verhält es sich, wenn der Raum schnell aufgeheizt wird, die Luftfeuchtigkeit hoch ist, aber die Bauteile noch nicht schnell genug auf Temperatur sind.


    Beim Schlagzeug macht sich das zuerst bei der Bespannung bemerkbar.

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  • Ich fürchte, dass der Keller technisch schlicht ungeeignet für solcherlei Dinge ist.

    Ich denke da vor allem an das Schlagzeug mit der Bespannung, wie auch R.B.


    Röhrenverstärker- R.B. steckt da etwa Rock‘n Roll in Dir? ;)


    Proberäume in der Nähe, die auch noch Schlagzeug aushalten- das ist ein schwieriges Unterfangen und ich verstehe den Wunsch, dass man sowas gerne ganz nahe bei sich hätte.


    Aber aufgrund eigener musischer Erfahrung: Ich hab schon einige schlechte Proberäume gesehen und auch, was sie mit Instrumenten machen:thumpsdown:

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Röhrenverstärker- R.B. steckt da etwa Rock‘n Roll in Dir? ;)

    DIe Dinger sind wieder Kult, weil angeblich der Sound besser ist. Ich habe einen Kunden der baut auch Röhrenmikros, in einer PReisklasse, dafür kaufen andere einen Kleinwagen.


    Für so Zeug kann man richtig viel Geld ausgeben, und das würde ich wegen ein paar Euro Stromkosten zum Klimatisieren, nicht auf´s Spiel setzen.

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  • DIe Dinger sind wieder Kult, weil angeblich der Sound besser ist.

    Die Dinger waren nie weg, und der Sound ist nicht nur angeblich besser. (Wer zufällig ein Leslie 147 auf dem Dachboden findet, bitte bei mir melden. :yeah:(wer es sich anhört, unbedingt bis 0:35 durchhalten - so etwas ist digital nur schwer hinzubekommen, und dann fehlt immer noch die bewegte Luft).


    Groß müssen die Dinger gar nicht sein. Eine 30 W-Combo bringt ordentlich "Hafer", und teuer sind die Teile auch nicht unbedingt.


    Aber trotzdem zu schade für einen feuchten Kellerraum...

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • so etwas ist digital nur schwer hinzubekommen, und dann fehlt immer noch die bewegte Luft).

    Das hat nichts mit digital zu tun. Verstärker lassen sich beispielsweise auch mit FET in der Endstufe bauen, die ein ähnliches Verhalten aufweisen wie Röhren. Akustisch merkt man da keinen Unterschied. Oft wird ein akustischer Unterschied dem Verstärkerelement zugeschrieben, dabei ist eher die Beschaltung entscheidend.


    Erstaunlicherweise empfinden wir wirklich reine Klänge gerade als nicht optimal. Ich weiß auch nicht warum. Deswegen durfte ich mal Mikroverstärker künstlich verschlechtern, weil sie zu gut waren. Nachdem ich dann die Spezifikationen deutlich verschlechtert hatte (weniger Dynamik, mehr Verzerrungen usw.) waren plötzlich alle wieder begeistert.

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  • Kannst Du überhaupt Klavier/Orgel spielen? So ein Ding ist bei mir besser aufgehoben:D

    Passt zum Marshall Röhrenverstärker und Wah-Pedal der besseren Hälfte.

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  • Rotierende Lautsprecher haben jetzt weniger mit der Verstärkerstufe zu tun. Ist aber auch egal.


    Für hochwertiges equipment, ob Verstärker oder Instrument, würde ich etwas darauf achten, dass die Umgebungsbedingungen nicht zu extrem werden. Wäre schade um die Gerätschaften.

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  • Erstaunlicherweise empfinden wir wirklich reine Klänge gerade als nicht optimal.

    Deshalb ist bzw. war es auch so schwer, die "dreckigen" Sinusschwingungen einer Hammondorgel elektronisch nachzubauen. Reiner Sinus ist langweilig.

    Kannst Du überhaupt Klavier/Orgel spielen?

    Falls Du mich gemeint hast: Kommt drauf an. Hier mal eine schlechte Handyaufnahme. Das in der weißen Kiste ist eine transportabel umgebaute C3, gespielt über (Transistor-)Leslie 760.

    Rotierende Lautsprecher haben jetzt weniger mit der Verstärkerstufe zu tun. Ist aber auch egal.

    Das stimmt, war auch nur eine Randbemerkung. Trotzdem nicht leicht auf synthetischem Weg hinzubekommen.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Aber das Thema hatten wir ja schon 'mal erschöpfend erörtert.

    deswegen verstehe ich die Frage nach der Genehmigungsfähigkeit ja nicht.


    Im Neubau werden Räume als Hobbyräume genehmigt, auch wenn sie in der thermischen Hülle liegen, beheizbar, trocken, nicht zugig und belichtet sind und die baurechtlichen Anforderungen an einen Aufenthaltsraum trotzdem nicht erfüllen.

    Warum sollte dann die Ertüchtigung eines feuchten, unbeheizten, gering belichteten und zugigen Abstellraums zu einem weniger feuchten und temporär beheizten Hobbyraum die Frage nach der Genehmigungsfähigkeit hervorrufen?

  • was wäre denn, wenn man sich bspw. Mit osb platten einen "luftdichten" raum baut - also einen raum im Raum. Es gibt für musiker ja diese teuren übkabinen. So ähnlich, nur dass es mir nicht um den Schall, sondern um die luftfeuchtigkeit geht. Ergo wäre es einfacher zu bauen. Und die Belüftung nehme ich mit Rohren direkt zum Fenster vor.

    Also ein raum, der die Feuchtigkeit im Gewölbekeller lässt...


    Ist das Unsinn?

  • Unsinn nicht, aber ganz schön viel Aufwand. Da muss man zuerst einmal Details planen, Tür, Lüftung, usw. .

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  • was wäre denn, wenn man sich bspw. Mit osb platten einen "luftdichten" raum baut - ...

    Also ein raum, der die Feuchtigkeit im Gewölbekeller lässt...


    Ist das Unsinn?


    Aus OSB-3 wäre die Konstruktion erst einmal wasserdampfdiffusionsdicht, aber gleich in beiden Richtungen: Sie würde also auch die Luftfeuchtigkeit der warmen Atemluft schön in der Box halten, wo sie dann an den kalten Innenseiten der OSB-Platten kondensieren könnte und würde. Und da bliebe sie auch zum Teil. Auf Dauer würden die OSB-Platten hiervon, vor allem aber aus der Umgebungsfeuchte (Stichwort „Ausgleichsfeuchte“) allmählich selbst feucht werden und dann über kurz oder lang von holzzerstörenden Pilzen verzehrt werden.


    Also: Ja, das ist schon aufwändiger Unsinn - in einem feuchten Keller.


    Manche Räume sind für manche Nutzungen einfach nicht geeignet. Dein Keller scheint als Aufenthalts- und Übungsraum nicht geeignet zu sein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich kann mir das jetzt ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass du da zum üben in so einem Kabuff sitzen möchtest. 11qm ist doch ohnehin nicht groß.

    Grüßle

    Dachser




    Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt (Gandhi)

  • Ich kann mir das jetzt ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass du da zum üben in so einem Kabuff sitzen möchtest. 11qm ist doch ohnehin nicht groß.

    Naja, als Musiker ist man Kummer gewohnt. Solche "Kabuffe" gibt es ja viele für Mietwohnungen etc. (Schallschutzkabine STUDIOBOX - Der Raum in Raum, Desone | Übungskabinen S:BOX für Musiker und Musikunterricht). Die sind nur leider echt teuer... Und da geht es natürlich um Schalldämmung. Luftfeuchtigkeit ist da natürlich auch Thema - so bin ich überhaupt drauf gekommen.

  • Und da geht es natürlich um Schalldämmung.

    Die einfachste Schalldämmung erreicht man mit Eierbecher, oder wie ich bei mir im Heizraum auch gemacht habe, mit Noppenschaumstoff, denn man im Netz auch recht günstig kriegt, Luftfeuchtigkeit und Wärme hatte ich ja schon geschrieben

    Grüßle

    Dachser




    Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt (Gandhi)

  • Die einfachste Schalldämmung erreicht man mit Eierbecher, oder wie ich bei mir im Heizraum auch gemacht habe, mit Noppenschaumstoff, denn man im Netz auch recht günstig kriegt, Luftfeuchtigkeit und Wärme hatte ich ja schon geschrieben

    Also nur kurz: Eierbecher ist Placebo - für die Schalldämmung bringen die nichts, für die Raumakkustik eigentlich auch nichts. Dafür sind die zu dünn. Da merkt der Schall nicht mal, wenn er da durch geht. Gebremst oder gestreut reflektiert wird eher eher nicht... Das ist wirklich Placebo.


    Aber: Schalldämmung und Raumakkustik sind nicht mein Thema ;-)